Bellriva am Rhein leckgeschlagen und evakuiert

(aktualisiert - News vom 17.04.2012) von
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Bellriva

Bellriva (Bild: Rolf Heinrich)

Das Flusskreuzfahrtschiff Bellriva des Kreuzfahrtveranstalters 1AVista hat am Dienstagmorgen, 17. April, am Rhein bei Eichesheim-Illingen nahe Karlsruhe eine Buhne (Uferschutz) gestreift und ist leckgeschlagen. Das mit 114 Passagieren und 43 Crewmitgliedern besetzte Schiff konnte trotz massiven Wassereinbruchs noch aus eigener Kraft bis zum Stadthafen Karlsruhe weiterfahren und dort anlegen.

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Passagiere und Crew blieben bei dem Unfall unverletzt, wurden von der Bellriva evakuiert und zunächst auf einem anderen Flussschiff, der MS Karlsruhe, untergebracht. Die Feuerwehr konnte das Flusskreuzfahrtschiff soweit abpumpen und stabilisieren, dass inzwischen keine Gefahr des Sinkens mehr besteht. Zwischenzeitlich soll das Wasser bis zu 1,50 Meter hoch in der Bellriva gestanden haben.

(Update 20.4.2012:) Laut Schiffsreisenportal ist die Bellriva zm nächsten Kreuzfahrtstart am 25. April repariert und wieder einsatzfähig.

Bei der Havarie wurde auch ein Treibstofftank der Bellriva beschädigt, laut Feuerwehr laufe der Treibstoff aber ins Innere des Schiffs. Eine geringe Meng des Treibstoffs, die nach außen gedrungen ist, sei mit einer Ölsperre rund um das Flussschiff abgesichert worden. Die Bellriva war auf Talfahrt von Basel nach Köln, als sich der Unfall gegen 4 Uhr morgens ereignete.

Am Vormittag konnte die Besatzung das Schiff vorübergehend wieder betreten, um das Gepäck der Passagiere zu sichern, selbige nun auf dem Landweg nach Köln gebracht werden, dem eigentlichen Ziel der Kreuzfahrt.

Die 1971 gebaute Bellriva gehört der niederländischen Reederei Cruiselines Nijmegen und fährt für den Flussreisenanbieter 1AVista. Sie bietet bei Doppelbelegung aller Kabinen Platz für 180 Passagiere.

Update: Die Polizei geht inzwischen von einem Fahrfehler aus. Der Prokurist von 1AVista erklärt, man wisse noch nicht, wie es dazu kommen konnte, zumal ein Lotse an Bord gewesen sei. Taucher haben drei Lecks sowie einen Haarriss entdeckt. Die Lecks weisen eine Größe von 10 bis 15 cm auf. Sie sollen im Laufe des Tages von Tauchern unter Wasser verschweißt werden. Es wird aber weiterhin Wasser abgepumpt, ebenso wie ein Wasser-Öl-Gemisch aus dem Schiffsinneren. Treibstoff oder andere Schadstoffe sind nicht ausgetreten.

Update 18. April 2012: Die Taucher konnten die drei Lecks mit Stahlplatten schließen und damit den weiteren Wassereinbruch stoppen. Allerdings wurde festgestellt, dass auch die Schiffsschrauben beschädigt sind und somit die Bellriva nicht aus eigener Kraft weiterfahren kann. Sie wurde in eine nahegelegene Werft geschleppt, wo bei näherer Untersuchung noch zwei kleinere Lecks endeckt wurden, die nun repariert werden. Der Schaden wird bislang vorsichtig auf 500.000 Euro geschätzt. Gegen den 78 jährigen Lotsen wird wegen fahrlässiger Gefährdung des Schiffsverkehrs ermittelt.

(Bildquelle: Rolf Heinrich, Lizenz: CC BY-SA 2.0)

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