Celebrity Eclipse bringt Asche-Opfer zurück nach England
Celebrity Cruises hat kurzfristig eine 2-Nächte-Kreuzfahrt der Celebrity Eclipse vom 22.-24. April abgesagt und fährt statt dessen ins spanische Bilbao, um dort gestrandete britische Urlauber abzuholen, die wegen der Aschewolke nicht nachhause fliegen können. Das berichtet Cruisecritic. In Zusammenarbeit mit einem noch nicht genannten Reiseunternehmen aus Großbritannien TUI UK sollen rund 2.000 Urlauber auf dem neuen Kreuzfahrtschiff am Donnerstag von Bilbao nach Southampton gebracht werden. Auf der Eclipse werden demnach Reisende der britischen Reisebüros First Choice, Thomson, Thomas Cook und CTTG zurück nach Southampton fahren, wo die Celebrity Eclipse am 24. April getauft wird – an den Plänen zu den Tauf-Feierlichkeiten hat sich vorerst nichts geändert.
Die geladenen Gäste der eigentlich geplanten Preview-Kreuzfahrt auf der Eclipse werden offenbar auf die folgen Kurzkreuzfahrt umgebucht. Schon zur ersten Preview-Fahrt auf der Eclipse ab Hamburg am Wochenende hatten vor allem die britischen Teilnehmer wegen des Flugverbots das Schiff nicht erreicht, skandinavische Gäste waren bis zu 12 Stunden mit Bus und Fähre zum Schiff unterwegs.
Oceania, Regent Seven Seas, Holland America, Thomson Cruises
Neben TUI Cruises und AIDA (wie berichtet) ändern laut USAtoday auch andere Kreuzfahrtgesellschaften ihre Fahrpläne, um Passagiere am Festland statt auf Inseln wie Palma de Mallorca abzusetzen. Die britische Thompson Cruises schickt die Thomson Dream nach Mallorca, um Urlauber von dort nach Barcelona zu bringen.
Holland America verzögert die Abfahrt der Eurodam in Rom um einen Tag, um auf verspätete Passagiere zu warten. Die Oceania Insignia verlies den Abfahrtshafen Barcelona ebenfalls einen Tag später, um Passagiere mit einer langen Busanreise noch verspätet mit an Bord zu nehmen. Die Seven Seas Mariner von Regent Seven Seas Cruises verläßt Venedig sogar zwei Tage später als geplant.
UPDATE: Auch MSC hat jetzt bekannt gegeben, wie die Gesellschaft mit dem Flugverbot umgeht. Demnach bekommen Passagiere Bahntickets nach München und fahren von dort mit MSC-Bussen zu den Abfahrtshäfen Venedig und Genua. Die MSC Sinfonia änder den Ausstiegshaven von Livorno auf Genua, um den Turnover dort abzuwickeln und die Passagiere mit dem Bus-Shuttle nach München zu bringen.
In Schwierigkeiten sind durch Aschewolke und Flugverbote auch hochrangige Vertreter einiger Kreuzfahrtgesellschaften selbst: Sowohl auf der Celebrity Eclipse als auch auf der P&O Cruises Azura sind derzeit die Führungsriegen der Gesellschaften auf Jungfernfahrt beziehungsweise Einführungsfahrten unterwegs und kommen nun zumindest vorerst nicht mehr zurück ins Büro oder müssen – wie P&O-Chef Carol Marlow – lange Autofahrten quer durch Europa in Kauf nehmen.
Die Kreuzfahrtindustrie hofft nun, dass sich er Flugverkehr schnell normalisiert. In den nächsten Wochen stehen zahlreiche Transatlantik-Kreuzfahrten an, die Europa-Saison vieler Schiffe beginnt jetzt und damit ein hoher Bedarf an Flügen von den USA nach Europa und zurück.
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