Oasis-Class-Auftrag: Finnland fordert Prüfung durch EU

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Der Neubau-Auftrag von Royal Caribbbean für ein drittes Kreuzfahrtschiff der Oasis Class an STX France in französischen Saint Nazaire hat möglicherweise ein politisches Nachspiel. Die finnische Regierung erwartet von der EU-Kommission eine Überprüfung, ob bei der Vergabe des Auftrags alles mit rechten Dingen zugegangen ist.

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Mit einem entsprechenden Brief an die EU-Kommission wollen Finnlands Wirtschaftsminister Jan Vapaavuori und Arbeitsminister  Lauri Ihalainen „sicherstellen, dass Frankreich die Regeln der EU befolgt hat“. Das berichten finnische Medien.

Man zwar habe, so Wirtschaftsminister Vapaavuori, keinen konkreten Verdacht, dass die französische Regierung bei der Förderung von STX France die Regeln missachtet habe, wolle aber trotzdem, dass die EU-Kommission sich den Vorgang genau ansehe, da der Fall in der finnischen Öffentlichkeit hohe Wellen geschlagen habe.

Frankreichs Wirtschaftsminister Pierre Moscovici konterte, die französische Regierung tue alles in ihrer Macht stehende, um die bis vor Kurzem ebenfalls in Schwierigkeiten steckende STX-France-Werft Chantiers de l’Atlantique in Saint Nazaire zu retten, tue dies aber in vollem Einklang mit geltendem EU-Recht.

Die Entscheidung Royal Caribbeans für STX France in Frankreich war Ende Dezember 2012 gefallen, nachdem die finnische Regierung sich zunächst sehr zögerlich verhalten und letztlich keine ausreichende finanzielle Unterstützung für STX Finland für den Neubau-Auftrag von Royal Caribbean gewährt hatte. Die Auftragsbücher von STX Finland sind derzeit alles andere als voll, zahlreiche Arbeitsplätze sind in Turku gefährdet, sollte es der Werft nicht bald gelingen, neue Aufträge an Land zu ziehen.

Sowohl STX France als auch STX Finland gehören unter dem Dach von STX Europe zur weltweit operierenden, südkoreanischen STX Business Group, stehen beim Bau von neuen Kreuzfahrtschiffen aber regelmäßig in hartem Konkurrenzkampf zueinander.

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