Krim: MS Hamburg ändert die Fahrtroute (Update)

(aktualisiert - News vom 04.03.2014) von
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Die unsichere politische Lage auf der ukrainischen Halbinsel Krim hat zu einer ersten Routenänderung eines Kreuzfahrtschiffs geführt. Plantours Kreuzfahrten schickt die MS Hamburg Anfang April in den georgischen Hafen Batumi statt nach Jalta.

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Als erstes Schiff der Saison beginnt die MS Hamburg ihre Schwarzmeerreise am 4. April 2014 im türkischen Antalya. Nach einigen Stopps in der Türkei steht am 8. April mit Nessemar in Bulgarien der erste Hafen im Schwarzen Meer auf dem Programm. Es folgt ein Übernacht-Aufenthalt vom 9. April auf den 10. April im ukrainischen Odessa. Für den 11. April 2014 war ein Halt im ukrainischen Jalta auf der Halbinsel Krim geplant. Der Studienreise-Anbieter Studiosus, der mit einer Gruppe auf dieser Reise vertreten ist, meldet, dass in enger Absprache mit der Reederei Plantours Kreuzfahrten der geplante Aufenthalt in Jalta entfällt und als Alternative der Hafen der georgischen Stadt Batumi angelaufen wird. Der geplante Landgang in Odessa kann nach derzeitigem Stand stattfinden. Der nächste Hafen im Schwarzen Meer auf dem Programm der MS Hamburg ist die russische Olympiastadt Sotchi, die nach bisherigen Planungen am 12. April angelaufen werden soll. Danach geht es noch ins türkische Trabazon bevor die Reise in Istanbul endet.

Update 6.3.2014: Nach Auskunft des Geschäftsführers von Plantours Kreuzfahrten sei zwar mit Studiosus über eine Routenänderung gesprochen worden, eine endgültige Entscheidung, den Anlauf von Jalta am 11. April 2014 zu streichen sei jedoch noch nicht gefallen. Vielmehr würde die Situation in der Ukraine und auf der Krim zunächst weiter genau beobachtet.

Das Auswärtige Amt hat seine Aktuellen Hinweise zur Ukraine ergänzt und rät derzeit dringend von Reisen in die östlichen Landesteile ab. Eine offizielle Reisewarnung oder Teilreisewarnung gibt es jedoch noch nicht.

Das Branchen-Portal Seatrade Insider meldet, nach einer Risiko-Analyse von Wells Fargo könne die politische Lage in der Ukraine verschiedene Kreuzfahrt-Regionen beeinflussen. Neben dem Schwarzen Meer seien auch das östliche Mittelmeer und Fahrten im Ostsee-Bereich mit russischen Anlaufhäfen betroffen. Neben einem Rückgang an Buchungen sei auch ein Anstieg der Treibstoffpreise denkbar. Hauptbetroffene sei die Carnival Corp & plc, die 15 bis 16 % ihrer Kapazitäten im östlichen Mittelmeer und der Ostsee mit Schiffen von Costa und AIDA haben, gefolgt von MSC Kreuzfahrten. Royal Caribbean Cruises Ltd. hätten ca. 9 bis 10 %, Norwegian Cruise Lines ca. 5 % ihrer Kapazitäten in den betroffenen Regionen. Eine Aussage zu den Flusskreuzfahrten in Russland und der Ukraine wurde in der Analyse von Wells Fargo nicht getroffen. Betroffen wären hier Wolga, Don und Dnepr, aber auch einzelne Fahrten ins Donaudelta.

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