DVD-Tipp: Schiffsverschrottung in Alang hautnah

(aktualisiert - News vom 16.05.2013) von
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The Sands of Alang
The Sands of Alang

Es ist ein trauriger Anblick, wenn alte Kreuzfahrtschiffe und ehemals grandiose Oceanliner an ihrem letzten Ziel angekommen sind – zur Verschrottung, häufig im indischen Alang. Schiffshistoriker Peter Knego hat Alang mehrfach besucht, vor allem um Kunstgegenstände, Möbel und Erinnerungsstücke von den Schiffen zu retten. Jetzt hat er mit „The Sands of Alang“ eine neue Video-DVD produziert, das von seinen Erlebnissen in Alang berichtet – absolut sehenswert.

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The Sands of Alang“ erzählt vor allem die Geschichte des früheren Flaggschiffs der Costa Line, Eugenio C. (spätere Namen: Eugenio Costa und Big Red Boat II) mit zahlreichen historischen Fotos, angefangen schon beim vom Bau des Schiffs in Monfalcone in Italien – die Eugenio C. war das letzte Schiff, dass 1964 in Monfalcone auf traditionelle Weise vom Stapel lief. Peter Knego interviewte dazu auch den italienischen Schiffshistoriker Maurizio Eliseo, unter anderem zu den Design-Merkmalen und die Geschichte der Eugenio C.

Selbst mit den Bildern vom bereits teilweise zerlegten Wrack der ehemaligen Eugenio C. vermittelt Peter Knego noch ein lebendiges Bild des Schiffs und erweckt die Eugenio C. mit geschickt dazwischen geschnitten Bildern aus besseren Zeiten farbenfroh zum Leben. Vor allem diese Zusammenschnitte von Aufnahmen vom Schiffsfriedhof in Alang und Aufnahmen derselben Stellen am Schiff aus der aktiven Zeit der Eugenio C machen „The Sands of Alang“ zu einem lehrreichen, unterhaltsamen und wirklich sehenswerten Video für jeden, der sich etwas genauer mit der Geschichte von Kreuzfahrtschiffen beschäftigen will.

Peter Knego (links) beim Übersetzen zu einem Schiffswrack in Alang
Peter Knego (links) beim Übersetzen zu einem Schiffswrack in Alang

Zudem gibt Knego einen guten Eindruck davon, nach welchen Design-Kriterien italienische Kreuzfahrtschiffe damals im Innenausbau gestaltet wurden und lässt seine Zuschauer teilhaben an den Entdeckungen, die er an Bord macht. Denn vor allem großflächigere Kunstwerke, Wandpanele und ähnliche Inneneinrichtung des Schiffs waren bei seinem Besuch in Alang immer noch an Bord, während die Arbeiter bereits mit der Verschrottung begonnen hatten.

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Neben der Eugenio C. aka Big Red Boat II hatte Peter Knego auch Gelegenheit, sich den US-Truppentransporter aus dem zweiten Weltkrieg Gen. W.P. Richardson genauer anzusehen, der 2005 ebenfalls zur Verschrottung in Alang lag. Das Schiff hatte nach dem Zweiten Weltkrieg noch eine lange Karriere als Passagierschiff, unter anderem mit den Namen Leilani (Hawaiian Steamship Company), Atlantis (Chandris Line, heute Celebrity Cruises), Emerals Seas (Ares Shipping Corporation) und Sapphire Seas (Festival Cruises). Das Video zeigt das Schiff sowohl in historischen Aufnahmen als auch in seinem traurigen Zustand in Alang, während Knego mit seiner Videokamera bis hinab in den Maschinenraum des Schiffs steigt.

Und nicht zuletzt gibt „The Sands of Alang“ auch einen guten Eindruck davon, wie man sich die Verschrottung eines Kreuzfahrtschiffs in Alang vorstellen muss, zeigt wie der Schiffshistoriker zusammen mit den Arbeitern zu den Schiffen übersetzt und mit welchen Widrigkeiten und schwierigen Bedingungen die Arbeiter dort zu kämpfen haben.

Dazu hatte Peter Knego bereits in seinem ersten Video „On the Road to Alang“ Vieles gezeigt, in dem er von seinem ersten Besuch bei den Schiffs-Abwrackern von Alang im Jahr 2004 erzählt. Damals war eine ganze Reihe von Schiffsklassikern innerhalb kurzer Zeit in Alang angekommen, sodass er zahlreiche Schiffe vor die Kamera bekam, unter anderem die S. Solar (ex Stella Solaris), Salona (ex Ivernia/Franconia, New Orleans (ex Argentina), Apollo (ex Empress of Canada/Mardi Gras), Genoa (ex Sylvania/Fairwind), Mayan Empress (ex Winston Churchill), S. Ocean (ex Stella Oceanis) und Big Biat (ex Transvaal Castle/Festivale).

Beide Video-DVDs sind Ländercode-frei und damit auch auf deutschen DVD-Playern abspielbar, haben eine Spieldauer von je 60 Minuten und kosten je 30 Dollar zuzüglich 8 Dollar Versandkosten aus den USA, Bezahlung via Paypal: www.midshipcentury.com

The Sands of Alang ist nicht nur sehr gelungen und unterhaltsam und zugleich informativ gemacht, es zeigt vor allem auch Bilder eines außergewöhnlichen Ortes, den man nur selten so hautnah zu sehen bekommt. Von uns daher, trotz des nicht gerade günstigen Preises, eine absolute Empfehlung!

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3 Kommentare zu DVD-Tipp: Schiffsverschrottung in Alang hautnah

  1. stutz on November 2, 2013 at 9:10 pm

    guten tag,
    ist es möglich in der nähe sehen wie sie die schiffe demontieren.
    welche möglichkeiten hae ich dorthin zu kommen.
    gruss b.stutz.

  2. stutz on November 2, 2013 at 9:11 pm

    guten tag,
    ist es möglich in der nähe sehen, wie sie die schiffe demontieren.
    welche möglichkeiten habe ich dorthin zu kommen.
    gruss b.stutz.

  3. Franz Neumeier on November 3, 2013 at 12:30 pm

    Das ist eher schwierig, weil diese Bereiche in der Regel gut angeschirmt sind. Ein wenig Einblick kann man evtl. aus der Ferne in Aliaga in der Türkei bekommen. Ich war aber selbst noch nicht dort, sodass ich das nicht mit Sicherheit sagen kann.

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