Günstige SIM-Cards zum Telefonieren im Ausland

Donnerstag, 17. März 2011 von

Günstig im Ausland telefonieren mit der richtigen SIM-Card

Günstig im Ausland telefonieren mit der richtigen SIM-Card

Telefonieren ist an Bord von Kreuzfahrtschiffen immer ein teure Angelegenheit. Ob per Telefon auf der Kabine oder mit dem eigenen Handy – die Verbindung wird per Satellit vermittelt, was entsprechend viel kostet. Die meisten Passagiere vermeiden deshalb Telefon-Verbindungen an Bord komplett und nutzen die günstigeren Tarife an Land, entweder per Roaming über den eigenen Mobilfunkprovider oder mit ausländischen Mobilfunk-SIM-Cards. Sobald sich das Schiff in Küstennähe befindet, bestehen gute Chancen, sich bei einem Mobilfunkmasten an Land einzuloggen. Allerdings muss man das meist manuell tun, weil das Handy sich automatisch in das Netz mit dem stärksten Signal einbucht, und das ist das Satellitennetz am Schiff. Cruisetricks.de hat zusammengestellt, welche SIM-Card-Angebote vielversprechend sind und wo man SIM-Karten fürs Ausland beziehen kann.

Postpaid SIM-Cards

Am komfortabelsten sind SIM-Cards mit festem Vertrag beziehungsweise für Zahlung der Gebühren nachträglich per Rechnung. Leider ist an solche SIM-Karten aber auch am schwersten  heranzukommen. Denn fast ausnahmslos benötigt man dazu eine Wohnadresse im jeweiligen Land, oft auch eine lokale Steuernummer. Bei einer Kreuzfahrt mit je nur einem Tag in fünf verschiedenen Ländern scheidet diese Variante daher weitgehend aus. Lediglich wer vor Ort Freunde oder Verwandte hat, kann sich auf diesem Weg eventuell mit einem günstigen Telefontarif versorgen.

Ausnahme USA. Denn hier gibt es mit Cellion einen deutschen Anbieter (Abrechnung über das Schweizer Unternehmen Bluebell Telekom), der SIM-Cards unkompliziert und vor allem ohne Grundgebühr anbietet, mit denen man von den USA aus für 39 Cent pro Minute nach Deutschland (55 Cent in Mobilfunk-Netze) und für 29 Cent pro Minute innerhalb der USA telefonieren kann (siehe Tarifübersicht). Die Cellion-SIM benutzt das sehr gut ausgebaute Netz von AT&T und aktiviert sich bei der ersten Benutzung automatisch. Einziger Nachteil: Die Karte wird automatisch deaktiviert, wenn man nicht mindestens alle 7 Tage damit telefoniert – bei einer Karibik-Kreuzfahrt muss man also etwas aufpassen, damit die Karte nicht inaktiv wird. Alternativ kann man für 5 Euro im Monat eine dauerhaft aktive Karte bekommen. Die Rechnung kommt bequem einmal im Monat und wird von der Kreditkarte abgebucht. Mit Cellion haben wir selbst bereits mehrfach beste Erfahrungen gemacht.

Prepaid-Telefonieren im Ausland

Viele Urlauber schwören auf Prepaid-Telefonkarten, die es in dem meisten Ländern beispielsweise in Tabakläden oder Supermärkten zu kaufen gibt. Der erste Weg führt diese Kreuzfahrt-Passagiere beim Landgang in den nächsten Laden, um eine Prepaid-Karte zu besorgen. Nachteile der Methode: Es kostet Zeit, man braucht ein SIMlock-freies Handy sowie für jedes Land eine eigene Karte. Wer nur selten auf Reisen ist, hat so schnell eine große Sammlung an Prepaid-Karten mit Restguthaben, dir meist nach einem gewissen Zeitraum auch noch verfallen.

Wer innerhalb Europas unterwegs ist, sollte daher genau durchrechnen, ob der Roaming-Tarif der deutschen SIM-Karte insgesamt nicht günstiger kommt als der vermeintlich billigere Prepaid-Tarif vor Ort, wenn man das ungenutzte Guthaben auf der Prepaid-Karte mit berücksichtigt. Dank EU-Regulierung darf das Roaming für Gespräche aus dem EU-Ausland nach Deutschland derzeit nicht mehr als 39 Cent pro Minute plus MwSt. betragen, ab 1. Juli 2011 sogar nur noch 35 Cent – inklusive MwSt. also maximal 41 Cent pro Minute.

US-Prepaid-Karten in Deutschland beziehen

Prepaid-Karten für USA und Kanada sind übrigens im Online-Shop von sim-bee auch in Deutschland schon vor der Reise zu beziehen. Zu berücksichtigen ist hier aber, dass man von sim-bee lediglich die unaktivierte SIM-Karte erhält – aktivieren muss man die Karte im Zielland selbst und Support bekommt man lediglich von der Telefongesellschaft vor Ort. Ebenfalls nicht unproblematisch: Generell verfällt das Guthaben von Prepaid-Karten nach einen gewissen Zeitraum beziehungsweise die SIM-Card wird gesperrt – bei AT&T in den USA beispielsweise ohne neue Aufladung schon nach drei Monaten. Deshalb lohnt es sich, die Tipps und Infos bei sim-bee genau durchzulesen.

Weltweit telefonieren mit TravelSIM Prepaid

Wer auch außerhalb der EU per Handy telefonieren will, sollte sich TravelSIM ansehen. Der estnische Telefonanbieter CSC Telecom bietet nämlich (nahezu) weltweit funktionierende Prepaid-SIM-Cards mit günstigen Minuten-Tarifen an. Die Minutengebühr beträgt hier zwischen 34 Cent pro Minute (Polen) und 59 Cent (Südafrika), in den meisten Ländern aber einheitlich 46 Cent pro Minute. Eingehende Telefonate sind bei TravelSIM durchweg gebührenfrei – allerdings zahlt der Anrufer höhere Gebühren, weil die SIM-Karte eine estnische Telefonnummer hat.

In Deutschland wird TravelSIM von Talk To Care vertrieben. Achtung: Die bei Talk To Care angegebenen Minutenpreise sind zuzüglich 19% MwSt. und unterscheiden sich deshalb von den Preisen, die wir hier nennen (wir haben die MwSt. schon eingerechnet).

Besonders attraktiv ist TravelSIM übrigens für Familien oder Reisegruppen, die im Ausland auch untereinander telefonieren wollen. Benutzt jeder eine TravelSIM, kosten solche Gespräche überall nur 34 Cent (außer USA, Kanada und vermutlich auch nicht auf einem Kreuzfahrtschiff via Satelliten-Roaming). Der gleiche Tarif gilt auch bei Abfrage der Mailbox.

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4 Kommentare zu Günstige SIM-Cards zum Telefonieren im Ausland

  1. etftrader am März 17, 2011 um 3:42 pm

    Für Urlaube und Reisen nach Spanien und Italien empfehle ich ausländische Prepaid-SIMs örtlicher Netzbetreiber. Hierauf haben sich die Augsburger von Prepaid-Global spezialisiert.
    Wer der Empfehlung von Computerbild und connect folgt, kann für 3 Cent/MB in Italien und 8 Cent/MB in Spanien mobil surfen…

    http://www.prepaid-global.de/prepaid-telefon.html

    Details und Infos auf Internet-Ausland

  2. Franz am März 17, 2011 um 4:00 pm

    Vielen Dank für den Hinweis! Ich habe mir erlaubt, den Link zu korrigieren, damit er auf die Telefonie-Prepaid-Karten dieses Anbieter verweist. Zum Thema Internet und Daten-SIMs schreibe ich in den nächsten Tagen noch einene separaten Beitrag.

  3. Uwe am März 17, 2011 um 7:31 pm

    Hallo Franz,
    auch wir haben mit dieser Karte gute Erfahrungen gemacht, wenn auch am letzten Tag in Fort Lauderdale keine Verbindung mehr zustande kam. Wieder daheim, fragte ich bei Cellion nach. Dort sagte man mir, ich hätte mich direkt an den US-Provider wenden können, der hätte das “geregelt”. Von einer automatischen Deaktivierung der Karte nach sieben Tagen ohne Benutzung habe ich nochts gehört. Man gibt bei der Online-Bestellung der Karte an, wann man in den USA ist und wann man das Land wieder verläßt. Einen Tag danach sollte dann die Karte deaktiviert werden, wurde mir gesagt.

  4. Franz am März 17, 2011 um 7:41 pm

    Hallo Uwe,

    das mit den 7 Tagen steht in den FAQ: http://www.cellion.de/callcompany/cms/cellion/index.php?page=4378&language=de – ist aber eine “kann”-Regelung, deshalb vermute ich mal, dass die es damit nicht so genau nehmen. Aber abgesehen davon benutze ich das Handy ja eigentlich auch öfter als nur alle 7 Tage mal, insofern ist es eh’ kein wirkliches Problem.

    Herzliche Grüße
    Franz

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