Podcast: Die Besonderheiten amerikanischer Kreuzfahrtschiffe

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Die einen lieben die USA und die Amerikaner, die anderen lehnen sie ab. Auf Kreuzfahrtschiffen begegnet man aber nicht nur Amerikanern, auch viele Reedereien sind amerikanisch geprägt. Diese Folge des Kreuzfahrt-Podcasts beschäftigt sich mit den kleinen und größeren Unterschieden, auf die man auf amerikanischen im Vergleich zu deutschen Kreuzfahrtschiffen stößt.

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Sind Amerikaner wirklich so oberflächlich und unverbindlich? Oder sind umgekehrt die Deutschen aufdringlich und anhänglich? Gibt es auf amerikanischen Kreuzfahrtschiffen anderes Essen als auf deutschen? Wie steht es mit der Hygiene an Bord? Passen die Erwartungen von Amerikanern und Deutschen bei Landausflügen zusammen? Diese und viele andere Themen diskutieren wir.

Außerdem reden wir über unterschiedliche Gewohnheiten beispielsweise beim Thema Trinkgeld oder kostenlosen Getränken an Bord.

Unser Dank gilt übrigens unserem Hörer Daniel, der dieses spannende Thema angeregt hat und das wir gerne aufgreifen.

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Links:

Reizthema Klimaanlage: Ist es auf amerikanischen Kreuzfahrtschiffen zu kalt?

Trinkgeld: Übersicht zu den Regeln der Reedereien

Getränkepreise: Was Trinken an Bord kostet

Show Notes / Themen:
  • Eigenheiten von Amerikanern und amerikanischen Reedereien
  • Vorurteile und Besonderheiten

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17 Kommentare zu Podcast: Die Besonderheiten amerikanischer Kreuzfahrtschiffe

  1. Volker Kaczmarek on September 13, 2014 at 2:16 pm

    Moin!

    Bewegt man sich durch deutsche Kreuzfahrtforen, erscheint es mir, als befände ich mich in einer AIDA-Monokultur. Alle fahren AIDA, im letzten Jahr, in diesem Jahr und auch in 20 Jahren. Ab und an erwähnt mal jemand „mein Schiff“ und ansonsten wird immer wieder gern über „amerikanische Schiffe“ hergezogen. Jedes Vorurteil ist schlecht genug, um genüsslich ausgewalzt zu werden, wobei man es noch nie selbst ausprobiert hat.

    Ich bin froh über diesen Beitrag und kann nur unsere Landsleute dazu ermuntern, einmal über den Kreuzfahrttellerrand zu schauen. Ja, man wird weder bei NCL noch bei Celebrity Cruises Deutsche Schlager in karibischen Gewässern zu hören bekommen, aber vielleicht gefällt ja auch mal zur Abwechslung ein Tom-Jones-Evergreen?

    „Ich kann kein Englisch!“ oft gehört und abgesehen, dass man auch mit 60 noch ein paar Brocken einer Fremdsprache lernen kann, sollte man wissen, dass philippinische Mitarbeiter auf welchem Schiff auch immer selten fließend Deutsch können und auf viele amerikanischen Schiffen (die zumindest von der Herkunft auch oft „deutsch“ sind) fahren deutsche Hosts und Hostessen mit. Jedenfalls ist mir nicht bekannt, das jemals ein Kreuzfahrer auf einer Reise verhungerte oder verdurstete, weil es ihm an Englisch mangelte.

    Im Gegensatz zu deutschsprachigen Schiffen trifft man an Bord der anderen die ganze Welt und wie schon im Beitrag zu lesen: absolut nicht nur Amerikaner! Sehr gern erinnere ich mich an äußerst fröhliche und interessante Mittagsrunden mit Menschen aus USA, Kanada, Neuseeland, Indien, Südafrika, Großbritannien und vielen anderen Ländern! Als Deutscher ist man da geschätzter Gesprächspartner und wird einiges zum Heimatland gefragt.

    Wer gern reist, erkundet vermutlich gern fremde Kulturen. Gibt es da zwingende Gründe, in fremden Ländern ständig seine 120.000 Tonnen Deutschland dabei zu haben?

    Das Problem ist vielleicht auch die Bezeichnung an sich: „amerikanisches“ Schiff. Merkwürdigerweise folgt die Masse bedingungslos jedem Trend aus USA: Fast Food, Soft Drinks, Apple, IBM & Co., Abercrombie und am besten alles noch die Currywurst „to go“ – heißt es aber „amerikanisches Kreuzfahrtschiff“, ist „amerikanisch“ bei Schiffen plötzlich so schlimm wie ein Atommüllfrachter. Hier schnippelt nach meinem Endruck eine dicke Schere in den Köpfen herum. Vielleicht sollte man „internationales Kreuzfahrtschiff“ sagen, das träfe es nach meiner Ansicht viel besser.

    Den Punkt mit der Toleranz kann ich nur unterstreichen. Auf bisher jedem amerikanischen Kreuzfahrtschiff gab es täglich gegen 17 Uhr in einer Bar das Treffen der „Friends Of Dorothy LGBT“ (Schwule, Lesben, Bisexuell, Transgender) und der „Friends Of Billy W.“ (Anonyme Alkoholiker). Es muss ja niemand seiner so heißgeliebten AIDA nicht völlig den Rücken kehren, aber wer weiß… vielleicht gefällt es auch dem Ur-Deutschen so gut in der großen weiten Kreuzfahrtwelt, dass er es sogar öfter international möchte?

    Es erscheint mir fast so, als hätten nicht wenige Kreuzfahrer sogar eine hintergründige Befürchtung, dass ihnen amerikanische Schiffe gefallen könnten… Angst vor der eigenen Courage nennt man es auch. Gewagte These? Hmmm.. und womöglich doch mit einem Körnchen Wahrheit.

  2. Miaminice on September 14, 2014 at 12:41 am

    Wieder ein sehr gelungener Podcast – wie eigentlich alle Eure Podcasts. Großes Kompliment!

    Selbst als Liebhaber und Vielfahrer auf amerikanischen Schiffen muss ich meinem Vorredner in einem Punkt widersprechen und eine Lanze für (manche) Kreuzfahrtforen brechen: ich weiß nicht, von welchen Foren er genau redet. Die, die ich jedoch kenne, sind schon fast als anglophil anzusehen. Aida-Anhänger würden dort schon eher von „Unterdrückung“ sprechen.

    Nun ja… das Schöne an der Welt der Kreuzfahrten ist doch, dass hier jeder seins finden kann. Deutsch, amerikanisch, modern Luxury oder eher 80er-Chique, Clubschiff-Ambiente oder eher gediegen – für jeden ist etwas dabei. Und solange es dem Einzelnen gefällt, gibt es kein Richtig oder Falsch.

    Danke für die tollen Podcasts und die vielen unterhaltsamen Infos!

    Oliver

  3. Jerome Brunelle on September 16, 2014 at 4:09 pm

    @Volker: Danke für den Kommentar! Meine Ausbildungslehrerin damals im Ref war eine begeisterte Kreuzfahrerin und fuhr immer von Florida aus. Sie war immer begeistert…

    @Oliver: Danke für das Kompliment! :-)

  4. Hermi on September 19, 2014 at 2:14 pm

    Kommentar zu Volker Kaczmarek:
    Sie machen mir Lust auf ein ‚internationales Schiff‘. Wir haben im Juni unsere (6.Kreuzfahrt), aber erste AIDA-Reise gemacht und genau diese AIDA-20-fach Wiederholer haben uns gestört, die sich fühlen wie zuhause am Stammtisch. Die Route und nicht das Schiff bestimmt in erster Linie die Reise!

  5. Volker Kaczmarek on September 20, 2014 at 2:46 pm

    Hallo, Hermi! Vielen Dank – und wenn es das erste Mal „international“ zur See ging, müssen Sie unbedingt Ihre Erfahrungen teilen! Alles steht und fällt mit der pfiffigen Auswahl von Reederei und Route – ob Cunard oder NCL oder gar Carnival macht einen Riesenunterschied, der für mein Empfinden noch größer ist als der oft zitierte Unterschied zwischen „deutschen“ und „amerikanischen“ Schiffen – wobei man sagen muss, dass gewissermaßen JEDES Schiff, das von Hamburg, Kiel oder Warnemünde abgelegt, im weiteren Sinne ein „deutsches Schiff“ ist – auch Cunard.

    Wer immer nur Steaks futtert, wird nie wissen, wie toll ein Fisch schmecken kann – oder Gemüse (für die Vegetarier). Daher kann ich nur dazu ermuntern, über den maratimen Tellerrand zu gucken und munter etwas Neues auszuprobieren. Es kann natürlich schon einmal vorkommen, dass einem der Barsch nicht schmeckt, aber schon beim nächsten Mal könnte eine delikate Seezunge vorbeigeschwommen kommen :-)

  6. Eike on September 22, 2014 at 11:33 pm

    Ich gehöre zu denen, die bisher außer einem Abstecher zu Costa nur AIDA gefahren sind. Die Punkte, wieso ich mich so auf diese Marke eingeschossen habe, haben nichts mit „deutsch“ zu tun. Englisch ist für mich kein Problem, ich rede vermutlich auf der Arbeit an manchen Tagen mehr englisch als deutsch.
    Meine Argumente sind andere.
    1. Ich liebe Buffets. Ich suche mir gerne selbst aus was und wieviel davon ich essen möchte. Ich weiß, das sieht nicht jeder so *schiel zu Franz* aber das gefällt mir eindeutig besser als am Tisch zu sitzen und bedient zu werden. Mir ist bisher von keiner anderen Reederei bekannt, daß die Buffets da wirklich in diesem Maße zelebriert werden.
    2. Ich hasse „formal nights“. Ich bin froh, daß ich mir schon bei der Arbeit keinen Kulturstrick um den Hals wickeln muß – da brauche ich das im Urlaub gleich zweimal nicht. Ich will in einer ordentlichen Jeans und einem legeren Polo/Kurzarmhemd abends nicht irgendwo als Gast zweiter Klasse abgeschoben werden, sondern das ganze Schiff zur Verfügung haben. Ich will mir nicht extra für den Urlaub einen Anzug zulegen… ;-)
    3. Die US-Amerikanische Trinkgeldpolicy ist mir zu nervig. Nicht falsch verstehen – ich habe nichts gegen das Geben von Trinkgeld an und für sich. Mache ich auch bei AIDA, wo es ja „Trinkgeld ist inklusive“ heißt, bei gutem Service gerne. Aber dieser Eiertanz, daß alles unter x Prozent ein Fauxpas ist, das ständige Mitrechnen, Zwangstrinkgelder etc. mag ich eben nicht. Okay, an der Stelle mag ich dann doch „etwas deutsch“ sein.

    Ich sehe beileibe nicht alles durch die rosa Fanbrille. Im Gegenteil, auf meiner letzten AIDA-Kreuzfahrt auf der Ostsee wäre mir ein internationaleres Publikum sogar deutlich lieber gewesen als die Heerscharen von Rentnern „aus der DDR“. Ich sage ganz bewußt „aus der DDR“, denn bei denen im Kopf existierte die Mauer noch – aber eben an der Westgrenze ihrer Republik. Bitte bitte liebe Mitbürger in den mittlerweile auch nicht mehr ganz so neuen Bundesländern, reißt mir nicht den Kopf ab, dafür daß ich das jetzt so sage. Ich fälle kein Pauschalurteil über Euch alle, aber die, die mir da auf dem Schiff begegnet sind, haben sich bei der Einreise in Sankt Petersburg drüber mokiert, daß sie bei der Einreise in die UDSSR(!) so lange stehen müssen… die haben die Wende wirklich verpennt!

    Fazit: Ein internationales Schiff mit Fokus auf Buffet statt Bedienrestaurants (and nicht so Alibibuffet mit Schwimmbadcafeteriaambiente wie auf der Costa Pacifica), ohne jegliche „formal nights“ und mit einer einfachen Trinkgeldregelung, und ich bin dabei. „Bordsprache deutsch“ ist mir sowas von egal (mit den asiatischen Besatzungsmitgliedern rede ich sowieso englisch), und dem Ballermann/Schlager/Alpenglühn-Tralala gehe ich von vorneherein schon aus dem Weg.

  7. Franz Neumeier on September 23, 2014 at 7:15 am

    @Eike: Dein Schielen in meine Richtung ist schon okay. Stimmt, wenn ich privat Urlaub mache, sitze ich am Abend lieber in aller Ruhe und lasse mich mit einem 3-, 4-, 5-Gänge-Menü bedienen; Frühstück und Mittagessen aber ebenfalls lieber im Buffet.

    Was die Qualität des Buffets angeht, kann ich Dir nur zustimmen: Weil AIDA sich komplett auf das Buffet konzentriert, ist das tatsächlich ganz hervorragend, keine Frage.

    Gut, dass die Geschmäcker unterschiedlich sind und es am Kreuzfahrtmarkt für so ziemlich jeden das richtige Produkt gibt.

    Beim Thema Trinkgeld liegst Du aber glaube ich zumindest in Teilen falsch, Eike. Ja, es ist ein größeres Thema als bei AIDA oder TUI Cruises, aber an Bord stört es eigentlich nicht. Das „Zwangstrinkgeld“ zahlst Du bei AIDA und TUI Cruises halt unauffälliger, weil es im Reisepreis eingerechnet ist, wohingegen es bei internationalen Reederei dem Bordkonto belastet wird. Aber da musst Du weder rechnen noch Dich sonst irgendwie beschäftigen, das passiert in der empfohlenen Höhe automatisch.

    Einen Eiertanz hast Du nicht, weil die Reedereien Dir ohnehin genau sagen, was sie erwarten bzw. diese „Empfehlung“ ohnehin automatisch abbuchen (bzw. an der Bar – so wie übrigens auch einige deutsche Reedereien – automatisch auf die Rechnung schreiben). Und wenn Du mehr geben willst, dann unterscheidet sich das nicht von dem Zwanziger, den Du Deinem Kabinensteward bei AIDA in die Hand drückst ;-)

    Bestenfalls vor der Buchung musst Du beim Preisvergleich verschiedener Reedereien aufpassen, ob da noch Trinkgeld hinzukommt, um einen direkten Vergleich zu haben. Aber das betrifft dann nicht nur Trinkgeld, sondern z.B. auch Getränke, wenn man etwa TUI Cruises- und AIDA-Preise vergleichen will.

  8. Eike on September 24, 2014 at 2:53 pm

    @Franz: Wie so oft stimme ich Dir zu, daß die Vielfalt auf dem Kreuzfahrtmarkt eine gute Sache ist. Da ist eigentlich für jeden etwas dabei. Problematisch wird das nur in Diskussionen, wenn Leute versuchen, ihre persönliche Vorliebe als ein allgemeingültig besseres Produkt darstellen wollen. Ich will sicherlich niemandem sein mehrgängiges Abendmenü abspenstig machen, meine Vorliebe ist halt eine andere. Leider gibt es gerade im Internet genug Orte, wo das nicht so neutral und offen gesehen wird… ;-)

    Was das Trinkgeld angeht, habe ich mich vielleicht etwas ungeschickt ausgedrückt… Das empfohlene/obligatorische Trinkgeld mit automatischer Belastung meinte ich nicht. Das muß man ja einfach nur als „Betrag mal Reiselänge“ in die Gesamtkosten mit einrechnen.

    Ich meinte was Du als an der Bar automatisch auf die Rechnung schreiben bezeichnet hast. Wenn in der Karte Betrag X steht, und auf der Bordrechnung Plötzlich X plus Servicegebühr von Y Prozent steht, finde ich das einfach unschön. Ich sehe halt gerne vorher, was mich etwas wirklich kostet. Ohne selbst hin und her rechnen zu müssen. (Aber in den USA ist es ja auch üblich, daß sogar auf die Preise im Supermarkt noch lokale Steuern aufgeschlagen werde, und alles plötzlich nicht mehr das kostet, was vorher dran stand.)

  9. Volker Kaczmarek on September 24, 2014 at 5:23 pm

    @ Eike: Was gibt es denn im US-Supermarkt oder an einer Bar auf einem Kreuzfahrtschiff zu „rechnen“? Es ist doch „Jacke wie Hose“, ob die Steuer nun im Preis enthalten ist oder sie an der Kasse hinzugerechnet wird, am Ende ergibt sich stets derselbe Preis. Das amerikanische Verfahren ist sogar viel weniger destruktiv für den Einzelhändler, der sich in Deutschland besonders bei den Randpreislagen (49, 99 oder 999 EUR/DM) immer wieder genötigt sah, bei Erhöhung der Mehrwertsteuer die Belastung selbst zu schlucken anstat sie an den weiterzureichen, der sie eigentlich bezahlen sollte: der Endverbraucher.

    Das kann man bejubeln aus Sicht des Kunden oder auch nicht, fair ist unser System genau aus diesem Grunde nicht, denn kaum jemand macht sich darüber Gedanken darüber, wie hoch denn wohl der Steueranteil in Produkten wirklich ist, und der kann besonders bei Artikeln mit Sondersteuern (Sekt, Tabak, Alkohol, Kaffee…) beträchtlich sein. Quelle, Karstadt, Weltbild, Schlecker – und viele werden folgen. Da wird immer wieder die „Verödung der Innenstädte“ beklagt, aber wer erhebt sich bitte von seinem Laptop zu Haus, lässt das Onlineshoppen sein und kauft statt dessen im Warenhaus?

    Ich finde es schon als ziemliche Koketterie, das automatische tägliche Service-Entgelt oder die Service-Charge beim Getränk an der Bar als „Belastung“ einzustufen. Erinnert mich ein bisschen an den Pauschaltouristen, der sofort nach der Ankunft in preiswerten mallorquinischen Zweisternehotel mit Lupe und Makro-Objektiv auf die Suche nach dem schwarzen Haar in der Badewanne geht. Man sollte sich bei seinem Urlaubsgenuss einfach nicht selbst im Wege stehen und das Positive im Fokus behalten. Aus dem Fokus, besonders in Deutschland, scheint mir immer mehr zu rücken, dass Qualität seinen Preis hat, und zwar bei allem.

    Wer bei Produkten und Personalkosten (wozu auch ein Serviceentgelt gehört) geizt, erhöht Stück für Stück den Handlungsdruck in der gesamten Produktionskette, ob bei Waren oder Dienstleistungen. Zuerst wird die Effizienz erhöht und am Ende leidet die Qualität. Leicht zeitversetzt kommt dieser Druck auch beim Kunden an, der selbst wohl in vielen Fällen auch Anbieter einer Dienstleistung ist, nämlich seiner Arbeitskraft. Marschieren diese dann unter dem Banner von Ver.di & Co. auf unseren Straßen mit der Forderung nach „Fairem Lohn“ und einem „Ende der Preisdrückerei“, dann hat sich dieser unheilvolle Kreis geschlossen. Freilich ohne dass irgendjemand meint, dass er mal durch atruistisches Handeln versuchen könnte, diese Abwärtsspirale aufzuhalten.

  10. Franz Neumeier on September 25, 2014 at 7:44 am

    @Eike: Die Servicegebühr bei Bar-Getränken ist auf der Rechnung bereits ausgewiesen, da steht also z.B.:

    Cocktail XY: 7,00 Dollar
    Servicegebühr (15%): 1,05 Dollar
    zusätzliches Trinkgeld: _______
    Total: ______

    Nachdem da schon 15% aufgeschlagen sind, muss man kein zusätzliches Trinkgeld mehr aufschlagen, außer man will. Also auch da keine Rechnerei, keine zusätzliche Arbeit, nur unterschreiben …

    Nervig ist’s trotzdem, da hast Du völlig Recht – es wäre schon schön, wenn schon auf der Getränkekarte der Preis stehen würde, den man dann auch tatsächlich bezahlt.

    Aber das ist in den USA halt einfach nicht üblich. Hat übrigens einen ziemlich handfesten, historischen Hintergrund: Die USA, ganz vereinfacht ausgedrückt, ist ja entstanden, weil Engländer sich von der Regierung unterdrückt und ausgebeutet gefühlt haben (Historiker mögen mir diese extreme Verkürzung verzeihen). Das heißt, die Leute distanzierten sich ganz klar und deutlich von staatlichen Dingen wie insbesondere Steuern. Dass die Steuer nicht wie bei uns üblich in den Preis eingerechnet wird, demonstriert bis heute, dass der Verkäufer eben mit den Steuern nichts zu tun hat und die nur widerwillig für den Staat kassiert, weil er eben dazu verpflichtet ist ;-)

  11. Eike on September 26, 2014 at 8:47 am

    @Volker: Gerade beim Einkaufen gibt es etwas zu rechnen. Klar, wenn man nur mal eben die Lebensmittel kaufen will, die man braucht weniger – aber nehmen wir mal an, ich gehe (was ich, wenn ich in den USA bin, gerne mache) Kleidung kaufen. Dann setze ich mir ein gewisses Budget, das ich maximal ausgeben will.

    Wenn ich an der Ware den Endpreis habe, kann ich -salopp gesagt- so lange Ware vom Regal in meinen Einkaufswagen schaufeln, bis die Summe der angegebenen Preise meinem Budgetlimit entspricht.
    Stehen die Preise ohne Steuern dran, kann ich im Voraus nicht sagen, ob ich an der Kasse feststelle, daß ich mehr gekauft habe, als ich möchte oder ob ich noch mehr hätte kaufen können. Analog gilt das auch für mich auf einem Kreuzfahrtschiff. Ich habe ein geiwsses Budget, das ich an Nebenkosten maximal ausgeben möchte. (Zwangsweise, denn irgendwo sind die finanziellen Ressourcen nunmal endlich.) Zugegeben, ich kann flexibler reagieren als im Supermarkt, weil ich nicht auf die Endabrechnung (analog zum Besuch der Kasse) warten muß, sondern auch vorher schon meine Bordrechnung einsehen kann, aber es ist mehr Aufwand.

    Das Argument mit den Randpreislagen ist zwar sachlich richtig, aber wenn es wirklich so ein großes Problem wäre, könnte man auch einfach die Bruttopreise entsprechend der Steuererhöhung anpassen. Ich finde diese Art der Preisgestaltung sowieso unnötig. Ob etwas jetzt nach der Steuerhöhung noch 49,99 kostet oder eben 51,57 (nicht nachgerechnet, nur als Beispiel), ist mir, sofern es dadurch nicht mein Budget überschreitet, vollkommen egal.

    Eine Verödung der Innenstädte kann ich zumindest hier in Frankfurt nicht feststellen – im Gegenteil, ich kaufe regelmäßig online ein, weil es mir in der Stadt einfach zu voll ist. Da ist für mich persönlich einfach _zu viel_ los. Dafür verödet der Stadtteil, in dem ich wohne seit der Schlecker-Pleite immer mehr, unter anderem weil, obwohl es im ganzen Stadtteil keine andere Drogerie gibt, alle anderen Ketten kein Interesse an den leerstehenden Geschäftsräumen der ehemaligen Schlecker-Filiale haben. An der Stelle ist allerdings nicht der Onlinehandel die Konkurrenz, sondern die Drogerieabteilung des Supermarkts. ;-)

    In einem Punkt vermute ich, daß Du mich falsch verstanden hast. Ich sehe nicht das Service-Entgelt als solches als Belastung an. Ich sehe nur den Abrechnungsmodus als Belastung an, weil er es in meinen Augen verkompliziert. Um das Beispiel von Franz aufzugreifen: Steht in der Getränkekarte 7 Dollar, aber auf der Rechnung dann 8,05 Dollar, empfinde ich deshalb nicht den Cocktail zu teuer, sondern störe mich nur an dieser Diskrepanz. Stünde in der Getränkekarte direkt „8,05 Dollar (inklusive 1,05 Dollar Service-Entgelt)“, hätte ich kein Problem damit. Von daher ignoriere ich Deinen vorwurfsvollen Vergleich, ich denke nach dieser Erklärung merkst Du selbst, daß er hier nicht passend ist. Ich verlange ja wirklich nicht, daß das Personal weniger Geld bekommen sollte, weil mich eine „Service Charge“ stört – es geht mir nur um den Abrechnungsmodus, nicht um die Endsumme. Ich finde es jedes Mal aufs neue faszinierend, wie das Servicepersonal auf Schiffen trotz der langen harten Arbeit bei (aus unserer Sicht) kleiner Bezahlung so einen guten Job macht. Ich gönne denen wirklich ihr Geld!

    @Franz: So kenne ich das (nur mit dem Unterschied daß Euro statt Dollar drauf stand) von meiner Costa-Kreuzfahrt. Mit Rechnerei meinte ich die Rechnerei im Vorfeld, wenn ich überlege, was mich ein Produkt unterm Strich kostet, und ob ich den Kauf tätigen möchte oder nicht. Wenn der von Dir erwähnte Zettel vor einem liegt und auf Unterschrift wartet, ist man ja schon einen Schritt weiter. ;-)
    Ich kenne übrigens auch US-Amerikaner, die das System an Land auch nervt. Als ich einem Arbeitskollegen „drüben“ erzählte, daß bei uns im Supermarkt immer das dran steht, was es kostet, meinte er, daß das ja traumhafte Zustände wären. :-)

  12. Franz Neumeier on September 26, 2014 at 8:58 am

    @Eike: Ja, im Supermarkt ist es tatsächlich eine Katastrophe – noch viel mehr natürlich für uns Touristen, weil wir die von Ort zu Ort teils stark unterschiedlichen Steuersätze ja nicht kennen. Da hat man nicht die geringste Chance, den Endpreis auszurechnen. Gegenmittel: Sich von den Supermarkt-Ketten die Kundenkarte holen – die ist immer kostenlos und es gibt so ziemlich auf alles irgendwie Rabatt. der gleicht dann die Steuern wieder aus ;-)

    Mit dem Trinkgeld-Thema ist das aber glaube ich nicht vergleichbar. Die lokalen Steuern nerven die Amerikaner auch …

  13. Volker Kaczmarek on September 26, 2014 at 11:52 am

    So lange wir beim „Urlaubsshoppen“ in den USA die Sales Tax als „Problem“ bezeichnen, weil es uns schwerfällt, diese 8,25% oder wie viele es örtlich auch sein mögen, hinzuzuschätzen, haben wir keine echten Probleme, denke ich.

    Es ist, wie ich finde, auch ein sehr deutsches Phänomen, an Dingen, die man nicht ändern kann, so lange herumzunörgeln, biss vor lauter Nörgelei sich das Magengeschwür einstellt. Das hätte dann den unbestreitbaren Vorteil, dass man nun ein echtes Problem fände. Franz hat es sehr einleuchtend erklärt, warum die Steuer in den USA separat ausgeweisen wird und wenn man diesen historischen Kontext einbezieht in seine „Befindlichkeiten“, dann sollte man damit leben können.

    Es ist schon wie beim Gejammer um das Trinkgeld oder Service Charge. Wer es nicht will, soll eine andere Reederei mit All-Inclusive-Konzept buchen. Wer sich mit der Berechnung seines Shopping-Budgets schwer tut, der muss nicht in die USA zu Einkaufen fahren. Ich empfehle als heilsame Schocktherapie diesen Kandidaten einen Norwegen-Urlaub. Hinterher werden über seine ehamiligen „Steuerprobleme“ nur noch milde lächeln.

    PS: oder glaubt hier wirklich jemand, in einer US-Regierung würde es irgend jemanden interessieren, was deutsche Urlauber über ihr Steuersystem denken? Touristen aus aller Welt fallen ohnehin in Scharen ein und schleppen die Klamotten kofferweise nach Haus.

  14. Eike on September 29, 2014 at 10:51 am

    @Volker: Um irgendwas „hinzuzuschätzen“ müßte man erstmal wissen, wie viel. Bei meinem letzten geschäftlichen Aufenthalt in den USA konnte mir nicht mal mein Kollege, der dort lebt(!), sagen, wieviel da noch drauf kommt… War halt „plus tax“.

    Außerdem empfehle ich mal, den verbalen Feinheitendetektor neu zu justieren, wenn eine Unterscheidung zwischen sachlicher Kritik und Nörgelei bzw. Jammern nicht mehr erkannt wird. Klingt nach leichten Wartungsproblemen. ;-) Aber da du Dich schon so nett um meinen Magen sorgst, dem geht es hervorragend. Danke der Nachfrage. Nur ein leichter Hunger zieht auf, aber die Mittagspause ist ja nicht mehr so weit entfernt.

    Und was Norwegen angeht, hatte ich den Spaß übrigens schon. Kurzfahrt mit Color Line von Kiel nach Oslo und zurück, und an Bord stelle ich fest, daß ich irgendwie keine T-Shirts dabei habe. Ich weiß bis heute nicht, wo sie hingekommen sind, denn die, die ich eingepackt zu haben dachte, waren weder auf dem Schiff noch hinterher zu Hause… nach einer Runde durch Oslo (viel Zeit hat man ja nicht) und Kopfschütteln über die dort aufgerufenen Preise, wurde das einzige mitgeführte T-Shirt eben auf der Kabine ausgewaschen und trockengeföhnt. Manchmal braucht man eben kreative Lösungsansätze.

  15. Volker Kaczmarek on September 29, 2014 at 4:26 pm

    Dass Menschen, vor allem deutscher Nation, Probleme damit haben, dass bestimmte Leistungen ihren Preis haben und dass man nicht Leistungen einfordern kann, die man nicht bezahlt hat, erlebe ich leider auch im Beruf regelmäßig. Ist zum Beispiel die Economy Class ausgebucht, in der Business Class aber gibt es zahlreiche freie Plätze, da leiten manche Eco-Passagiere ihr Recht daraus ab, sich einfach mal auf eines der Flat Beds zu pflanzen, welches statt 699 EUR mal eben 3.900 kosten würde.

    Spreche ich Sie an und bitte um Rückkehr auf ihren origialen Eco-Platz, ernte ich Unverständnis und Querulantentum. „Wieso, hier ist doch alles frei…etc…“ – Es ist nicht zu glauben, aber ich muss es ihnen erklären, dass ich es einem 3.900-EUR-Passagier gegenüber nicht vertreten kann, die 699-EUR-Passagiere einfach für lau in die Business Class zu lassen und dass ich dieser Logik zufolge auch alle anderen Eco-Passagiere in die Business Class einladen müsste (was aus Platgründen schon unmöglich ist). Ist man lange genug in der Serviceindustrie tätig, dann muss man zwangsläufig ein distanziertes Verhältnis zur deutschen Mentalität gewinnen. Gier, Geiz, Kleinkariertheit und Erbsenzählrei sind für meinen Geschmack so weit verbreitet, dass ich es als Wohltat empfinde, im Urlaub keine Landsleute zu treffen.

    Wetten, dass die prompte Antwort auf diesen Passus sein wird: „Ist doch klar, bei diiieeesen engen Sitzen, das ist ja Körperverletzung.“ Und auch hier gilt: akzeptierst du das Produkt nicht, wähle etwas anderes, nämlich die höhere Klasse oder eine andere Airline, aber nimm Dir nicht das, was Dir nicht zusteht.

    @ Eike: Dass Ihr amerikanischer Kollege nicht den örtlich aktuellen Steuersatz benennen kann, lässt den Schluss zu, dass er eben als Amerikaner diesem Sales-Tax-Aufschlag sehr entspannt gegenübersteht und sich vermutlich darüber gewundert hat, dass ein jemand überhaupt auf den Gedanken kommen könnte, dieses auf den Cent genau ausrechnen zu wollen. Vielleicht ist Ihnen auch im Rahmen Ihrer USA-Aufenthalte schon einmal aufgefallen, dass Münzgeld bei vielen Menschen dort gar keinen gefühlten monetären Wert besitzt. Selbst beim Einkauf von Kleinigkeiten werfen viele Kunden das Wechselgeld (Hartgeld) einfach in die kleine Tip-Box an der Kasse. Man stelle sich vor: hier bekommt auch ein Kassierer im Deli noch Trinkgeld! „Need a penny? Take a penny!“ Schon mal gesehen? Ja, das wäre in Deutschland unmöglich. Da kämen sogleich die Pfennigfuchser und würden an sämtlichen Läden die Pennyboxen leeren, auf dass sich damit ein Vermögen zusammenraffen ließe.

    Sie können gern auch Ihre „sachliche Kritik“ einmal gegen die amerikanische Unsitte der Todesstrafe, gegen Netzzensur in Saudi-Arabien oder gegen die Gleichschaltung der Gesellschaft in Nordkorea richten. Ich bin gespannt, in welchem Umfang die dortigen Regierungen sich Ihrer Argumente annehmen. Netter Versuch, sachliche Kritk zu simulieren (wie oft haben Sie diese denn bereits gegenüber den Managements von US-Reedereien geäußert?) – in Wirklichkeit geht es Ihnen offenbar nur darum, auf Kosten ehrlicher und großzügiger Passagiere die Schnäppchen mitzunehmen und sich um das Trinkgeld zu drücken. Meine Meinung zu diesem peinlichen Disput, der in keinem anderen Land vorstellbar ist, außer in der Erbsenzählerrepublik.

    Wenn Ihnen die Produkte und Preisgestaltungen der US-Reedereen zuwider sind, buchen Sie sie nicht! Sie doch zu buchen und sich um die Service Charge zu drücken, ist unethisch, weil Sie Mitarbeiter und Ihre Mitreisenden indirekt bestehlen.

  16. Franz Neumeier on September 30, 2014 at 7:14 am

    Ich glaube, den meisten – zumindest von denen, die hier ausführlich mit diskutieren – geht es auf keinen Fall darum, die Crew um ihre Trinkgelder zu prellen. Ganz im Gegenteil. Die Diskussion ist deshalb so intensiv, weil jeder gerne das Trinkgeld gibt, sich nur ein transparenteres und ehrlicheres System wünscht. Ich denke, dieser Wunsch ist absolut berechtigt und nachvollziehbar (solange er nicht damit einher geht, eigenmächtig nicht oder nach selbstgestrickten Regeln zu zahlen – aber das haben die Diskutanten hier glaube ich klar gemacht, dass sie das nicht tun).

    Nicht bei entsprechenden Reedereien zu buchen (und diesen Grund gegenüber den Reedereien bzw. Reisebüros auch deutlich zum Ausdruck zu bringen, damit das Feedback dort ankommt, wo es gehört werden soll!), ist ein möglicher Schritt zu potenziellen Änderungen. Wer dennoch bei diesen Reedereien bucht, sollte sich dem Preisgefüge unterwerfen und zahlen, aber im Fragebogen am Ende der Reise deutlich und klar darauf hinweisen, dass man mit der Trinkgeldpolitik höchst unzufrieden ist und erwägt, künftig woanders zu buchen. Diese Fragebogen werden genau gelesen und ausgewertet und wenn genug Passagiere immer die gleiche Sache bemängeln, wird das zumindest ein Thema bei der Reederei.

    Beim Thema Rauchen hat intensives Passagier-Feedback und ein Umdenken in der Gesellschaft letztlich zu Änderungen geführt. Möglicherweise hilft auch die zunehmende Internationalisierung der Kreuzfahrt – insbes. auch nach Asien, wo Trinkgeld ziemlich unüblich ist, manchmal sogar als Beleidigung aufgefasst wird.

  17. Eike on September 30, 2014 at 8:58 am

    @Volker Kaczmarek: Leider verstehe ich nicht, was der Vergleich mit Business- und Economy Class an dieser Stelle soll. Ich glaube Ihnen, daß es so ist – ich fahre viel Bahn, im Fernverkehr eigentlich nur in der 1. Klasse, und da erlebe ich auch regelmäßig das sich die Zugbegleiter mit Fahrgästen rumärgern müssen, die sich einfach mit einer Fahrkarte fr die 2. Klasse in die 1. setzen. In der Business Class eines Flugzeugs saß ich bisher nur wenn ich entweder genau diese gebucht habe, oder beim Einchecken aufgrund von Überbuchung auf Initiative der Fluggesellschaft dorthin gesetzt wurde. Im Flugzeug frage ich höchstens (wenn man es wie bei einigen Fluggesellschaften nicht im Vorfeld gegen Aufpreis buchen kann) nach einem Platz am Notausgang. Ansonsten verschaffe ich mir einfach durch eine geschickte Platzreservierung mehr Platz, wie bei meinem nächsten Flug, auf dem es zwar offiziell keine Business Class gibt, aber ein Flugzeug mit Business Class-Einrichtung zum Einsatz kommt. Wer schnell genug war, konnte da für die normale Reservierungsgebühr eben einen Platz „vorne“ buchen. Eigenmächtig wechseln käme für mich nicht in Frage.

    Um es nochmal einfach auszudrücken: Ich beschwere mich nicht, wenn ein Produkt einen Preis X kostet. Entweder will ich das Produkt nutzen, dann zahle ich den Betrag X, oder ich lasse es eben sein. Ich beschwere mich darüber, daß auf dem Produkt aber nicht „Ich koste X“ steht, sondern „Ich koste Y“, aber ich am Ende doch den höheren Betrag X zahlen muß.

    Mein amerikanischer Kollege sagte mir übrigens nicht nur, daß er es nicht weiß, sondern daß es ihn auch gewaltig stört, gerade wenn am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig sei. Die Schlußfolgerung ist also falsch. Das mit dem Münzgeld ist mir übrigens nicht aufgefallen, da ich quasi keins in die Finger bekommen habe. Es wird ja alles und jedes per Kreditkarte bezahlt. ;-)

    Ihre Unterstellungen, mich um Trinkgeld drücken zu wollen, finde ich unterste Schublade – das zeigt, daß Sie nicht ansatzweise gelesen haben, was ich geschrieben habe. Irgendwo weiter oben schrieb ich, daß ich sogar gerne Trinkgeld gebe. Deswegen werde ich künftig auf Ihre Postings nicht weiter eingehen. Ich habe an keiner Stelle gesagt, daß ich nicht das zahlen möchte, was es kostet. Ich habe mich lediglich daran gestört, daß vorher ein günstigerer Preis angegeben ist, der sich im Nachhinein erhöht. Nicht mehr und nicht weniger. Auf die Idee, mich um die Service Charge zu drücken, ohne daß es dafür berechtigte Gründe gibt (sprich: objektiv feststellbare Mängel im Service) käme ich nicht. Der einzige von mir bisher genutzte Weg, um die Zahlung einer „Service Charge“ herumzukommen, ist, daß ich eben bei einer Reederei buche, wo diese Kosten von Anfang an in den Reisepreis hineinkalkuliert sind. (Ist ja nicht so, daß man das Geld dann nicht bezahlen würde, es ist nur für den Kunden einfacher.) Ein, wie ich finde, vollkommen legitimer Weg.

    Nochmal so einfach formuliert, daß ich hoffe, daß selbst Sie es jetzt verstehen:

    Es geht NICHT um die Höhe des Betrags, der zu bezahlen ist. Es geht ausschließlich darum, daß es mir nicht gefällt, wenn ich nicht von Anfang an den zu bezahlenden Betrag kommuniziert bekomme, sondern am Ende ein höherer Betrag auf der Rechnung steht.

    Franz hat es erkannt und schön zusammengefaßt. (Danke!) Entweder ich mache es so, wie die Reederei es vorgibt, oder ich buche woanders, wenn es mir nicht paßt. Andere Alternativen gibt es für meine Person da jedenfalls nicht. Gleiches gilt für mich übrigens beim Thema Kleiderordnung. Wenn „Formal“ angesagt ist, mache ich entweder mit, oder ich buche von vorneherein ein Schiff, wo es das nicht gibt. Mich dann in zerrissener Jeans und angesifftem T-Shirt dazwischenzuklemmen käme nicht in Frage. Das ist einfach eine Frage des Respekts den anderen Gegenüber. (Meine Lösung ist aber eher die letztere, nämlich woanders buchen…)

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