Echten Luxus schnuppern: Seven Seas Navigator

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Ein paar Stunden lang echten Luxus schnuppern: In Venedig hatten wir Gelegenheit, die Seven Seas Navigator zu besuchen, nachdem sie im April aufwändig renoviert worden war. Dabei waren auch RSSC-CEO Jason M. Montague und der CEO von Tillberg Design, Michal Jackiewicz.

Seven Seas Navigator in Venedig
Seven Seas Navigator in Venedig

Im Juli stellt Regent Seven Seas die neue Seven Seas Explorer in Dienst, nach Reederei-Angaben das luxuriöseste Kreuzfahrtschiff der Welt („the most luxurious ship ever built“) – in Deutschland formuliert RSSC das mit Blick auf die Europa und Europa 2 etwas vorsichtiger „das wohl luxuriöseste Schiff auf den sieben Weltmeere“. Wir werden im Juli den Vergleich ziehen …

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Aber ob nun Nummer eins oder zwei: Die übrigen Schiffe der Regent-Flotte dürfen im Vergleich zur neuen Seven Seas Explorer nicht zurück stehen und so hat die Reederei mit der Seven Seas Navigator begonnen, den bestehenden drei Schiffe für insgesamt 125 Millionen Dollar neuen Glanz zu verleihen.

Unser Luxus: Privat-Show und prominente Guides

Den Luxus eines Kreuzfahrtschiffs zu genießen, ist freilich bei einer Schiffsführung nicht so recht möglich. Für eine kleine Gruppe aus europäischen und amerikanischen Journalisten bestand der Luxus auf der Seven Seas Navigator vor allem aus hochkarätiger Begleitung und einem exklusiven Programm:

Seven Seas Lounge (Theater)
Seven Seas Lounge (Theater)

Im Theater gab es eine Privat-Vorstellung mit dem ersten Teil einer der neuen Shows, „Great American Song Factory“.

Jason M. Montague, CEO und Präsident von Regent Seven Seas Cruises persönlich war bei der Schiffsführung und dem anschließenden Abendessen dabei, ebenso wie einer der Geschäftsführer des renommierten, schwedischen Architekturbüros Tillberg Design, Michal Jaciewicz, der für das neue Innen-Design des Schiffs verantwortlich ist.

Was ist neu auf der Seven Seas Navigator?

Insgesamt ist das Ergebnis des zwölftägigen Trockendock-Aufenthalts der Seven Seas Navigator in Marseille eine interessante Kombination aus traditionellen Elementen in eher dunklen Farben mit vielen Bereichen in hellem, modernem Design.

Bildergalerie: Seven Seas Navigator

Das Kunststück, Vertrautes mit Neuem zu mischen, scheint weitgehend gelungen, auch wenn eine vorgegebene Schiffarchitektur natürlich allzu große Veränderungen und Umbauten verhindert. Etwa die Raumhöhe, die man auf einem Neubau höher anlegen würde, lässt sich nachträglich nicht ändern. Letztlich haben aber gerade etwas ältere Schiffe – die Seven Seas Navigator ist Baujahr 1999 –auch ihren ganz individuellen Charme, den Stammgäste so sehr schätzen, dass sie immer wieder das gleiche Schiff buchen, weil es sich ein wenig wie zu Hause anfühlt.

Bibliothek
Bibliothek

Mein persönlicher Lieblingsraum auf der Seven Seas Navigator ist, um das vorweg zu nehmen, die Bibliothek. Entstanden aus der ehemaligen Raucher-Lounge, dem Connoisseur Club, auf Deck 6 präsentiert sie sich hell und modern, aber dennoch heimelig mit einem gewissen Wohnzimmer-Gefühl – ein Raum, in dem man sich rundum wohl fühlt.

Auch wenn das Spielkasino für deutsche Gäste meist keine Rolle spielt, sei dieses Casino dennoch erwähnt. Denn anders als auf den meisten Kreuzfahrtschiffen ist es hier gelungen, keine lärmende Spielhölle zu gestalten, sondern passend zum dezenten Ambiente des Schiffs auch hier eine gewisse Eleganz zu erhalten.

Restaurants: Compass Rose und La Veranda

Das Buffet-Restaurant La Veranda lebt von den bodentiefen Fensterfronten nach hinten und zur Seite sowie dem großen, im Wesentlichen überdachten Außenbereich inklusive Wärmestrahlern. Abends wird das La Veranda zum Bedienrestaurant „Sette Mari“.

Compass Rose Restaurant
Compass Rose Restaurant

Im komplett neu gestalteten Hauptrestaurant Compass Rose überrascht zunächst einmal die indirekte, farbige LED-Beleuchtung, die dem Raum ganz unterschiedliche Lichtstimmungen verpasst, von futuristischem Grün über sanftes Blau bis zu warmen Gelb. Relativ große Abstände zwischen den Tischen geben den Kellnern Bewegungsfreiheit und den Passagieren ein familiäres Gefühl an ihrem Tisch. Wie es sich für ein Luxus-Schiff gehört, sind die Versace-Vorlegeteller speziell für Regent Seven Seas gestaltet.

Bei unserem Ship-Visit auf der Seven Seas Navigator hatten wir Gelegenheit, das Compass Rose beim Dinner auszuprobieren. Und da gab’s wirklich nichts zu kritisieren, die Gerichte werden dem Anspruch von Regent Seven Seas vollkommen gerecht. Sehr angenehm: Die Teller versuchen nicht, durch übertriebene Dekoration zu beeindrucken, sondern durch elegante Qualität zu überzeugen.


Das gleiche gilt für die Speisen selbst: Keine überzogene Effekthascherei, sondern erstklassige, leckere Gerichte, die einfach richtig gut schmecken und fast durchgehend perfekt zubereitet sind. Lediglich der Mahi Mahi hätte ein wenig glasiger sein dürfen – aber Amerikaner mögen ihren Fisch halt einfach lieber durchgebraten; trotzdem sehr zart und lecker.

Galileo’s Lounge und Coffee Connection

Galileo's Lounge
Galileo’s Lounge

Eine reizvolle Mischung aus traditioneller Gemütlichkeit und moderner Frische ist die Galileo‘s Lounge, die Aussichtslounge der Seven Seas Navigator auf Deck 11 hinten, die oberhalb des La-Veranda-Restaurants liegt und ebenfalls einen schönen Außenbereich mit bequemen Lounge-Möbeln hat. Der Reiz eine Luxus-Schiffs zeigt sich hier beispielsweise darin, dass auf der Bühne schon am Nachmittag Musik einer bis zu sechs Mann starken Live-Band die Cocktails und Hors d’Oevres begleitet – selbige ank des umfassenden All-Inclusive-Konzepts von Regelt Seven Seas übrigens im Reisepreis inklusive sind.

Navigator Lounge und Coffee Connection
Navigator Lounge und Coffee Connection

Räumlich geöffnet und damit großzügiger gemacht haben die Designer den Bereich der Rezeption und der Navigator Lounge auf Deck 6. Anstelle des früheren Card Rooms liegt nun gegenüber der Navigator Lounge und Bar mit Live-Musik vom Piano der neue Bereich Coffee Connection mit – wie der Name schon sagt – Kaffee-Vollautomat sowie einigen Internet-Stationen.

Entertainment: Live-Musik und neue Shows

In Zeiten, in denen Live-Musik an Land nur noch selten anzutreffen oder in Konzerten ziemlich teuer ist, muss man Live-Musik durchaus als Luxus werten. Und in diesem Punkt gefällt mit die Seven Seas Navigator besonders gut. Die Live-Band in der Galileo’s Lounge habe ich schon erwähnt.

Seven Seas Lounge (Theater)
Seven Seas Lounge (Theater)

Aber auch im Theater, „Seven Seas Lounge“ genannt, hält das Entertainment gut mit den großen Broadway-Shows der ganz großen Schiffe mit. Mit zwölf Sängern und Tänzern sowie einer Live-Band ist das Show-Ensemble in Größe und Qualität dem Entertainment auf den Mega-Schiffen ebenbürtig, die neue LED-Video-Wand als Bühnenkulisse schafft zumindest virtuell viel Raum für ein vielfältiges und bewegtes Bühnenbild. Insgesamt spielt das Ensemble vier große Production-Shows und weitere Shows in kleineren Teams oder als Solokünstler.

Renovierte Suiten

Den besten Eindruck von den Suiten bekommt man durch einen Blick auf die Fotos und unser Panorama-Bild einer der Concierge-Suiten (siehe weiter unten).

Conciere-Suite 907
Conciere-Suite 907

Besonders fällt der Marmor-Tisch auf, der groß genug ist, um sich darauf komplette Dinner-Menü hier servieren zu lassen – ein Service, den Regelt Seven Seas im Rahmen des All-inclusive-Konzepts kostenlos anbietet.

Der Balkon hat sehr bequeme Sessel mit verstellbarer Rückenlehne und auch hier ist der Tisch angenehm groß. Das Badezimmer bietet sowohl eine Duschkabine als auch eine Badewanne.

Umfassend renoviert wurden sämtliche Suiten von Concierge-Klasse abwärts. Die Grand Suites wurden bereits beim vorausgegangenen Trockendock-Aufenthalt renoviert.

Einblicke: interaktive Panorama-Bilder

Trotz der knappen Zeit an Bord der Seven Seas Navigator ist es uns gelungen, ein paar Panorama-Fotos zu schießen: das Pooldeck, das Restaurant Compass Rose, die Galileo’s Lounge sowie eine Concierge-Suite.

(Tipp: Am besten sehen die Panorama-Bilder im Vollbild-Modus aus – klick auf das Logo ganz recht).

Wie entwickelt man ein neues Design für ein bestehendes Schiff?

Für ein vorhandenes Kreuzfahrtschiff ein neues Innen-Design zu entwickelt, dürfte zu den schwierigsten Aufgaben eines Innenarchitekten gehören. Erst Recht bei einem Schiff der Ultraluxus-Klasse mit verwöhntem Publikum und einer eher traditionell-konservativ orientierten Reederei, die zugleich ein neues Schiff mit von Grund auf neuem Design herausbringt.

Michal Jaciewicz von Tillberg Design erklärt im cruisetricks.de-Interview die grundlegenden Ziele:

„Wir versuchen, ein frisches, modernes Design zu entwickeln, um die existierende Flotte zu aktualisieren und an die demnächst kommende Seven Seas Explorer anzupassen. Die Idee, neue Materialien einzuführen, schönen, natürlichen Stein und so weiter ist ein Weg, alles zu kombinieren. […]

Es zählt der Gesamteindruck für den Passagier. Wenn man auf ein Schiff kommt, sollte man einen Bereich wie diesen betreten – eine Rezeption, wo wir neue, frische Materialen eingeführt haben. Und insbesondere für Stammgäste wird es ein Erlebnis für sich selbst sein, denn sie können Vorher und Danach vergleichen.

Rezeption
Rezeption

Wir haben diesen Bereich offen gestaltet. Besonders in diesem Bereich des Schiffs kann man durch neue Einrichtungen laufen wie Coffee Connections, die Navigator Lounge, die Bibliothek und dann hoch zum Casino. Das ist alles mehr oder weniger miteinander verbunden zu einem einheitlichen, einladenden Bereich.“

Und welches ist der Lieblingsbereich von Designer Michal Jaciewicz – der Bereich, den er persönlich als besonders gelungen empfindet?

„Von den Bereichen, die wir hier gestaltet haben, sind es das Compass-Rose-Restaurant und die Galileo Lounge. Das sind zwei Bereiche, die wirklich ausbalanciert sind …

… Compass Rose hier unten ist wirklich für alle Passagiere ausgerichtet, ein vertraut wirkender Bereich mit zugleich dem Erlebnis eines großartigen Restaurants und die Galileo Lunge, die Observation Lounge, mit einem maskulinen Ansatz, mit maskulinen Materialien und wirklich ein großartiges Erlebnis sowohl tagsüber als auch am Abend.“

Seven Seas Navigator in Venedig
Seven Seas Navigator in Venedig
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Zum Schluss noch ein Tipp für alle Kreuzfahrer mit Abfahrten in Venedig, die mit dem Flugzeug anreisen: Eine Platzreservierung für einen Fensterplatz in Flugrichtung rechts, also meist Sitz F, lohnt sich unbedingt. Denn der Anflug auf den Flughafen Marco Polo erfolgt fast immer direkt an Venedig vorbei mit einem fantastischen Blick auf die Stadt und die Kreuzfahrt-Terminals – so auch diesmal bei der Seven Seas Navigator.

  • Anmerkung*: Cruisetricks.de reiste nach Venedig zur Schiffsbesichtigung der Seven Seas Navigator auf Einladung von Regent Seven Seas Cruises.

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