Maschinenraum-Brand auf der Carnival Triumph (upd.)

(aktualisiert - News vom 12.02.2013) von
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Carnival Triumph

Carnival Triumph

Nach einem Maschinenraum-Feuer auf der Carnival Triumph am Sonntag, 10. Februar, etwa 150 Meilen vor der mexikanischen Halbinsel Yucatan ist das Kreuzfahrtschiff der Carnival Cruise Lines im Golf von Mexiko  ohne eigenen Antrieb. Das automatische Löschsystem der Carnival Triumph habe das Feuer gelöscht, Menschen seien nicht zu Schaden gekommen.

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Update 19.2.: Ein Leck in einer Ölleitung im Maschinenraum hat laut US-Küstenwache das Feuer auf der Carnival Triumph ausgelöst. Austretendes Öl habe sich auf der heißen Oberfläche der Maschinen entzündet. Das automatische Löschsystem sei sofort angesprungen, die Crew habe sehr gute Arbeit geleistet, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Warum das Leck in der Ölleitung aufgetreten sei, werde derzeit ermittelt.

Update: 15.2.: Am späten Abend des 14.2. ist die Carnival Triumph im Hafen von Mobile in Alabama angekommen, noch im Laufe der Nacht können die Passagiere ausschiffen und ihren Heimweg antreten oder alternativ die Nacht kostenlos in Hotels in New Orleans verbringen. Den Bustransfer dorthin stellt Carnival bereit. Die Besatzung werden zunächst für einige Tage in Hotels untergebracht, dass Schiff geht in eine Werft in Mobil, um die genauen Brand-Schäden zu ermitteln. Carnival twitterte unter anderem: “Of course the bathrobes for the Carnival Triumph are complimentary” – die Passagiere dürfen die Bademäntel als Souvenir von diese Kreuzfahrt kostenlos mitnehmen …

Update 13.2.: Carnival sagt zwölf weitere Reisen der Carnival Triumph ab. Das Schiff ist damit bis Mitte April 2013 außer Dienst gestellt. Die gebuchten Passagiere erhalten zusätzlich zum Reisepreis auch Storno-Gebühren für die Anreise erstattet sowie Rabatte auf eine künftige Reisen.

Update 12.2.: Ursprünglich sollte das antriebslose Schiff in den nächstgelegenen mexikanischen Hafen, Progreso, geschleppt werden. Da die Carnival Triumph inzwischen aber bereits rund 90 Meilen abgetrieben ist, hat sich Carival Cruise Line dazu entschieden, das Kreuzfahrtschiff in das nun kaum weiter entfernte Mobile in Alabama zu schleppen, wo es am Donnerstag ankommen soll. Inzwischen funktionieren die Frischwasserversorgung und teilweise die Toiletten an Bord auf der Carnival Triumph wieder. Am Montag nachmittag war die von Tampa, Florida, kommende Carnival Legend bei der Carnival Triumph eingetroffen, um das Schiff erneut mit Lebensmitteln und Getränken zu versorgen. Außerdem übernahm die Carnival Legend einen Dialyse-Patienten, der auf der Triumph nicht mehr ausreichend versorgt werden konnte.

Das Feuer sei im hinteren Bereich des Maschinenraums ausgebrochen, berichtet John Heald von Carnival Cruise Line auf Facebook. In seinem Posting, das mit 19:30 Uhr Ortzeit datiert ist, spricht er davon, dass das Feuer zu diesem Zeitpunkt komplett gelöscht war. Genauere Angaben zum Hergang des Unfalls gibt es bislang nicht. Eine Grundversorgung an Strom ist über Notstromaggregate sichergestellt.

Die von Galveston in Texas aus fahrende Carnival Triumph soll nun für die nötigen Reparatur-Arbeiten mit Schleppern nach Mobile in Alabama in den mexikanischen Hafen Progreso gebracht werden, wo sie voraussichtlich am Donnerstag ankommen wird. Bis Sonntag Mitternacht war ein weiteres Schiff der Reederei, die Carnival Elation vor Ort, um die Passagiere des antriebslosen Kreuzfahrtschiffs mit zusätzlichem Essen und Getränken zu versorgen.

Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich den Meldungen zufolge 3.143 Passagiere und 1.086 Besatzungsmitglieder an Bord. Das Schiff befand sich auf einer 4-Nächte-Kreuzfahrt von Galveston aus, die am Donnerstag, 7. Februar, begonnen hatte. Bereits vor knapp zwei Wochen hatte die Carnival Triumph mit Antriebsproblemen zu kämpfen. Auch die Carnival Destiny und Carnival Splendor waren jüngst von Schwierigkeiten unterschiedlicher Art beim Schifsantrieb betroffen.

Die beiden folgenden Kreuzfahrten der Carnival Triumph am 11. und 16. Februar ab Galveston hat die Reederei abgesagt. Die Passagiere, die sich derzeit auf der Carnival Triumph befinden, sollen eine komplette Erstattung des Reisepreises sowie einen Gutschein für eine gleichwertige, zukünftige Kreuzfahrt erhalten. Die Passagiere der abgesagten nachfolgenden Reisen bekommen eine komplette Erstattung des Reisepreises und einen 25-Prozent-Discount für eine künftige 3- bis 5tägige Reise.

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3 Kommentare zu Maschinenraum-Brand auf der Carnival Triumph (upd.)

  1. michael verhoven on Februar 13, 2013 at 1:29 pm

    Der Opferanwalt John Arthur Eaves aus Jackson ist keinesfalls überrascht zu erfahren, dass das gleiche Kreuzschiff, das er vor beinahe einem Jahr im Hafen von Galvestone nach einer Anzeige wegen Unangemessenheit der Bestimmungen und der Vorgänge zur Sicherheit aller Kreuzschiffe von Carnival beschlagnahmen ließ, heute im Golf von Mexiko treibt .

    “Wie lange noch werden wir diese unhaltbare Situation zulassen müssen, und wie lange noch werden wir damit rechnen müssen, dass sich ähnliche Situationen wiederholen?” fragt der Anwalt John Arthur Eaves Jr. “Wieder einmal gefährdet Carnival die Sicherheit und das Leben der Passagiere und der Crew mit einer Unternehmenspolitik, die Profit vor Sicherheit setzt.”

    “Wir hatten die Beschlagnahme beantragt, um aufzuzeigen, dass die Unangemessenheit der Vorschriften und Vorgänge zur Sicherheit, die letztlich der Haverie vor der Insel Giglio zu Grunde lag, nicht nur für die Costa Concordia zutrifft sondern für alle Kreuzschiffe von Carnival gilt”, erklärt Eaves. “Es scheint Ironie des Schicksals zu sein, dass das vom gestern eingetretenen Brand betroffene Schiff, die Carnival Triumph, das gleiche ist, das wir seinerzeit zwecks Anzeige dieser unhaltbaren Situation beschlagnahmen ließen.”

    Eaves wirft Carnival vor, nach wie vor eine verantwortungslose Politik zu verfolgen, die Profit vor Sicherheit setzt und die Grundlagen der Sicherheitsvorkehrungen vorgibt, welche für die gesamte Kreuzfahrtindustrie der ganzen Welt gelten.”

    “Trotz eines Jahresgewinns in Milliardenhöhe setzt Carnival weiterhin darauf, Kosten einzusparen und auf Vorgänge zu verzichten, welche die Ausbildung der Besatzung und die Kontrollen seitens der Offiziere sowie die bauliche Planung der Schiffe und die Wartung ihrer technischen Ausstattungen betreffen und letztlich in einem Mangel an Sicherheit und in einer allgemeinen Gefährdung der Passagiere wie auch der Crew zum Ausdruck kommen,” bekräftigt Eaves. “Es handelt sich eine traurige Wahrheit. Wenn es einer Gesellschaft wie Carneval gelingt, sich aufgrund von unangemessenen Bestimmungen und veralteten Gesetzen der Verantwortung zu entziehen, so ist der nächste Schritt stets der, Sicherheitsmaßnahmen zu beschneiden, um dafür einen möglichst hohen Profit zu erzielen.”

    “Wir kämpfen entschieden gegen eine derart verantwortungslose und profitgierige Unternehmenspolitik, und die einzige Art, um diese Politik zu ändern, besteht darin, die Schlupflöcher im Netz der Gesetze und Sicherheitsbestimmungen zu schließen und die Verantwortlichen zu zwingen, verantwortlich zu handeln,” sagt John Arthur Eaves.

    Aus diesem Grunde setzt die Kanzlei Eaves ihre Anstrengungen, die sich darauf richten, die Regeln der Sicherheit der Kreuzschiffindustrie der ganzen Welt zu revidieren, weiter fort und richtet sich an alle Einrichtungen der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Industrie, die an Maßnahmen interessiert sind, welche angesetzt werden müssen, wenn Tragödien wie die Havarie der Costa Concordia in Zukunft vermieden werden sollen, eine Tragödie, die sich im Fall der Carnival Triumph um ein Haar wiederholt hätte.

  2. Frank Dietz on Februar 18, 2013 at 11:46 am

    Es ist schon wirklich erschreckend, das Carnival und deren Tochtergesellschaften in den letzten Wochen und Monaten nur durch solche Negativmeldungen von sich aufmerksam machen. Als Aktionär würde ich mich da nicht mehr so ganz wohl fühlen. Stellt sich nur die Frage ob es bei anderen Reedereien auch so ist oder man es nur nicht mitbekommt.

  3. Franz Neumeier on Februar 18, 2013 at 11:50 am

    @Frank Dietz: Größere Probleme lassen sich vor der Öffentlichkeit in der Regel nicht verbergen. Antriebsprobleme und auch hin und wieder ein (für sich genommenen harmloser, weil schnell gelöschter) Brand kommen gelegentlich vor, bei Carnival hat sich das in letzter Zeit allerdings tatsächlich gehäuft – ob dummer Zufall oder nicht lässt sich von außen allerdings nicht beurteilen …

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