Check-Liste: Per Flugzeug zur Kreuzfahrt

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Security-Check am Airport Seattle-Tacoma

Security-Check am Airport Seattle-Tacoma (Bild: Andrew Pilloud, CC BY 2.0)

Die Sicherheits-Vorschriften an Flughäfen werden immer strenger und damit unübersichtlicher. Wer per Flugzeug zur Kreuzfahrt anreist – nicht nur wenn es in die USA geht – sollte die Bestimmungen genau kennen, um Frust und Ärger schon zu Beginn des Urlaubs zu vermeiden.

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Cruisetricks.de hat die wichtigsten, aktuellen Vorschriften und Empfehlungen zusammengestellt, die Sie für ihre Flugreise kennen sollten. Der wichtigste Aspekt aber ist: Beim Security-Check immer ruhig bleiben, sich nicht aufregen. Und insbesondere in den USA und Großbritannien auf keinen Fall Witze über Bomben oder andere Sicherheits-Themen reißen.

Ändern kann man an den teils unsinnig erscheinenden Maßnahmen ohnehin nicht. Wer sich trotzdem  aufregt und sich allzu lautstark beschwert, riskiert vielmehr, dass man durch eine folgende Intensiv-Kontrolle sein Flugzeug verpasst oder der Kapitän die Beförderung verweigert.

Elektronische Geräte: nur mit geladenem Akku!

Die neueste Regelung zuerst – sie gilt zunächst für Flüge von und nach den USA und Großbritannien: Elektronische Geräte dürfen nur noch dann ins Handgepäck, wenn der Akku aufgeladen ist. Ansonsten könnten die Geräte bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen konfisziert werden, wenn sie sich beim Security Check nicht einschalten lassen. Wer auf dem Flug sein Handy oder Laptop beispielsweise zum Anschauen von Filmen nutzt und einen Anschlussflug geplant hat, sollte also sicherheitshalber auch das Ladegerät mit ins Handgepäck legen.

Hintergrund: Die USA hat offenbar Hinweise darauf, dass von Terroristen im Jemen Bomben entwickelt werden, die von Metalldetektoren nicht erkannt werden und sich in Handys oder anderen elektronischen Geräten verstrecken lassen. Da im Gehäuse dieser Geräte zu wenig Platz für einen funktionierenden Akku und die Bombe wäre, glauben die Sicherheitsbehörden in den USA und Großbritannien, entsprechende Anschläge verhindern zu können, indem sie Handys, Laptops und Kameras bei der Sicherheitskontrolle einschalten und auf Funktionsfähigkeit prüfen. Ist der Akku leer, wäre dieser Check nicht durchführbar.

Die Frage, wie sich diese Regelung mit dem in den meisten Ländern üblichen Handy-Verbot im Bereich der Pass- und Sicherheitskontrollen verträgt, sollte man wohl besser nicht stellen.

Keine Waffen und waffenähnliche Gegenstände

Selbstverständlich ist, dass weder Messer und Schusswaffen noch Sprengstoffe und Feuerwerkskörper etwas im Gepäck verloren haben. Dazu zählen beispielsweise auch viele Arten von Lösungsmittel oder Lacken. Weniger offensichtlich, aber trotzdem verboten: Spielzeug-Waffen, Baseballschläger und größere Werkzeuge, vom Bohrer über die Säge bis zum Schraubenzieher, außerdem scharfe oder spitze Gegenstände wie Scheren über sechs Zentimeter Länge. All das hat auch im aufgegebenen Gepäck nichts verloren. Und auch Feuerzeuge und Streichhölzer dürfen nicht mit in die Kabine. Nagelschere, Einmalrasierer und kleine Taschenmesser unter sechs Zentimeter Klingenlänge dürfen nach deutschen Gesetzen zwar mit ins Handgepäck, andere Länder haben aber teils schärfere Regeln, sodass solche Gegenstände besser trotzdem in den aufgegebenen Koffer gehen.

Flüssigkeiten – stark eingeschränkt

Auch das hat sich mittlerweile herumgesprochen: Flüssigkeiten dürfen nicht ins Handgepäck – auch keine harmlosen Wasser- oder Cola-Flaschen. Einzige Ausnahme: Flüssigkeiten in Behältern, die maximal 100 ml fassen. Alle mitgeführten Flüssigkeiten müssen gemeinsam in einem wiederverschließbaren, durchsichtigen Plastikbeutel mit maximal einem Liter Fassungsvermögen verstaut sein. Eine halbvolle 200-ml-Flasche ist also nicht erlaubt. Und hat man mehr Flüssigkeits-Behältnisse als in die 1-Liter-Tüte passen, gibt es keinen Pardon.

Dabei spielt es keine Rolle, ob man die Flüssigkeiten von zu Hause mitgebracht oder erst am Flughafen gekauft hat, ob es sich um eine 50-Cent-Wasserflasche oder ein 100-Euro-Parfüm handelt: Erfüllt es die Bedingungen nicht, muss es in eine der Abfalltonnen, die für diesen Zweck vor den Security-Checks am Flughafen stehen.

Ausnahmen gibt es übrigens für Babynahrung und für Medikamente – letztere aber nur mit ärztlicher Bescheinigung. Ebenfalls seit kurzem wieder zugelassen sind Flüssigkeiten wie Parfüms, Wein und Spirituosen aus den Flughafen-Shops. Sie müssen allerdings in einem versiegelten Sicherheitsbeutel verpackt sein und der Kassenzettel muss sich sichtbar innerhalb dieses Beutels befinden. Weil das nicht alle Verkäufer in den Flughafen-Shops richtig machen, sollte man bei seinen Einkäufen genau darauf achten, dass der Kassenbon auch wirklich in der Tüte ist. Denn auch hier kennen die Security-Leute keinen Pardon.

Reisepass, ESTA, Visa Waiver und Visum für die USA

Welche Papiere und Voraussetzungen für die Einreise speziell in die USA nötig sind, haben wir ausführlich schon einmal im Beitrag „Einreise in die USA: Reisepass, Visa Waiver, ESTA, APIS & Co.“ erläutert. Deshalb hier nur in Stichworten: Elektronisch auslesbarer Reisepass (auch für Kinder, Kinderreisepass reicht hier nicht) ist für alle Pflicht. Für Touristen und Geschäftsreisende gibt es für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger keine Visums-Pflicht, da im Rahmen des so genannten Visa Waiver Program lediglich ein Sichtvermerk im Reisepass direkt bei der Einreise in die USA gemacht wird. Pflicht ist aber vorab eine genannte ESTA-Anmeldung, die man spätestens 72 Stunden vor Abflug online erledigen kann. Wer ein gültiges Visum für die USA bei der Einreise nutzt, braucht keine zusätzliche ESTA-Anmeldung.

All diese Voraussetzungen müssen auch Flugpassagiere erfüllen, die in den USA lediglich einen Zwischenstopp einlegen, also beispielsweise über einen US-Flughafen weiter zu ihrer Kreuzfahrt in der Karibik fliegen. Daneben greifen hier auch Quarantäne-Vorschriften: Frische Lebensmittel wie Obst, Gemüse oder Fleischwaren dürfen nicht in die USA eingeführt werden. Das gilt übrigens auch für viele andere Länder dieser Welt.

Tipps für den Security-Check

Wer den Security-Check möglichst schnell erledigen will, legt gleich freiwillig Laptop, Kindle, Tablet und größere Kameras separat in die Wannen zum Durchleuchten. Auch Schuhe (als potenzielles Bombenverstreck), Armbanduhr, größerer Metallschmuck und Gürtel legt man besser aufs Band – das zeigt den Security-Leuten, dass man Bescheid weiß und nichts zu verbergen hat. Vermeidet aber auch, dass der Metalldetektor anspringt und man sich anschließend der herabwürdigenen Prozedur der manuellen Kontrolle unterziehen muss. Die lässt sich freilich manchmal trotzdem nicht vermeiden: Die Detektoren springen nämlich manchmal auch grundlos nach dem Zufallsprinzip an – um das Gerät unberechenbar und die Security-Leute wachsam zu halten.

Am wichtigsten aber: Seien Sie frühzeitig am Flughafen. Werden Sicherheitskontrollen überraschend an einem Tag verschärft, kommt es oft zu langen Warteschlangen und viele Flughäfen führen für USA-Flüge sogar noch einmal eine zweite Kontrolle durch, so beispielsweise in München. Nichts ist stressiger als in der Warteschlange zu stehen und nicht zu wissen, ob man es noch rechtzeitig zum Flieger schafft.

Fazit: lästig, aber unvermeidlich

Wer mit dem Flugzeug zum Kreuzfahrtschiff reist, muss einiges über sich ergehen lassen und bei Security, Zoll und Passkontrolle viel Geduld mitbringen. Mit der richtigen Einstellung lassen sich diese wenigen Stunden aber irgendwie überstehen. Schließlich wartet danach der Urlaub – und wer will sich schon die schönste Zeit des Jahres verderben, nur weil man sich, berechtigt aber völlig sinnlos, weil aussichtslos, über die teils an die Grenzen der Menschwürde reichenden Sicherheits-Maßnahmen am Flughafen echauffiert?

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Ein Kommentar zu Check-Liste: Per Flugzeug zur Kreuzfahrt

  1. Eike on Juli 21, 2014 at 10:08 am

    Ein interessantes Detail habe ich feststellen können, was einen Unterschied macht zwischen den Metalldetektoren am Flughafen und auf dem Kreuzfahrtschiff:

    Ich trage gewöhnlich einen Gürtel mit abnehmbarer Schnalle. Am Flughafen muß ich die Schnalle abnehmen und mit Tasche, Jacke und co. durch den Scanner schicken, da er im Metalldetektor sonst anspricht. Auf dem Schiff und in Kreuzfahrtterminals mit eigener Sicherheitsschleuse hingegen scheinen die Metalldetektoren etwas weniger empindlich eingestellt zu sein – da hat die Gürtelschnalle noch nie ausgelöst.

    Eine gute Vorbereitung für die Sicherheitskontrolle (egal wo) ist es übrigens, schon vorher alle Hosentaschen zu leeren und Portemonnaie, Schlüsselbund, Handy (okay, im Zuge der Funktionstests vielleicht wieder anders?) in die Jacke/Handtasche/… zu räumen, und so direkt durch den Scanner schicken zu können. Das spart viel Zeit wenn man an der Reihe ist.

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