Kameras, Laptop, Handy: Meine technische Ausstattung auf Reisen

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Naturgemäß bin ich beruflich viel auf Reisen. Technik wie Laptop, Smartphone und Kameras sind dafür essenziell. Häufig werde ich gefragt, was für Ausrüstung ich verwende, wenn ich für cruisetricks.de oder im Auftrag von Zeitungen oder Zeitschriften unterwegs bin.

Ein Teil meiner Technik auf Reisen: Vorbereitet für alle Eventualitäten
Ein Teil meiner Technik auf Reisen: Vorbereitet für alle Eventualitäten

Meine komplette Ausrüstung ist ein Kompromiss aus Qualitätsanspruch, Volumen und Gewicht. Über die Jahre habe ich das immer weiter optimiert. Dennoch bin ich ständig auf der Suche nach noch leichteren Kameras und Geräten, die größere, ältere Geräte ersetzen können. Immerhin kämpfe ich inzwischen nur noch selten damit, dass mein Koffer notorisch die erlaubten 23 Kilogramm überschreitet.

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Natürlich hilft da auch ein ultra-leichter Koffer – mit meiner Investition in den Samsonite Firelite Spinner bin ich da sehr zufrieden. Aber mein gefüllter Handgepäck-Rucksack ist meist immer noch zu schwer.

Übrigens: Die meisten Links im Text sind Affiliate-Links zu Amazon.de (juristisch: Werbung), aber die beschriebene Ausstattung ist wirklich meine eigene, selbst bezahlte Technik und was ich darüber schreibe, ist meine Erfahrung und Überzeugung und hat nichts mit Werbung zu tun.

Kamera Nr. 1: Canon 70D

Canon 70D Spiegelreflex-Kamera
Canon 70D Spiegelreflex-Kamera

Für Fotos ist mir hohe Qualität wichtig, denn für Bilder in einer Zeitschrift wie „Bunte“ sind die Anforderungen hoch. Deshalb will ich auf eine Spiegelreflex-Kamera nicht verzichten. Die Canon 70D hat – zusammen mit den richtigen Objektiven – einen schnellen Autofokus und zuverlässige Bildstabilisierung. Wichtig für optimale Nachbearbeitung sind Bilddaten im RAW-Format. Und um unterwegs auch mal schnell ein Fotos bei Facebook oder Instagram zu posten, ist Datenübertragung aufs Smartphone via WLAN praktisch. Alles in allem liefert die Canon 70D eine sehr gute Qualität, ohne übermäßig teuer zu sein.

Tipp 1: Kameragurt von Matin

Elastischer Kameragurt mit viel Tragkomfort von Matin
Elastischer Kameragurt mit viel Tragkomfort von Matin

Ein Geheimtipp ist für mich der Neopren-Kameragurt von Matin. Zum einen ist er deutlich unauffälliger als die Hersteller-eigenen Gurte, die in großen Lettern „ich bin eine teure Canon 70D, klau‘ mich“ signalisieren. Zum anderen trägt sich die Kamera daran leichter, weil die Kamera durch das elastische Neopren viel leichter anfühlt und damit auch bei stundenlangen Spaziergängen keine Nackenschmerzen verursacht. Sehr zu empfehlen.

Tipp 2: ein anständiger Blasebalg

Bläst Staub vom Sensor und aus der Kamera
Bläst Staub vom Sensor und aus der Kamera

Die Klimaanlage auf Schiffen wälzt viel Luft um. Auf Objektivlinsen und dem Sensor der Kamera setzt sich da schnell störender Staub ab. Wirklich effizient ist da ein guter Blasebalg: Der Eyelead Airblower L kostet zwar doppelt so viel wie der – allerdings auch kaum zu gebrauchende – Blasebalg von Kaiser. Aber er bläst viel kräftiger und hat einen integrierten Staubfilter. Das Wichtigste aber: Der Luftauslass bewegt sich nicht zur Seite weg, wenn man den Blasebalg drückt. Dadurch kann man ohne Risiko viel näher an den Sensor heran und bekommt den Staub wirklich weg.

Wechselobjektive: Reisezoom und ein lichtstarkes Weitwinkel

Objektive trage ich in der Regel nur noch zwei mit mir herum: Ein 18-250mm-Reisezoom und ein lichtstarkes Weitwinkel-Zoom.

Für Landgänge habe ich ein leichtes Reisezoom-Objektiv von Sigma (Sigma DC 18-250mm 1:3.5-6.3, Macro HSM), das mir jeglichen Objektiv-Wechsel erspart und auch an Bord gut dazu taugt, mal ein entfernt vorbeifahrendes Kreuzfahrtschiff heran zu zoomen.

Fängt viel Licht ein: Weitwinkel-Zoom von Tamron
Fängt viel Licht ein: Weitwinkel-Zoom von Tamron

Für die Bilder im Schiffsinneren, wo es meist eng zugeht und relativ dunkel ist, kommt ein lichtstarkes Weitwinkel-Zoom von Tamron zum Einsatz (Tamron 17-50mm, 1:2.8, Di XR VC LD). Es verzeichnet wenig und macht damit bei der Nachbearbeitung der Weitwinkel-Aufnahmen wenig Arbeit. Das ist mein absolutes Lieblings-Objektiv.

Die lange "Tüte" für die Bilderjagd nach Tieren
Die lange „Tüte“ für die Bilderjagd nach Tieren

Nur noch selten habe ich das schnell fokussierende Tele-Zoom von Tamron dabei (Tamron 70-300mm, 1:4-5.6, Di LD). Das nehme ich vor allem auf Expeditionskreuzfahrten mit, wenn Tierbeobachtungen zu erwarten sind und Bären, Robben, Wale, Pinguine oder Eisbären aus größerer Entfernung heran gezoomt werden müssen. Das Objektiv ist ganz klar ein Kompromiss, denn wirklich gute (lichtstarke) Objektive für diesen Zweck kosten leider ein kleines Vermögen. Falls ein Objektiv-Hersteller oder Händler das liest: Ich bin auf der Suche nach Objektiv-Sponsoren …

Schutz-Filter

UV-Filter und Gegenlicht-Blende schützen mein Reise-Zoom
UV-Filter und Gegenlicht-Blende schützen mein Reise-Zoom

Über UV- oder Schutzfilter kann man endlos streiten – denn zusätzliches Glas birg natürlich das Risiko, die Bildqualität zu verschlechtern. Ich habe trotzdem auf allen Objektiven einen hochwertigen UV-Filter (HTMC-vergütet, z.B. von Hama), für einen einzigen Zweck: im meine teuren Objektiv-Linsen zu schützen. Auf Reisen bekommt man schonmal einen Rempler, stößt irgendwo an, bekommt ein paar Schlammspritzer ab. Ein Filter lässt sich leichter reinigen und ist billiger im Ersatz als ein neues Objektiv, wenn’s mal ganz hart kommt. Ein guter Objektivschutz ist auch die Gegenlichtblende (wenn man sie richtig herum montiert und nicht, wie die meisten, verkehrt herum aufschraubt).

Kamera Nr. 2: Panasonic Lumix DMC-FT5

Wasserdicht und robust: Lumix DMC-FT5
Wasserdicht und robust: Lumix DMC-FT5

Wenn die Spiegelreflexkamera zu sperrig oder schlicht nicht einsetzbar ist, dann kommt die kompakte Panasonic Lumix DMC-FT5 ins Spiel: auf Boots-Touren, zum Surfen und Schnorchel, im strömenden Regen oder in anderen Situationen, bei denen es mal etwas robuster zugeht. Die FT5 steckt harte Schläge weg und ist wasserdicht bis 13 Meter Tiefe. Die Bildqualität ist natürlich nicht perfekt, aber als Alternative zu „gar keine Kamera“ ist sie bestens geeignet.

Kamera Nr. 3: Smartphone One Plus 3

Mein Lieblings-Spielzeug: das geniale Smartphone One Plus 3
Mein Lieblings-Spielzeug: das geniale Smartphone One Plus 3

Seit ich das neue Smartphone One Plus 3 habe, fotografiere ich immer häufiger auch mit dem Smartphone. Das One Plus 3 hat eine exzellente Kamera und ist auch sonst ein Smartphone, das mich rundum überzeugt. Beim „Chip“-Test hat die Kamera gerade als einzige in der Bestenliste eine 100%-Wertung bekommen. Es klingt etwas verrückt, stimmt aber: Das Smartphone hat eine ähnliche Leistung wie das iPhone 7, kostet aber nur 400 Euro. Das One Plus 3 ist außerdem ein Dual-SIM-Gerät, kann also mit zwei SIM-Karten gleichzeitig betrieben werden, was vor allem im Ausland sehr nützlich ist.

Technik für 360-Grad-Panorama-Fotos

Kompakte 360-Grad-Kamera, aber in der Auflösung recht begrenzt
Theta S: kompakte 360-Grad-Kamera, aber in der Auflösung recht begrenzt

Wenn Panorama-Fotos in hoher Qualität gefragt sind, dann ist meine alte Kamera Canon 550D und ein Fisheye-Objektiv dabei (Sigma 10mm, 1:2.8, DC HMS). Als Panorama-Aufsatz fürs Stativ habe ich einiges durchprobiert, hatte aber immer ein großes Gewichtsproblem. Letztlich habe ich den recht leichten KISS Nodalpunkt-Adapter entdeckt, der vom Hersteller speziell für die eigene Objektiv-Kamera-Kombination angepasst wird und daher deutlich leichter ist als die flexiblen Adapter.

Wenn’s schnell gehen muss und die Qualität nicht erste Priorität hat, mache ich Panorama-Fotos mit der Panorama-Kamera Theta S von Ricoh, die sich mit zwei Apps bequem vom Smartphone aus steuern lässt. Sinnvoll ist der Einsatz auf einem Stativ, denn aus der Hand sind die Ergebnisse suboptimal.

Stative: Gorillapod, Manfrotto Pixi, Rollei C5i

Multitalent, stabil, kompakt, leicht: Rollei C5i
Multitalent, stabil, kompakt, leicht: Rollei C5i

Ich habe lange nach einem guten Kompromiss für ein Stativ gesucht, das stabil genug für eine Spiegelreflex-Kamera ist, zugleich aber klein und leicht genug für den Koffer und dabei bezahlbar bleibt. Das flexibel einsetzbare Rollei C5i ist für mich die Ideal-Lösung und ist fast immer dabei. Es lässt sich schnell auch zu einem Einbeinstativ umbauen und ist dank Drehmechanismus der Beine schnell auf- und abgebaut. Die mitgelieferte Tasche polstert das Stativ beim Transport im Koffer.

In der kleinen Fototasche habe ich oft das Gorillapod dabei, weil es sich nahezu überall befestigen lässt und selbst als Mikrofon-Stativ für Podcast-Interviews taugt. Allerdings ist es durch seine Flexibilität auch ein wenig wackelig.

Mini-Stative, klein und nützlich
Mini-Stative, klein und nützlich

Deshalb nutze ich immer öfter stattdessen das kleine, sehr stabile Tisch-Stativ Manfrotto MTPIXI-B PIXI. Je häufiger ich es benutze, desto besser gefällt mir diese Mini-Stativ.

SDHC-Speicherkarten

Schnelle Speicherkarten, gut verpackt
Schnelle Speicherkarten, gut verpackt

Bei Speicherkarten für meine Kameras investiere ich gerne ein paar Euro mehr in Qualität und Geschwindigkeit. Vor allem die Spiegelreflex-Kamera mit Bildern im RAW-Modus wird deutlich schneller, wenn der Chip die Daten schnell wegspeichert. Im Einsatz habe ich zurzeit vor allem Transcend 32 GB SDHC Class 10 600x.

Auch wichtig: Ich verwende relativ kleine SD-Karten, meist 32 GByte. Falls einmal eine Karte kaputt geht, sind dann wenigstens nicht allzu viele Bilder verloren. Außerdem sind die kleineren Karten günstiger. Alle Karten bewahre ich geschützt in einem stabilen Case (bewährt haben sich die Hard Cases von JJC) auf und lasse sie nie lose in der Fototasche herumfliegen.

Fototaschen: großer Rucksack und kleine Umhängetasche

Wenn alles mit muss, ist die Kata 3N1-35 PL gerade richtig
Wenn alles mit muss, ist die Kata 3N1-35 PL gerade richtig

Inzwischen ein wenig überdimensionier ist mein großer Foto-Rucksack Kata 3N1-35 PL (bei Manfrotto unter dem gleichen Namen erhältlich).Wenn ich nur einen statt zwei Bodys für die Spiegelreflex-Kamera mitnehme (also die große Panorama-Ausrüstung mit der zusätzlichen Canon 550D nicht dabei habe), würde es auch die kleinere 3N1-25 PL tun. Da passt die komplette Ausrüstung einschließlich Laptop rein, nur das Stativ muss in den Koffer.

Alternativ nutze ich deshalb immer noch meinen alten, schon etwas abgenutzten Lowe-Pro-Rucksack mit Laptop-Fach, den es leider nicht mehr zu kaufen gibt.

Unauffällig, aber praktisch für den Landgang
Unauffällig, aber praktisch für den Landgang

Zusätzlich habe ich immer eine kleine Umhänge-Tasche von Tamrac dabei (Tamrac Rally 4 Messenger). Mit Platz für die Spiegelreflex mit Objektiv, Sonnenbrille, Geldbörse, notfalls ein zusammengerollter Regenmantel und zwei Außen-Netze für Wasserflaschen ist das die ideale Tasche für Landausflüge. Wichtiges Entscheidungskriterium war für mich, dass sie durch ihr Design nicht auf Anhieb als Fototasche auffällt – vor allem in ärmeren Ländern und Städten mit hoher Straßenkriminalität und Taschendiebstahl ein Vorteil.

Mein Arbeitsgerät: Lenovo-Laptop Idea Pad U330 Touch

Ohne den Laptop bin ich unterwegs aufgeschmissen
Ohne den Laptop bin ich unterwegs aufgeschmissen

Obwohl schon ein paar Jahre alt, bin ich sehr zufrieden mit meinem Laptop: ein Ideapad U330 Touch von Lenovo. Das Gerät ist relativ leicht, optisch ansprechend, leistungsstark, mit langer Akku-Laufzeit, dank Metallgehäuse recht robust und trotzdem nicht übermäßig teuer. Nachgerüstet habe ich allerdings eine größere SSD-Festplatte, damit ich meine Fotos unterwegs am Laptop sichern kann. Außerdem ist eine SSD-Festplatte viel weniger anfällig bei Erschütterungen unterwegs.

Tipp: Neopren-Hülle fürs Laptop

Damit der Laptop sanft fällt, wenn er fällt
Damit der Laptop sanft fällt, wenn er fällt

Der schönste Laptop nützt nichts, wenn es nach zwei oder drei Reisen den Belastungen nicht mehr standhält und kaputt ist. Deshalb ist mein Lenovo immer in einer Neopren-Hülle –die polstert und dämpft außerdem starke Temperaturschwankungen. Crumpler-Hüllen sind etwas teurer, aber dafür stabil verarbeitet. Um die passende Größe fürs eigene Laptop zu finden, sollte man das Gerät genau abmessen und die Bewertungen der User bei Amazon lesen, um herauszufinden, welche Laptops mit welchen Abmessungen wirklich in die Hüllen passen. Denn nur wenn die Hülle halbwegs gut sitzt, schützt sie auch gut.

Für Interviews: Zoom H1

Tolles Aufnahmegerät für Interviews: Zoom H1
Tolles Aufnahmegerät für Interviews: Zoom H1

Für Audio-Aufnahmen unterwegs, also Interviews und für den Podcast, habe ich oft das Zoom H1 dabei. Es liefert sehr gute Audio-Qualität und ist federleicht.

Immer häufiger lasse ich allerdings das Aufnahme-Gerät gleich ganz zu Hause und nutze für spontane Interviews einfach mein Smartphone mit der App AndRecorder Premium.

Mein Ziel: noch weniger mitnehmen …

Je nach Reise habe ich durchaus das volle Programm der beschriebenen Ausrüstung dabei. Im Handgepäck sind außerdem natürlich Lade-Geräte, Ersatz-Akkus, Kindle Paperwhite und Kopfhörer – ich liebe wegen ihres satten Sounds und toller Bässe meine Bose Sound Sport in-ear und träume von den Quiet Comfort 20, die mir aber einfach zu teuer sind.

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Mein größtes Problem ist nach wie vor das Gewicht. Und das nicht nur, weil es Rückenschmerzen verursacht, die schwere Ausstattung mit mir herumzutragen. Sondern vor allem, weil mein Rucksack typischerweise das zulässige Gewicht für Flug-Handgepäck teils deutlich übersteigt. Bisher habe ich Glück gehabt. Aber ich fürchte mich vor dem Tag, an dem ich meinen Rucksack beim Check-in am Flughafen auf die Waage stellen muss und die Dame am Check-in langsam aber bestimmt den Kopf schüttelt …

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3 Kommentare zu Kameras, Laptop, Handy: Meine technische Ausstattung auf Reisen

  1. Matthias on Oktober 21, 2016 at 1:24 pm

    Danke für deine Übersicht. Die Android App für die Aufnahme von O-Tönen lasse ich mir von dir mal live vorführen. Für meine Videos bin ich da noch auf der Suche nach einer guten App.

  2. Franz Neumeier on Oktober 21, 2016 at 3:04 pm

    Gerne :-) Von der AndRecorder-App gibt’s übrigens auch eine „free“-Version mit etwas eingeschränkter Funktionalität, vielleicht reicht Dir die ja auch schon aus. Videos mache ich nur recht wenige und dann eher nicht mit dem Smartphone, insofern habe ich da leider keinen Tipp parat.

  3. Bernd Brümmer on Oktober 21, 2016 at 3:12 pm

    Sehr gute Info – danke lieber Franz

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