Mit dem Hubschrauber über Kauai

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Das Erlebnis eines Hubschrauber-Rundflugs über die Hawaii-Insel Kauai können Worte und Fotos nicht annähernd beschreiben. Ich bin selten sprachlos, aber das war eine der beeindruckendsten Erlebnisse meines Lebens.

Hubschrauber-Rundflug über Hawaiis "Garteninsel" Kauai

Hubschrauber-Rundflug über Hawaiis “Garteninsel” Kauai

Kauai ist die älteste der Hawaii-Inseln und entsprechend stark ist die Erosion des Lava-Gesteins fortgeschritten. Dabei sind einerseits tiefe Schluchten mit zahlreichen, hohen Wasserfällen an den Felswänden entstanden, andererseits ist der Boden auch sehr fruchtbar, weswegen die dichte Vegetation auf Kauai in allen Grüntönen leuchtet, die in intensivem Kontrast zu dem rostroten Boden stehen.

Napali Coast, Kauai

Napali Coast, Kauai

Die berühmte Steinküste von Napali entlang zu fliegen, mit dem Hubschrauber ganz nahe an die Klippen heran und in Canyons hinein zu tauchen, ist atemberaubend.

Die nahezu unbeschreibliche Krönung des Rundflugs kommt aber zum Schluss: Wir fliegen direkt in den riesigen Krater des Mount Waialeale hinein, sind umgeben von fast senkrechten, dicht bewachsenen Felswänden. Über den Krater-Rand quellen Wolken in den Krater hinein, von den Felswänden stürzen zahlreiche Wasserfälle in die Tiefe.


Für meinen Flug hat die Hawaiian Tourism Authority den Veranstalter Blue Hawaiian Helicopters empfohlen und dem kann ich mit vorbehaltlos anschließen: Brandneue Eurocopter mit bequemen Einzelsitzen, wenig Vibrationen, vergleichsweise leise und viel Glasfläche für eine optimale Aussicht. Knapp 250 Dollar für eine Stunde Flug (günstiger bei Vorausbuchung per Internet) sind vergleichsweise moderat, in jedem Fall aber absolut den Flug wert. Denn auch wenn Amerikaner den Begriff „experience of a lifetime“ ja recht inflationär benutzen: Hier trifft das wirklich zu, es ist einfach traumhaft. Und wer will, kann seinen Flug auch als Video mit nach Hause nehmen, denn vier HD-Kameras zeichnen den kompletten Flug auf.

Neben den Fotos ebenfalls einen kleinen Eindruck gibt der Video-Kurzclip vom Flug über die Napali Coast:

Video Thumbnail

Gaylord’s Restaurant und Kilohana Plantation

Einen weiteren Landausflug in Kauai vom Kreuzfahrthafen in Nawiliwili aus habe ich mir im Kurzdurchlauf zeigen lassen: die Kilohana Plantation und das zugehörige Restaurant Gaylord’s.

Gaylord's at Kilohana Plantation

Gaylord’s at Kilohana Plantation

Wer sich in die Zeit der Zuckerrohr-Plantagen zurückversetzen will, altes Herrenhaus-Feeling erleben will, findet das bei einem Lunch im zu einer Seite offenen Innenhof des alten Plantagen-Haupthauses, wahlweise unter Arkaden oder ganz im Freien.

Das Gaylord’s ist aber auch ganz typisch für das moderne Hawaii: Hier besinnt man sich nämlich seit einigen Jahren zurück auf das, was Hawaii besonders macht und bietet Gerichte mit Zutaten an, die entweder gleich selbst auf dem weitläufigen Grund der Plantation angebaut werden, oder zumindest von Farmen auf Kauai kommen – natürlich auch viel frischen Fisch. Ich gestehe, ich habe die Einladung zu Gaylord’s nicht nur aus beruflichem Interesse wahrgenommen, sondern auch persönlich sehr genossen.


Die ehemalige Zuckerrohr-Plantage selbst bietet beispielsweise eine Rundfahrt im Nachbau eines alten Zugs an, mit dem früher die Ernte von den Feldern geholt wurde. Im historischen Haupthaus sind viele kleine Shops mit einheimischem Kunsthandwerk und Souvenirs untergebracht und wer möchte, kann die verschiedenen Arten von Rum der Koloa Rum Company verkosten, die hier aus selbst angebautem Zuckerohr destilliert werden, darunter auch ein Kaffee- und ein Kokosnuss-Rum.

Ein „Luau“ in Smith’s Tropical Paradise

Kein Hawaii-Aufenthalt ohne „Luau“ – ein traditionelles Festmahl mit viel Essen, Gesang und Tanz. Das Luau in „Smith’s Tropical Paradise“ gilt als das beste und authentischste von ganz Hawaii, das man als Tourist erleben kann.

Hula-Tänzerinnen bei Smith's Luau

Hula-Tänzerinnen bei Smith’s Luau

Auf dem weitläufigen Grundstück im Wailua River Valley hat die Smith-Familie tatsächlich ein kleines Tropen-Paradies aufgebaut mit einer Parkanlage und kleinen Seen, Palmen und vielen blühenden Büschen und Bäumen sowie einem tropischen Obstgarten.

Vor dem Festmahl gibt’s ein kleine Demonstration, wie das typisch hawaiianische Schweinefleisch-Gericht Poi zubereitet wird: Ein ganzes Schwein wird dafür auf Blätter und erhitzte Steine gebettet und eingegraben. Nach acht Stunden ist das Fleisch gar, sehr zart und aromatisch. Zu Essen gibt es aber auch hawaiianischen Taro-Brei, Chicken Adobo, Teriyaki Beef und viele andere, einheimische Leckereien.


Ein Hawaiianer hat mir beim Essen vor einigen Tagen in Hololulu erzählt, dass es bei einem richtigen Luau durchaus Sitte sei, so lange und so viel zu essen, bis man einschläft. Nach einem kleinen Nickerchen könne man dann einfach wieder weiter essen. Und so weiter …

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Prinzipiell könnte man das bei Smith’s ebenfalls tun, dann allerdings würde man die Show verpassen. In einem Open-Air-Theater gibt’s nämlich sowohl hawaiianische Hula-Tänze, als auch Tänze aus anderen Südsee-Inseln, China, Japan und den Philippinen zu sehen – alles Länder, die im Laufe der Jahre Einfluss auf die hawaiianische Kultur hatten. Die Show ist erfreulich authentisch und ohne jeglichen Touristen-Kitsch. Das Baströckchen sucht man bei den Hula-Tänzerinnen also vergeblich.

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Ein Kommentar zu  Mit dem Hubschrauber über Kauai

  1. Klaus Kurz on Juli 31, 2016 at 6:58 pm

    Hallo,
    das ist wirklich ein einmaliges Erlebnis Kaution von oben aus dem Helikopter zu sehen.
    Die wunderschöne Na Pali Coast das verschlägt einem die WorTermine. Ich war mit meiner Frau in 2009 im Zuge einer Cruise dort. Vorher besuchten wir die Inseln immer vom Boden aus,Ich glaube 4 oder 5 mal

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