Die zehn größten Kreuzfahrt-Vorurteile und -Irrtümer

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Foto mit dem Kapitän: Längst nicht auf allen Kreuzfahrtschiffen geht's so formell zu wie auf diesem Bild.

Foto mit dem Kapitän: Längst nicht auf allen Kreuzfahrtschiffen geht’s so formell zu wie auf diesem Bild.

„Auf Kreuzfahrt gehen doch nur alte Leute, da muss ich ständig Anzug und Krawatte tragen und außerdem ist es auf so einem Schiff viel zu eng mit diesen Menschenmassen.“ Leute, die so über Kreuzfahrten denken, verpassen eine der schönsten Urlaubs-Formen, weil sie sich von Vorurteilen und verbreiteten Irrtümern blenden lassen. Hauptursachen für diese Missverständnisse: Kreuzfahrer, die sich vor der Buchung nicht vernünftig informieren, sondern einfach nehmen, was ihnen gerade bei Discountern oder in der TV-Werbung entgegen springt.

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Und (manche) Reisebüros, die mangels Sachkenntnis ihre Kunden falsch beraten und für den jeweiligen Kunden unpassende Schiffe buchen. Diese Kunden kommen unglücklich von der Kreuzfahrt zurück und erzählen allen Freunden, wie schrecklich alles war – dabei waren sie einfach nur am falschen Schiff, auf der falschen Route, mit der falschen Kreuzfahrtgesellschaft. Tipp am Rande: Zum Buchen einer Kreuzfahrt ein spezialisiertes Reisebüro suchen, wo die Berater selbst bereits durch eigene Seereisen Erfahrung mit mehreren verschiedenen Reedereien gesammelt haben.

Wir räumen mit den häufigsten Kreuzfahrt-Missverständnissen und -Irrtümern auf und zeigen, wie es wirklich ist. (aktualisiert im Dezember 2014)

„Auf Kreuzfahrten trifft man vor allem Rentner“

Sieht das nach Rentern-Schiff aus? (Norwegian Epic, Juni 2011)

Sieht das nach Rentern-Schiff aus? (Norwegian Epic, Juni 2011)

Es gibt tatsächlich noch Schiffe, auf die das zutrifft. Doch je moderner und größer das Schiff, desto jünger ist gewöhnlich aber das Publikum. Der Altersdurchschnitt beispielsweise bei Norwegian Cruise Line, Royal Caribbean, MSC und Costa liegt deutlich unter 50. Außerhalb von Schulferienzeiten sowie auf längeren Fahrtrouten ist der Altersdurchschnitt gewöhnlich höher, weil Berufstätige und Familien außerhalb der Ferienzeiten keinen Urlaub machen können beziehungsweise keine Zeit für eine 14- oder gar 21-tägige Kreuzfahrt haben.

Positiv betrachtet: Eine Kreuzfahrt mit eher älterem Publikum ist durchaus sehr entspannend und muss auch für jüngere Kreuzfahrer keineswegs nervig sein – vorausgesetzt man sucht im Urlaub nach Ruhe. Wir haben die spannendsten Tischgespräche eigentlich auf Schiffen mit Altersdurchschnitt 65 und darübergeführt. Und Lärm auf den Kabinengängen nach 10 Uhr abends ist hier auch eher selten.

Ein nettes Gimmick bietet in diesem Zusammenhang übrigens TUI Cruises, nämlich einen Kreuzfahrt-Eignungstest für Familien.

„Auf Kreuzfahrtschiffen geht es sehr steif zu“

Von "steif" keine Spur: Buffet-Restaurant auf der AIDAsol

Von “steif” keine Spur: Buffet-Restaurant auf der AIDAsol

Richtig ist, dass es auf manchen Schiffen eher förmlich zugeht und zum Abendessen Abendkleid und Anzug erwartet werden. Das ist aber eher die Ausnahme. Die meisten Kreuzfahrtschiffe haben heutzutage eine eher legere Atmosphäre, wo bestenfalls ein oder zweimal ein Galadinner mit zumindest etwas feiner Kleidung stattfindet, dem man aber ausweichen kann, indem man an diesen Abenden im Buffet-Restaurant statt im Hauptrestaurant isst (Beispiele: Celebrity Cruises, Royal Caribbean). Auf anderen Schiffen geht es noch legerer und komplett ohne Galadinner, etwas Norwegian Cruise Line. Bei AIDA gibt es – mit Ausnahme der Spezialitätenrestaurants – gar kein Restaurant mit Bedienung mehr, sondern nur noch legere Buffets.

„Kreuzfahrt ist Massenabfertigung und je größer das Schiff, desto größer das Gedränge“

Von wegen Gedränge: entspannte Atmosphäre selbst an Seetagen auf der Oasis of the Seas

Von wegen Gedränge: entspannte Atmosphäre selbst an Seetagen auf der Oasis of the Seas

Eine Kreuzfahrt ist nichts für freiheitsliebende Rucksacktouristen. Aber wer sich beispielsweise auf einer Städtereise wohlfühlt, wird auch Kreuzfahren mögen. Besonders die neuen Megaschiffe wie die Oasis of the Seas oder Norwegian Epic bieten eine enorme Vielfalt an Unterhaltung und Erholung, die Passagiere konzentrieren sich nie auf einen Fleck am Schiff, sodass man mit seltenen Ausnahmesituationen nie das Gefühl hat, als sei das Schiff voll oder gar überfüllt. Interessanterweise wirken kleinere Schiffe oft voller als große, weil sie ein weniger differenziertes Programm anbieten und sich die Passagiere daher auf wenige Angebote konzentrieren. Beispiel: die abendliche Show im Theater.

„Auf den großen Schiffen merkt man doch nicht einmal mehr, dass man auf See ist“

Wer sich bei einem solchen Anblick nicht wie auf einer Seereise fühlt ...

Wer sich bei einem solchen Anblick nicht wie auf einer Seereise fühlt … (Majesty of the Seas)

Die Größe des Schiffs hat relativ wenig damit zu tun, ob man an Bord ein „Seefahrer“-Erlebnis hat oder nicht. Vielmehr ist die Schiffsarchitektur entscheidend, wie viel Bezug man während der Kreuzfahrt zum Meer behält. Es gibt große Schiffe, auf denen man das Meer fast ständig im Blick hat – etwa die Vision- und Radiance-Class-Schiffe von Royal Caribbean – und es gibt Schiffe, die bewusst eher nach innen gewandt konstruiert sind, wie etwa die Norwegian Epic. Und der Trend auf neuen Mega-Schiffen geht sogar dahin, den Bezug zum Meer wieder deutlich herauszuheben, etwa durch breite Promenaden-Decks wie bei der Costa Diadema oder den Breakaway-Class-Schiffen von Norwegian Cruise Line.

Weder ein starker Meer-Bezug noch die Fokussierung auf die Innenbereiche auf einem Kreuzfahrtschiff ist per se „gut“ oder „schlecht“. Es gibt eben unterschiedliche Schiffstypen, sodass jeder Passagier das auswählen kann, was ihm am besten behagt.

„Je größer das Schiff, desto weniger wird man seekrank“

Die Schiffsgröße ist nur einer von vielen Faktoren, wenn es um Seekrankheit geht.

Die Schiffsgröße ist nur einer von vielen Faktoren, wenn es um Seekrankheit geht. (Sturm vor der Küste Neuenglands)

Richtig ist, dass größere Schiffe meistens weniger stark auf Seegang (und Windböen) reagieren als kleinere. Dafür sind die Bewegungen aber länger und Windböen führen auf Schiffen mit größerer Angriffsfläche zu stärkeren abrupten Bewegungen des Schiffs. Die genaue Ursache für Seekrankheit ist nach wie vor nicht ganz klar, langgezogene Schiffsbewegungen scheinen aber tendenziell eher Seekrankheit auszulösen als kürzere.

Auf Schiffen mit mehr als 2.000 Passagieren dürfte daher kein nennenswerter Unterschied bestehen. Entscheidend ist wohl vor allem persönliche Veranlagung und die aktuelle Tagesverfassung des Körpers. Wer empfindlich ist, meidet Fahrgebiete mit bekanntermaßen unruhiger See (Nordsee, Atlantik) und weicht auf Mittelmeer (im Sommer) und Karibik (im Winter) aus. Ein Geheimtipp gegen Seekrankheit sind übrigens Akupressur-Armbänder.

„Auf einer Kreuzfahrt finde ich als Single einen Partner“

Feature mit Seltenheitswert: Single-Kabinen-Lounge der Norwegian Epic

Feature mit Seltenheitswert: Single-Kabinen-Lounge der Norwegian Epic

Auch wenn’s in der ZDF-Serie „Das Traumschiff“ so aussieht: Auf einer Kreuzfahrt findet man gewöhnlich nicht den Partner fürs Leben. Es gibt allerdings Kreuzfahrten, bei denen die Chancen höher stehen als bei anderen. Vermeiden sollte man Fahrten über Feiertage und zu Schulferienzeiten. Auf diesen Kreuzfahrten sind besonders viele Familien an Bord, die Preise sind relativ hoch und damit für Singles mit Einzelzimmerzuschlag noch teurer. Interessanter sind dagegen Kreuzfahrten, bei denen besonders günstige Single-Tarife angeboten werden.

Zwar zögerlich aber immer häufiger gibt es inzwischen auf neuen Kreuzfahrtschiffen auch Einzelkabinen. Am stärksten ausgeprägt ist das bei Norwegian Cruise Line auf der Norwegian Epic und der Breakaway Class, wo es eine Vielzahl von Studio-Einzelkabinen zu besonders günstigen Preisen gibt. Zu den Studios gehört hier auch ein gemeinsamer, exklusiver Bar- und Lounge-Bereich, wo man dementsprechend ausschließlich auf Alleinreisende trifft. Explizite Einzelkabinen gibt es auch auf einigen Schiffen von Costa und Carnival Cruise Lines, den Schiffen der Quantum Class von Royal Caribbean und demnächst auf der neuen Britannia von P&O Cruises. Bei einigen Reedereien gibt es an Bord zumindest organisierte Single-Treffs, bei denen sich ALleinreisende zwanglos kennenlernen können.

„Eine Kreuzfahrt ist nur etwas für Reiche“

Wer keinen Butler für seinen Hund braucht, kann auch deutlich günstiger auf Kreuzfahrt gehen (Bild: Cunard)

Wer keinen Butler für seinen Hund braucht, kann auch deutlich günstiger auf Kreuzfahrt gehen (Bild: Cunard)

Natürlich gibt es Kreuzfahrten, für die man pro Person und Person gleich mal 6.000 Euro hinlegt – meist sind sie das sogar wert. Doch die großen Massenmarkt-Schiffe bewegen sich auf einem Preisniveau, das einen Vergleich mit einem halbwegs ordentlichen Urlaub an Land nicht scheuen braucht. Erwischt man ein besonders günstiges Sonderangebot, fährt man auch mal für nur 400 Euro eine Woche im Mittelmeer, plus Nebenkosten, die man bei einem Landurlaub auch hätte. Mit genauer Recherche und guter Beratung im Reisebüro findet sich auch für eine eher kleine Urlaubskasse eine passende Kreuzfahrt. Berücksichtigen sollte man bei Preisvergleichen auch, dass bei Kreuzfahrten Vollverpflegung und ein meist sehr gutes Unterhaltungsprogramm bereits im Preis inklusive ist. Mit Extrem-Angeboten von 300 Euro Türkei “all inklusive” mit Flug können Kreuzfahrten allerdings nicht konkurrieren.

„Auf Kreuzfahrt wird man doch nur mit den Nebenkosten abgezockt“

Zusatzleistungen kosten meist extra - das ist an Land nicht anders.

Zusatzleistungen kosten meist extra – das ist am Schiff nicht anders als an Land.

Aus schwer erklärlichen Gründen erwarten manche Kreuzfahrer, dass auf einem Kreuzfahrtschiff absolut alles inklusive ist. Dabei fallen auch bei einem Urlaub an Land ganz normale Nebenkosten an, über die man sich dort keineswegs beschwert: Ausflüge, Trinkgelder, Getränke, Souvenirs etc.

Allerdings sollte man sich vor der Buchung genau informieren, welche Nebenkosten zum Reisepreis potenziell noch hinzukommen. Trinkgelder sind beispielsweise auf den meisten Schiffen Pflicht oder dringend empfohlen. Getränke sind manchmal komplett inklusive, manchmal zu den Mahlzeiten, gelegentlich aber auch immer separat zu bezahlen. Viele weitere Nebenkosten kann man dagegen vermeiden, wenn man sparsam ist, beispielsweise Spa-Behandlungen, Internet-Zugang, Souvenirs.

„Auf Kreuzfahrtschiffen bricht doch ständig der Noro-Virus aus“

Viren-Partikel des Noro-Virus unterm Elektronenmikroskop

Nicht häufiger als an Land auch ( Noro-Virus unterm Mikroskop; Bild: CDC / Charles D. Humphrey)

Fakt ist: Es gibt wesentlich größere Gesundheitsrisiken im Urlaub (und eben auch auf Kreuzfahrten) als Noro und ähnliche Magen-Darm-Erkrankungen. Durch sehr hohe Hygienestandards sind Noro-Ausbrüche auf Kreuzfahrtschiffen statistisch sogar deutlich seltener als an Land. Da Noro-Ausbrüche in den USA jedoch gemeldet und veröffentlicht werden müssen, entsteht durch die Medienberichterstattung der falsche Eindruck, dass auf Schiffen eine besondere Noro-Gefahr bestünde.

Das deutlich größere Gesundheitsrisiko auf einer Kreuzfahrt ist jedenfalls der gemeine Sonnenbrand.

„Kreuzfahrt wurde in Miami erfunden“

Miami: "Cruise Capital of the World", aber nicht Geburtsstätte der Kreuzfahrt.

Port of Miami: “Cruise Capital of the World”, aber nicht Geburtsstätte der Kreuzfahrt.

Das hört man gerne mal von den in Miami ansässigen Reedereien und dem Port of Miami: Die Kreuzfahrt sei in Miami erfunden worden. Richtig ist, das Miami der größte Kreuzfahrthafen der Welt ist, und das schon ziemlich lange. Die Stadt gilt als Welthauptstadt der Kreuzfahrt. Erfunden wurde die Kreuzfahrt, obwohl wir Deutsche davon so fest überzeugt sind, wohl auch nicht in Deutschland. Zwar schickte Albert Ballin, damals Vorstandsmitglied der HAPAG, 1891 erstmals ein deutsches Passagierschiff auf Luxus-Vergnügungsfahrt (der Begriff „Kreuzfahrt“ war damals noch nicht geläufig).

Aber die ersten Kreuzfahrten machten wohl Engländer und Norweger. Bereits 1882 begann der für Kreuzfahrten umgebaute Dampfer “Ceylon” erfolgreiche Norwegen- und Mittelmeerfahrten für seinen britischen Eigner John Clark. Sie war damit das erste dauerhaft für Kreuzfahrten eingesetzte Schiff der Welt. 1885 machte die britische “Domino” ihre ersten Nordlandfahrten, die bis 1890 jährlich wiederholt wurden. 1887 stellte eine schottischer Reederei einen eigens für Kreuzfahrten bestellten Neubau in Dienst, die “Sunniva”, die somit als der erste Kreuzfahrtschiff-Neubau gelten muss. Nachzulesen ist das bei Arnold Kludas´erstem Band “Vergnügungsreisen zur See” (Danke an Uwe Schinzel für die Details dazu).

Trotzdem hat Miami große Bedeutung für die Kreuzfahrt, denn die Karibik mit Abfahrtshafen Miami war das erste wirklich wichtige Revier für Kreuzfahrten und für dieses Geschäft wurden auch erstmals in nennenswertem Umfang Schiffe ausschließlich und speziell für den Kreuzfahrt-Betrieb gebaut.

Welche Kreuzfahrt-Vorurteile nerven Euch am meisten? Und hattet Ihr selbst auch Vorurteile gegenüber Kreuzfahrten, bevor Euch der Kreuzfahrt-Virus befallen hat?

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14 Kommentare zu Die zehn größten Kreuzfahrt-Vorurteile und -Irrtümer

  1. Konstantin Pfliegl on Juli 18, 2011 at 9:54 am

    Ein weiteres, weit verbreitetes Vorurteil:
    “Kaum hat das Schiff angelegt, fährt es schon wieder weiter. Da sieht man doch nichts von den Inseln und Städten.”
    Auch wenn an diesem Vorurteil schon was dran ist: Wenn man vorab ein wenig plant, lässt sich an einem Tag schon eine Menge ansehen.

  2. Brummjuwie on Juli 18, 2011 at 12:40 pm

    Guter und zutreffender Artikel! Viele Vorurteile speisen sich m. E. auch durch die Fernsehserie “Das Traumschiff”, die wohl fast jeder der heutigen “Ü-35” schon mal gesehen hat. Genau das Klischee hatte ich früher auch im Kopf: Weißhaarige Professoren und aufgetakelte Frauen, die in steifer Athmosphäre kitschige Geschichten erleben… Wie sagte schon eine Frau zu Otto Waalkes in einem seiner Filme? Herr Professor, Herr Professor! Und Otto: Ach, lassen wir doch diese Förmlichkeiten. Sagen Sie doch Doktor zu mir!

    Zum Glück haben meine Freundin und ich uns von meinen Eltern und einer Arbeitskollegin überzeugen lassen, einmal eine Kreuzfahrt auszuprobieren. Seit zweieinhalb Jahren gibt es für uns keine bessere Urlaubsform. Vielleicht auch etwas extrem… Mal schauen, wie lang das noch anhält oder wie lange der Geldbeutel das noch aushält :-)

    AIDA-Bella Kanaren – AIDA-Diva Mittelmeer – Independence of the Seas Karibik – Oasis of the Seas Karibik – Celebrity Eclipse Mittelmeer – Allure of the Seas Karibik – Celebrity Solstice Mittelmeer

  3. Aidafan on August 7, 2011 at 10:22 pm

    Sehr guter Artikel wie überhaupt die ganze Web Seite hier.
    Ich wurde z.B. von einem Interessierten einmal gefragt, ob die Gäste in einer Innenkabine dasselbe Essen bekommen, wie Gäste die eine Aussen-bzw.Balkonkabine gebucht haben. Was soll man dazu noch sagen?? Vorurteil zum Schmunzeln, aber wirklich vorhanden.

  4. Konstantin Pfliegl on August 8, 2011 at 7:21 am

    @Aidafan
    Die Frage nach dem unterschiedlichen Essen ist gar nicht so falsch: Auf vielen Schiffen gibt es für bestimmte Kabinenkategorien eigene Restaurants, zum Beispiel das “Blu” für die Aqua-Class-Gäste bei Celebrity. Auch Cunard unterscheidet zwischen einzelnen Kabinenkategorien.

  5. Aidafan on August 8, 2011 at 4:31 pm

    @Konstantin Pfliegl
    Hier war aber die Frage nach der Qualität des Essens gemeint. Der Interessierte Neuling hatte ernsthafte Bedenken bei Buchung einer Innenkabine nur Erbsensuppe oder Schmalzbrote zu erhalten.Und die Gäste der höherwertigen Kabinen bekommen eben Schnitzel bzw. Steaks, Lachs und Kaviar.Irgendwo muss dieser Preisunterschied doch auch spürbar sein.Wir reden von AIDA, wohlgemerkt.Daher auch mein Schmunzeln.
    Nun fährt er doch lieber wieder weiter zum Allgäu, ich konnte ihm nicht glaubhaft vermitteln, daß dem nicht so ist.

  6. Andrea on September 18, 2011 at 6:56 pm

    Ein Segeltörn ist auch nicht zu verachten!

  7. Jens on März 20, 2014 at 11:01 am

    Als erfahrener Kreuzfahrer war für mich natürlich nichts neues dabei, schmunzeln musste ich aber doch beim Lesen – lustig geschrieben!

  8. Volker Kaczmarek on Dezember 7, 2014 at 2:20 pm

    Moin zusammen!

    Als ich vor ein paar Jahren mit Kreuzfahrten begann (und seit diesem Tag nicht mehr davon lassen kann), kamen Kommentare wie:

    – Du bist doch noch gar nicht so alt!

    – Wirst du gar nicht seekrank?

    – Das ist doch alles irre teuer, oder?

    – Boah, ständig aufgebrezelt rumlaufen, das will ich im Urlaub nicht.

    – Ach nee, das wär nichts für mich, eingepfercht mit Tausenden in einer Legebatterie.

    – Waaas? Von Kopenhagen nach Miami? 14 Tage? Da würde ich einen Lagerkoller kriegen!

    – Nee, das tue ich mir nicht an, da bricht ja ständig das Norovirus aus.

    – Haste mal darüber nachgedacht, was die für Treibstoff benutzen? Und DAS bei DIR als altem Öko! Das sind die reinsten Klimakiller!

    – Hast du da gar keine Angst, jetzt wo das mit der Costa Concordia…?

    – 3.000 Passagiere? Für die gibt’s doch gar nicht genug Rettungsboote! So große Schiffe können gar nicht sicher sein.

    – Die Riesenpötte bleiben doch ständig mit Motorschaden liegen und alle müssen an Deck schlafen bei dem Gestank.

    – …um dann von so ‘nem Schettino umgebracht zu werden? Nee, lass mal.

    Die Litanei von Klischees und Platitüden ließe sich endlos fortsetzen. Alles oft genug gehört, aber eigentlich noch öfter erlebte ich, dass da bei vielen Freunden oder im Kollegium Begeisterung aufflammte, nach dem Motto: “Ooooh, das wollten wir auch immer mal machen, erzähl doch mal, wie buchst Du das, und welche Route, welches Schiff? Ich hab gar keine Ahnung, wie ich das anstellen soll und wie das alles geht.”

    Wie die Branche wohl längst erkannt hat, steckt hier noch viel schlummerndes Potenzial und auch auf jeder meiner Reisen traf ich unzählige Erstfahrer. Inzwischen habe ich für die vielen Interessenten, die mich inzwischen als “erfahrenen Kreuzfahrer” kontaktieren [ist aber manchmal echt gut für’s Ego, oder?] , eine umfangreiche Standard-Infomail zusammengestellt, die ich auf Wunsch verschicke, mit vielen Links zu Online-Reiseportalen, Lesetipps und natürlich Cruisetricks *lg*.

    Allgemein sollte man schlicht “leben und leben lassen” – jeder nach seiner Facon. Uralte Erkenntnis und dennoch muss man immer wieder daran erinnern. Schön, dass es so viele Urlaubsformen nebeneinander gibt und dass sich jeder das für ihn passende heraussuchen kann. Wer an Altbewährtem festhält und Neues nicht nutzen will, den kann man zwar ermuntern aber nicht zwingen. In Zeiten des Internet mit seinen zahlreichen Foren und Interessengruppen tappen leider auch viele User in die Falle der “Gruppenverstärkten Stereotype”. Bedeutet: Verschwörungstheoretiker diskutieren mit Verschwörungstheoretikern, Militante Ökos mit Militanten Ökos, jeder mit Angehörigen derselben Weltanschauung – und auf lange Sicht führt dies zu der Überzeugung, man sei Kenner der “einzig wahren Lehre”, denn alle anderen seien derselben Meinung. Andere Meinungen oder wissenschaftliche Beweise, die eigene Thesen in Frage stellen, werden nicht mehr wahrgenommen. Ob es um den regelmäßigen Besuch Außerirdischer geht oder darum, Kreuzfahrten doof zu finden – wer will, der findet immer eine ganze Menge Argumente gegen oder für alles. Wer aber nur das wahrnimmt, was die eigene Ansicht stützt, ist nicht bereit, das überraschend große Potenzial seines Hirns zu nutzen.

    Ich wage mich mal mutig auf das Terrain der Psychologie, weil ich speziell in Deutschland ein Phänomen beobachte, dass man mit Angst- oder Neidargumentation beschreiben könnte. Im Gegensatz zur Neuen Welt, wo Mut, Wohlstand und Erfolg gern offen bewundert und – für mich besonders auffällig – GEGÖNNT werden, sehe ich in Deutschland nicht selten, dass Dinge aus verschiedenen PERSÖNLICHEN Gründen schlechtgeredet werden, weil man sie nicht erreichen kann oder will, vor ihnen als “dem Unbekannten” zurückschreckt, weil es z.B. außerhalb der anheimelnden “Komfortzone” liegt, oder nur weil es neu und unbekannt ist oder auch nur Veränderung bedeutet. Ich weiß nicht, ob es eine Bezeichnung für diesen Mechanismus git (oder ist es schon “Mentalität”?), aber ich beobachte diese Art des motivierten Schlechtredens bei Besitz und Vermögen, wie auch bei beruflicher Tätigkeit, Fähigkeiten, Aussehen, Aktivitäten, Lebensgestaltung, Charakter – kurz: bei allem was man neiden könnte.

    Ob es sich lohnt, Überzeugungsrabeit zu leisten bei Menschen, die es sich in einer vorurteilsbesetzten Welt eingerichtet haben, muss jeder für sich beantworten. Die Kölner sind vielleicht eine Ausnahme, oder möglicherweise ist es auch nur ein Klischee? Levve un levve losse un m’r muss och jönne könne. Alaaf!

    PS: ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Als großer Anhänger der fotografischen Zunft bringe ich von jeder Reise schöne Bilder mit. Dem Zauber einer aussagekräftigen Zusammenstellung toller Reisefotos von verschiedenen Kreuzfahrten kann sich auch der heftigste Kritiker nicht entziehen und dieser wird einsehen müssen, dass er nicht jenes nachvollziehbar ablehnen kann, was er gar nicht kennt.

  9. Olaf on Dezember 7, 2014 at 6:17 pm

    Ich glaube, wie ohnehin beschrieben, dass die Informationen in einem Top-Reisebüro das Um und Auf sind. Ich kann zB das ewig Gesülze darüber, dass MSC oder Costa “auch schon mal besser waren” schon nicht mehr hören. Damals waren die Preise auch noch andere – nämlich höhere. Ich fahre gerne mit Hapag, NCL und RCCL genauso, wie AIDA, TUI, Costa oder MSC. Und überall schaue ich mir ganz genau an, was ich bezahle und was ich bekomme. Ich glaube, wenn mehrere Leute so denken würden, würden sich einige Dramen und Menschenschlangen an der Rezeption oder dem Guest Office weniger abspielen. Ich sage ja auch nicht, dass Hilton oder Marriott zwangsläufig gleich sind, wie eine Burj al Arab in Dubai oder ein Kempinski in St. Moritz.

    Liebe Grüße aus Österreich!

    Olaf …

  10. Hans on Dezember 9, 2014 at 6:25 am

    Hi Olaf!

    Als Össi lass ich das mit Essen nicht gelten;-)

    Muss ja nicht Hummer sein, zb ein leckerer Kaiserschmarrn ist 10 mal besser als ein Hummer :-)

    Össi grüsst Össi

  11. Volker Kaczmarek on Dezember 9, 2014 at 11:24 am

    Aaaalso – wenn man Hummer mit Kaiserschmarrn vergleichen will, dann könnte man dies auch mit Eisbein und Roter Grütze tun. Das eine ist der Hauptgang (oder Vorpeise je nach Fassungsvermögen), das andere ein Dessert. Ich bevorzuge natürlich das komplette 7-Gäge-Menü INKLUSIVE Dessert… und anschließend ins Fitnesscenter!

  12. Irene on September 18, 2015 at 1:46 pm

    In meinem Freundeskreis ist das Vorurteil verbreitet, dass eine Kreuzfahrt zu wenig sportliche Herausforderungen bietet, ergo zu wenig Aktivität möglich sei. Da helfen auch die Hinweise auf das Fitnesscenter, die Schwimmbäder und die Joggingstrecke an Bord nichts, ebenso wenig der Hinweis auf die angebotenen Landausflüge per Rad. Aus meiner Erfahrung kann ich aber sagen: Wer einmal fast 10 Stunden am Stück durch Istanbul gelaufen ist und dabei nicht nur die 7 absoluten Musts, sondern noch 2 – 3 weitere Sehenswürdigkeiten “abgehakt” hat, der wird sich über mangelnde Möglichkeiten der Körperertüchtigung nicht mehr beklagen.

  13. tschainik on August 11, 2016 at 5:35 pm

    Kreuzfahrten sind nichts für Individualisten, die sich gerne ihre Reise zusammenstellen. als junger Erwachsener war ich mit meine Eltern auf der MS EUROPA. Während meine Mutter sich über den Rundum-Service freute, nervte mich diese ständige Dauerbespaßung. Ehrlich gesagt, selbst auf mancher Klassenfahrt, oder später als Student bei einer Exkursion hatte man mehr Zeit für sich. Und bei Kreuzfahrten kommt es mir so vor, als sei man Mitglied einer Delegation mit fest umrissenen Programm.
    Nun ja, ich liebe es mehr, meine Reisen mir selbst zusammenzustellen. Und dies ist in der heutigen INTERNETZEIT kein Hit mehr, und wenn man Englisch, Russisch, Schulfrannzösisch und ein wenig portugiesisch kann, kommt man überall auf der Welt mit Ausnahme von Nordkorea gut durch

    Kritische Grüße von Tschainik

  14. Volker Kaczmarek on August 11, 2016 at 8:02 pm

    Was lernen wir daraus? Es gibt Menschen, die bevorzugen jene Urlaubsart, und es gibt Menschen, die bevorzugen eine andere. Wenn einen aber Kreuzfahrten gleich null komma gar nicht interessieren, frage ich mich schon, was einen denn zu einem Kreuzfahrtforum treibt. Mich interessieren Extreme Climbing nicht und auch kein Marathon-Lauf. Somit käme ich nicht auf die Idee, in diesen Forem der geneigten Leserschaft mein Desinteresse Kund zu tun.

    Ich kann mich auch nicht beklagen, mit Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch arge Probleme zu haben, AUF und JENSEITS von Schiffen, aber es geht sicher nicht darum, uns gegenseitig mit unseren multilingualen Fähigkeiten zu beeindrucken. Es darf auch ruhig abwechslungsreiche Kost geben: die Leser dieses Forums sind durchaus auch noch für andere Urlaubsformen offen. Niemand hat jemals behauptet, die Leser vom Cruisetricks täten nichts anderes als auf Schiffen zu fahren. Always happy travelling!

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