Oceania Cruises erhöht erneut die Trinkgeld-Empfehlung

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Oceania Cruises erhöht erneut die Empfehlungen für das Trinkgeld auf ihren Kreuzfahrtschiffen. Waren es im Frühjahr 2011 noch 12,50 Dollar pro Person und Tag, sollen es bis zur Wintersaison 2013/2014 schon 15 Dollar werden. Suiten-Passagiere mit Butlerservice wird nahegelegt, sogar 22 Dollar Trinkgeld zu geben.

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Damit erhöht Oceania Cruises die Trinkgeld-Empfehlung innerhalb von zweieinhalb Jahren schon zum dritten Mal – von 2011 bis 2014 ist das ein Anstieg um 20 Prozent. Die Erhöhung begründet Oceania Cruises damit, dass man die Mitarbeiter für ihre „herausragende Leistung auch entsprechend belohnen, sowie das Serviceniveau weiter ausbauen“ wolle.

Die Trinkgelder zählen nach der Erhöhung dann zu den höchsten im gesamten Kreuzfahrtmarkt. Allerdings lässt Oceania Cruises seinen Passagieren die Freiheit, Trinkgelder individuell anzupassen. Verpflichtend sind die Trinkgelder also nicht, werden aber explizit erwartet.

Beim direkten Mitbewerber Azamara Club Cruises ist das Trinkgeld dagegen sogar im Reisepreis eingeschlossen und auch bei Hapag-Lloyds Columbus 2, einem ehemaligen Oceania-Cruises-Schiff auf vergleichbarem Niveau, erwartet die Reedereien von ihren Passagieren kein Trinkgeld für die Servicemitarbeiter an Bord.

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Die Trinkgeld-Entwicklung bei Oceania Cruises im Überblick:

bis Frühjahr 2011 12,50 Dollar (Suiten: 16,50 Dollar)
seit Sommer 2011 13,50 Dollar (Suiten: 18,50 Dollar)
ab Europa-Saison 2013 14,50 Dollar (Suiten: 20,50 Dollar)
ab Winterreisen 2013/2014 15 Dollar (Suiten: 22 Dollar)

Auch bei den Trinkgeldern für alkoholische Getränke (Softdrinks sind im Reisepreis inkludiert) und Spa-Behandlungen bewegt sich Oceania Cruises am oberen Ende der Skala: Wo die meisten Reedereien automatisch 15 Prozent auf die Rechnung aufschlagen, verlangt Oceania Cruises 18 Prozent.

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7 Kommentare zu Oceania Cruises erhöht erneut die Trinkgeld-Empfehlung

  1. Volker Witt on September 13, 2012 at 2:22 pm

    eine Unverschämtheit. Zum Glück gibt es ja genügend Alternativen und ich hoffe die Reederei wird durch weniger Buchungen abgestraft. Ich kann nur hoffen das dieses Beispiel keine Schule macht. Das die Reedereien die Gehälter ihrer Mitarbeiter auf die Passagiere abwälzen ist mir schon lange ein Dorn im Auge. Auch muß ich feststellen das sich langsam aber sicher ein Mehrklassensystem entwickelt, d.h. wer mehr zahlt erhält auch mehr Leistungen. Als Inhaber einer preiswerten Innenkabine kommt man teilweise nicht mehr in alle Bereiche des Schiffes, früher inkludierte Leistungen werden plötzlich kostenpflichtig. NCL ist da besonders kreativ. Bald wird es wieder wie früher 1. und 2. Klasse-Passagiere geben. Wehret den Anfängen.

  2. Franz Neumeier on September 13, 2012 at 2:46 pm

    Thema Trinkgeld sehe ich persönlich ganz ähnlich und hier wird schon eine Dimension erreicht, die vielleicht etwas „over the top“ ist – erstaunlicherweise bei einer Reederei, deren Preise und Niveau ja nicht gerade im unteren Marktsegment angesiedelt sind …

    Bzgl. mehr Leistung für mehr Geld bin ich allerdings anderer Meinung: Ich glaube nicht, dass man bei einer 350-Euro-pro-Woche-Innenkabine sinnvollerweise die gleiche Leistung erwarten kann wie in einer 5.000-Euro-Suite.

    Ich fände es tatsächlich ebenfalls sehr schade, wenn die alte Mehrklassengesellschaft der historischen Ocean Liner wiederbelebt würde, aber das halt ich in der damals praktizierten Form auch für äußerst unwahrscheinlich ;-)

    Was man bei dem Thema aber einfach bedenken muss ist: Gerade im Massenmarkt bewegen sich die Eck-Preise, als die relativ kleinen Kontingente an Extrem-Schnäppchen immer weiter nach unten und gerade der Deutsche ist ein Urlauber-Typ, der gerne volle Leistung möglichst ganz umsonst haben will – und das geht halt auf Dauer nicht. Leistung muss bezahlt werden (weil die Reederei dafür ja auch Kosten hat und – ja – auch Gewinn machen will muss) und wenn der Grund-Reisepreis immer weiter fällt, muss das Geld anderswo herkommen, vom Getränke-Umsatz, Landausflügen und anderen kostenpflichtigen Extras. Oder anders formuliert: Wer die Extras nicht in Anspruch nimmt, kann heute so günstig auf Kreuzfahrt gehen, wie nie zuvor.

  3. Volker Witt on September 13, 2012 at 4:05 pm

    Also doch Mehrklassensystem. Die Gründe dafür sind mir schon klar, mein Verständnis für die Gewinnmaximierung der Reedereien hält sich jedoch in Grenzen. Die sind bisher auch nicht Pleite gegangen. Wenn ich Businessclass fliege habe ich deutlich mehr Komfort und zahle dafür auch entsprechend. Auf Schiffen war das bisher anders, deshalb fällt die Umgewöhnung auch so schwer. Irgendwann wird das All-Inclusive-Konzept aufgehoben und man zahlt für Verpflegung und Entertainment extra. Das fände ich schade und würde mir die Lust auf Kreuzfahrten ziemlich vermiesen. Warum muß NCL mit seinem Garden-Villa-Konzept die Mehrheit der Gäste ausschließen. Man muß sich entscheiden, Masse oder Klasse. Wenn ich Butlerservice wünsche, buche ich Seabourne oder Silversea. Auf den Megaschiffen im ****Sterne-Bereich hat das m.E. nichts zu suchen.

  4. Franz Neumeier on September 13, 2012 at 4:43 pm

    Definitiv wäre für mich die Grenze da erreicht, wo Haupt-/Buffet-Restaurants oder Entertainment extra berechnet würde. Da sind wir und einig, dann würde das Ganze keinen Spaß mehr machen.

    The Haven (wie die Garden Villas hetzt heißen) und auch der MSC Yacht Club sind für mich gerade so an der Grenze: Diese Bereiche sind so dezent eingebaut, dass mir als „normalem“ Passagier nichts fehlt. Die Passagiere haben in den abgeschlossenen Bereichen ein paar Extras, die mir am restlichen Schiff aber nicht fehlen. Ich fühle mich nicht, als würde mir etwas „weggenommen“; es ist mehr wie der Crew-Bereich: da darf ich auch nicht hin, muss und will ich aber auch nicht.

    Was ich anders sehe ist Deine Aussage „Wenn ich Butlerservice wünsche, buche ich Seabourne oder Silversea.“: Es gibt Leute, die einfach die Vorzüge des Megaschiffs haben wollen (Flow-Rider, Formel-1-Simulator, sehr große Pools, 20 verschiedene Restaurants, komplette Musicals im Theater, Blue Man Group, etc.) aber gleichzeitig eben eine Luxus-Suite haben wollen. Das geht halt auf kleineren und kleinen Luxus-Schiffen so nicht. Da könnte man auch umgekehrt formulieren: Wer die Suiten-Komplexe auf den Schiffen nicht mag, darf halt nicht auf diesen Schiffen buchen und muss sich (ebenfalls sehr große) Schiffe aussuchen, wo das anders ist.

    Und warum sollte sich die Reederei mit den großen Schiffen dieses Geschäft entgehen lassen. Es gibt immer mehr jüngere, wohlhabende Passagiere, die keine Lust auf schwimmende Luxus-Seniorenresidenzen (nicht despektierlich gemeint!). Und ganz ehrlich: Ich bin eigentlich dankbar dafür, dass Suitenbewohner indirekt meine Innen- Außen- oder Balkonkabine bezuschussen. Denn ohne die teuren Suiten müssten die restlichen Kabinen deutlich teurer sein.

  5. Volker Witt on September 13, 2012 at 9:33 pm

    Ich finde wir führen hier eine interessante Diskussion und sind dabei gar nicht so weit auseinander. Ich gönne ja den Haven-Passagieren ihren Komfort, den sie unverhältnismäßig hoch bezahlen müssen. Ich mache seit 20 Jahren Kreuzfahrten, teilweise mehrmals pro Jahr und auf unterschiedlichen Schiffen. Dabei buche ich stets sehr preissensibel, nicht der Kabinenkomfort ist mir wichtig, sondern das Erlebnis Schiff.
    Natürlich sind die Preise eklatant gefallen und Eckpreise unter 300 Euro sind keine Seltenheit mehr. Das hat aber auch dazu geführt das neue Kundenschichten erschlossen wurden. Die Branche boomt doch nicht aufgrund der Zuwächse im hochpreisigen Segment. Der Yield muß halt stimmen. Nach wie vor wird damit geworben wieviele Leistungen eingeschlossen sind, angefangen von den vielen Mahlzeiten, den kostenlosen Getränken etc. Ich möchte einfach das dies so bleibt, weil dies zum Image einer Kreuzfahrt gehört.
    Dezent finde ich den Haven allerdings nicht konzipiert, auf der Epic ist dieser Bereich dermaßen prominent das ganze Decksbereiche zerschnitten und verwinkelt wurden. Einige Fahrstühle sind speziell den Haven-Passagieren vorbehalten. Mir fehlt da auch nichts, aber es stört mich. Es fehlt nur noch das Hinweisschild: Gäste aus den billigen Kabinen sind hier nicht erwünscht, ergo: der Plebs muß draußen bleiben. Bitte, das ist meine ganz persönliche Meinung und noch habe ich zum Glück die Wahl um derartiges zu vermeiden, aber meine feste Überzeugung ist, das der Trend zum Mehrklassensystem zunehmen wird. Wer damit leben kann, ok, ich gehöre nicht dazu.

  6. Franz Neumeier on September 14, 2012 at 7:30 am

    Stimmt, wir sind tatsächlich nicht weit auseinander :-) Mir persönlich gefällt tatsächlich besser, wie Royal Caribbean das Suiten-Thema auf der Oasis und der Allure of the Seas gelöst hat. Im Prinzip sind die teuren Suiten dort auch in einem Block zusammengefasst, fügen sich dort aber natürlicher ein. Dafür gibt’s halt für die Suiten-Passagiere keinen eigenen Innenhof mit Pool (und nur ein kleines, eigenes Sonnendeck), dafür aber meist sehr große Balkone.
    Auf den ganz großen Schiffen wird es wohl immer eine gewisse „Klassentrennung“ geben. Die Schiffe sind einfach zu groß, um sie jede Woche wieder mit einer einigermaßen homogenen Passagiergruppe zu füllen, wie das auf kleinen Schiffen natürlich viel leichter möglich ist. Ich persönlich mag diese Vielfalt (meistens jedenfalls, wenn die Mischung stimmt und nicht eine Gruppe überhand nimmt), aber das ist natürlich absolut Geschmackssache.

  7. Bert on April 7, 2013 at 7:32 pm

    Die Trinkgelder auf Oceania finde ich für den gebotenen Service angemessen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es viel besser funktioniert, Mitarbeiter durch ein angemessenes, zu erwartendes Trinkgeld zu motivieren als über „höhere“ Festgehälter. Das beste Beispiel ist der Vergleich des Service in einem Restaurant hierzulande mit dem In den USA wo die Kellner sich ihr Geld durch Freundlichkeit und gutem Service „verdienen“ müssen. Bei uns führen sich die Servicekräfte oft so auf als würden nicht die Gäste ihr Gehalt bezahlen.

    Nach einer Kreuzfahrt ist es für mich wichtig ob ich mit der Reise zufrieden gewesen bin und was ich für das ausgegebene Geld bekommen habe. Bei Oceania ist das eine ganze Menge und ich weiß wovon ich spreche weil ich schon mit den Schiffen vieler Redereien gereist bin. Natürlich gibt es Unterschiede bei der Ausstattung der Schiffe und man kann nicht alles gebotene direkt vergleichen. Bei Oceania kann man nicht Eislaufen und Aida hat bessere Shows, Disney hat die schönsten Schiffe. Beim Service (und auch beim Essen) ist Oceania jedenfalls Spitze und das liegt auch daran, weil sich die Servicekräfte ihr Trinkgeld verdienen wollen/müssen.
    Nebenher erwähnt werden muss, dass eine Reise mit Oceania (es ist kaum zu glauben!) billiger sein kann wie bei der TUI, AIDA etc. Fraktion. Und ich meine damit nicht den Vergleich von TUI Suite und Oceania Innenkabine sondern die gleiche Kabinen Kategorie. Auch wenn die Trinkgelder steigen werden wir Oceania trotzdem weiterhin bevorzugen. Zumindest solange das Preis / Leistungsverhältnis akzeptabel bleibt.

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