Gekürzte Provisionen: britische Reisebüros rebellieren

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Der Streit zwischen einigen Reedereien und britischen Reisebüros um Rabatte und Provisionen eskaliert: Zwei große Reisebüro-Vereinigungen haben ihre Mitglieder jetzt aufgerufen, ihren Kunden statt P&O Cruises, Cunard, Princess, Royal Caribbean, Celebrity, Azamara und Norwegian Cruise Line nun Kreuzfahrtschiffe anderer Reedereien zu verkaufen, die höhere Provisionen zahlen.

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Hintergrund ist ein auch in anderen Ländern schwelender Streit zwischen Reedereien und Reisebüros über „unautorisierte“ Rabatte, die Reisebüros ihren Kunden versprechen, um sich eine bessere Position im Wettbewerb zu verschaffen. Auf die eine oder andere Weise geben diese Reisebüros dafür einen Teil ihrer Verkaufsprovision an ihre Kunden weiter, die sie von den Reedereien erhalten.

Um den Spielraum der Reisebüros bei solchen von den Reedereien ausdrücklich nicht gewünschten und teils in den Verträgen mit den Reisebüros verbotenen Rabatten einzuschränken, hat nach Royal Caribbean International, Celebrity Cruises und Azamara Club Cruises nun auch Norwegian Cruise Line daher in Großbritannien vor einigen Tagen die Provisionen auf zehn Prozent gekürzt – von zuvor zwischen 12 und 15 Prozent. Bereits im vergangenen Jahr reduzierten P&O Cruises, Cunard Line und Princess Cruises (bzw. deren Buchungsdienstleister Complete Cruise Solution CCS) in UK aus demselben Grund die Provisionen sogar von 15 auf nur noch fünf Prozent.

Nun ist den beiden Reisebüro-Verbünden Now Advantage Travel Centres und The Travel Network Group offenbar der Kragen geplatzt, wie Travel Weekly berichtet. Die ausdrückliche Empfehlung an die Mitglieder lautet daher: Reisebüros sollten ihre Sach- und Marktkenntnis nutzen und Kunden einfach Kreuzfahrten alternativer Reedereien empfehlen die den individuellen Wünschen der Kunden ebenfalls entsprächen. Zusammen umfassen diese beiden Netzwerke über 1.500 Reisebüros mit einem Buchungsvolumen von umgerechnet rund 435 Millionen Euro pro Jahr. Kleinere Reisebüro-Ketten hatten bereits nach der Provisionskürzung bei CCS im vergangenen Jahr diese Taktik eingeschlagen.

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