Mein Schiff 5: Neuerungen und erste Impressionen

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Die Mein Schiff 5 ist auf den ersten Blick baugleich mit ihren Schwesterschiffen Mein Schiff 3 und Mein Schiff 4. Doch tatsächlich haben sich einige Bereiche an Bord deutlich verändert und auch viele, kleine Details fallen sofort ins Auge, wenn man mit dieser Schiffsklasse vertraut ist.

25-Meter-Pool der Mein Schiff 5

25-Meter-Pool der Mein Schiff 5

Bei der Übergabe der Mein Schiff 5 von Meyer Turku an TUI Cruises hatten wir Gelegenheit, einen ersten Blick auf das neue Schiff zu werfen. Dabei haben wir interaktive 360-Grad-Panoramafotos der am deutlichsten veränderten Bereiche der Mein Schiff 5 mitgebracht und eine Bildergalerie zum gesamten Schiff zusammengestellt. Letztere ist fast vollständig, lediglich in einigen Bereichen wie den Suite Deck, in Teilen der Pooldecks und der Außenalster Bar waren noch Werftarbeiter mit den letzten Arbeiten beschäftigt.

Bildergalerie: Mein Schiff 5

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Durchgängig fällt auf, dass ehemals eher intim und kleinteilig gestaltete Räume auf der Mein Schiff 5 offener sind und dadurch optisch großzügiger wirken – beispielsweise das Gosch Sylt im Buffet-Restaurant oder das Tag&Nacht-Bistro auf Deck 5.

360-Grad-Panorama-Bilder zu Veränderungen und den Kabinen der Mein Schiff 5:

(Vollbild-Modus lässt sich mit dem Button rechts unten aktivieren/deaktivieren. Die Vorschau-Bilder blenden mit dem Button links daneben ein/aus.)

Ein technischer Aspekt, der große Auswirkungen hat: Durch viele Detailverbesserungen ist die Mein Schiff 5 noch einmal energieeffizienter geworden als ihre beiden Schwestern und verbraucht daher laut Meyer-Werft vier Prozent weniger Energie als die Mein Schiff 3. Wie ihre beiden Schwestern ist die Mein Schiff 5 mit einem kombinierten Abgasreinigungssystem ausgestattet, das den Schwefeloxid um rund 99 Prozent und den Stickoxid-Ausstoß um rund 75 Prozent reduziert.

Bar mit Bildergalerie

Lumas Bar & Lounge

Lumas Bar & Lounge

An Stelle des „Meerleben“-Museums (Mein Schiff 3) beziehungsweise der Waterkant-Bar mit dem riesigen Schiffsmodell (Mein Schiff 4) hat die Mein Schiff 5 die Lumas-Galerie und Bar. Das ist eine – wie ich finde – sehr gelungene Kombination aus Kunstausstellung und gemütlicher Bar. Beides geht fließend ineinander über, macht einerseits die Bildergalerie lebendig und integriert andererseits die Kunst in den Barbereich.


Die Bar selbst ist in mehrere halboffene Nischen unterteilt, sodass die Sitzgruppen zwar eine gewisse Privatsphäre vermitteln, aber nicht abgekapselt wirken. Um Gegensatz zur hell-maritimen Waterkant-Bar der Mein Schiff 4 herrschen hier warme, dunkle Farbtöne vor.

Klanghaus heißt jetzt Studio

Studio (ehemals: Klanghaus)

Studio (ehemals: Klanghaus)

Ein Blick auf den Deckplan lässt befürchten, dass mit dem Klanghaus eines der innovativen Features dieser Schiffsklasse verschwunden ist – dem ist aber nicht so. Der Raum hat lediglich einen neuen Namen bekommen und heißt jetzt „Studio“. Die grandiose Konzertsaal-Technik ist geblieben.

Studio

Studio

Verändert hat sich sowohl das Design, als auch die Bestuhlung. Statt Theaterbestuhlung ist das Studio eher wie ein Bistro oder Café eingerichtet und soll, zusammen mit der Studio-Bar, tagsüber mehr Nutzungsmöglichkeiten auch abseits von klassischen Konzerten eröffnen und auch außerhalb der Zeiten mit Bühnen-Programm häufige genutzt werden. Für einen detaillierten Blick in das Studio, siehe Panorama-Bilder oben.

Japanisches Restaurant statt Café Lounge

Hanami by Tim Raue

Hanami by Tim Raue

Große Veränderungen gibt es auch in der großen Freiheit, unter der in Diamant-Form gestalteten Glasfront am Heck der Mein Schiff 5. Denn das japanische Restaurant Hanami ist hier her umgezogen und ersetzt die Café Lounge. Das Konzept des neuen Hanami hat der Zwei-Sterne-Koch Tim Raue mit entwickelt. Mindestens ein von ihm ausgebildeter Koch ist ständig an Bord und auch Tim Raue soll immer wieder mitfahren. Auch der Service ist hier auf die besonderen Anforderungen von Tim Raue abgestimmt.


Im Zentrum des Hanami unter dem Diamanten dominiert eine filigrane Skulptur aus rotem Papier, die an einen Kirchbaum erinnern soll. Und auch ein kleiner Zen-Garten gleich am Treppenabgang fehlt nicht. Für einen detaillierten Blick in den neu gestalteten Bereich unter dem Diamanten, siehe Panorama-Bilder oben.

Österreichische Schmankerl statt Richards Feines Essen

Schmankerl

Schmankerl

Das bisherige Edel-Restaurant „Richards Feines Essen“ hat TUI Cruises mit „Schmankerl – Entspannt genießen“ ersetzt, das mit „alpenländischen Tapas“ begeistern soll. Mit kleinen, überwiegend österreichischen Gerichten gibt es den ganzen Tag über auch zum Frühstück Kleinigkeiten für Zwischendurch bis hin zu ganzen Menüs zum Sattessen.

Schmankerl

Schmankerl

Statt nur abends soll das „Schmankerl“ auf der Mein Schiff 5 ganztags für eine lebendigere Atmosphäre in der „Großen Freiheit“ sorgen.

Die Auswahl reicht von der Brettljause (4,90 Euro) und dem Wurstsalat mit Essiggurke (3,60 Euro) über Käsespätzle (2,70 Euro), gebackenes Felchenfilet mit Remoulade (3,50 Euro) und Backhähnchen (4,10 Euro) bis zum Marillenknödel (3,20 Euro).

Attraktiveres Atrium und Rezeption

Café Lounge

Café Lounge

Ebenfalls lebendiger zu werden verspricht das Atrium und die Rezeption auf Deck 3. Die Thalia Leselounge als Bibliothek lädt zum Schmökern ein, der Cappuccino für eine gemütliche Lesestunde kommt von der Nespresso-Kaffee-Bar. Und wer will, kann sich hier auch alle aktuellen Nespresso-Maschinen genau ansehen – und kaufen. Geliefert werden die Maschinen übrigens dann direkt nach Hause.


Die Rezeption selbst ist in mehrere Inseln aufgelöst statt der bisherigen, langen Theke. Das hängende Kunstwerk in dem drei Decks hohen Atrium ist weniger raumfüllend als auf den anderen beiden Schiffen, weswegen das Atrium größer und luftiger wirkt.

Osteria, Tag & Nacht Bistro

Osteria

Osteria

Zwei Decks höher liegt das neue, italienische Restaurant „Osteria Pizza e Pasta“ an der bisherigen Stelle des Tag&Nacht-Bistro. Selbiges ist wiederum auf die gegenüberliegende Seite gewandert und mit skandinavischem Birken-Design optisch sehr offen und hell geworden. Dieser Platz ist frei geworden, weil das bisher hier angesiedelte Hanami auf der Mein Schiff 5 ins Heck unter den Diamanten in der Großen Freiheit gewandert ist.

Zweiter Pool unter freiem Himmel

Lagune-Pool

Lagune-Pool

Ein paar Dinge haben sich auch auf den Pool- und Sonnendecks getan. Die größte Veränderung: Aus dem überdachten Pool ist eine offene Lagune unter freiem Himmel geworden. Damit ist die Mein Schiff 5 tendenziell auf wärmere Fahrtgebiete festgelegt, in denen ein komplett verglaster Pool sich zu schnell aufheizt und die Passagiere ohnehin lieber im Freien baden und sich sonnen möchten. Im Winter 2016/17 fährt die Mein Schiff 5 tatsächlich durch die Karibik.

Bosporus Snackbar

Bosporus Snackbar

Am Rande des Lagune-Pools findet sich die neue Snackbar Bosporus, unter anderem mit Döner Kebab und original belgischen Pommes Frites.

Die (kostenpflichtigen) Entspannungsinseln sind seitlich neben den Schornstein gewandert und bieten jetzt – wie schon auf Mein Schiff 1 und 2 – einen Blick direkt aufs Meer statt zum Pooldeck.

Mein erster Eindruck von der Mein Schiff 5

Unverändert schön und lecker: das Atlantik Mediterran

Unverändert schön und lecker: das Atlantik Mediterran

TUI Cruises hat an vielen Details gearbeitet, aus kleinen Schwachpunkten beziehungsweise unerwartetem Passagier-Verhalten der ersten beiden Neubauten gelernt und an vielen Stellen optimiert und weiterentwickelt. Eines dieser Details als Beispiel, neben den bereits genannten: Um das große Pooldeck gibt es nun eine umlaufende LED-Lichtkette, die dem Pool bei Dunkelheit mit wechselnden Lichtfarben ganz unterschiedliche Stimmungen verleihen kann.

Bildergalerie: Mein Schiff 5

Die Mein Schiff 5 ist vom Design her offener gestaltet und bietet einige reizvolle Neuheiten wie das große Hanami, die Osteria, die Bosporus-Snackbar und das ganztags geöffnete Spezialitätenrestaurant „Schmankerl“ ebenso wie den zweiten Pool unter freiem Himmel.

Ausguck

Ausguck

Und nicht zu vergessen: Natürlich trifft man ganz hinten, oben am Ausguck wieder einen tierischen Mitreisenden. Auf der Mein Schiff 5 ist das ein blauer Hund, der sehnsüchtig in die Ferne blickt – so, wie das die meisten Passagiere an dieser Stelle ebenfalls tun.

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Anmerkung*: Cruisetricks.de reiste nach Turku zur Übergabe der Mein Schiff 5 auf Einladung von TUI Cruises.

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Ein Kommentar zu Mein Schiff 5: Neuerungen und erste Impressionen

  1. Peter Stilbach on Juni 24, 2016 at 3:27 pm

    Nach längerer Zeit melde ich mich mal wieder.
    Höchst interessant sind die vielen Berichte und Podcast über die “großen” Schiffe. Meine Richtung sind aber die “kleinen” Kreuzfahrer.
    Vor kurzem besichtigte ich die “ASTOR” in Kiel.
    Mein Pressebericht weiter unten.

    Für Freunde und Fans von Kapitän Klaus Mewes, ex “Berlin”-Kapitän (der Kleine von der Brücke), er hat wieder ein Schiff, leider kein Kreuzfahrtenschiff. Näheres kann man in Facebook unter “MS Berlin, Besucherbeiträge” lesen. Auf der “Berlin” war Mewes ausserordentlich beliebt. Ich habe Kontakt mit ihm.

    Wochenanfang spende ich wieder eine Summe für das beliebte Podcast.

    Die Schiffsbesichtigung der MS „ASTOR“

    Eine Schiffsbesichtigung kann auch für einen erfahrenen Kreuzfahrer sehr interessant sein.
    In Kiel besuchte ich die MS „ASTOR“, die 1987 dort gebaut wurde.
    Ich war erstaunt über die Gastfreundlichkeit und dem erstklassigen Service an Bord. Bei einer Bruttoraumzahl von 21000 und einer Länge von 176,5 m
    erlebt der Gast eine enorme Großzügigkeit.
    Maximal 578 Passagiere werden von 278 Besatzungsmitgliedern betreut.

    An Bord erlebt der Gast eine famuliere und herzliche Atmosphäre.
    Die öffentlichen Einrichtungen präsentieren sich in warmem, angenehmen Farben und sind modern/ maritim eingerichtet.

    Bei drei Stunden Aufenthalt an Bord konnte ich mich von der großen Vielseitigkeit des Bordlebens überzeugen. In der Astor- Lounge zeigte uns das Show-Ensemble einen breiten Querschnitt seines Programms in farbenfrohen Kostümen.
    Ausser der zuvorkommenden Besatzung möchte ich eine Person hervorheben, die diese besondere Qualität der „ASTOR“ prägt. Das ist Hoteldirektor Larry Jackson. Er ist ausserordenlich beliebt bei den Gästen und der Crew. Der sehr sympathische Südafrikaner wird gerne „Big Daddy“ genannt.

    Die „ASTOR“ mit ihrer Klassischen Schiffsform ist ein idealer Luxusliner für Gäste, die eine besondere persönliche Note bevorzugen.

    Peter Stilbach, Wriedel

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