Carnival führt Social-Media-Flatrate ein

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Carnival Cruise Lines führt als erste Kreuzfahrt-Reederei weltweit eine Internet-Flatrate für Social-Media-Netzwerke ein. Für 5 Dollar pro Tag können die Passagiere an Bord der Schiffe der US-Reederei bald unbegrenzt Facebook, Twitter und Co nutzen.

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Neben der Tages-Flatrate bietet Carnival auch eine Flatrate für die jeweils komplette Kreuzfahrt für 25 Dollar an. Aber auch die übrige Internet-Nutzung per WLAN an Bord der Kreuzfahrtschiffe wird deutlich günstiger: Eine „value package“ genannte Flatrate für 16 Dollar pro Tag umfasst zusätzlich E-Mails und allgemeine Internet-Nutzung per Webbrowser und mit der „premium package“-Flatrate (25 Dollar pro Tag) ist sogar das Telefonieren per Skype und ähnlichen Diensten möglich.

Das neue Internet-Angebot wird derzeit auf der Carnival Freedom, Carnival Breeze sowie Carnival Sunshine getestet und soll schrittweise auf die komplette Flotte von 24 Schiffen der Carnival Cruise Lines ausgeweitet werden. Internet-Flatrates getestet hatte Carnival bereits seit Ende 2012 zu ähnlichen Preisen.

Parallel baut die Muttergesellschaft Carnival Corp. seit einigen Monaten an einem neuen Netz für deutlich schnelleren Internet-Zugang an Bord der über 100 Kreuzfahrtschiffe des Konzerns. Ein Hybrid-System auf landbasierter und Satelliten gestützter Internet-Verbindung der Kreuzfahrtschiffe soll bis zu zehnmal schnellere Verbindungen im Vergleich zur herkömmlichen Technik bringen. In der Karibik ist das Netz entlang der Fahrtrouten der Schiffe bereits gut ausgebaut und kommt schrittweise auf immer mehr Schiffen zum Einsatz. 2015 und 2016 soll „WiFi@Sea“ auch in Alaska, Europa und Asien verfügbar werden.

Konkurrent Royal Caribbean setzt inzwischen ebenfalls auf Highspeed-Internet, zumindest auf der neuen Quantum of the Seas sowie Oasis und Allure of the Seas, wo ein neues Satelliten-System des Dienstleisters O3b für DSL-ähnliche Geschwindigkeiten sorgt. Derzeit ist das neue Netz auf diesen Schiffen in der Karibik verfügbar, im Sommer 2015 soll es auch im Mittelmeer in Dienst gehen. Die Preise liegen bei RCI allerdings aktuell deutlich höher als bei Carnival: Die günstigste Tages-Flatrate kostet bei RCI auf der Quantum of the Sea aktuell 65 Dollar (Stand: Januar 2015). Der Tarif, indem auch Skype und ähnliche Anwendungen sinnvoll möglich sind, schlägt mit 76 Dollar täglich zu Buche. Die entsprechenden Flatrates für eine komplette 7-Nächte-Reise kosten hier 183 beziehungsweise 224 Dollar.

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3 Kommentare zu Carnival führt Social-Media-Flatrate ein

  1. Eike on Januar 22, 2015 at 10:16 am

    Als jemand, der bis Heute nicht den wirklichen Nutzwert von Twitter, Facebook und co. verstanden hat, schüttele ich da erstmal den Kopf. Ich fände da andere Funktionen wesentlich interessanter:

    – Ein Internetzugang, der zumindest Mails und Text-Messaging zuläßt (Threema oder Whatsapp beispielsweise), jedoch keine Sprach- oder Videonachrichten, was ja deutlich mehr Bandbreite kostet.
    – Eine Möglichkeit, auf einem Schiff “lokal” mit Mitreisenden zu kommunizieren. Einen Ansatz gab es mal bei AIDA, aber das ist wohl aus der Testphase nicht rausgekommen und wurde wieder eingestellt. Es wäre dabei egal ob das in Form von Telefonie über WLAN geht, oder als Instant Messenger – Hauptsache etwas flexibleres als von Kabine zu Kabine zu telefonieren. Das nützt nämlich nichts, wenn der Angerufene zu dem Zeitpunkt nicht in der Kabine ist. Die Problematik hatten wir bei unserer letzten Reise nämlich, wenn es drum ging, sich mit Mitreisenden zu treffen, sei es für eine Kniffelrunde abends, fürs Essen oder für den gemeinsamen Landausflug auf eigene Faust am nächsten Tag – es ging immer nur mit starren vereinbarten Zeiten. :(

  2. Franz on Januar 22, 2015 at 10:31 am

    Carnival hat nicht genauer spezifiziert, welche Dienste sie genau zulassen. Ich nehme mal an, dass sowas wie Whatsapp aber wohl auch gehen wird. Zur Not kann man zur Kommunikation ja den Facebook-Messenger nehmen (und ich glaube gerade selbst nicht, was ich da schreibe – diesen Mist zu empfehlen … aber als Notlösung sicherlich praktikabel).

    Facebook, Pinterest, Twitter etc. haben für die Reederei natürlich einen großen Vorteil: Wenn die Leute fleißig von Bord posten, ist das wunderbare Werbung ;-) Deshalb hatte ich eigentlich damit gerechnet, dass bald eine Reederei kommt, die Facebook, Instagram, Twitter und Pinterest komplett kostenlos machen würde.

    Die Sache mit der Kommunikation an Bord scheint gar nicht so einfach zu sein. Mehrere Reedereien haben da schon entsprechende Apps ausprobiert bzw. teils auch im Einsatz, aber wirklich funktionieren tut’s nicht. Die WLAN-Infrastruktur auf einem Schiff, das aus Funkwellen-feindlichem Stahl besteht, ist halt wohl doch komplizierter als man denkt. Bei Datenübertragung ist das im Griff, weil da eine Sekunde Verzögerung oder zwei wenig ausmachen, aber bei Sprachkommunikation ist halt schon eine halbe Sekunde Verzögerung, stark schwankende Bandbreiten und Signalqualitäten oder ein Wechsel von einem Hotspot zum anderen ein Killer.

    Ich hatte mich gerade auf der Celebrity Eclipse mit dem IT-Manager unterhalten und der hat mir erzählt, dass sie auf den ersten beiden Solstice-Class-Schiffen die internen Telefone auf IP-Telefonie via WLAN-Netz umgestellt hatten. Ab Solstice-Class-Schiff Nr. 3 sind sie dann wieder auf DECT zurück gegangen, weil die WLAN-Telefonie einfach zu viele Problemen gemacht hat. Scheint also wohl vor allem ein Problem der technischen Umsetzung auf einem Schiff zu sein …

  3. Eike on Januar 23, 2015 at 8:55 am

    Nur für den Messenger extra bei Facebook anmelden? Ich weiß ja nicht. Da ist meine Hemmschwelle doch recht groß. (Okay, Whatsapp gehört ja mittlerweile auch zu Facebook, aber das war damals ja nicht absehbar.)

    Als jemand, der sich mit diesen Medien absolut nicht auskennt, frage ich mich, wieso es zwangsläufig Werbung ist, wenn die Gäste diese Dienste nutzen. Wenn jemand “Ich sitze auf’m Klo” twittert, dürfte das doch egal sein, von wo er das tut, oder? ;-)

    WLAN und Stahl ist in der Tat nicht einfach, als jeman der selbst aus dem IT-Bereich kommt, ist mir das auch bewußt. Aber selbst wenn keine telefonartige Sprachübertragung möglich ist – Text-Messaging sollte doch im Rahmen der vorhandenen WLAN-Infrastruktur problemlos funktionieren. Oder auch asynchrone Sprachübertragung, wie es beispielsweise bei Whatsapp geht, daß man seine Sprachnachricht aufnimmt, und diese anschließend an den Empfänger übermittelt wird. Da unterscheidet sich die Datenübertragung nicht nennenswert von anderen Nutzungen des Schiffs-WLANs.

    Mit IP-Telefonen über WLAN habe ich keine großen Erfahrungen, aber der Knüller im Bezug auf Wanddurchdringung und Reichweite ist DECT (zumindest mit den in Deutschland an Land zulässigen Basisstationen, ob man da auf See andere Leistungen nutzen kann, weiß ich nicht) jedenfalls auch nicht…

    Egal wie – die Kommunikationsinfrastruktur, die auf neuen Schiffen für den nichtnautischen Betrieb vorgehalten wird, ist schon beeindruckend. Wobei teilweise sinple Dinge, für die die Grundlage eigentlich da ist, dann wieder fehlen. Das erinnert mich dran, ich wollte doch noch eine Mail senden…

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