Falkland-Streit: P&O Cruises streicht Argentinien

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P&O Cruises streicht alle Hafenstopps in Argentinien aus den Fahrplänen. Damit zieht die britische Reederei die Konsequenz aus den zunehmend eskalierenden Streit zwischen Argentinien und Großbritannien um die Falklandinsel.

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Betroffen sind davon zunächst die Hafenstopps in Buenos Aires, Puerto Madryn und Ushuaia der Arcadia und der Adonia auf deren Weltreisen 2013. Als Ausweich-Hafen kommt Montevideo in Uruguay neu in den Fahrplan. Port Stanley auf den Falkland-Inseln soll dagegen wie geplant angelaufen werden.

In dem schon seit 1833 schwelenden Streit um die Falkland-Inseln, die von den Argentiniern „Islas Malvinas“ genannt werden, spielt P&O Cruises allerdings auch eine besondere Rolle: Während des Falkland-Krieges 1982 war das P&O-Schiff „Canberra“ als Truppentransporter und Hospital für das britische Militär im Einsatz.

Zuletzt hatte die Seabourn Sojourn Schwierigkeiten in Buenos Aires in Zusammenhang mit dem Falkland-Streit und hatte daraufhin sicherheitshalber das argentinische Ushuaia gemieden. Die AIDAcara hatte zur selben Zeit den Stopp in Port Stanley abgesagt. Im Februar 2012 war den jeweils von den Falkland-Inseln kommenden Adonia (P&O Cruises) und Star Princess (Princess Cruises) der Anlauf des Hafens von Ushuaia kurzfristig verweigert worden. Seabourn, P&O Cruises und Princess Cruises gehören alle drei zum amerikanischen Carnival-Konzern.

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Auf politischer Ebene wird der Ton zwischen Argentinien und Großbritannien ebenfalls schärfer. Argentiniens Präsidentin Christina Kirchner betont lauter denn je den Anspruch Argentiniens auf die Inselgruppe im Südatlantik. Großbritannien wirft Argentinien vor, mit Repressalien gegen Kreuzfahrtschiffe die Wirtschaft auf den Falkland-Inseln kaputt machen zu wollen. Etwa ein Viertel der Jobs auf der Insel hängen vom Kreuzfahrttourismus ab, der damit verbundene Umsatz soll rund 12 Millionen Euro jährlich betragen. In den USA werden sogar schon Stimmen laut, die Argentinien den Status eines „Major Non-NATO Ally“ (MNNA) der USA aberkennen wollen, den Argentinien seit 1999 hat. Nur 15 Staaten weltweit genießen die Vorzüge der militärischen Zusammenarbeit mit den USA auf dieser Basis.

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