Podcast: Kreuzfahrt-Schnäppchen vom Discounter

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Mit Kreuzfahrt-Schnäppchen von Aldi, Lidl, Tchibo & Co. beschäftigt sich Folge 39 des cruisetricks.de Kreuzfahrt-Podcasts. Sind die Preise der Discounter wirklich günstig, oder haben die Angebote einen Haken? Worauf sollte man bei der Buchung einer Kreuzfahrt beim Discounter achten? Außerdem widmen wir uns ausführlich einer Reihe von Hörer-Fragen, die wir in den vergangenen Wochen bekommen haben.

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Viele Fragen haben uns die Hörer des geschickt. Im zweiten Teil des Kreuzfahrt-Podcasts Brückenbesichtigungen daher einige dieser Hörer-Fragen. So geht es beispielsweise um Lebensmittel-Logistik – von der Beladung im Hafen über die Lagerung an Bord bis zum fertigen Menü im Restaurant. Wir sprechen über die Ein- und Ausschiffung beim Passagierwechel und warum es dort manchmal zu Verzögerungen und längeren Wartezeiten kommen kann.

Ein Thema ist aber auch die TV-Serie “Verrückt nach Meer”, zu der ein Hörer wissen wollte, wie realistisch es auf Albatros und Artania in der Serie zugeht und welche Episoden eher dem Film-Drehbuch als der Realität entspringen. Und wir sprechen über Behind-the-Scenes-Führungen und auf Kreuzfahrtschiffen und bei welchen Reedereien eine Besichtigung der Brücke und des Maschinenkontrollraums nach den verschärften Sicherheitsvorschriften noch möglich sind.

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Show Notes / Themen:

Kreuzfahrt-Schnäppchen vom Discounter

  • Aldi, Lidl & Co: Günstige Preise oder versteckte Haken?
  • Worauf sollte man achten?
  • Welche Einschränkungen muss man in Kauf nehmen?

Antworten auf Hörerfragen:

  • Wie kommt das Essen auf den Tisch? von der Beladung über Lagerung und Kühlung bis in die Küche und zum Gast [ab 14:15 min.]
  • Ein- und Ausschiffung: Warum geht das manchmal so langsam? Liegt das an der Reederei? [ab 20:50 min.]
  • TV-Serie “Verrückt nach Meer”: ein kleiner Realitäts-Check [ab 25:05 min.]
  • Brückenbesichtigung: Unter welchen Bedingungen können Passagiere die Brücke besuchen und in andere Bereiche des Schiffs “behind the scenes” schauen? [28:45 min.]

Links:

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13 Kommentare zu Podcast: Kreuzfahrt-Schnäppchen vom Discounter

  1. Peter Stilbach on Februar 15, 2014 at 9:37 am

    Hallo Ihr “2” Moderatoren,

    wieder eine super Sendung. Das Ihr auf Hörerfragen eingeht finde ich besonders gut. Tja, Euer Podcast bringt viel Abwechslung, immer sehr interessante Themen und aktuelle Meldungen.
    Für mich war in diesem Podcast interessant das Thema “Wie kommt das Essen auf den Tisch”. Für “uns” Proviantleute schon eine Meisterleistung, denn den meisten Gästen schmeckt das Essen sehr gut. Bei “Verrückt nach Meer” hoffe ich auf Fortsetzung, dass habe ich auch der ARD mitgeteilt. Kurz zur Brückenführung: Auf “Albatros” und “Amadea” finden sie statt, auf der “Artania” geht man nur schnell durch (Infos in den Tagesprogrammen). Die “Amadea” macht noch Küchenbesichtigung. Auf der “MS Berlin” (FTI)auch Brückenführungen.
    Hier noch ein weiterer Vorschlag für spätere Podcast, wenn die Termine nahen. Hamburger Hafengeburtstag und im August “Cruise Days”. Vielleicht auch die Partys in Rostock, wenn drei Kreuzfahrer dort liegen.
    Weiterhin viel Erfolg wünscht mit besten Grüßen
    Peter Stilbach

  2. Franz Neumeier on Februar 15, 2014 at 9:55 am

    Vielen Dank für das Lob. Zu Phoenix möchte ich nur kurz ergänzen, dass es laut Phoenix Reisen offiziell ausdrücklich keine Brückenführungen gibt. Möglicherweise gibt es aber an Bord vielleicht gelegentliche Ausnahmen.

    Um übrigens Veranstaltungen wie Cruise Days oder Anlaufparties in Rostock im Podcast aufzugreifen, bräuchten wir erst einmal einen Sponsor, der die nicht unerheblichen Kosten für den Aufwand, dorthin zu reisen, tragen würde ;-)

  3. Peter Stilbach on Februar 15, 2014 at 10:17 am

    Danke für Ihre Rückmeldung, Herr Neumeier.
    In den Tagesprogrammen, die jeder täglich auf der Hompage- Seite von Phoenix lesen kann, wird bei “jeder” Reise nach Decks aufgeteilt die Brückenführung angeboten. Da hat wohl eine(r) in der Zentrale in Bonn keine Kenntniss darüber. Aber es steht schriftlich halt im Tagesprogramm. Gut das Sie und ich das hier aufklären können.
    Das mit den Veranstaltungen meinte ich mehr nur als Hinweis das sie stattfinden, falls Hörer(innen) z. B. aus dem Süden anreisen möchten.
    Viele Grüße Peter Stilbach

  4. Franz Neumeier on Februar 15, 2014 at 10:28 am

    Okay, verstanden ;-) Und bei Phoenix frage ich nochmal nach …

  5. Volker Kaczmarek on März 2, 2014 at 5:18 pm

    Hallo,

    Die Podcasts mit ausgewiesenen Kreuzfahrtexperten finde ich sehr interessant. Zum Thema “Schnäppchen vom Discounter” habe ich gleich mal ein bisschen herumgeschaut und sofort Überraschendes gefunden: Tchibo bewirbt eine 15tägige Reise mit Norwegian Star von/bis Kopenhagen z.B. vom 22.9.14 bis 6.10.14 für “nur” 1.649 EUR, also “ab”, was dann wohl Innenkabine bedeutet, und zwar inklusive Flug nach Kopenhagen und zurück. Dieselbe Reise finde ich bei Online-Vermittlern für 1.259 EUR, natürlich ohne Flug.

    Wenn man berechnet, dass man von Deutschland nach Kopenhagen für deutlich weniger als 390,- EUR nach Kopenhagen und zurück kommt, z.B. mit dem Zug, muss man wirklich betonen, dass angepriesene Discounterschnäppchen immer gut zu prüfen sind.

    Interessieren für einen zukünftigen Podcast würden mich einmal bestimmte Umweltaspekte. Dass eine Kreuzfahrt immer auch einen exzessiven Energie- und Ressourcenverbrauch bedeutet, dürfte jedem klar sein, selbst bei einem noch so “umweltfreundlichen” Schiff.

    In letzter Zeit liest man immer mehr von Neubauten aber auch Nachrüstungen mit “Scrubbern” zur Abgaswäsche. Wie sieht’s aus mit der extremen Abgasbelastung von Kreuzfahrthäfen durch Schweröl oder Schiffsdiesel. In diesem Zusammenhang wird immer wieder von einer landgestützten Energieversorgung der Schiffe gesprochen, wodurch die eigenen fossil betriebenen Generatoren abgeschaltet werden könnten. Wie sieht es mit Umweltvorschriften in sensiblen Regionen aus, z.B. Arktis oder Antarktis? Welche neuen Konzepte gibt es vor Bordmüll, Abwasser, Lebensmittelabfälle etc? Bei Queen Mary 2 hieß es in einer Reportage, dass z.B. alle Glasflaschen etc. zu Pulver zermahlen und ins Meer abgelassen würden, quasi Sand zu Sand, Papier verheizt würde und Schwarzwasser in einer Kläranlage gereinigt. Stimmt es, dass z.B. Grauwasser generell für Toilettenspülung oder Decksreinigung verwendet wird?

    Kritische Berichte gab es mehrfach über Ausbeutung von Angestellten. Miese Bezahlung, Provisionen nur für Cocktails, Einbehalt für Uniformkosten, Zusmamenpferchung von Mitarbeitern auf engstem Raum. Hierüber wird fast nichts öffentlich. Die Marke wurde in der entsprechenden Reportage immer unkenntlich gemacht, ich glaube aber, ein MSC-Schiff erkannt zu haben. Zu meiner großen Verwunderung empfand ich auf mehreren Touren mit Cunard das Personal häufig als sehr abgearbeitet und übermüded, fast apathisch, während ich auf meiner letzten (und einzigen) NCL-Reise überrascht war, wie präsent und ausgeschlafen alle in der Crew permanent wirkten. Da die Reedereien sicher eine immense Fluktuation haben, wird es doch genügend Insider geben, die hier mal aus dem Nähkästchen plaudern könnten.

    Ansonsten noch ein kleiner Tipp für NOCH bessere Podcasts: der Moderator bzw. Fragesteller sollte sich mit Hilfe eines Scrips ein bisschen mehr vorbereiten. Dann weiß man auch, die “wievielte” Sendung es ist, muss nicht so viel “ääääähm” sagen und kann überflüssige Füllwörter weglassen. Oder einfach mal einen Moderatorenkurs belegen – das ist keine Schande, und jeder, der ins Radio oder TV möchte, muss das auch absolvieren.

    Grüße aus Düsseldorf
    Volker

  6. Franz Neumeier on März 3, 2014 at 11:09 am

    Lieber Volker,

    vielen Dank für Ihr ausführliches Feedback und die Themenanregungen. Zu einigen der Themen haben wir auch in früheren Podcasts schon einiges gesagt (z.B. Thema Umwelt: „Interview mit TUI-Crusies-Umweltbeauftragter Lucienne Damm“ und Podcast-Folge Nr. 1: „Umweltschutz“), aber wir greifen diese Themen gerne nochmal in einem der kommenden Folgen auf.

    Kurz ein paar schnelle Antworten auf Fragen, die – soweit ich mich erinnern kann – in den angesprochenen Podcast-Folgen nicht vorkommen:
    Scrubber können (bzw. müssen sogar) selbstverständlich auch im Hafen eingesetzt werden. Landgestützte Energieversorgung („Landstrom“) gibt es bislang nur in sehr wenigen Häfen weltweit, in Hmburg wird AIDA aber demnächst ein System in Betrieb nehmen wo die Energieversorgung mit Hilfe einer sog. Power-Barge über Erdgas von außen zugeführt wird (siehe: „Saubere Energie im Hafen“).
    Grauwasser wird grundsätzlich nicht für Toilettenspülung oder Dreckreinigung benutzt – das Risiko für eine Verunreinigung wäre zu hoch (z.B. Noro wo ja schon nur zehn Viren für eine Ansteckung ausreichen – so ein Wasser sollte tunlichst auch nicht durch die Toiletten laufen).

    Zum Thema Crew werden wir ganz sicher demnächst etwas machen – allerdings ist das natürlich ein recht schwieriges Thema, weil „die Wahrheit“ oft Ansichtssache ist (Stichwort Bezahlung: legt man westliche Maßstäbe an, dann ist die Bezahlung schlecht, legt man Maßstäbe aus den Heimatländern der Crew an, dann ist sie bis zu zehnmal so hoch wie bei einem Job im Heimatland), Reedereien geben hier – verständlicherweise – kaum Einblicke, so wie Unternehmen an Land das auch kaum machen, nicht unbedingt weil sie etwas zu verbergen haben, sondern auch weil’s einfach Firmeninterna sind. Und natürlich gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Reedereien. Aber wie gesagt: Das ist ein komplexes Thema, das wir in absehbarer Zeit mal ausführlich aufgreifen werden; ansonsten haben wir dazu auch schon in der Podcastfolge „Jobs und Arbeiten am Kreuzfahrtschiff“ einiges dazu gehört.
    Man muss bei dem Thema auch etwas vorsichtig sein, was TV-Berichte dazu angeht – auf einem Kreuzfahrtschiff zu arbeiten ist kein Zuckerschlecken, aber das sind viele andere Jobs an Land auch nicht. Und jeder, der auf dem Schiff arbeitet, hat sich das freiwillig ausgesucht, niemand wird zu diesem Job gezwungen. Das ignorieren solche Reportagen gerne mal, und einige Aussagen in diesen Reportagen sind auch schlicht falsch, aus dem Zusammenhang gerissen oder absichtlich reißerisch aufgebauscht. Die Realität liegt da irgendwo in der Mitte.

    Bzgl. Moderation: Das zu kommentieren will ich eher Jerome überlassen – nur soviel dazu: Jerome ist erfahrener Radio-Moderator und hat die Ausbildung durchaus. Unser Ziel mit dem Podcast ist nicht, eine perfekte Nachrichtensendung im „Tagesschau“-Stil zu machen; es darf und soll bewusst ein wenig menscheln und locker zugehen. Ein wenig Plaudern und “äääh” ist da durchaus beabsichtigt ;-)

    Herzliche Grüße
    Franz

  7. Jerome Brunelle on März 3, 2014 at 5:46 pm

    Lieber Volker,
    dann äußer ich mich auch mal kurz. Zunächst, und das meine ich wirklich so, vielen herzlichen Dank für das Feedback auf unseren Podcast! Natürlich freut man sich über positive Rückmeldungen. Aber sehr wertvoll sind auch “negative” Rückmeldungen, beziehungsweise Rückmeldungen die Verbesserungspotential aufzeigen. Deshalb nocheinmal herzlichen Dank!
    Das mit den “Ääääähs” ist so eine Sache… Ich habe gerade heute einen Podcast gehört (Freekshow) wo genau über dieses Thema diskutiert wurde. Meine Meinung dazu ist, dass man im Auge behalten muss wie oft die Sprecher das “Ääääh” benutzen. Artet es aus, dann sollte man (und dastu ich übrigens auch) das eine oder andere “äääää” heraus schneiden. Auf der anderen Seite sind die Themen die wir besprechen teilweise recht komplex, so das ein “Äääääh” Zeit gibt über den nächsten Satz nachzudenken. Aber auch der Hörer kann davon profitieren, denn er hat mehr Zeit die Informationen zu erfassen, was für ihn durchaus angenehm sein kann. In den zwanzig Jahren in denen ich beim Radio gearbeitet habe, haben wir um jede Zehntelsekunde gekämpft, da die Sendezeit begrenzt war. Wenn man nur 90 Sekunden hat eine Geschichte zu erzählen ist das ja auch logisch. Im Podcast haben wir die Zeit und deshalb bin ich vorsichtig mit der Schere….
    Was die Vorbereitung betrifft gebe ich Ihnen Recht. Da könnte ich mich manchmal besser vorbereiten. Zu meiner Ehrenrettung vielleicht nur zwei Dinge. Manchmal einigen wir uns recht kurzfristig auf die Themen der Sendung und manchmal muß ich mich bis unmittelbar vor der Sendung um meinen kleinen Sohnemann kümmern, der jetzt 20 Monate alt wird. Was mir aber wichtig ist, ist dass die Themen gut recherchiert sind. Das ist der Part von Franz und das macht er, finde ich, ganz hervorragend. Und ich denke die richtigen Fragen sind mir meistens eingefallen.
    Tja und manchmal produzieren wir (wenn auch ungern) mehr als ein Folge an einem Tag. Das liegt daran, dass der Franz oft auf den Schiffen unterwegs ist und einfach nicht da ist. Da kommt man dann etwas mit den Zahlen durcheinander. Dies kann man aber vermeiden, wenn man es groß auf einen Zettel schreibt… :-)
    Was Moderationskurse betrifft: Sehr gerne! Man lernt schließlich nie aus! Patrick Lynen bietet da sehr gute Sachen an. Leider kosten die ein bissle was… Aber wenn Sie mich sponsern…. Sehr gerne! :-)

    Mit freundlichen Grüßen!

    Jérôme

  8. Franz Neumeier on März 7, 2014 at 10:26 am

    @Peter Stilbach: Ich habe bei Phoenix ausdrücklich nochmal nachgehakt – offiziell gibt es keine Brückenführungen, offenbar haben die Kapitäne aber eine große Entscheidungsfreiheit in dieser Hinsicht, sodass es sich dort, wo eine Brückenführung im Tagesprogramm steht, eine individuelle Entscheidung des Kapitäns des jeweiligen Schiffs handelt.

  9. Volker Kaczmarek on Mai 1, 2014 at 5:13 pm

    Hallo!

    Inzwischen habe ich bei Youtube eine Serie entdeckt namens “Cruise Ship Diaries” (Also “Kreuzfahrtschiff-Tagebuch”), von NAT GEO Adventure (National Geographic).

    Hier wird das Crewleben auf der Costa Serena unter die Lupe genommen. Man sollte einigermaßen englisch verstehen, um auch Italiener mit starkem Akzent zu verstehen, wenn sie englisch sprechen. Die Serie ist offenbar von jemandem aus Thailand eingestellt worden – jedenfalls lassen die Untertitel darauf schließen.

    Wenn das Crewleben in dieser TV-Serie nur einigermaßen wirklichkeitsnah abgebildet wurde, geht’s da offenbar ganz schön deftig zur Sache. Da brüllen sich die Bühnenkünstler an, wenn sie mir der Leistung des anderen nicht zufrieden sind, die Kamera ist dabei, wenn Crewmitglieder gekündigt und an Land gesetzt werden… freilich ohne das Gesicht des Gekündigten zu zeigen, ein vor gockelndem Selbstbewusstsein überschäumender Unterhaltungs-Gigolo muss immer wieder zurückgepfiffen werden, weil er den Gästen zu provokant gegenübertritt…und die Gästebetreuerin zeigt Beschwerden deutscher Kunden, die unzufrieden waren, weil auf dem italienischen Schiff von und nach Venedig “zu viele Italiener” an Bord waren.

    Das TV-Team geht hier deutlich weniger weichgespült vor als bei den Werken von “Verrückt nach Meer”, das ja schon in einer süß-klebrigen Harmoniesoße daherkommt, wenn man nur an die immer wiederkehrenden vom Glück tränenfeuchten Augen übergewichtiger deutscher Muttis denkt, die “Ich kann’s noch gar net glaube, dass mir jett uff däm Schiff sind.” ins Mikrofon stammelten.

    Risiken bei akrobatischen Bühnenshows während starken Seegangs, gefangene Passagiere in defektem Aufzug, totales Chaos nach Schneesturm und unmöglicher Ausschiffung bei gleichzeitiger Einschiffung der neuen Passagiere, ja sogar mein Lieblingsthema Todesfall an Bord kam vor (auf diese Frage habe ich hier bei Cruisetricks.de ja noch keine Antwort erhalten… kann es sein, dass alle Beteiligten sich da immer noch hinter einem Pseudo-Schutzwall namens Pietät verstecken wollen? Immerhin wird man doch als ehemaliges Crewmitglied etwas dazu sagen können, oder?).

    Die TV-Doku “Kreuzfahrt undercover” hatte durchaus bei einem eindeutig als MSC identifizierbaren Schiff sehr rüde Umgangsmethoden aufgedeckt. Das mag vielleicht bei Italienern üblich sein – könnte man denken, wenn man Cruise Ship Diaries schaut. Viele Aspekte kommen sehr realistisch daher, z.B. dass Crewmitglieder nach ein paar Monaten das Gefühl haben, jeden Kontakt zur Außenwelt zu verlieren, von Gefängnis oder Isolation.

    Überraschend bzw. beruhigend finde ich jedoch diese extreme Fokussierung auf Sicherheitsthemen, und ich nehme an, dass diese Doku noch vor dem Concordia-Unglück entstand. Helikopter-Rettungsübung während der Fahrt mit Passagieren an Bord – davon habe ich noch nie etwas gehört, oder kann es sein, dass hier etwas Spektakuläres für die Fernsehzuschauer konstruiert wurde? Auf Meinungen anderer wäre ich gespannt:

    http://youtu.be/rLLeo_NEvzA

  10. Jerome Brunelle on Mai 1, 2014 at 5:32 pm

    Hallo Herr Kaczmarek,

    diese Serie habe ich glaube ich auch einmal gesehen.
    Natürlich ist die Arbeit auf enem Schiff kein Zuckerschlecken. 7-Tage-Woche, of 14 Stunden-Tage und das über 4,6 oder 9 Tage. Dazu immer fröhlich sein vor den Passagieren… Kein leichter Job, bei dem in der Tat auch viele vorzeitig gehen müssen oder wollen. So habe ich das jedenfalls erlebt. Und natürlich ist die Stimmung unter der Crew auch mal gereizt, schliesslich muss man ja auf engsen Raum nicht nur zusammenarbeiten sondern aich noch zusammenleben. Und ja, man verliert den Kontakt nach Hause, weil man ja nur eingeschränkt erreichbar ist und viele Monate unterwegs. Richtig ist auch, dass man das Schiff nicht verlassen darf wann man will. Wie im Gefängnis kam ich mir aber nicht vor. Allerdings konnte ich mich auf dem Schiff auch im Gästebereich bewegen, was viele andere aus der Crew nicht durften.
    Die Übung mit dem Hubschrauber halte ich nicht für gefährlich, wenn man den unmittelbaren Bereich frei hält. Solch ein Mannöver muss regelmässig geübt werden und zwar bei einem fahrenden Schiff, denke ich.
    Ich selbst bin zwar nur Pilot von einmotorigen Kleinflugzeugen aber da bin ich mir recht sicher.
    mfG
    Jerome Brunelle

  11. Jerome Brunelle on Mai 1, 2014 at 5:43 pm

    Oh, eines habe ich vergessen: Ja, an Bord von Schiffen wird auch gestorben. Das ist bei der grossen Anzahl von Passagieren ja auch normal. Soweit ich weissq ,sind die Schiffe darauf vorbereitet, so gibt es wohl spezielle Kühlräume und wohl auch Särge an Board. Das weiss ich aber nur von höherem Sagen….

  12. Franz Neumeier on Mai 1, 2014 at 6:01 pm

    Mit dem Thema “Tod” gehen die Reedereien verständlicherweise sehr zurückhaltend um. Schließlich verkaufen sie ja Urlaubsfreuden ohne Sorgen und Nöte. Eine Passagier-Führung in die Küche, auf die Brücke und anschließend noch in die Leichenkammer wäre da nicht so erbaulich ;-)

    Aber ja, natürlich haben Schiffs auch mindestens eine Kühlkammer für diesen traurigen Fall an Bord, die ich persönlich auch schon einmal sehen durfte. Sie dienen in der Regel dazu, den Verstorbenen bis zum nächsten Hafen zu transportieren, von wo dann über Land bzw. per Flugzeug in die Heimat überführt wird.

  13. Volker Kaczmarek on Mai 1, 2014 at 6:44 pm

    Das ist wohl eher ein allgemein-gesellschaftliches Thema, den Tod soweit zu tabuisieren und damit aus dem Leben zu verbannen, bis er wirklich so ein schauerliches Gesicht bekommt, dass man ihn nur noch aus seiner Gedankenwelt verbannen möchte. Fatal, wie ich finde. Man könne ja die Reihenfolge umkehren: ZUERST in die Leichenkammer, dann auf die Brücke und in die Küche :-)

    Ich wette, wenn der Boom mit den Kreuzfahrten weit so anhält und in Deutschland erst die geburtenstarken Jahrgänge ins “Abtrittsalter” kommen, dann werden auch Seebestattungskreuzfahrten in Mode kommen *lg*.

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