Hurricane Irene: 445 Passagiere auf Puerto Rico gestrandet

Mittwoch, 24. August 2011 von

Am Sonntag sind offenbar 145 Passagiere der Serenade of the Seas und (updated) 300 Passagiere der Carnival Victory auf Puerto Rico zurück geblieben. Wie erst jetzt bekannt wurde,  war die beiden Kreuzfahrtschiffe von Royal Caribbean und Carnival Cruise Lines wegen des herannahenden Hurricane Irene von ihrem Heimathafen San Juan auf Puerto Rico aus vorzeitig zu einer 7-Nächte-Karibikkreuzfahrt aufgebrochen. Statt 20:30 Uhr legte die Serenade of the Seas bereits drei Stunden früher ab, die Carnival Victory sogar 4 Stunden früher, nachdem der Schiffsverkehr für den Hafen bereits mittags eingeschränkt worden war und eine Hafenschließung kurz bevorstand. Am selben Abend fegte Irene dann über Puerto Rico hinweg.

Laut USAtoday-CruiseBlog begründet Royal-Caribbean-Sprecherin Cynthia Martinez das Zurücklassen der 145 Passagiere mit der Sorge um die Sicherheit der Passagiere und der Crew auf dem Schiff. Die Entscheidung sei von der hafenbehörde in San Juan getroffen worden, RCI habe keine Wahl gehabt. Und man habe auch keine Möglichkeit gesehen, die Passagiere rechtzeitig von dem vorverlegten Beginn der Kreuzfahrt zu informieren.

Lediglich 15 der 145 Passagiere, die auch die An- und Abreise zur Kreuzfahrt direkt bei Royal Caribbean gebucht hatten, haben dem Bericht zufolge von der Reederei für zwei Tage ein Hotelzimmer auf Puerto Rico und einen Weiterflug nach Aruba organisiert und bezahlt bekommen, wo sie das Schiff am Dienstag wieder erreichten und von dort aus die Kreuzfahrt verspätet beginnen konnten.

Die restlichen 130 Passagiere seien auf sich selbst gestellt gewesen, obwohl sie dem Anschein nach rechtzeitig zur ursprünglich geplanten Abfahrt des Schiffs in San Juan eingetroffen waren. Die RCI-Sprecherin erklärte dazu, dass man diesen Passagieren zwar bei der Suche nach einem Hotel geholfen habe, sie die Kosten des Hotels und ihrer Rückreise aber selbst tragen müssten. RCI beruft sich dabei laut CBS Miami auf höhere Gewalt – das vorzeitige Ablegen der Serenade of the Seas sei wetterbedingt unausweichlich gewesen.

(Update:) Carnival bot dagegen allen 300 gestrandeten Passagieren an, auf Kosten der Reederei in Hotels unterzubringen und dem Schiff nach Barbados hinterher zu fliegen, wie Cruisecritic.com berichtet. Rund 150 von ihnen nahmend as Angebot offenbar an und gingenam Mittwoch in Barbados an Bord.

Nach amerikanischem Recht ist offen, ob die zurück gebliebenen Passagiere, die ihre Anreise nicht über Royal Caribbean International gebucht hatten, ein Recht auf Rückerstattung des Kreuzfahrtpreises haben. Sie sind dabei wohl auf die Kulanz von Royal Caribbean angewiesen, soweit sie keine entsprechende Reiseversicherung besitzen, die auch Fälle höherer Gewalt absichert (was in den USA, anders als in Deutschland möglich ist). Passagiere, die in Deutschland eine Kreuzfahrt buchen, haben dagegen auch bei höherer Gewalt zumindest einen Anspruch auf Rückerstattung des Kreuzfahrtpreises vom Veranstalter selbst.

In einem ähnlichen Fall in Europa mussten Ende November 2010 wegen eines starken Sturms 138 Passagiere der AIDAbella auf der Kanaren-Insel La Palma zurückbleiben, nachdem das Schiff ebenfalls vorzeitig ablegte. Damals waren alle Passagiere auf Kosten von AIDA dem Schiff hinterhergeflogen.

cruisetricks.de Newsletter abonnieren
Xing-Logo Xing it!

5 Kommentare zu Hurricane Irene: 445 Passagiere auf Puerto Rico gestrandet

  1. Tien-Lun Yao am August 25, 2011 um 5:32 am

    Nun gem. cruisecritic.com waren es sogar 450, da ja auch die CARNIVAL VICTORY betroffen war, die bereits um 18.00 Uhr den Hafen verließ, statt um 22.00 Uhr. Nur deren Passagiere wurden auf Kosten von Carnival untergebracht und nach Barbados hinterhergeflogen. Sie wurden weitestgehend auch vorab informiert.

  2. Franz Neumeier am August 25, 2011 um 7:05 am

    Danke Tien! Der Cruisecritic-Beitrag erschien erst nach unserem, daher hatte ich die Info zur Carnival Victory noch nicht. Ich habe den Beitrag aktualisiert :-)

  3. undina am August 25, 2011 um 1:31 pm

    Tja,

    das ist der Nachteil, wenn man Flüge und Kreuzfahrt einzeln bucht. Ich weiss noch, als die Aschewolke letztes Jahr mehrere Tage den kompletten Flugverkehr lahmlegte, sind manche auch auf ihren Kosten für die Kreuzfahrt sitzen geblieben, da sich nicht alle Kreuzfahrtlinien kulant gezeigt haben. Normale Urlaubsreisen in die Karibik buche ich auch schon mal einzeln, Kreuzfahrten lieber als Paket (das Schiff wartet bekanntlich nicht).

  4. [...] für alle Passagiere der Serenade of the Seas, die vergangene Woche wegen des Hurrikans Irene auf San Juan zurück geblieben waren. Das bestätigte Royal Caribbean gegenüber Cruise Critic. Carnival Cruise Lines hatte [...]

4trips logo

Kreuzfahrt-Reiseführer

Oasis of the Seas Logo
Alles über die Oasis of the Seas und Allure of the Seas übersichtlich zusammengefasst.

Gewinnspiele

Kreuzfahrt gewinnen
statt buchen:

Unsere Liste aktueller Kreuzfahrt-Gewinnspiele

Wallpaper-Bilder