Mit der Voyager of the Seas von Venedig in die Adria

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Voyager of the Seas im Hafen von Ravenna
Voyager of the Seas im Hafen von Ravenna

Für unsere Kreuzfahrt auf der Voyager of the Seas von Venedig aus durch die Adria gab es gleich fünf Gründe: Die Voyager Class war tatsächlich die einzige Schiffsklasse von Royal Caribbean, die wir noch nicht kannten. Der Abfahrtshafen Venedig allein ist schon ein Reise wert und die Voyager of the Seas verbrachte am Ende der Route einen kompletten Tag in der Lagungnenstadt. Aber auch die anderen Hafenstopps sind reizvoll: In Ravenna waren wir zuletzt in unserer Kindheit und Dubrovnik versprach Anfang Sptember etwas weniger überlaufen zu sein als im Sommer. Außerdem passte die Kreuzfahrt perfekt in die bayerischen Schulferien; und die Reise war zu dieser Jahreszeit schon verhältnismäßig günstig.

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Schiff: Voyager of the Seas
Reederei: Royal Caribbean International
Datum: 3. bis 10. September 2011
Kabine: Balkonkabine E1, 7592, Deck 7
Route: Adriaküste (Venedig/Italien – Koper/Slovenien – Ravenna/Italien – Bari/Italien – Dubrovik/Kroatien – Seetag – Venedig/Italien – Venedig/Italien)

Wer Liberty of the Seas, Freedom of the Seas oder Independence of the Seas kennt, wird erstaunt sein über die vielen Ähnlichkeiten mit der Voyager of the Seas. Fast wirkt das Schiff wie eine leicht verkleinerte Variante der Freedom-Class-Schiffe. Vor allem auf der Royal Promenade ist die Ähnlichkeit auffällig – und durchaus positiv, denn die Royal Promenade ist auf den Schiffen der Voyager- wie der Freedom-Klasse sehr gelungen.

Eine interessante Eigenheit der Voyager of the Seas ist die Inline-Skating-Bahn auf Deck 14. Keine andere Schiffsklasse hat eine solche Bahn an Bord und das Skaten an Bord eines Kreuzfahrtschiffe hat durchaus seinene Reiz; vorausgesetzt es regnet nicht, denn dann ist die Bahn sehr glatt und viele Stunden lang unbenutzbar. Auf der Freedom Class ist an Stelle der Inlineskating-Bahn der Flowrider eingeführt worden, der auf der kleineren Voyager Class keinen Platz gehabt hätte.

Auch für Kinder gibt es auf der Voyager of the Seas eine Besonderheit, den Adventure Beach. Am Heck des Schiffs auf Deck 12, gleich im Anschluß an die Innenräume der Kinderbetreuungsbereiche „Adenture Ocean“ liegt der Adventure Beach. Das ist ein Piratenschiff, ein Plantschbecken und eine kleine Wasserrutsche, zu deren Einstieg ein Deck höher in Form eines rot-weißen Leuchtturms mitten in der Inlineskating-Bahn von unten eine Wendeltreppe hinaufführt. Adventure Beach ist also vor allem etwas für die kleineren Kinder und hat im Vergleich zu vielen Kinder-Pools auf Kreuzfahrtschiffen den Vorteil, dass er komplett abgetrennt vom großen Hauptpool des Schiffs liegt und sich die kleineren Kinder daher so richtig austoben können, ohne zu stören.

Bildergalerie: Voyager of the Seas

Ein absolutes Highlight (und eine Seltenheit für ein Schiff dieser Größe) ist auf der Voyager of the Seas aber sowohl das rund um das Schiff führende und auch für Passagiere zugängliche Promenadendeck (Deck 4) und die Möglichkeit, auf Deck 5 ganz nach vorne auf den Hubschrauberlandeplatz zum Bug des Schiffs zu gehen. Gerade für Hafeneinfahrten wie Venedig bietet sich hier ein fantastischer Blick nach vorne und für leicht kitschig-romantisch veranlagte Passagiere lässt sich hier mit ausgebreiteten Armen die berühmte Szene aus dem Titanic-Film mit Kate Winslet nachstellen.

Frei zugänglich: Der Hubschrauberlandeplatz am Bug der Voyager of the Seas
Frei zugänglich: Der Hubschrauber-Landeplatz am Bug der Voyager of the Seas

Auch für jemanden wie mich, der mit Spielkasinos an Bord von Kreuzfahrtschiffen gar nichts anfangen kann, lohnt sich auf der Voyager of the Seas ein Blick ins Casino. Das opulente Design macht Eindruck und besonders der Bereich der Poker- und Roulette-Tische wirkt sehr mondän und verschwenderisch. Insgesamt finden sich im Casino viele liebevolle Details im Design, die man nicht verpassen sollte.

Wenn es auch nur eine Kleinigkeit und absolut nicht entscheidend ist – eines sollte Royal Caribbean langsam in den Griff bekommen, angesichts der immer mehr nicht englischsprachigen Passagiere: Die einigermaßen korrekte Übersetzung von Standard-Dokumenten an Bord. Obwohl die teils recht schrägen Übersetzungen ins Deutsche durchaus auch ihren Unterhaltungswert haben ;-). Das schönste Beispiel von der Voyager of the Seas ist ein kleines Info-Kärtchen auf der Kabine. Um Energie für unnötig produzierte Eiswürfel zu sparen, gibt’s Würfeleis in der Kabine nur noch auf Nachfrage. Und das wird so erklärt: „Falls Sie Eis brauchen, kontaktieren Sie bitte Ihren Kabinen Stewart indem Sie Die Knopf Geschwindigkeit auf den ihre Telefon wählen.“ Wirklich versteht man das allerdings erst, wenn man das englischsprachige Original liest: „If you require ice, kindly contact your Stateroom Attendant by dialing the speed dial button on your phone.”

Unser Fazit: Schiff und Fahrtroute passen sehr gut zusammen, die Kreuzfahrt war in sich rund und sehr angenehm. Leider fährt die Voyager of the Seas diese Route 2012 nicht mehr und geht stattdessen nach Asien. Von Venedig aus fahren 2012 statt dessen die Grandeur of the Seas und die (dann frisch renovierte) Splendor of the Seas – allerdings mit anderem Routenplan, insbesondere auch mit Hafenstopps in Griechenland. Im Winter 2011/2012 fährt die Voyager of the Seas übrigens ab New Orleans. Erstmals seit 2007 kehrt Royal Caribbean wieder nach New Orleans zurück, damals fuhr von dort die Grandeur of the Seas.

Weitere Teile der Serie " Mit der Voyager of the Seas von Venedig in die Adria ":

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Ein Kommentar zu Mit der Voyager of the Seas von Venedig in die Adria

  1. Caro on November 2, 2011 at 2:04 pm

    Wow, eine Inline-Skating-Bahn auf einem Kreuzfahrtschiff. Glücklicherweise ist heutzutage nichts mehr unmöglich :)Bei einem anderen Kreuzfahrtschiff kann man Golf auf Deck spielen.
    Venedig und auch Venedigs Hafen ist einfach superschön. Von dort aus lohnt es sich absolut in die See zu stechen.

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