Auf Kreuzfahrt trotz Aschewolke und Flugverbot

Montag, 19. April 2010 von Franz Neumeier

Notgedrungen besonders elegant hat TUI Cruises offenbar das Aschewolke-Problem für viele Passagiere von Mein Schiff gelöst: Wer mit der Kreuzfahrtgesellschaft das Anreisepaket mitgebucht hatte, durfte am Samstag einfach für zwei weitere Tage kostenlos an Bord bleiben. Mein Schiff fuhr derweil nach Genua weiter, von wo aus 1.200 der Passagiere mit Bussen nach Deutschland zurück gebracht wurden. Noch angenehmer lösten rund 500 weitere Passagier das Problem: Sie blieben zu einem Sonderpreis für eine komplette weitere Kreuzfahrt an Bord.

Die Passagiere der für Samstag ab Palma de Mallorca geplanten Kreuzfahrt hatten die Wahl zwischen Umbuchung und Busanreise nach Genua plus 200 Euro Bordguthaben. Laut TUI Cruises haben sich mehr als zwei Drittel für die Bus-Variante entschieden und sind auf dem Weg nach Genua. Der nächste Turnover am Sonntag, 25. April, ist derzeit noch regulär für Palma de Mallorca geplant.

Auch AIDA wird zum Busunternehmen

AIDA Cruises bringt heute seit drei Tagen auf der Insel gestrandete Passagiere von Palma de Mallorca an Bord der AIDAbella nach Marseille, wo sie am 21. April per Bus nach Hause fahren. Der Turnover der AIDAvita heute in Barcelona fand planmäßig statt, die neuen Passagiere für eine 10tägige Mittelmeer-Kreuzfahrt kamen per Bus an, die Passagiere der vorausgegangenen Transatlantik-Kreuzfahrt der AIDAvita durften ebenfalls eine lange Busreise zurück nach Deutschland antreten.

Selbstbucher bleiben auf den Kosten sitzen

Weniger Glück haben freilich alle Kreuzfahrt-Passagieren, die nicht so elegant das europäische Festland erreichen können. Sie müssen lange Umwege in Kauf nehmen oder das Ende der Luftruamsperen in Hotels abwarten.

Wer die Anreise unabhängig von der Kreuzfahrt gebucht hat, bleibt in der Regel auf den Kosten sitzen. Und wer eine Kreuzfahrt beispielsweise in der Karibik erst gar nicht antreten kann und den Flug nicht mit der Kreuzfahrtgesellschaft, zahlt die regulären Stornokosten von meist 90% des Reisepreises.

Wer dagegen den Flug als Anreisepaket zusammen mit der Kreuzfahrt gebucht hat, bekommt in der Regel den kompletten Reisepreis zurück, wenn die Kreuzfahrtgesellschaft die Passagiere nicht auf anderem Weg zum Schiff bringen kann. In jeden Fall sollte man seine Kreuzfahrtgesellschaft oder das Reisebüro kontaktieren, um sich über die möglichen Optionen zu informieren.

Die wichtigsten Fragen zum Thema Flugausfälle und Kosten gibt’s übrigens bei Bild.de – empfehle ich sonst nur ungern, aber hier sind die Infos wirklich gut und übersichtlich zusammengestellt.

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Ein Kommentar zu Auf Kreuzfahrt trotz Aschewolke und Flugverbot

  1. [...] TUI Cruises und AIDA (wie berichtet) ändern laut USAtoday auch andere Kreuzfahrtgesellschaften ihre Fahrpläne, um [...]

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