Cruise Hotel SS Rotterdam tief in den roten Zahlen
Was viele von Anfang an geahnt hatten, ist jetzt Gewissheit: Das Cruise Hotel SS Rotterdam fährt hohe Verluste ein. Das frühere Flagschiff der Holland America Line war 2000 außer Betrieb gegangen, später für rund 250 Millionen Euro zu einem Hotelschiff umgebaut worden und als solches am 15. Februar 2010 im Hafen von Rotterdam eröffnet worden. Der jetzt veröffentlichte Jahresabschluß der Wohnungsbaugenossenschaft Woonbron, welche die SS Rotterdam als Hotel und Museum betreibt, weist einen Verlust von 44,3 Millionen Euro aus. Allein 39 Millionen davon stammen aus Abschreibungen für die SS Rotterdam.
Im ersten Betriebsjahr lagen demnach die Gästezahlen deutlich unter den Planungen, was Woonbron unter anderem auf das schlechte wirtschaftliche Klima, aber auch auf die damalige Unsicherheit in Bezug auf das Eröffnungsdatum des Hotels, Image-Probleme und eine ungewöhnliche Kältewelle im Frühjahr 2010 zurückführt.
Wie das niederländische Newsportal Metro schreibt, rechnet die Betreiberfirma für die Zukunft daher mit steigenden Gästezahlen. Man könne aufgrund der Einzigartigkeit des Projektes erst nach drei vollen Betriebsjahren zuverlässig beurteilen, wie groß das Potenzial des Hotelschiffs SS Rotterdam tatsächlich sei.
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