Manövrierunfähige Costa Allegra wird nach Mahé geschleppt

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Die nach einem Feuer im Maschinenraum manövrierunfähige Costa Allegra wird bis zur Seychellen-Hauptinsel Mahé geschleppt und soll dort am Donnerstagmorgen, 1. März, ankommen. Den ursprünglichen Plan, die Passagiere bereits einen Tag früher auf der Insel Desroches auszuschiffen, hat Costa inzwischen wieder aufgegeben. Laut einem aktuellen Statement der Reederei reichen die logistischen Gegebenheiten auf Desroches nicht aus, um die 636 Passagiere sicher zu versorgen und nach Hause zu bringen.

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Desroches verfügt offenbar weder über ausreichend Unterbringungsmöglichkeiten für die Passagiere noch ist ein sicheres Anlegen und Ausschiffen auf dem Atoll möglich, das etwa auf halbem Weg zwischen der Mahé und der Stelle nahe dem Alphonse Atoll liegt, an der das Feuer auf der Costa Allegra ausgebrochen war. Zudem würde der Transport der Passagiere mit Fähren nach Mahé ähnlich lange dauern wie das Schleppen des Schiffs dorthin mitsamt Passagieren. Der Flughafen auf dem Atoll ist zudem offenbar zu klein, um die Passagiere von dort auszufliegen.

Derzeit wird die Costa Allegra von dem französischen Fischtrawler Trevignon in Richtung Seychellen geschleppt, zwei Schlepper sollen bald zur Unterstützung eintreffen, sodass die Costa Allegra dann mit einer höheren Geschwindigkeit bis nach Mahé geschleppt werden kann. Währenddessen sollen Hubschrauber die Passagiere mit Lebensmitteln, aber beispielsweise auch Taschenlampen versorgen, um den Aufenthalt bei fast komplett ausgefallener Stromversorgung den Umständen entsprechend bequem zu machen.

Weil durch den Stromausfall an Bord auch die Klimaanlage nicht funktioniert, sollen die Passagiere die erste Nacht nach dem Brand wegen der hohen Temperaturen in den Innenräumen des Schiffs auf den offenen Aussendecks verbracht haben. Zwei weitere Nächte stehen den Passagieren und der Crew noch bevor.

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Währendddessen wird in zahlreichen Medien spekuliert, inwieweit dem Schiff eine Gefahr durch Piraten droht. Da das Schiff auf einer piratengefährdeten Route unterwegs war, sind ohnehin neun italienische Marine-Soldaten an Bord des Schiff, um bei etwaigen Angriffen zu helfen. Laut der italienischen Zeitung La Repubblica wurde auch das AIS-Satelliten-Signal der Costa Allegra abgeschaltet, um eine Ortung des Schiffs durch Piraten zu erschweren. Ein Angriff durch Piraten erscheint aber auch deshalb unwahrscheinlich, weil das Schiff sich derzeit nicht in unmittelbar gefährdetem Gebiet bewegt.

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