Forschungssschiff steckt mit 52 Passagieren im Eis fest

(aktualisiert - News vom 26.12.2013) von
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Die Akademik Shokalskiy steckt seit Heilig Abend am Rande der Ost-Antarktis im Eis fest. Das 1982 gebaute und zum Passagier-Expeditionsschiff modifizierte, ehemalige Forschungsschiff befindet sich auf einer privaten Forschungsreise. Eine direkte Gefahr besteht für die Passagiere offenbar nicht. Bis Hilfe in Form von drei Eisbrechern eintrifft, soll es aber noch rund zwei Tage dauern.

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Update 2.1.2014: Nach vergeblichen Versuchen, die Akademik Shokalskiy mit Eisbrechern zu erreichen und zu befreien, sind nun alle 52 Passagiere mit Hubschraubern des chinesischen Eisbrechers Xue Long (“Schneedrache”) evakuiert worden, der rund zwölf Seemeilen von der Akademik Sokalskiy entfernt liegt. Die Passagiere wurden zum australischen Versorgungsschiff Aurora Australis gebracht. Die 22köpfige Crew der Akademik Shokalskiy soll dagegen vorerst auf ihrem Schiff bleiben.

Update 3.1.2014: Nun sitzt auch der chinesische Eisbrecher Xue Long im Eis fest. Offenbar jann sich der Eisbrecher weder selbst befreien, noch schafft es die australische Aurora Australis, eine Fahrrinne für den “Snow Dragon” freizubrechen. Die Aurora Australis mit den evakuierten 52 Passagieren der Akademik Shokalskiy an Bord kann daher vorerst nicht zu seiner Vorsorgungsmission für die australische Antarktis-Station Casey zurückkehren, sondern bleibt sicherheitshalber vorerst vor Ort.

Update 4.1.2014: Der amerikanische Eisbrecher “Polar Star” kommt der Xue Long und Akademik Shokalskiy von Sydney aus zur Hilfe. Der einzige Eisbrecher der US-Küstenwache dieser Art kann bis zu knapp sieben Meter dickes Eis brechen und ist eigentlich auf dem Weg zur US-Antarktis-Station McMurdo auf Ross Island.

Update 7.1.2014: Die Windrichtung hat offenbar gedreht, wodurch sich die Eisbedingungen soweit verbessert haben, dass sich am Montag, 6. Januar, sowohl die Xue Long als auch die Akademik Shokalskiy selbst aus dem Eis befreien konnten und inzwischen in offenem Wasser angekommen sind. Die australischen Behörden haben daher mitgeteilt, die Polar Star werde nun nicht mehr für eine Rettungsaktion benötigt, die beiden eingeschlossenen Schiffe sowie die bereit stehende Aurora Australis können auf ihre ursprünglichen Routen zurückkehren.

Die Akademik Shokalskiy hat sich in einer besonders abgelegenen Region in der Ost-Antarktis in der Commonwealth Bay nahe des Mertz-Gletschers mehrere Tausend Kilometer südlich von Australien und rund 1.600 Seemeilen südlich der Südspitze Neuseelands festgefahren – weit ab von den üblichen Kreuzfahrt-Routen in der Antarktis.

Ein kurzes Video von Bord der festsitzenden Akadekim Shokalskiy ist bei Vine zu sehen: https://vine.co/v/h9zWrM5bBZ3 Kommentar dazu: „We’re in the ice like the explorers of old! All are well and spirits are high. Happy Christmas.“

Das Schiff befindet sich derzeit auf einer privat finanzierten Expedition auf den Spuren des Polarforschers Douglas Mawson, der „Australasian Antarctic Expedition 2013-2014“, und fährt für den australischen Veranstalter Aurora Expeditions. Nach ihrem Einsatz für diese Expedition ist die Akademik Shokalskiy für eine Expeditions-Kreuzfahrt eingeplant: Der neuseeländische Veranstalter Heritage Expeditions hat das Schiff für eine Reise von Neuseeland aus ins Ross-Meer gechartert. Diese Reise wird nun vermutlich abgesagt werden müssen.

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