Die perfekte Kreuzfahrtschiff-Kabine

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Umstrittenes Konzept, aber viele innovative Ideen: Balkonkabine der Norwegian Epic

Umstrittenes Konzept, aber viele innovative Ideen: Balkonkabine der Norwegian Epic

Wie sieht die perfekte Kabine auf einem Kreuzfahrtschiff aus? Natürlich wünscht sich jeder eine 150-qm-Suite mit Butler und allem Drum und Dran. Aber bleiben wir auf dem Teppich: Was ist in einer normalen Balkonkabine ganz realistisch umsetzbar?

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Wir haben von unseren vielen Kreuzfahrten die Ideen und Features zusammengestellt, die eine sehr gute Balkonkabine ergeben. Keine Wunschträume – nur das, was es auf dem einen oder anderen Kreuzfahrtschiff bereits gibt oder sich wahrscheinlich problemlos umsetzen ließe.

Denkt man an die Kabine auf Eurer letzten Kreuzfahrt und zählt mit, wie viele der Kriterien die Kabine dort erfüllt hat. Und vielleicht habt Ihr auf Euren Kreuzfahrten noch weitere besondere Kabinen-Details erlebt, die wir hier noch nicht aufgelistet haben?

Klimaanlage

Die Kabine ist am Kreuzfahrtschiff für meist eine Woche unser Zuhause. Wohlfühlen ist da besonders wichtig. Ein guter Schlaf bei angenehmer Temperatur ist daher das wichtigste überhaupt.

So bitte nicht: Klimaanlage bläst direkt aufs Bett.

So bitte nicht: Klimaanlage bläst direkt aufs Bett.

An erster Stelle stehen daher einige Wünsche für die Klimaanlage. Individuell regelbar ist die ja meistens, aber bitte gebt uns doch eine digitale Temperaturanzeige. Die kann ich mir nämlich merken und exakt gleich einstellen, auch wenn der Kabinensteward sie jeden Tag wieder konsequent umstellt. Mit den klassischen Drehrädchen ist die perfekte Temperatur nahezu unmöglich zu finden.

Und ein Wunsch an die Konstrukteure beziehungsweise Designer von Schiffskabinen: Die Klimaanlage soll bitte überall hin blasen, nur nicht direkt aufs Bett. Das ist für die Kabinenkonstruktion sicherlich ein sehr anspruchsvoller Wunsch, weil das Bett den Hauptteil der Kabine ausmacht. Trotzdem gibt es elegante Lösungen dafür – beispielsweise auf der Norwegian Epic. Dort sind die Luftschlitze der Klimaanlage senkrecht neben der Eingangstür. Perfekt.

Und, im Interesse des Umweltschutzes und der Energie-Effizienz: Die Klimaanlage muss ihre Leistung deutlich reduzieren oder ganz abschalten, wenn die Balkontür offen ist. Ein einfacher Schalter im Rahmen erfüllt diesen Zweck, der Aufwand dafür ist minimal.

Raum-Verdunkelung

Vorhang zu ... dunkel: Nicht in allen Kabinen funktioniert das optimal.

Vorhang zu … dunkel: Nicht in allen Kabinen funktioniert das optimal.

Der Vorhang muss die Kabine vollkommen verdunkeln, denn manche Leute können nur gut schlafen, wenn es wirklich dunkel ist. Auch wenn es ein paar Zentimeter mehr Stoff und eine zusätzliche Vorhangschiene kostet: Die beiden Vorhang-Teile sollten in zwei eng nebeneinander liegenden Schienen geführt werden und in der Mitte mindestens zehn Zentimeter überlappt. Gerade am Schiff leidet man oft unter Jetlag oder möchte nach einer langen Nacht länger schlafen – da ist ein lichtdichter Vorhang Gold wert. Für Nordlandfahrten mit Mitternachtssonne erst recht.

Ein Trick, der dazu beiträgt, den Vorhang auch am Rand lichtdicht zu halten: Im Stoff eingearbeitete Magnete halten den Vorhang am Fensterrahmen fest. Auch das haben wir auf der Norwegian Epic gesehen. Damit auch oben an der Vorhang-Schiene kein Licht einfällt, hilft eine doppelte Verblendung von ein paar Zentimetern, jeweils innerhalb und außerhalb des Vorhangs. Wer gerne im Hellen schläft, kann den Vorhang ja ein wenig offen lassen.

Damit der perfekte Vorhang nicht nutzlos wird: Beleuchtete Einschaltknöpfe von Nachttischlampen, Telefon-Displays, wunderbar grell leuchtende Digitalanzeigen von Radiowecker und Fernseher sollten, bitte, abschaltbar sein. Diese Leucht-Elemente mit Klebeband und allerlei anderen Tricks zu verdunkeln, ist keine besonders elegante Lösung und macht den Kabinensteward meist nicht sehr glücklich. Der Trend bei neuen Schiffen geht leider in die entgegengesetzte Richtung: Immer mehr großflächige Leucht-Displays, immer mehr Standby-Lämpchen, sodass das abendliche Verdunkeln der Kabine gleich mal 20 Minuten kostet.

Dauerhaftes Dämmerlicht im Bad ist grundsätzlich eine gute Idee – aber nicht, wenn die Badtür nicht lichtdicht ist. Deshalb solltes es unbedingt eine Möglichkeit geben, dieses Dämmerlicht abzuschalten. Sehr wünschenswert ist im Bad eine Lichtschaltung, bei der das Licht mit einer leichten Verzögerung angeht. Dann bleibt in der Nacht nämlich Zeit, den Lichtschalter (außen) zu betätigen, ins Bad zu gehen und die Tür zu schließen, bevor es hell wird (und den schlafenden Partner weckt).

Durchsagen in der Kabine hören

Nicht jeder will durch allerlei unnütze Durchsagen in seiner Kabine gestört werden. Deshalb sind auf den meisten Schiffen nur sicherheitsrelevante und Notfall-Durchsagen auch in den Kabinen zu hören. Schön wäre aber ein Schalter, der mir als Passagier die Wahl lässt, auch die anderen Durchsagen hören zu können. Denn wie oft steht man dann doch in der halb geöffneten Kabinentür, um den Durchsagen aus den Lautsprechern im Kabinengang zu lauschen?

Wohin mit dem Gepäck?

Viel Stauraum ist essentiell, vor allem bei Dreier- oder gar Vierer-Belegung. Jedes Schiff hat da sein eigenes Platzkonzept. Daher ist es schwierig, konkrete Wünsche abzugeben. Entscheidend ist, dass möglichst breite, tiefe Regal- oder Schrankfächer sowie ausreichend Hängeschrank-Platz vorhanden ist. Kleine Körbchen in den Türen sind zwar witzig, aber leider völlig unbrauchbar zur Lagerung von T-Shirts und Hosen.

Stauraum muss so breit und tief sein, dass dort gefaltete T-Shirts ohne Knittern Platz haben. Hängeschränke müssen unter der Kleiderstange noch so viel Platz habe, dass eine Hose eines 1,80 Meter großen Passagiers oder ein bodenlanges Abendkleid dort frei hängen kann, ohne am Schrankboden aufzustoßen. Idealerweise ist nach unten so viel Luft, dass man darunter auch noch ein paar Schuhe abstellen kann.

Pflichtprogramm: "richtige" Kleiderbügel

Pflicht: vollwertige Kleiderbügel

Bitte gebt uns für die Kleiderstangen richtige Kleiderbügel, nicht diese Diebstahl-sicheren Bügel ohne Haken, denn die sind nicht nur extrem unpraktisch. SIe unterstellen dem Gast auch auf sehr unhöfliche Weise, ein potenzieller Kleiderbügel-Dieb zu sein. Vor allem aber lassen sich reguläre Kleiderbügel auch außerhalb des Schranks nutzen – zum Beispiel um einen zerknitterten Anzug in der Dusche einem glättenden Dampfbad zu unterziehen oder feuchte Kleidung in der Kabine zum Trocknen aufzuhängen.

Apropos: Warum nicht gleich ein paar Kleiderhaken in die Kabinen-Decke einbauen? Dann erübrigt sich auch das Problem, dass Passagiere immer wiedermal die Sprinkleranlage zum Aufhängen von Kleiderbügeln missbrauchen.

Der wichtigste Stauraum aber ist unterm Bett. Das ist nämlich der ideale Platz, um leere Koffer aus dem Weg zu schaffen. Deshalb sollte die Unterkante des Bettgestells so hoch sein, dass sich auch ein paar etwas dickere Koffer bequem unters Bett lassen.

Interessant ist eine Lösung, die TUI Cruises anbietet: Bei dem Verstau-Service gibt man die leeren Koffer zu Beginn der Kreuzfahrt ab und bekommt sie rechtzeitig zum Packen am letzten Tag wieder in die Kabine geliefert. Wenn man nett fragt, hilft der Kabinen-Steward aber auch bei anderen Reedereien bei diesem Problem, wenn er eine Möglichkeit hat, den Koffer zu verstauen.

Schreibtisch und Safe

Bequemer Stuhl, ausreichend Schreibtisch-Platz (Vision of the Seas)

Bequemer Stuhl, ausreichend Schreibtisch-Platz

Immer wichtiger wird ein Schreibtisch-Bereich, der tief genug ist, um ein Laptop aufzustellen. Auf allen Schiffen, die WLAN-Internet auch in der Kabine anbieten, sollte es einen Platz geben, an dem man bequem auch mal länger als zehn Minuten mit dem Laptop sitzen kann, ohne einen Bandscheibenvorfall zu riskieren. Etwas aufwändiger umzusetzen, aber dennoch wünschenswert: Das WLAN-Signal sollte stark genug sein, um am Schreibtisch noch ausreichend Empfang zu haben. WLAN in der Kabine nützt nämlich wenig, wenn man sich mit Laptop oder Handy direkt hinter der Kabinentür positionieren muss, um gerademal zwei oder drei Signal-Balken zu bekommen.

Damit Laptop und Spiegelreflexkamera sicher aufgehoben ist, sollte der Safe breit und hoch sein. Mini-Safes taugen bestenfalls für eine Armbanduhr und Ausweispapiere und erfüllen ihren Zweck daher nicht wirklich gut.

Schön wären übrigens auch mehr als zwei Steckdosen sowie einige USB-Steckplätze zum Laden von Handy und kleineren Kameras. Denn Nintendo, Handy, Kamera und Laptop wollen regelmäßig aufgeladen werden und der Fön braucht ebenfalls Strom. Bitte also nicht an Steckdosen sparen – sonst verwenden Passagiere mitgebrachte Mehrfachsteckdosen, die in Hinblick auf Brandgefahr alles andere als optimal sind.

Das Badezimmer

Badezimmer auf Kreuzfahrtschiffen sind fast ziemlich klein. Aber mehr kann man wohl bei einer normalen Balkonkabine auch nicht verlangen. Trotzdem gibt es ein paar Elemente, die ein Badezimmer wesentlich angenehmer machen.

So ein Waschbecken ist viel zu klein!

So ein Waschbecken ist viel zu klein!

Allen voran: Bitte keine von Designern auf “hip” und “cool” getrimmte Mini-Waschbecken, die leider nu als Kunstobjekte, aber nicht ernsthaft als Waschbecken dienen. So nett das im Gesamtdesign aussehen mag – es ist extrem unpraktisch, wenn schon beim normalen Händewaschen die Hälfte des Wassers daneben geht, weil das Becken so klein ist. Nutzen vor Design, große Waschbecken bitte.

Besonders unlustig sind konisch geformte Waschbecken: Beim unvorsichtigen Aufdrehen des Wasserhahns prallt der Wasserstrahl auf das Waschbecken auf und schießt einem direkt auf den Bauch. Design darf nicht dazu fahren, dass ein Waschbecken nahezu unbenutzbar ist.

Sehr nützlich ist eine dampfdicht schließende Duschkabine mit Glas- oder Kunststoff-Tür. Mit einem Vorhang oder nicht dicht schließenden Türen wird das Bad schnell zur Dampfsauna und ist für die Kabinengenossen lange Zeit unbenutzbar. Eine leichte Entspannung bringt dabei immerhin, wenn der Spiegel beheizt ist und damit nicht beschlägt, wie beispielsweise auf den Solstice-Class-Schiffen von Celebrity Cruises.

Wäscheleine, abnehmbarer Duschkopf: So sollte es in jedem Bad sein.

Wäscheleine, abnehmbarer Duschkopf: So sollte es in jedem Bad sein.

Zur Ausstattung einer Duschkabine sollte immer eine Wäscheleine gehören, um beispielsweise nasse Badekleider aufzuhängen. Frau freut sich über eine Fußstütze in der Ecke der Duschkabine zum bequemeren Rasieren der Beine. Und auch abnehmbare Duschköpfe sollten heutzutage zum Standard gehören, nicht nur in teureren Kabinenkategorien.

Viele Wandhaken machen es etwas einfacher, benutzte Handtücher nicht gleich auf den Boden zu werfen. Und auch Hänge-Badtaschen brauchen ihren Platz, am besten an Haken auf der Tür-Innenseite.

Beflissene Kabinensteward falten zweimal am Tag auch die benutzten Handtücher fein säuberlich zusammen. Das Problem dabei: Wer hat nun welches Handtuch benutzt, welches war meins? Handtücher in verschiedenen Farben könnten dieses Problem sehr elegant lösen.

Auch wenn’s an der Grenze zu Wunschdenken ist: Eine vom Badezimmer getrennte Toilette ist etwa wirklich Nützliches – je mehr Passagiere in einer Kabine wohnen, desto zeitsparender und nervenschonender ist das separate WC. Wir nehmen diesen Wunsch hier in die Liste mal auf, weil zumindest das Wave-Kabinen-Konzept der Norwegian Epic das durchaus schafft und es daher nicht ganz abwegig ist.

Betten

Beim Bettenkomfort hat jeder seine eigenen Vorstellungen. Die einen mögen es weich, die anderen hart und bei den Bettdecken scheiden sich die Geister ohnehin. Dennoch ist eines wichtig: Die Betten sollten lang genug sein. Abgerundete Ecken sind zwar schön, aber wenn das Bett dann am Rand nur noch 175 Zentimeter lang ist, helfen auch die 190 cm in der Mitte des Doppelbetts nicht mehr viel. Hier sollte Schlafkomfort über Design gehen.

Besonder bei deutschen Passagieren beliebt: gmeinsames Bett, aber getrennte Decken (Aussenkabine der Mein Schiff 1)

Besonders bei deutschen Passagieren beliebt: gemeinsames Bett, aber getrennte Decken

Vor allem deutsche Passagiere bevorzugen meist auch im Doppelbett getrennte Bettdecken. Zumindest auf Wunsch sollten daher Ein-Mann-/Frau-Bettdecken verfügbar sein.

Ein Ärgernis ist oft die dritte und vierte Schlafgelegenheit. Bett-Sofas sind meist deutlich unbequemer und kleiner als die Hauptbetten, obwohl die Passagiere oft fast denselben Preis für die Kreuzfahrt bezahlen wie die ersten beiden Passagiere in einer Kabine. Auch Kinder schlafen nunmal gerne in einem bequemen Bett statt auf einer Schlafgelegenheit, die man bestenfalls als notdürftig bezeichnen kann. Die bessere Alternative fürs dritte und vierte Bett sind daher Klapp-Betten, die idealerweise in der Zimmerdecke versenkt sind.

Balkon

Bequeme Stühle, Fußablage, hoher Tisch: Balkon-Ausstattung der Celebrity Silhouette

Bequeme Stühle, Fußablage, hoher Tisch

Schön wären bequeme Liegestühle oder wenn wenig Platz ist doch zumindest Balkonstühle mit Fußstütze. Wirklich wichtig ist aber ein Tisch, der groß und hoch genug ist, um darauf Frühstücken zu können. Bei Kabinen mit 3er-Belegung sollte es zumindest irgendeine Art von Sitzgelegenheit für den dritten Bewohner am Balkon geben – vielleicht ein Stuhl oder notfalls ein Hocker in der Kabine, den man zusätzlich zu den zwei üblichen Balkonstühlen nach draußen stellen kann.

Viele gute Ideen ergeben zusammen die perfekte Kabine

Einige unserer Wünsche sind – zugegeben – nicht ohne weiteres umsetzbar, schon weil sie ein Kostenfaktor sind. Andere dagegen sind ganz einfach machbar, ohne großen zusätzlichen Aufwand. Nichts von dem, was wir vorschlagen, haben wir nicht schon auf einem Massenmarkt-Schiff gesehen – grundsätzlich geht’s also.

Liebe Kabinen-Designer, liebe Reedereien: Wenn Ihr Eure Passagiere wirklich gern habt, setzt möglichst viele unserer Wünsche um. Wir werden Euch dafür lieben. Unterschützt den unbewussten Wohlfühlfaktor nicht, der dabei entsteht – und damit zufriedene Stammkunden schafft.

(aktualisierter Beitrag, also bitte nicht wundern, wenn Kommentare vermeintlich älter sind als der Beitrag selbst…)

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23 Kommentare zu Die perfekte Kreuzfahrtschiff-Kabine

  1. Matthias Morr on September 6, 2011 at 9:47 am

    Stimme in allen Punkten zu! Hoffentlich lesen die Entscheider das auch :-)

  2. Barbara on September 6, 2011 at 4:49 pm

    Gute Idee und ich schließe mich Matthias Morr an, hoffentlich liest das jemand, der hier die Entscheidungen trifft. :-)

    Was mich stört, sind Klimaanlagen, die sich nicht abschalten bzw. nicht gut regeln lassen. Bei MSC hatten wir mal 1 Woche die Balkontüre auf (zum Glück war es warm genug, auch nachts), weil die sonst so runterkühlte, dass ich gefroren hatte.

    Ich war noch nie auf einem deutschen Schiff: Gibt’s da wirklich getrennte Decken? Wenn ja, dann wäre das ein weiteres Argument dagegen.

    Noch eine Frage: Was ist der Vorteil eines abnehmbaren Duschkopfs?

  3. Martina on September 6, 2011 at 6:33 pm

    …abnehmbarer Duschkopf, ist ein wichtiges Hygienemerkmal…
    hier wachsen sehr gerne Keime!!!!
    Das schönste Bad auf einem Schiff gibt es nach unserer Meinung auf der “Hanseatic”. -endlich mal kein Duschvorhang-

  4. Konstantin Pfliegl on September 7, 2011 at 6:48 pm

    Ich kenne das von meiner Frau: Die legt fürs Haarewaschen wert auf einen abnehmbaren Duschkopf.

  5. Barbara on September 7, 2011 at 7:02 pm

    Danke! Damit kann diese dann vom Personal desinfiziert werden, alles klar. Da hatte ich noch nie drauf geachtet. :-)

    Bei RCCL gibt’s auch keinen Duschvorhang, sowas finde ich immer etwas eklig. Hanseatic wäre natürlich auch mal schön (träum). Ich lese Euren Blog übrigens sehr gerne und erfahre viel darin. Das wollte ich mal loswerden. Danke für Euer Engagement!

  6. Marita on September 10, 2011 at 7:00 pm

    Stimme allem voll zu!

    Abnehmbarer Duschkopf = Handbrause, oder?

  7. Marita on September 10, 2011 at 7:03 pm

    Ganz wichtig finde ich auch einen leistungstarken Handfön, und ja kein festinstalliertes lauwarme Luft pustendes Ding mit viel zu kurzem dicken Schlauch. Aber die gibt es kaum noch, glaube ich.

  8. Franz Neumeier on September 11, 2011 at 8:04 am

    @Marita: Richtig, mit “abnehmbarer Duschkopf” ist Handbrause gemeint.

  9. Franz Neumeier on September 11, 2011 at 8:31 am

    Noch eine Ergänung von mir – ist mir letzte Woche am Schiff wieder aufgefallen: Sehr nützlich ist ein Bad-Licht, das mit leichter Verzögerung einschaltet. Dann weckt man mit dem grellen Licht nämlich nicht alle Mitbewohner der Kabine auf, wenn man nachts mal raus muss. Denn die Lichtschalter fürs Bad sind ja immer außerhalb des Bads, sodass man 1-2 Sekunden braucht, um nach Einschalten des Lichts die Türe zu schließen.

    Sehr gute Alternative auch: Bad mit schwachem, dauerhaft brennendem Nachtlicht – da muss man das Badlicht erst gar nicht einschalten.

  10. Wendy on September 12, 2011 at 7:59 pm

    Die Klimaanlage überm Bett kann einem die schönste Kabine vermiesen – das war z.B. so einer der Negativpunkte bei HAL – mit großem Handtuch und viel Duct-Tape haben wir da Abhilfe geschaffen – denn komplett aus ließ sich das Ding auch nicht stellen.

    Wichtig finde ich auch noch: Schiebetüren zum Balkon statt Drehtüren (also mit Scharnier). Die Türen müssen nämlich ziemlich schwer sein und zum einen knallen sie erbärmlich, hatten in dem Fall keinen Feststeller – dafür aber messerscharfe Alu-Kanten (ich weiß von einem mehr als fiesen Unfall mit eingeklemmten Finger) und außerdem nimmt der “Drehwinkel” Balkonplatz weg, weil man ja den Radius der Tür nicht nutzen kann. (Normalerweise gehen die Türen nach außen auf, damit sie nicht vom Wind eingedrückt werden können.) Schiebetüren sind in jeder Hinsicht die bessere Lösung.

    Ich würde mir auch Steppdecken generell wünschen (NCL hat das als amerikanische Gesellschaft schon seit Jahren – geht also – und ebenfalls einige US-Hotelketten) statt diese Wolldecken-Laken-Varianten. Ich find die immer irgendwie eklig – egal ob in Hotels oder auf Schiffen. Man denkt immer: Die Decke wird ja nicht jedes Mal gewaschen (keine Ahnung, ob auf Schiffen doch – der Gedanke ist ja wichtig)

    Wendy

  11. Franz Neumeier on September 13, 2011 at 8:12 am

    Ich würde mal bezweifeln, dass die Steppdecken öfter gewaschen werden als die Wolldecken … Aber ich stimme Dir trotzdem absolut zu – Steppdecken sind wesentlich angenehmer.

    Auf die Schiebetür-Idee bin ich gar nicht gekommen, weil ich glaube ich noch nie auf einem schiff gefahren bin, das *keine* Schiebetüren gehabt hätte. insofern müssen die Schiebetüren unbedingt auch auf die Liste – absolut wichtig!

    Bei den Klimaanlagen hat man Glück, wenn sie sich relativ leicht verstopfen lassen. Ich habe auch schon Klimaanlagen gesehen, wo man auch mit Handtüchern und Klebeband nichts ausrichten konnte. V.a. denn die Schlitze nicht in der Decke sondern an der Wand sind und die Schlitze so eng sind, dass Handtücher darin nicht halten. Da kann man nur noch versuchen, ein Handtuch auf einen Kleiderbügel zu spannen und davor zu hängen, um wenigstens einen Teil des Luftstroms abzulenken.

    @Barbara: Kleine Anmerkung nur, obwohl ich das Klimaanlagen-Problem wirklich verstehe: Tür offenlassen ist meist eine ganz schlimme Variante. Nämlich dann, wenn die Klimaanlage bei offener Tür nicht automatisch abschaltet. Dann nämlich arbeitet die Klimaanlage ständig auf höchster Stufe und hat dadurch enormen Energieverbrauch – umwelttechnisch alles andere als toll …

  12. Wendy on September 13, 2011 at 6:03 pm

    @ Franz: keine Ahnung, ob das mit den Bildern geht:

    Hier mal ein Foto der Balkontür auf der HAL Oosterdam: da sieht man, dass letztlich fast ein Drittel des Balkons für den Radius der Tür weggenommen ist:

    (Link inzwischen nicht mehr erreichbar) *travel.webshots.com/photo/2292599950079587486wiPkjE

    Und das war die einzige Möglichkeit, die Tür am Zuknallen zu hindern – und ich hatte gegenüber unseren Stewards (die aus Indonesien kamen und vermutlich katholisch waren) ein total schlechte Gewissen!

    (Link inzwischen nicht mehr erreichbar) *travel.webshots.com/photo/2341368440079587486xjzcBw

    Wendy

  13. Franz Neumeier on September 13, 2011 at 6:24 pm

    @Wendy: Bilder direkt in den Kommentar einbauen geht nicht, aber die Links funktionieren …

    Das Duct Tape hat das Handtuch da oben wirklich dauerhaft gehalten? Ich hätte vermutet, dass sich das irgendwann mitten in der Nacht löst, auf einen herunterfällt und einen damit erstrecht wach macht …

  14. Wendy on September 13, 2011 at 8:44 pm

    Einmal hats “flapper flapper” gemacht ;-) Sonst: 1 Woche das Schlimmste abgehalten. Und damit nicht irgendwo was “staut” haben wir ja extra einen Auslaß für die Luft gelassen.Ich hab immer ne Rolle Duct Tape dabei – man glaubt gar nicht, wozu man das alles brauchen kann ;-)

  15. Franz Neumeier on September 14, 2011 at 6:52 am

    Ja, ich habe auch immer eine Rolle Klebeband dabei, allerdings medizinisches Tape-Band. Das klebt auch fast alles und man braucht noch nicht einmal eine Schere, um ein Stück davon abzutrennen. Zum Halten von Handtüchern an der Klimaanlage ist’s allerdings nicht stark genug.

  16. Frank on September 16, 2011 at 9:37 am

    Mir gefällt der Artikel sehr gut. Die Kabinen sehen richtig gemütlich und für ein Schiff ziemlich geräumig aus. Da kann man es bestimmt ein paar Tage aushalten. Mir gefallen vorallem die Zimmer mit Balkon. Da lässt es sich abend bestimmt gut sitzen und den Sonnenuntergang zugucken.

  17. Tobi on September 25, 2011 at 12:07 pm

    Also Celebrity hat einige der Punkte auf den neuen Schiffen grandios gelöst.
    – Es hat ein Nachtlicht was beim Problem mit dem Licht beim Toilettengang in der Nacht hilft
    – Es gibt eine tolle Duschkabine
    – Es gibt tatsächlich eine Fussstütze die mich als Mann jedoch verwundert hat
    – und auf den Millenium Class Schiffen gibts tatsächlich einen abnehmbaren Duschkopf (vielleicht auch nur in Concierge Class?)

    Das mit dem beheizbaren Spiegel hatte ich nicht gewusst, aber in der heutigen Zeit finde ich so etwas absolut schrecklich. Strom für so etwas zu gebrauchen…

    Die abgerundeten Betten haben sie leider auch. Für meine Grösse auch ein wenig störend und ich sehe den Sinn nicht so recht.

  18. Eike on Februar 12, 2016 at 10:10 am

    Na dann will ich mal den aktualisierten Artikel kommentieren. ;-)

    Mit der Klimaanlage über dem Bett hatte ich noch nie Probleme, zumal ich es gerne etwas kühler mag. Bei einer Reise habe ich sogar schon das Klebeband eines vorherigen Passagiers (so viel Staub wie innen am Klebeband hing, wo es Löcher verdeckte, ließ mich vermuten, daß es dort schon länger hing). Wichtiger wäre es, den Temperaturregler gegen Verstellen sichern zu können. Nicht nur einmal habe ich erlebt, daß ich die Temperatur auf ein angenehmes Maß eingestellt habe, und das Housekeeping den Regler auf “Sauna” gedreht hat. Das ständige Rauf und Runter ist sicher nicht energiesparend. Wenigstens war es eni Regler, der mit einer reihe von roten und blauen LEDs die Temperaturstufe angezeigt hat. “Zwei blaue” läßt sich genau so gut merken wie eine echte Temperaturangabe.

    Mangelnde Dunkelheit ist für mich kein Problem, ich habe eher das Problem in einer Innenkabine, als in einer nicht perfekt dunklen Balkonkabine. Liegt wohl daran, daß ich es gewohnt bin, ohne Rolladen zu schlafen. (Mit Schlafzimmerfenster nach Süden, schön bei Vollmond…) Schwieriger finde ich es da, wenn es stockfinster ist und man nachts aufs Klo gehen will. Man schaltet das Licht im Bad ein und ist geblendet, man verläßt das Bad, schaltet das Licht aus, und sieht nicht mehr, wo das Bett ist. :-/ Aber hier gilt das geschriebene, wer sich am Licht nicht stört, kann etwas Helligkeit rein lassen, auch wenn man theoretisch die Kabine komplett dunkel kriegen würde.

    Mit Stauraum hatten wir noch nie Probleme, allerdings waren wir nie mehr als zwei Personen in der Kabine und -wie regelmäßige Leser wissen- reisen wir mit einer Reederei, wo man Anzug und Abendkleid nicht braucht. Dort gibt es auch in der Kabine ein paar Haken, die sich hervorragend für die Jacke (Wenn man im Norden unterwegs ist, braucht man die halt doch manchmal) eignen. Normale Bügel.. joa, wre nett, aber ich kann mit den “diebstahlsicheren” leben. Angesichts des Verhaltens mancher Gäste will ich nicht wissen, wie viele Bügel sonst mit nach Hause reisen. Wer unbedingt ein paar normale Bügel braucht, kann ja welche mitbringen, Drahtbügel oder einfache Plastikbügel wiegen nicht viel, nehmen nicht viel Platz weg, und lassen sich auch auf die Kleiderstange hängen.

    Die Safe-Größe kann bei technikaffinen Reisenden, die gerne fotografieren in der Tat etwas eng sein, aber ich denke, hier muß die Reederei auch abwägen, wie viel Platz für den Safe eingeräumt wird. Steckdosen hingegen.. davon gibt es immer zu wenig. Insbesondere fehlen mir Steckdosen direkt am Bett. Ich nutze mein Handy als Wecker, und mein Handy hängt nachts am Strom. Da ist es irgendwie blöd, wenn der Wecker klingelt, und man noch 5 Minuten dösen will, erstmal aufzustehen und das Handy zu suchen. Auch um mal auf die Uhr zu schauen, wäre es praktisch, das Handy greifbar zu haben.

    Es erstaunt mich zu lesen, daß es Schiffe gibt, bei denen es noch Duschvorhänge und fest montierte Duschköpfe gibt. Ich dachte eigentlich, feste Duschabtrennungen und Handbrausen wären der übliche Standard. Vielleicht war ich nur auf zu neuen Schiffen… Wenigstens sind wir uns einig, daß sie es sein sollten. ;-) Was zumindest bei AIDA (vielleicht auch noch woanders, aber nicht überall) Standard ist, und eigentlich überall sinnvoll einzuführen wäre, sind die verschiedenfarbigen Handtücher. (Für die, die es nicht kennen, es gibt bei Doppelkabinen immer einen Satz cremefarbene und einen Satz orange Handtücher.) So weiß jeder, was “sein” Handtuch ist.

    Getrennte Bettdecken, zumindest optional, sind ein Muß. Nicht immer sind die zwei Personen, die sich die Kabine teilen, auch ein Paar, das auch unter einer gemeinsamen Decke schlafen will. Wenn man mit Freunden reist, hat man zwar vielleicht kein Problem, wenn es das gleiche Bett ist, aber eine Bettdecke will ich mir mit keinem meiner Kumpels teilen müssen. ;-) Wobei, ehrlich gesagt, selbst mit meiner Freundin unter einer Bettdecke (für längere Zeit) wäre mir zu warm. Mit der Bettgröße hatte ich, obwohl ich knappe zwei Meter hoch bin, noch nie ein Problem.

    Was ich noch praktisch fände, wäre ein Schalter in der Kabine, um informative Durchsagen von der Brücke auch in der Kabine hören zu können. Klar, über den Fernseher geht es auch, aber wenn man hört, daß im Flur die Ansage läuft, dann erst zum Fernseher geht, diesen einschaltet, wartet, bis er bereit ist, und dann den passenden Kanal wählt, ist die Ansage vorbei. Und dauernd laufen lassen ist auch keine Option, da (zumindest auf den mir bekannten Schiffen) auf dem Kanal, wenn keine Durchsage kommt, irgendein Radioprogramm, das einem dann mehr oder weniger zusagt, eingespielt wird.

    Ach ja… was eigentlich auch unverzichtbar wäre, aber zumindest auf den von mir bisher bereisten Schiffen fehlt, ist eine Notbeleuchtung im Bad. Wer mal gerade auf dem Thron saß während der halbjährliche “Blackout test” gemacht wird, weiß was ich meine. Ein Hoch auf die Taschenlampen-App auf dem Smartphone… ;-)

  19. Franz Neumeier on Februar 12, 2016 at 8:47 pm

    Bezüglich Kleiderbügel bin ich nicht einverstanden: Bei dem Preis einer Kreuzfahrt will ich nicht pauschal als potenzieller Dieb vorverurteilt werden und solche Dinge selbst mitbringen müssen sehe ich eigentlich auch nicht ein. Ich habe ja schließlich nicht in einer Jugendherberge gebucht ;-)

    Bei der Safegröße ist es meiner Erfahrung nach egal, ob der Safe 30 oder 50 Zentimeter breit ist, was den Platzbedarf angeht. Ist stehen die schmalen Safes einfach auf einem 50 Zentimeter breiten Regalbrett und den Platz links und rechts davon kann ich ohnehin nicht anderweitig nutzen.

    Verschiedenfarbige Handtücher: super – nehme ich noch in den Beitrag auf. Dasselbe gilt für den Schalter zum Hören der regulären Durchsagen. Denn Lautsprecher sind für Notfalldurchsagen ohnehin in allen Kabinen, da wäre es tatsächlich bequemer, wenn man sich nicht immer halb auf den Gang stellen muss, um die Durchsagen zu hören. Der Fernseher ist bei modernen Computer-TVs tatsächlich keine Option, weil die ewig brauchen, bis sie endlich betriebsbereit sind.

    Stromausfall im Bad ist mit erfreulicherweise noch nie passiert. Aber die Vorstellung, dort schlagartig im Dunklen zu sitzen, ist tatsächlich sehr unangenehm.

  20. Christoph on Februar 13, 2016 at 1:29 pm

    Franz spricht mir mit seinen Anregungen aus der Seele! Insbesondere bei der Thematik Klimaanlage und Abdunklung. Ein “Schlaf-Modus” (reduziertes Klima-Gebläse, daher viel ruhiger!) wäre begrüßenswert. Mir sind die Klimaanlagengeräusche oftmals etwas zu laut.
    Aber auch die andere Ideen sind absolut sinnvoll. Gute Anregung @ Eike ist der “Durchsage-Schalter”. Viele Passagiere müssten dann nicht mehr die Kabinentür in Eile aufreißen, um die Durchsage zu hören. Hier komme ich zur nächste Anregung: die Kabinentüren fallen oftmals sehr laut zu, ebenso ist der Türklinken-Mechanismus oftmals laut/sperrig und die obere “Türschließstange” läuft rau. Hier wären “leisere” Türkonzepte begrüßenswert. Natürlich liegt vieles auch am Faktor “Mensch”, wie mit den Türen umgegangen wird.
    Danke für das Aufgreifen und Aktualisieren des Kabinen-Themas. Sicherlich auch mal für den Podcast interessant.

  21. Franz Neumeier on Februar 13, 2016 at 8:41 pm

    Christoph, was die Türen angeht, muss ich bei Gelegenheit mal bei jemanden in einer Reederei oder Wert nachfragen, der sich damit auskennt. Ich vermute, dass da irgendwelche Brandschutzvorschriften dranhängen, die vorschreiben, dass die Türen von selbst schließen oder etwas in der Richtung. Insofern vermute ich, dass sich ein immer leises Schließen der Türen möglicherweise gar nicht realisieren lässt. Aber ich versuche, diese Frage bei Gelegenheit mal zu klären.

  22. Eike on Februar 15, 2016 at 10:15 am

    Franz, ich akzeptiere, daß Du die Sache mit den Kleiderbügeln anders siehst als ich, auch wenn wir einander da nicht zustimmen. ;-) Die “diebstahlsichderen” Kleiderbügel kenne ich auch aus vielen Hotels – wobei ich zugegebenermaßen dort nicht im 5*-Bereich nächtige, aber auch nicht in Hostels oder Jugendherbergen.
    Wobei ich ehrlich gesagt die Gäste, die Kleiderbügel mitnehmen (was längst nicht alle sind, aber durchaus vorkommen dürfte) nicht verstehe. Die Teile kosten, in den Mengen, wie man sie zu Hause braucht, nicht wirklich ein Vermögen. Und besonderen Andenkencharakter haben sie auch nicht. Zumindest nicht für mich.

    Safes habe ich bisher nur im Schrank eingebaut erlebt, und da war rechts und links nicht allzuviel Platz, da wären höchstens wenige cm mehr in der Breite gegangen. (Nachgemessen habe ich nicht, aber mein 10″-Netbook hat gerade so reingepaßt.) Ich denke, die Safes sind handelsübliche Modelle “von der Stange”, und so muß man eben den nächstkleineren nehmen, der in den Schrank noch rein geht. Der nächstgrößere ist dann vielleicht gerade ein, zwei cm zu breit. (Gut, bei neu gebauten Kabinen könnte man die Schränke darauf ausrichten, das Argument ist also nur bei Nachrüstungen relevant.)

    Die Kabinentüren sind aufgrund von Brandschutzvorschriften sehr schwer, und um unbedient sicher zu schließen müssen die Türschließer entsprechend kräftig eingestellt werden. Sonst besteht die Gefahr, daß die Tür nicht richtig ins Schloß fällt und die Brandschutzwirkung nahe null ist. Das einzige, was da nachhaltig hilft, ist, die Passagiere dafür zu sensibilisieren. Von Hand kann man die Türen nämlich auch fast geräuschlos schließen. Klar, das Einrasten des Schlosses wird man immer hören, aber das laute Rumms ist leicht vermeidbar. Eine technische Lösung, die unter allen Betriebsbedingungen sicher funktioniert, dürfte nicht realistisch machbar sein. Allerdings ist mir das Geräusch der Türen bisher noch nie extrem störend aufgefallen. Für mich war es aber von Anfang an eine Selbstverständlichkeit, die Tür nicht zuknallen zu lassen.

    Der “Durchsage-Schalter” dürfte auch bei den Passagieren auf Gegenliebe stoßen, die schon mal, um eine Durchsage zu hören, auf den Kabinengang getreten sind, hinter ihnen fiel die Tür zu, und sie standen in Unterwäsche/Schlafanzug/Handtuch im Gang. Natürlich ohne Kabinenkarte. Das kommt, gerade bei Kreuzfahrtneulingen, öfter mal vor, habe ich gehört. :D

    Der “Stromausfall” war in unserem Fall glücklicherweise nur ein Simulierter, um die Notsysteme zu prüfen. Der Kapitän hatte es wohl vorher angekündigt, allerdings ohne auf die Kabinenlautsprecher zu schalten. (So eine wichtige Information hätte man dort tagsüber durchaus mal einspielen können.) Nur das “*Ding-Dong* Attention crew, blackout test starts now” (oder so ähnlich) kam dann über alle Lautsprecher. Allerdings dauerte es von da nur noch Sekundenbruchteile, bis es finster wurde. Seit dem Tag spiele ich mit dem Gedanken, sicherheitshalber an Bord immer eine winzige Taschenlampe (irgendwas in Schlüsselanhängergröße, das dezent in der Hosentasche verschwindet, würde im Zweifel ja schon reichen) dabei zu haben. Kostet nicht die Welt, ist kein Aufwand mitzuführen, und bevor es wirklich stockfinster ist, hat man zumindest noch ein Orientierungslicht. Dank LED kommt aus den kleinen Teilen ja mittlerweile ordentlich Licht.

  23. Werner on Februar 29, 2016 at 4:20 pm

    Ja, da sollten sich die Designer mal was abschauen. Am schlimmsten ist das Klimagebläse. Die meisten Amis sind das
    Blasen wegen ihrer Forsterheizung/Klima daheim ja gewöhnt. Zukleben bringt nix, irgendwo blockierst. Auf der Radiance gibt es einen Vorhang zum Bett, sehr gute Lösung. Und hier haben wir gelesen Tuch und Magnete helfen. Auf der Reflection mussten die Magnete an die Decke, weil Wand aus Alu oder Plastik. Ging aber. Wir machen an der Klimaanlage einen Strich, weil bis jetzt jeder Stuart die Anlage auf Eiskeller gestellt hat.
    Abgerundete Betten sind als Schienbeinschützer nicht schlecht.
    Von dem Ansageschalter halte ich nichts, bis ich den eingeschaltet habe, ist die Ansage vorbei oder gerade noch in spanisch. Und immer an möchte ich auch nicht, will meine Ruhe haben. Und so interessant finde ich die Ansagen auch nicht. Und nach dem Anlegen morgens die erste ist auch immer gleich “the local authority ….

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