Neues Restaurant-Konzept für RCIs Quantum-Class-Schiffe

(aktualisiert - News vom 27.03.2014) von
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Quantum Class bekommt "Jamie's Italian"

Quantum Class bekommt “Jamie’s Italian” (Bild: RCI)

Quantum of the Seas und Anthem of the Seas bekommen ein komplett verändertes Restaurant-Konzept. Royal Caribbean International schafft feste Tische und Essenszeiten ab und ersetzt das Hauptrestaurant durch fünf neue Restaurants mit unterschiedlichen Konzepten und Gerichten. Bei den Spezialitätenrestaurant hat RCI sich unter anderem den britischen Starkoch Jamie Oliver an Bord geholt.

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„Dynamic Dining“ lautet das Motto, unter dem Royal Caribbean das neue kulinarische Konzept einführt. Insgesamt 18 verschiedene Restaurants sollen Quantum of the Seas und Anthem of the Seas bekommen. Vier der fünf zuzahlungsfreien, großen Restaurants sind für alle Passagiere zugänglich, das fünfte – „Costal Kitchen“ – dagegen nur für Suiten-Gäste.

Neu ist auch, dass die Menü-Karten der Restaurants nicht mehr jeden Tag wechseln, da der Grundgedanke ist, dass Passagiere jeden Abend in einem anderen Restaurant essen. Grundsätzlich ist es aber auch möglich, trotzdem mehrere Abende im selben Restaurant zu dinieren.

Daneben gibt es aber weiterhin einige für Royal Caribbean typische, zuzahlungsfreie Restaurants wie beispielsweise die Pizzeria Sorrento’s oder ds Buffet-Restaurant Windjammer Marketplace.

Folgende Restaurants ersetzen das bisherige Hauptrestaurant:

  • American Icon Grill: klassisch amerikanisch
  • Chic: zeitgenössische Küche
  • Silk: asiatisch
  • The Grande: klassisch mit formellem Dress Code
  • Coastal Kitchen (nur für Suiten-Gäste ab Kategorie “Grand Suite”): mediterran-kalifornische Küche

Als weitere zuzahlungsfreie, also im Reisepreis inkludierte Restaurants gibt es:

  • Windjammer Marketplace: Buffetrestaurant einschließlich Bäckerei und einer rund um die Uhr geöffneten Station „The Grill
  • The Cafe @Two70°: Gourmet-Sandwiches, Salate, Suppen
  • Seaplex Dog House: Hot Dogs
  • Sorrento’s: Pizzeria
  • Café Promenade: je nach Tageszeit Gebäck, Kuchen, Muffins, Sandwiches

Vier neue Spezialitätenrestaurants

Viele Neuheiten gibt es auch bei den zuzahlungspflichtigen Spezialitätenrestaurants auf der Quantum of the Seas und Anthem of the Seas. Für einen Edel-Italiener hat Royal Caribbean britischen Starkoch Jamie Oliver verpflichtet, dessen Kreationen im „Jamie’s Italian“ zu bekommen sind. „Jamie’s Italian“ ist eines der erfolgreichsten Restaurant-Konzepte des Briten und existiert an Land bereits seit 2008. Als Zuzahlung fällt für das Jamie-Oliver-Restaurant mittags 15 Dollar, abends 20 Dollar pro Person an.

Das neue „Wonderland“ beschreibt die Reederei als „Fest der Sinne in einer Umgebung, in der Royal Caribbeans Köche ihre kulinarischen Kaleidoskope drehen“. Als Zuzahlung berechnet RCI für das “Wonderland” 45 Dollar pro Person.

Das eher irisch geprägte Pub auf anderen RCI-Schiffen wird ersetzt durch das neue „Michael’s Genuine Pub“, das den Namen von Michael Schwartz trägt und das „erste amerikanische Gastropub“ auf See werden soll (Preise a la carte). Michael Schwartz ist eine Restaurant-Größe aus Südflorida und fungierte auch schon als Küchenchef des 150 Central Park auf der Oasis of the Seas.

Einen neuen Anlauf starte Royal Caribbean auch für das abendliche Konzept im Solarium: Mit „Devinly Decadence at Solarium Bistro“ soll kalorienarme Dinner-Menüs geben, die von Devin Alexander entworfen werden – dem Küchenchef der TV-Show „The Biggest Loser“. Das Frühstück in Devin’s Solarium wird kostenfrei angeboten, Mittagessen kostet 10 Dollar Zuzahlung, Abendessen 20 Dollar.

Update Dezember 2015: Auf der Quantum of the Seas wurde Devinly Decadence bereits mit der Verlegung es Schiffs nach Asien zum Solarium Bistro zurückverwandelt, nun gibt es Devinly Decadende auch auf der Anthem of the Seas nicht mehr, nachdem es zuvor schon zu einem kostenfreien Restaurant umgewidmet worden war. Auf Quantum und Anthem of the Seas ist das Restaurant nun also wieder “Solarium Bistro”.

Weiterhin im Angebot sind bei den Zuzahlrestaurants aber auch Royal-Caribbean-Klassiker wie das Steakhaus Chops Grille (35 Dollar Zuzahlung), der Asiate Izumi Japanese Cuisine (Preise a la carte) und das Dinner-Event „Chef’s Table“ (89 Dollar Zuzahlung), außerdem der Burger-Laden Johnny Rocket’s.

Die Menüs der Restaurants auf der Quantum of the Seas präsentiert Royal Caribbean übrigens bereits jetzt online: www.royalcaribbean.com/quantumoftheseas/dining/restaurants/ – unterhalb der Video-Präsentation finden sich jeweils die Speisekarten.

Strategie-Wechsel für Royal Caribbean

Für Royal Caribbean International bedeutet das neue Restaurant-Konzept zumindest für die neuen Quantum-Class-Schiffe einen deutlichen Strategiewechsel. Selbst auf der Oasis und Allure of the Seas hat auf den Royal-Caribbean-Kreuzfahrtschiffen bislang jeder Passagier im Hauptrestaurant gewöhnlich einen festen Tisch und eine feste Essenszeit, der jeden Abend auch ohne Reservierung zur Verfügung stand. Mit dem neuen Konzept ist der Passagier zwar flexibler, muss sich aber auch aktiv um Platz-Reservierungen kümmern – und das idealerweise schon vor der Kreuzfahrt via Internet. Aber auch ein spontanes Dinner ohne Reservierung will RCI einfacher machen: Eine Smartphone-App soll an Bord freie Plätze in den Restaurants auch Last-Minute anzeigen. Bereits am 15. Mai 2014 soll das neue Planungs- und Reservierungstool übrigens eingeführt werden, dann zunächst einmal exklusiv für die Quantum of the Seas.

Royal Caribbean nähert sich mit dem flexiblen Restaurant-System „Dynamic Dining“ auffällig dem Freestyle-Konzept von Norwegian Cruise Line an, wo es das klassische Hauptrestaurant gar nicht mehr gibt, sondern stattdessen eine Vielzahl unterschiedlich großer, alternativer Restaurants für Abwechslung und Flexibilität sorgen soll. Besonders ausgeprägt ist dies auf den drei neuesten Schiffen wie Norwegian Epic, Breakaway und Getaway. Bislang ist der deutlichste Unterschied zu Norwegian ist allerdings, dass bei RCI auch für die fünf großen, zuzahlungsfreien Restaurants Reservierungen möglich sind, während das bei Norwegian bislang nur für die kleineren und Spezialitäten-Restaurants möglich ist. Bei Norwegian gilt in den beiden Restaurants “Taste” und “Savor” auf Norwegian Epic (nur “Taste”), Breakaway und Getaway, die noch am ehesten einem klassischen Hauptrestaurant entsprechen, “first come, first served”. Auf der Norwegian Breakaway testet Norwegian derzeit aber bereits ein Reservierungs-System.

Aber auch Royal Caribbeans deutsches Joint-Venture-Unternehmen TUI Cruises hat auf der im Juni debutierenden Mein Schiff 3 eine ganz ähnliche Idee umgesetzt: Dort ist das Haut-Restaurant in drei Themen-Bereiche mit unterschiedlichen Menüs aufgeteilt, allerdings mit während der Reise regelmäßig wechselnden Menüs. Feste Tischzeiten gibt es bei TUI Cruises ebenfalls nicht.

Bisher hatte sich Royal Caribbean darauf beschränkt, Abendessenszeiten für einen Teil der Passagiere, die das wollten, mit Hilfe des „My Time Dining“ zu flexibilisieren. Ein Teil der Tische im Hauptrestaurant ist dafür reserviert, sodass diese Passagiere spontan oder nach Reservierung zu beliebigen Zeiten innerhalb der Restaurant-Öffnungszeiten zum Abendessen gehen konnten. „Dynamic Dining“ bringt dagagen nun auf der Quantum of the Seas und Anthem of the Seas maximale Flexibilität und Abwechslung bei den Menüs, für den Passagier aber auch mehr Aufwand durch vorausschauende Planung und Reservierung, sofern man bestimmte Restaurants zu bestimmten Zeiten und Tagen besuchen will.

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5 Kommentare zu Neues Restaurant-Konzept für RCIs Quantum-Class-Schiffe

  1. Gabriele Gudde on März 27, 2014 at 1:17 pm

    So modern es auch klingt und auf den ersten Blick vorteilhaft erscheint, flexibel bei Restaurant und Tischwahl zu sein, es gibt viele Passagiere, die gerade es vorziehen, Ihren Tisch und Ihren Platz zu haben.
    Aida hat sich gerade mit diesem Konzept mittlerweile sehr unbeliebt gemacht….

  2. Franz Neumeier on März 27, 2014 at 1:22 pm

    … wobei ich das jetzt weniger mit AIDA als vielleicht eher mit TUI Cruises vergleichen würde. Denn bei AIDA kommt ja noch der Buffet-Aspekt dazu. Das ist schon etwas völlig anderes.

    Bei TUI Cruises gibt’s auch keinen festen Tisch oder feste Tischzeiten, aber halt ein großes Bedien-Restaurant. Und das funktioniert meiner Erfahrung nach ganz gut, auch ohne festen Tisch.

  3. Marita on März 27, 2014 at 4:09 pm

    Schon vor der Reise festlegen müssen, wann ich wo esse? Für mich ist das das Gegenteil von flexibel. Ich weiß immer erst am Tag selbst, worauf ich Appetit habe. Und der richtet sich auch nach dem jeweiligen Angebot.

    Auf den Seabourn-Schiffen kann man in drei Restaurants ohne Reservierung essen, wann man will (natürlich im Rahmen bestimmter Öffnungszeiten). Dazu gibt es noch ein viertes Spezialitätenrestaurant (ohne Zuzahlung), wo man reservieren muss. Wir haben noch nie keinen Platz bekommen. Die Gäste verteilen sich ohne Probleme. Zur Not könnte man sich das in den Restaurants angebotene Menü auch auf die Kabine kommen lassen.

  4. Franz Neumeier on März 27, 2014 at 4:14 pm

    Marita, eine “Pflicht” zum Reservieren gibt es nicht, schon gar nicht vor der Kreuzfahrt. Aber wenn man will, dann kann man schon vor oder eben irgendwann während der Reise Reservierungen machen. Man kann aber im Prinzip auch spontan jederzeit in jedes Restaurant gehen. Nur kann’s dann halt passieren, dass gerade in dem Moment kein Platz frei ist … Deshalb testet Norwegian auf der Breakaway ja gerade ein Reservierungssystem für das Taste und das Savor, weil es wohl zu den beliebtesten Zeiten dort immer wieder zu Wartezeiten kommt.

    Das Ganze gleich mit Seabourn zu vergleichen ist natürlich etwas gewagt ;-) Denn da sind ja – zumindest bei normalen Außen-/Balkon-Kabinen doch ein paar Tausender Preisunterschied …

  5. Monika on März 28, 2014 at 2:44 pm

    Ich bin sehr gespannt und freue mich darauf! Man sollte für neue Dinge immer offen sein! Das Video auf der Royal-Website sollte man aber nicht hungrig gucken, eieiei… :-).
    Am 1. März 2015 kann ich Dynamic-Dining auf der Quantum ausprobieren. Ich schätzte schon My-Time-Dining sehr, alles andere ist mir einfach zu steif.
    Der Vergleich mit Seabourn hat mich etwas zum Schmunzeln gebracht, man sollte nicht Äpfel mir Birnen vergleichen!

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