Erneut Kreuzfahrtschiffe von Falkland-Streit betroffen (Update)

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Der Streit zwischen Großbritannien und Argentinien um die Falkland-Inseln hat erneut Auswirkungen auf die Kreuzfahrt. Wie die britische Zeitung „Daily Express“ berichtet, wurde die Seabourn Sojourn am Dienstag, 4. Dezember, für mehrere Stunden in Buenos Aires festgehalten. Angeblich hätten Hafenarbeiter vom Kapitän verlangt, dass er den geplanten Hafenstopp auf den Falkland-Inseln streichen solle.

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Seabourn selbst verhielt sich allerdings diplomatisch und erklärte die sieben Stunden verspätete Abfahrt in Richtung des nahegelegenen Montevideo, Uruguay, damit, dass vorübergehend keine Schlepper verfügbar gewesen seien. Die Falkland-Inseln werde man wie geplant anlaufen.

UPDATE 7.1.2013: Inzwischen hat P&O Cruises alle Hafenstopps in Argentinien für 2013 gestrichen. Die Seven Seas Mariner (Regent Seven Seas) und die Regatta (Oceania Cruises) haben dagegen ihre Stopps auf den Falkland-Inseln im Februar 2013 abgesagt. Mit aggressiven Protestaktionen sahen sich Passagiere der Seabourn Sojourn und Star Princess Anfang Januar 2013 in Buenos Aires konfrontiert. Den Berichten zufolge verbrannten die Protestanten vor dem Cruise Terminal britische Flaggen und Autoreifen, während die beiden Schiffe in Buenos Aires lagen.

Die Falkland Inseln sind ein britisches Überseegebiet rund 400 Kilometer östlich von Feuerland, sie werden aber bereits seit 1833 von Argentinien beansprucht, das die Inselgruppe „Islas Malvinas“ nennt. Argentinien hatte erst kürzlich ihren diplomatische Kurs gegenüber Großbritannien verschärft. Präsidentin Christina Kirchner forderte den britischen Premierminister David Cameron in einem Brief auf, die Inselgruppe an Argentinien zurück zu geben.

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Bereits Ende November hatte AIDA den für 3. Dezember geplanten Stopp der AIDAcara in Port Stanley, Falkland Islands, abgesagt, nachdem bei einem gewalttätigen Protesten in Buenos Aires das Büro des Hafenagenten attackiert worden war. Großbritannien wirft der argentinischen Polizei vor, dem Übergriff tatenlos zugesehen zu haben.

Holland America Line hatte schon Monate zuvor die Fahrtroute der Veendam geändert, die derzeit mehrere Male die Route Valparaiso – Buenos Aires und zurück fährt und ursprünglich auch die Falkland-Inseln auf dem Fahrplan hatte. HAL begründet den Wegfall der Falklands allerdings mit dem hohen Wetterrisiko dort. Mehr als die Hälfte der Anläufe seien in der Vergangenheit gescheitert, weil die Wetter- und Seebedingungen ein Tendern unmöglich gemacht hätten, erklärte der Kapitän der Veendam gegenüber crusietricks.de. Stattdessen läuft das Schiff Puerto Madryn in Argentinien an.

Im Februar 2012 hatte Argentinien sowohl der Adonia (P&O Cruises) als auch der Star Princess den Anlauf in Ushuaia verweigert, nachdem die beiden Schiffe zuvor auf den Falkland-Inseln waren.

Da die Kreuzfahrt-Saison in Südamerika und in die Antarktis mit Start-/Zielhafen Ushuaia gerade erst begonnen hat, ist in den nächsten Wochen wohl mit weiteren Zwischenfällen wegen des Streits um die Inselgruppe zwischen Großbritannien und Argentinien zu rechnen.

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