MSC erhöht Service-Entgelt Ende 2014 teils deutlich

(aktualisiert - News vom 23.01.2014) von
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Service-Entgelt-Tabelle von MSC

neue Service-Entgelt-Tabelle von MSC

MSC Kreuzfahrten erhöht das „Service-Entgelt“ genannte, verbindliche Trinkgeld an Bord seiner Schiffe für die Winter-Saison 2014/15 teils drastisch. Erwachsene zahlen teils bis zu 41,7 Prozent mehr als bisher, für Kinder ist die Erhöhung je nach Alter und Fahrtgebiet sogar noch deutlich höher.

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Anders als die meisten Reedereien hat MSC eine relativ komplizierte Struktur für die Höhe des obligatorischen Service-Entgelts, das zusätzlich zum Reisepreis direkt an Bord abgerechnet wird oder wahlweise voraus gezahlt werden muss. Je nach Fahrgebiet und Reisedauer unterscheiden sich die Beträge teils deutlich – was sich auch daraus erklärt, dass MSC beispielsweise auch viele Reisen an Südamerikaner oder Südafrikaner verkauft, wo andere Sitten beim Thema Trinkgeld herrschen.

Die Tabellen mit den neuen Sätzen für das Service-Entgelt ab der Winter-Saison 2014/15 sind nun bei MSC einsehbar und haben einige deutliche Änderungen nicht nur bei den Beträgen, sondern auch bei der Alters-Staffelung bei Kindern und jungen Erwachsenen erfahren, die zu teils erheblichen Erhöhungen führen.

Deutlich höheres Service-Entgelt für Erwachsene

Für Erwachsene erhöht sich das Service Entgelt bei Kreuzfahrten in Europa, Australien, den Kanaren, Vereinigten Arabischen Emiraten und von den Antillen um 21,4 Prozent, auf längeren Reisen sogar um 41,7 Prozent.

Für eine 7-Nächte-Kreuzfahrt beispielsweise im Mittelmeer fällt dann ab der Winter-Saison 2014/15 ein Service-Entgelt pro Erwachsenen von 59,50 Euro im Vergleich zu 49 Euro bisher an.

Kleine Kinder zahlen oft erstmals, ältere Kinder zahlen drastisch mehr

Besonders hart trifft es Familien mit Kindern bei Kreuzfahrten in Europa, zu den Kanaren, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und den Antillen (MSC Musica): Waren Kinder bis 13 Jahren bislang vom Serviceentgelt komplett befreit, zahlen sie jetzt bereits ab 3 Jahren einen reduzierten Satz von 4,25 Euro pro Tag. Kinder ab 14 Jahren fallen sogar unter den vollen Erwachsenensatz, was faktisch eine Erhöhung um 143 bis 183 Prozent, also im teuersten Fall fast eine Verdreifachung bedeutet.

Ein 14jähriges Kind zahlt nach den neuen Sätzen ab Winter 2014/15 beispielsweise auf einer 7-Nächte-Mittelmeer-Kreuzfahrt dann 59,50 Euro statt bisher 24,50 Euro.

Unverändert: Karibik mit der MSC Divina und Südafrika

Lediglich die Service-Entgelte bei Kreuzfahrten mit Basishafen in Südafrika bleiben  mit 2,50 Euro für 3- bis 17jährige und 5 Euro für Erwachsene gleich. Die Reisen mit europäischem Abfahrtshafen nach Südafrika werden aber künftig nach dem deutlich höheren Satz für Europa-Abfahrten berechnet.

Und auch die Beträge für Karibik-Reisen der MS Divina ab Miami und bleiben unverändert, letztere sind aber auch bisherschon auf dem höchsten Stand aller Fahrgebiete bei MSC.

Übersicht der Änderungen beim Service-Entgelt von MSC

Der einfacheren Vergleichbarkeit halber haben wir für die Tabelle die Euro-Werte bei Vorauszahlung aufgelistet und die Altergruppen bei Kindern entsprechend vergleichbar aufgeschlüsselt. Die ausführliche Tabelle bei MSC enthält zusätzlich die Dollar-Beträge für Reisen, auf denen Dollar als Bordwährung gelten. Alle Angaben ohne Gewähr.

Europa, Antillen,
Kanaren, Emirate
(bis 8 Nächte)
alt (Euro) neu (Euro)
bis 2 Jahre 0 0
3-13 Jahre 0 4,25
14-17 Jahre 3,50 8,50
ab 18 Jahre 7,00 8,50
Europa, Kanaren
(ab 9 Nächte)
und Antillen,
Emirate (Grand Voyages)
alt (Euro) neu (Euro)
bis 2 Jahre 0 0
3-13 Jahre 0 4,25
14-17 Jahre 3,00 8,50
ab 18 6,00 8,50
Südafrika (inkl.
Grand Voyages
ab Südafrika)
unverändert (Euro)
bis 2 Jahre 0
3-17 Jahre 2,50
ab 18 Jahre 5,00
nach Südafrika
(Grand Voyages)
alt (Euro) neu (Euro)
bis 2 Jahre 0 0
3-13 Jahre 3,00 4,25
14-17 Jahre 3,00 4,25
ab 18 Jahre 6,00 8,50
Südamerika alt (Euro) neu (Euro)
bis 2 Jahre 0 0
3-11 Jahre 4,00 5,00
12-17 Jahre 4,00 9,00
ab 18 Jahre 8,00 9,00
ab Südamerika
(Grand Voyages)
alt (Euro) neu (Euro)
bis 2 Jahre 0 0
3-11 Jahre 4,00 5,00
12-17 Jahre 4,00 9,00
ab 18 Jahre 8,00 9,00
nach Südamerika
(Grand Voyages)
alt (Euro) neu (Euro)
bis 2 Jahre 0 0
3-13 Jahre 0 4,25
14-17 Jahre 3,00 8,50
ab 18 Jahre 6,00 8,50
Karibik unverändert (Euro)
bis 2 Jahre 0
3-17 Jahre 5,00
ab 18 Jahre 10,00
nach Karibik
(Grand Voyages)
alt (Euro) neu (Euro)
bis 2 Jahre 0 0
3-13 Jahre 0 4,25
14-17 Jahre 3,00 8,50
ab 18 Jahre 6,00 8,50

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10 Kommentare zu MSC erhöht Service-Entgelt Ende 2014 teils deutlich

  1. Erich Dietmüller on Januar 23, 2014 at 6:01 pm

    Es ist unverständlich was MSC mit der Trinkgeldpauschalenerhöhung macht. Da das Service ohnehin schon sehr schlecht ist, muss man nun noch mehr dafür zahlen? Die EU sollte endlich diese Pauschale abschaffen. Entweder ist es im Preis inbegriffen oder es gibt sie gar nicht. Denn immer Lockpreise machen um mit der Konkurrenz mithalten zu können ist für den Passagier kein Thema.

  2. Horst Linder on Januar 24, 2014 at 2:19 pm

    Tja – das bestärkt mich darin auch weiterhin nicht mit MSC zu reisen – es gibt schliesslich genug andere Anbieter !

  3. Olaf on Januar 28, 2014 at 2:11 am

    Das Service wird schlechter – die servicepauschale wird höher. Wie soll man das verstehen? Somit wird meine bevorstehende msc Reise im April 2014 die letzte sein. Keine touristische Branche hält seine Gäste für so dumm, wie die kreuzfahrtbranche.

  4. Volker Kaczmarek on August 12, 2014 at 5:07 pm

    Oft wird in Deutschland vergessen, dass alles seinen Preis hat und was ein angemessener Preis ist, ist offenbar einem Großteil seiner Einwohner gar nicht mehr zu vermitteln. Ich bin schon lange der Ansicht, dass der Geiz in Deutschland erfunden wurde. 9 EUR pro Tag sind längst internationaler Standard und ja – den dauermallochenden Menschen hinter den Kulissen, die daheim Großfamilien mit ihrem Einkommen durchbringen, sei das Geld von Herzen gegönnt.

    Wer sich über eine Service-Pauschale über Kinder echauffiert, die bei MSC bis zum Alter von 17 Jahren KOSTENLOS mitfahren dürfen, hat nach meiner Ansicht den Blick für Maß und Preiswürdigkeit komplett verloren. Nun, was müssen wir uns wundern, wenn in diesem satten und selbstverliebten Land ein Aufschrei des Entsetzens durch den Blätterwald rauscht, sobald der Preis für einen Liter Milch die wahrlich horrende 70-Cent-Marke durchbricht?

  5. Erich Dietmüller on August 12, 2014 at 8:21 pm

    Werter Herr Kaczmarek! Ich nehme an dass sie da zwei Dinge verwechseln. Zum ersten die Trinkgeldverpflichtung und zweitens “die Leute die dauermalochen” um €9.- pro Tag. Es geht doch gar nicht um 9 Euro oder sonst einen Betrag, sondern es geht einzig und alleine darum dass die Passagiere mehr oder weniger gezwungen werden ein Trinkgeld abzugeben. Wie sie sagen “dauermalocheen”. Glauben sie dass Personen welche in der Gastgewerbe – Saison arbeiten , es leichter haben? Ich habe im Jänner meinen Beitrag gepostet, um auf das Dilemma hinzuweisen : entweder oder. Übrigens hat der oberste Gerichtshof in einem Urteil genau das gesagt was ich angeschnitten habe. Nämlich, dass das Trinkgeld im Reisepreise beinhaltet sein muss.Nochmals: Es geht weder um die Höhe des Trinkgeldes oder wie immer man es nennen will, sondern ganz einfach um eine Klarheit im Preis zu sehen.Denn wenn ich zufrieden war mit dem Service und den Leistungen gebe ich von mir aus ein Trinkgeld das wahrscheinlich höher ist als die €9.-. Ich möchte nochmals anführen dass ich selbst viele Jahre im Service auf Kreuzfahrtschiffen gearbeitet habe. Da gab es noch keine “Trinkgeldvorschrift”, aber wir alle waren seht zufrieden mit dem Trinkgeld was wir vom Passagier persönlich bekommen haben. Heute sieht es eher für mich aus als ob jemand schon in die Kuverts reingeguckt hat. Vielleicht haben sich die Zeiten stark geändert, aber ich habe immer noch guten Kontakt zu Leuten die aktiv sind. 90% von diesen Leuten sagten dass das Trinkgeld weniger geworden ist als zu unserer Zeit.Wenn ich heute genau so gut arbeite wie es damals von uns verlangt wurde, dann macht man auch heute noch sein gutes Geld.
    Außerdem würde ich nach einer Fahrt mit MSC nie wieder auf ein MSC Schiff gehen und eine Kreuzfahrt machen. Denn die Preise welche hier veröffentlicht sind, sind ja auf eine bestimmte Kategorie von Passagieren gezielt , zu denen ich mich nicht zähle.

  6. Franz Neumeier on August 12, 2014 at 8:40 pm

    Ich beschäftige mich ja regelmäßig mit dem Thema und unterhalte mich häufig mit Crew und Managern zum Thema Trinkgeld. Den Eindruck, den ich daraus gewonnen habe ist folgender:

    Zum Einen hat sich das Publikum auf Kreuzfahrten verändert – ich denke, das muss ich nicht weiter ausführen, hängt mit niedrigeren Preisen, Demokratisierung des Reisens insgesamt etc. zusammen. Zum Anderen ist das Publikum eben auch sehr viel internationaler geworden und viele Passagiere stammen heute aus Ländern, in denen Trinkgeld nicht oder nur sehr eingeschränkt üblich ist (insbes. Skandinavien, Asien, aber eben auch Deutschland wo man eben von 12,50 Euro aus 13 Euro aufrundet, aber nicht 20% und mehr gibt wie in den USA).

    Da die Reedereien Trinkgelder/Serviceentgelte wegen internationalem Konkurrenzdruck (und eben ungleichen Anteilen an US- und nicht US-Publikum, je nach Reederei) schwer oder gar nicht in den Reisepreis einrechnen können, ohne im Preiswettbewerb einfach unterzugehen, ist man überwiegend dazu übergegangen, “Trinkgelder” mehr oder weniger verpflichtend zu machen – eben weil die Passagiere in größerem Umfang eben nicht mehr so viel Trinkgeld geben würden, wie es für die Crew nötig wäre.

    Ich will das nicht verteidigen oder rechtfertigen, sondern einfach nur feststellen.

    Schön wäre in der Tat, wenn sich alle Reedereien einfach darauf einigen würden, einheitlich die Crew gleich deutlich höher zu bezahlen und dadurch Trinkgeld wieder zu dem zu machen, was es einmal war: Lohn für außergewöhnlich gute Leistung. Also absolut freiwillig und ohne den moralischen Druck “wenn ich nichts gebe, verhungern die Angehörigen meines Kellners”. Stattdessen sollte es so sein, dass ich sage “weil mein Kellner zu klasse war, gebe ich ihm ein echtes Trinkgeld, damit er seinen Kindern zu Hause für Weihnachten noch ein extra großes, zusätzliches Geschenk kaufen kann.”

    Was mich an der Trinkgeld-Diskussion sehr stört ist das oft vorgebrachte Argument: “Ich will aber selbst bestimmen, wer Trinkgeld kriegt.” Das ist für sich genommen honorig und eigentlich nachvollziehbar. Übersieht aber eben, dass die Struktur bei den Reedereien faktisch eine andere ist. Wenn ich mich so verhalte, leiden Unschuldige darunter – nämlich diejenigen, die im Reederei-Veteilerschlüssel einen Anteil am Trinkgeld kriegen würden, denen ich aber nichts persönlich gegeben habe.

    Also gibt’s nur zwei Möglichkeiten: Sich vehement bei den Reedereien dafür stark machen, dass sie endlich an der verfahrenen Trinkgeld-Politik etwas ändern. Und/oder nicht bei Reedereien buchen, die eine Trinkgeldpolitik haben, die nicht zu meinen Vorstellungen passt (was freilich die Möglichkeiten, eine Kreuzfahrt zu machen, ziemlich einschränkt … ;-)

  7. Klaus on Oktober 30, 2014 at 9:44 pm

    Hallo zusammen.
    Was arbeitet ihr eigentlich in eurem Beruf? Bekommt ihr dort auch immer Trinkgeld? Ich definitiv nicht. Meine Frau auch nicht. Wir bekommen unseren Lohn. Ist doch alles normal. Oder?

  8. Michael on Dezember 11, 2015 at 6:56 pm

    Hallo Herr Neumeir,

    ist es bei MSC Orchestra, auch möglich die Trinkgeldpauschale vom Bordkonto ausbuchen zu lassen und wann macht man das, am ersten oder letzten Tag, oder jeder Zeit?
    Gruß Michael

  9. Franz Neumeier on Dezember 11, 2015 at 7:41 pm

    @Michael: Das Trinkgeld wird automatisch dem Bordkonto belastet (ich glaube jeden Tag einzeln); wenn man man der Höhe des Trinkgelds etwas ändern lassen will, muss man an der Rezeption vorsprechen.

  10. Michael on Dezember 11, 2015 at 7:54 pm

    … hier mal ein Rechenbeispiel: 4.000 Passaschiere X 10 EUR Trinkgeld = 40.000 EUR geteilt durch 800 man Besatzung = 50 EUR am Tag X 30 Tage = 1.500,- EUR im Monat, geht man davon aus, dass der unterste Arbeiter noch einen Lohn von 1.000 EUR erhält, sind das 2.500,- EUR im Monat. Ein großer Teil der Besatzung ist nicht Tringeld berechtigt, alle Offiziere, Matrosen usw, der größte Teil kommt aus Ländern, wo 800,- EUR Monatslohn sehr viel Geld sind. Ich erhalte 1.000 EUR weniger im Monat.
    Ich glaube nicht das, daß Trinkgeld zu 100% an das Personal ausgezahlt wird, nicht umsonst sind die Reedereien Billiarden schwer.
    Die sollen ihre Leute vernünftig bezahlen und einen klaren Reiseendpreis angeben.

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