Noro-Virus: 10 Prozent der „Amsterdam“-Passagiere betroffen

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Zehn Prozent der 791 Passagiere der „Amsterdam“ von Holland America Line hatten auf der Pazifik-Überquerung der Amsterdam vergangene Woche mit Magen-Darm-Beschwerden zu kämpfen, knapp ein Prozent der Crew war ebenfalls betroffen. Damit ist in dieser Wintersaison zum ersten Mal ein Schiff massiv von einem Noro-Ausbruch betroffen, nachdem es auf diversen Schiffen bereits kleinere Ausbrüche gab.

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Die Amsterdam traf am gestrigen Mittwoch, 5. Dezember, in San Diego ein und wurde dort einem umfangreichen Desinfektionsprogramm unterzogen. Die Einschiffung für die folgende Kreuzfahrt durch den Panama-Kanal nach Fort Lauderdale verzögerte sich dadurch um einige Stunden.

Laut Holland America Line seien die meisten Noro-Infektionen am Schiff aufgetreten, nachdem das Schiff am 29. November den Hafen von Hilo auf Hawaii verlassen hatte.

Noro-Viren werden auf Kreuzfahrten typischerweise von Passagieren oder Crewmitgliedern von Landgängen eingeschleppt. Holland America Line gehört unserer Erfahrung nach zu den Kreuzfahrtgesellschaften mit den striktesten Hygiene-Vorkehrungen zum Schutz vor Noro-Infektionen. So gibt es beispielsweise am Buffet und den Getränkeautomaten an den ersten beiden Kreuzfahrt-Tagen keine Selbstbedienung.

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Nach einfachen Erkältungen sind Magen-Darm-Viren wie Noro die weltweit am zweithäufigsten auftretende Krankheit überhaupt. Die hohe Ansteckungsgefahr bei Noro führt vor allem dort zu Probleme, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, also beispielsweise auch in Schulen und Krankenhäusern. Die einfachsten und relativ effektiven Schutzmaßnahmen gegen den Noro-Virus sind, sich regelmäßig die Hände zu waschen, zu vermeiden, sich mit den Händen ins Gesicht zu fassen und möglichst keine Treppengeländer, Aufzugsknöpfe, Türklinken öffentlicher Toiletten und ähnliches anzufassen.

Die genaue Zahl der jährlichen Noro-Ausbrüche auf Kreuzfahrtschiffen ist nicht bekannt, da eine Meldepflicht nur für Schiffe besteht, die amerikanische Häfen anlaufen. Sind hier mehr als zwei Prozent der Passagiere betroffen, muss eine Meldung an die US-Gesundheitsbehörde CDC erfolgen, die entsprechende Statistiken veröffentlicht.

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