Koningsdam: gelungene Kombination aus Tradition und Innovation

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Die Koningsdam ist der erste Neubau für Holland America Line seit sechs Jahren. Cruisetricks.de war bei einer kurzen, aber intensiven Reise zur Taufe der Koningsdam dabei und hat sich Neuerungen, Besonderheiten und Veränderungen genau angesehen.

Koningsdam in Rotterdam mit Hotel New York, dem ehemaligen Hauptquartier der Holland America Line

Koningsdam in Rotterdam mit Hotel New York, dem ehemaligen Hauptquartier der Holland America Line

Ein wenig Termin-Flexibilität ist schon nötig, wenn die Königin der Niederlande Taufpatin eines Kreuzfahrtschiffs sein soll, das unter niederländischer Flagge fährt. Und so war die Koningsdam schon ein paar Wochen unterwegs, bevor Königin Maxima sie am 20. Mai 2016 in Rotterdam taufte. Das benachbarte Amsterdam ist der Basishafen des königlichen Schiffs für Nordeuropa-Reisen im Sommer, bevor die Koningsdam den Winter in der Karibik verbringt.

Was ist neu auf der Koningsdam?

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Zunächst einmal ist die Koningdam das größte Schiff der HAL-Flotte: Ihre Tonnage von BRZ 99.836 liegt rund 15 Prozent höher als bei der 2010 in Dienst gestellten Nieuw Amsterdam. Das Schiff sei mit 2.650 Passagieren, so betonte HAL-Präsident Orlando Ashford zur Taufe, allerdings dann auch das Limit nach oben – noch größere Schiffe würden nicht zu Holland America Line passen.

Seaview Pool mit Olivenbaum

Seaview Pool mit Olivenbaum

Das Großartige an den Neuerungen und Veränderungen auf der Koningsdam liegt ansonsten eher in Details. Wichtig für eine traditionsbewusste Reederei: Die vielen Stammkunden sollen sich trotz moderner Elemente und Veränderungen auf dem neuen Schiff zu Hause und wohl fühlen. Entsprechend dezent, aber dennoch markant sind Neuerungen wie beispielsweise der Music Walk auf Deck 2, das Grand Dutch Café, ein verändertes Konzept für das Culinary Arts Center, das helle Design des Hauptrestaurants und noch einiges mehr.

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Promenadendeck ist kein Highlight mehr

Promenadendeck

Promenadendeck der Koningsdam

Den einzigen echten Verlust, den es zu beklagen gibt, ist das Promenadendeck, das im Vergleich zu anderen HAL-Schiffen nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Denn eine der Stärken der HAL-Schiffe war immer die breite, offene Promenade, ruhig und mit Blick aufs Meer, mit gemütlichen Liegestühlen abseits des Pooldeck-Trubels. Auf der Koningdam ist das passé.

Zum Vergleich: Das Promenadendeck der Westerdam

Zum Vergleich: Das Promenadendeck der Westerdam

Die Promenade sieht nun aus wie auf den meisten anderen Kreuzfahrtschiffen auch: relativ schmal, ohne Liegestühle, die davor hängenden Rettungsboote versperren den Blick aufs Meer. Geschuldet ist das freilich einem Rettungskonzept, bei dem die Zeit zum Herablassen der Rettungsboote eingespart wird und die Boote sofort zum Einsteigen bereit sind.

Immerhin kann der Passagier am Promenadendeck noch rund ums Schiff laufen, wenn auch nicht ganz vorne an den Bug. Für Jogger gibt die Promenade immerhin eine ganz passable Laufbahn abseits des Pooldecks her, wo aber ebenfalls eine Joggingbahn rund um das Magrodome-Dach des Lido-Pools vorgesehen ist.

Aussichtslounge Crow’s Nest: gewohnt gemütlich

Crow's Nest

Crow’s Nest

Was bei anderen Reedereien immer mehr verschwindet oder Premium-Gästen mit hohem Status oder in Suiten vorbehalten bleibt, ist bei Holland America Line eine liebenswerte Institution: Das Crow’s Nest. Auf dem obersten Deck vorne, bei der Koningsdam also auf Deck 12, bietet diese Aussichtslounge gemütliche Sitzgruppen, Sofas und Liegesessel, aber auch eine Bar für den gediegenen Happy-Hour-Cocktail und vor allem das Explorations Café inklusive einer kleinen Bibliothek, Lesetisch, Internet-Terminals und Kartenspiel-Tischen.

Bildergalerie: Crow's Nest und Explorations Café

Ist die Ecke mit dem Explorations Café eher lebendig und ein schöner Ort für lockere Gespräche mit anderen Passagieren, geht es auf der anderen Seite schön ruhig zu. Hier ziehen sich Passagiere zum Lesen zurück oder genießen einfach die Aussicht nach vorne aufs Meer.

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