Neue Carnival-Marke: Kreuzfahrten für sozial Engagierte

(aktualisiert - News vom 05.06.2015) von
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Adonia: Von April 2016 an für "fathom" im Einsatz
Adonia: Von April 2016 an für „fathom“ im Einsatz

Carnival Corp. startet eine neue Kreuzfahrt-Marke mit dem Namen „fathom“. Von April 2016 an bietet der Kreuzfahrt-Konzern damit erstmals Seereisen an, die soziale Verantwortung als Hauptinhalt haben sollen. Als erstes Ziel dieser neuen Art des Kreuzfahrens dient die Dominikanische Republik.

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Von Miami aus wird die Adonia, ein 710-Passagiere-Kreuzfahtschiff, das derzeit für P&O Cruises fährt, mit Reisen in die Dominikanische Republik in die Region um Puerto Plata beginnen. Fathom wird eine eigenständige Kreuzfahrtmarke innerhalb des Carnival-Konzerns, gleichwertig zu den bisher bereits neun Marken von Carnival.

Ziel sei es, so Carnival, eine langfristige, systematische Partnerschaft zu Ländern und Destinationen aufzubauen, die von dieser Art des Kreuzfahrens wirtschaftlich, sozial und ökologisch profitieren sollen. Die Passagiere dieser Kreuzfahrten sollen die Möglichkeit haben, mit ihrem Engagement während der Reise Gutes zu tun und die Welt ein Stück besser zu machen. Carnival nennt das „social impact travel“.

Die Dominikanische Republik habe man als erste Ziel für dieses neue Kreuzfahrt-Konzept auch deshalb ausgewählt, weil es von Miami aus mit dem Schiff schnell erreichbar. Das Haushaltseinkommen in dem Land betrage nur rund 6.000 Dollar pro Jahr und zwei Millionen Einwohner seien ohne Zugang zu fließendem Wasser. Dort können man viel bewirken und man habe festgestellt, dass immer mehr Menschen gerne aus diese Weise reisen würden. Daher rechnet Carnival auch damit, dass rund 40 Prozent der Passagiere unter anderen Voraussetzungen nie eine Kreuzfahrt buchen würden und durch die spezielle Ausrichtung von Fathom erstmals eine Kreuzfahrt-Reise unternehmen.

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Zielgruppe der neuen Kreuzfahrt-Marke „fathom“ sollen vor allem Amerikaner, Kanadier, Briten und Australier im Alter von 20 bis 60 sowie Familien sein, die ihre Fähigkeiten und ihre Begeisterung dazu nutzen wollen, die Welt besser zu machen. „Fathom wird einen wachsenden Markt von Kunden bedienen, die etwas Positives für andere Menschen bewirken wollen, aber nicht genau wissen, wo sie damit anfangen sollen“, schreibt Carnivals CEO Arnold Donald in einer Pressemitteilung dazu.

Als Managerin der neuen Marke wird Tara Russell fungieren. Sie ist Gründerin und Chairman von Create Common Good (www.createcommongood.org) – einem Startup-Unternehmen für sozialverantwortliche Lebensmittel. Sie arbeitet laut Carnival bereits seit 2013 an dem Konzept und Businessmodell von „fathom“ und soll auch die Rolle eines „Global Impact Lead“ der Carnival Corp. übernehmen.

In der Dominikanische Republick will Carnival mit zwei lokalen Organisationen zusammenarbeiten, die bei der Umsetzung des Konezepts helfen: Entrena und das Instituto Dominicano de Desarrollo Integral (IDDI). Die „fathom“-Kreuzfahrtpassagiere sollen im Rahmen der Aktivitäten dieser beiden Organisationen vor Ort aktiv werden und dabei helfen, deren Projekte voranzubringen. Ein Teil des Kreuzfahrt-Preises geht direkt an diese beiden Organisationen.

Die Aktivitäten für die Passagiere reichen dabei von wenige Stunden dauernden Tätigkeiten oder Workshops bis hin zu mehrtägigem Engagement für ein Projekt. Als Beispiele nennt Carnival etwa die Mithilfe in landwirtschaftlichen Betrieben bei der Kultivierung von Kakao-Pflanzen, die Unterstützung von lokalen Handwerksbetrieben etwa in der Schokoladenherstellung. Im Umweltbereich könnten Passagiere beispielweise beim Aufbau von Wasserfilter-Anlagen helfen. Aber auch Unterstützung von Schulen etwa im Englisch-Unterricht soll möglich sein.

Die Reisen mit „fathom“ auf der Adonia kosten ab 1.540 Dollar pro Person. Der Preis schließt alle Aktivitäten an Bord und die Mitarbeit an drei sozialen Projekten an Land mit ein, die die Passagiere vorab bei der Buchung individuell zusammenstellen können. Darüber hinaus sollen aber auch zubuchbare Freizeit-Aktivitäten geben. Reservierungen nimmt Fathom bereits jetzt entgegen, die genaue Reiseplanung soll am Herbst 2015 möglich sein.

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2 Kommentare zu Neue Carnival-Marke: Kreuzfahrten für sozial Engagierte

  1. Volker Kaczmarek on Juni 5, 2015 at 4:09 pm

    Die ersten durchgeführten werden zeigen, ob es ein „Greenwashing“-Versuch ist, um Urlaubern ein ökologisches Gefühl im Urlaub zu vermitteln und das schlechte Gewissen zu verdrängen. Die Welt ist voller Beispiele für gut gemeinte, aber schlecht gemachte Versuche, die Welt zu „verbessern“, von Kleiderspenden nach Afrika oder Touristinnen, die Hunde von den kanarischen Inseln „retten“, mit nach Mitteleuropa nehmen und am Problem nicht das Geringste ändern. Ob das gute Bauchgefühl des reichen Touristen im Vordergrund steht oder tatsächlich eine nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe, das werden wir wissen, sobald die ersten Reisen zu Ende gegangen sind.

  2. Franz Neumeier on Juni 5, 2015 at 4:17 pm

    Ich wäre da jetzt mal nicht ganz so pessimistisch, stimme Dir aber insofern zu, als man natürlcih erst nach den ersten Reisen sehen wird, was es wirklich bewirkt. In jedem Fall ist ganz klar auch ein Geschäftsmodell, das Carnival dabei hilft, neue Zielgruppen zu erschließen, vielleicht auch um ein neues Einsatzfeld für ältere Schiffe zu finden, die im Massenmarkt nicht mehr sinnvoll einsetzbar sind.

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