Erste Auswirkungen der Ölpest auf Kreuzfahrtschiffe
Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat erste kleine Auswirkungen auf Kreuzfahrtschiffe. Carnival hat dem Vernehmen nach die Abfahrtszeiten einiger Schiffe leicht verändert, um die ölverseuchten Gebiete im Golf von Mexiko bei Tageslicht statt in der Nacht zu befahren. Bei Tag sind die Ölteppiche leichter zu erkennen. Die Änderungen haben derzeit keine Auswirkung auf Fahrplan und angelaufene Häfen.
Prinzipiell stellt das Öl keine unmittelbare Gefahr für Kreuzfahrtschiffe dar, die strengen Umweltschutzvorschriften vieler Häfen würde aber das Einlaufen mit ölverschmiertem Rumpf verzögern – sprich: Der Rumpf müßte vor dem Einlaufen gereinigt werden.
Die Cruise Line International Association (CLIA) sieht den Kreuzfahrtbetrieb im Golf von Mexiko ebenso wie für die Abfahrtshäfen Miami und Fort Lauderdale nach wie vor nicht in Gefahr und gibt sich gelassen. Update: Ein aktuelles Statement der CLIA klingt zwar nicht mehr ganz so optimistisch, sieht aber keinen Anlass, Reisepläne in die Region zu ändern. Kreuzfahrten seien von der Ölpest nach wie vor nicht beeinträchtigt.
Carnival wäre von einer Verschärfung der Situation besonders betroffen, da die Gesellschaft mehr Schiffe in Häfen am Golf von Mexiko stationiert hat als andere Reedereien – so in New Orleans (Carnival Triumph) und Mobile (Carnival Elation) und – derzeit noch weniger gefährdet – Galveston (Carnival Ecstasy) und Tampa (Carnival Inspiration, Carnival Legend). Royal Caribbean hat derzeit kein Schiff am Golf von Mexiko stationiert, die Radiance of the Seas fährt erst ab Oktober ab Tampa.
| Tweet |
|
|




Vor wenigen Monaten noch war Tony Hayward eine Lichtgestalt der Energiebranche, jetzt ist er das Gesicht der Ölkatastrophe. Immer wieder blamierte er BP, nun gibt er den Job als oberster Krisenmanager im Golf von Mexiko ab. Nun soll es der neue Manager Dudley richten. Tja das ist alles Public Relation, des Öl wird dadurch kein mm gestoppt.