Norwegian: künftig “a la carte” statt Pauschalpreis

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Norwegian Cruise Line stellt die für die Spezialitäten-Restaurants von pauschalen Festpreisen auf „á la carte“-Speisekarten um. Die neue Preis-Struktur gilt zunächst auf der im Oktober in Dienst gehenden Norwegian Escape, ab 1. Januar 2016 dann flottenweit.

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Die US-Reederei begründet die Veränderung damit, dass man den Passagieren die Freiheit bieten wolle, „eine große Auswahl an Geschmacks-Erlebnissen und Gourmet-Gerichten zu genießen und gleichzeitig flexibel zu entscheiden, aus wie vielen Gängen sich ihr Menü zusammensetzt“.

Bislang verlangt Norwegian Cruise Line – wie auch die meisten anderen Reedereien – einen Pauschal-Preis für den Besuch der Spezialitäten-Restaurants an Bord der Schiffe, für den die Gäste dann freie Auswahl aus den Gerichten der jeweiligen Speisekarte haben. Allerdings hatte sich schon in den vergangenen Jahren ein Trend zu A-la-Carte-Menüs abgezeichnet, beispielsweise in Sushi-Restaurants und auch weitere Zuzahlungen für besonders hochwertige Speisen, etwa teure Steaks, sind immer häufiger anzutreffen.

Norwegian Cruise Line geht nun als erste Reederei den Schritt, komplett auf Pauschalpreise zu verzichten – mit Ausnahme der Entertainment-orientierten Dinner-Events wie beispielsweise Cirque Dream & Dinner und Illusionarium sowie der Churrascaria und dem Teppanyaki-Restaurant.

Bisher kostete der Besuch im Steakhaus „Cagney’s“ beispielsweise pauschal 29,95 Dollar. Die A-la-Carte-Preise sollen laut NCL-Pressemitteilung bei Vorspeisen zwischen 4,99 und 7,95 Dollar und bei den Hauptgerichten zwischen 17,99 und 29,99 Dollar liegen. In beiden Fällen kommen 18 Prozent Servicegebühr und je nach Fahrtgebiet lokale Steuern hinzu.

Bei Norwegian-Passagieren löste die Meldung über die Umstellung des Konzepts bereits in kürzester Zeit viel Kritik aus. Sie sehen die Änderung als deutliche Verschlechterung im Vergleich zu den bisherigen Pauschalpreisen. Zuletzt hatten Proteste von Passagieren dazu geführt, dass Norwegian eine angekündigte Liefergebühr von 7,95 Dollar für den Room Service eieder zurückfuhr und nun zumindest den Morgenkaffee und ein Continental Breakfast weiterhin kostenlos auf die Kabine liefert.

Erst kürzlich hatte Norwegian Cruise Line dagegen die asiatischen Restaurants an Bord seiner Schiffe von Zuzahl- in kostenfreie Restaurants umgewandelt und einen Paket-Preis für Spezialitäten-Restaurants eingeführt, in dessen Rahmen es für eine Pauschale von 59 Dollar drei Abendessen in den Restaurants La Cucina, Le Bistro und Cagney’s gibt beziehungsweise gegen einen vergleichsweise moderaten Aufpreis von 15 Dollar in den besonders exklusiven Bayamo und Ocean Blue. Diese Pakete soll es offenbar auch weiterhin geben.

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2 Kommentare zu Norwegian: künftig “a la carte” statt Pauschalpreis

  1. Gabriele Gudde on Juli 15, 2015 at 12:47 pm

    ich bin der Meinung, daß bei diesem “neuen Konzept” die Einnahmensschraube wieder höher gedreht wird, wie auch den genannen Roomservice, die überteuerten Getränkepakete usw., da gegenteilig die Kreuzfahrtangebotepreise immer mehr gesenkt werden (müssen?)!Während ich den Paketpreis noch als gutes Angebot empfand, fehlt mir weiterhin das Verständnis, unbedingt auf einem Schiff noch zusätzliche Restaurants (bezahlbare oder auch nicht)anzubieten, da doch das Speisenangebot mehr als reichlich ist und die Qualität dementsprechend auch auf höherem Niveau! Wir gehen auf ein Schiff um auf dem Meer zu fahren, viele schöne Erlebnisse an fremden Orten zu haben, gut versorgt zu sein mit “normal” Speis und Trank und nicht um uns in einer Woche z.B. mit allen möglichen “Köstlichkeiten (wobei das sowieso auch Geschmackssache ist) vollzupumpen! Im Gegenteil, würde ich z.B. persönlich dafür plädieren, daß es evtl. nur an Seetagen VP auf dem Schiff gibt, während ansonsten die Passagiere sich tagsüber an Land aufhalten! Da man sich immer aber an den Speiseplan zu halten hat, daß jeder Gast das “gewünschte” auch bekommt, wird dies für die Zahl von Passagieren, die unbedingt Mittags auf das Schiff für den Lunch zurück müssen (man hat es ja schließlich bezahlt) bevor sie sich mit etwas Essen an Land versorgen,angeboten! Jedoch ist es zumeist nur ein Bruchteil an Passagieren und so müssen Unmengen an Lebensmittel vernichtet werden. Diese hohen Beträge die die Reedereien durch HP einsparen, könnten sie z.B. in die Bezahlung ihrer Staff einsetzen und somit das Ärgernis des Service Entgeldes durch Verringerung oder sogar Einsparung abschaffen! Insbesondere natürlich auch die gnadenlose Lebensmittelvernichtung! Das wären so meine Gedanken zu diesem Thema!
    mfg Gabriele Gudde

  2. Franz on Juli 15, 2015 at 1:01 pm

    Ich finde den Gedanken gar nicht schlecht, fürchte aber, dass Halbpension auf Kreuzfahrtschiffen nicht durchsetzbar ist … Könnte aber vielleicht die eine oder andere Reederei auf die Idee bringen, künftig die Preise nur noch als Halbpension-Preise anzugeben und damit nochmal eine neue, versteckte Preiserhöhung für das dann extra zu zahlende Mittagessen zu erzeugen. Oder es führt im Ergebnis dazu, dass die Leute bis 11 Uhr im Frühstücksbuffet hängen und dann um 15 Uhr das Kuchenbuffet leer essen ;-)

    Nur beim Thema “Lebensmittelvernichtung” würde ich widersprechen. Es ist ja nicht so, dass die Reedereien auf Teufel komm raus an Hafentagen für sämtliche Passagiere Essen vorproduzieren und dann ganz überrascht sind, dass nur ein Drittel davon an Bord isst. Kaum irgendwo sonst in der Gastronomie lässt sich so präzise wie in der Kreuzfahrt vorausberechnen, wie viel Lebensmittel in welchen Situationen tatsächlich konsumiert werden und entsprechend wenig wird weggeworfen.

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