Podcast: Luxus-Option oder Zweiklassen-Gesellschaft?

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Immer mehr Reedereien führen besonders auf den ganz großen Kreuzfahrtschiffen exklusive Luxus-Bereiche ein, die entweder nur gegen Bezahlung zugänglich sind oder gleich komplett nur für Passagiere in teuren Suiten reserviert sind. In dieser Folge des cruisetricks.de-Kreuzfahrt-Podcasts diskutieren wie die Vorzüge und Nachteile von Suiten-Komplexen und exklusiven VIP-Bereichen auf Kreuzfahrtschiffen.

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“Schiff im Schiff” wird das Konzept gerne genannt: Bei MSC ist es der “MSC Yacht Club“, bei Norwegian Cruise Line “The Haven” und in Abstufungen gibt es Ähnliches auch bei Cunard Line. Gemeinsam ist diesen Konzepten, dass nur Passagiere ab einer bestimmten, gehobenen Kabinenkategorie Zugang zu den exklusiven Pools, Sonnendecks und Restaurants in diesen Suiten-Bereichen haben. Bei anderen Reedereien wie beispielsweise bei Celebrity Cruises haben Passagiere bestimmter Suite-Kategorien eigene Restaurants und Lounges, abgetrennte Frühstücks-Bereiche, Butlerservice und viele mehr.

Wir diskutieren im Podcast die Vorzüge dieser Luxus-Optionen auf Massenmarkt-Kreuzfahrtschiffen, reden aber auch darüber, ob es möglicherweise einen Trend hin zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft auf Kreuzfahrtschiffen gibt und wie die abgegrenzten VIP-Bereiche auf den Kreuzfahrtschiffen auf die übrigen Passagiere wirken.

Wir sind gespannt auf Ihre Meinung zu diesem Thema: Wie denken Sie über VIP-Bereiche, Suiten-Komplexe und reservierte Restaurants, Sonnendecks und Pools?

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Show Notes / Themen:

Suiten-Komplexe, VIP-Bereiche, Luxus-Optionen:

  • Schiff-im-Schiff-Konzepte: “MSC Yacht Club”, Norwegians “The Haven”
  • Vorzüge der VIP-Sonnendecks und -Pools, Exklusiv-Leistungen für Suiten-Gäste
  • Besonderheiten für Status-Kunden von Reedereien
  • Nachteile für die übrigen Passagiere?
  • Gibt es einen Trend zur Zwei-Klassen-Gesellschaft auf Kreuzfahrtschiffen?

Links:

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3 Kommentare zu Podcast: Luxus-Option oder Zweiklassen-Gesellschaft?

  1. Volker Kaczmarek on März 12, 2014 at 5:17 pm

    Moin, Moin!

    Das mit dem “Ideal” der klassenlosen Gesellschaft ist nach meiner Erfahrung ein typisch deutsches Mentalproblem. Gleichzeitig gilt bei uns der Status und das Zeigen desselben als wesentlicher Bestandteil zur Aufrechterhaltung des Selbstwertgefühls. “Mein Haus, Mein Auto, Mein Boot…” hieß es einst und auch wenn der Werbespot mittlerweile in der Versenkung verschwand, ist das Verhalten immer noch dasselbe.

    “What you pay is what you get” – du kriegst das, was du bezahlst. So einfach ist das und es gilt überall. Auch Hotels haben besondere “President’s Suites” und auch “Executive Floors”, zu denen man nur Zutritt hat, wenn man auch auf diesen Etagen residiert, ansonsten fährt einen der Aufzug gar nicht bis dorthin. Erbsensuppe bezahlen und Kaviar bekommen geht eben nicht zusammen.

    Auf die Kreuzfahrtschiffe bezogen ist die Trennung durchaus sinnvoll, denn MSC, Cunard und NCL wollen doch den exklusiven Markt der hochpreisgen Kunden eben nicht den kleinen Edelmarken kampflos überlassen, wie es auch im Podcast beschrieben wurde und manch ein gutbetuchter Kunde wird vielleicht doch gern einmal die tolle Broadwayshow angucken wollen.

    Ich gehe beruflich oft mit Menschen um, die mit Geld nur so um sich werfen könnten, wenn sie denn wollten. Wenn es sich um jene handelt, die schon reich geboren wurden, vielleicht einer traditionellen Familiendynastie entstammen, dann stelle ich auf angenehme Weise fest, wie unprätenziös diese Menschen leben, ja fast bescheiden und es als unschicklich empfinden, ihren Wohlstand zu plakativ zu präsentieren. Genau DAS sind sicher auch die potenziellen Kunden für Haven & Co., können sie sich doch, wenn ihnen danach ist, sich gerade auf US-geführten Schiffen fast anonym in Schlabbershorts und Knittershirt zu den anderen in eine Cocktail-Lounge stellen und ungezwungen Smalltalk mit Jedermann halten. Wie schön ist das!

    Zutritt gegen Geld, so hieß es, sei doch eine Option. Es fragt sich: wie teuer darf’s denn sein, damit die exklusiven Gäste im Yacht-Club oder Haven sich noch exklusiv fühlen können? Kaufen von den 4.000 “Normalpreis-Passagieren” auch nur 200 den Zutritt zur Edelexklave, dann ist es mit der Exklusivität schnell vorbei, vor allem, wenn das schaulustige Publikum eher zur Flodder-Fraktion gehört. Auch im Hotel kann ich die tollste Suite nicht buchen, wenn sie ein anderer mir bereits weggeschnappt hat und dann werde ich auch nicht gegen Zuzahlung einer Mal-Gucken-Pauschale dort hineingelassen. Nichts anderes fand nun im beschriebenen Fall statt, als die Suites auf dem Schiff bereits ausgebucht waren. Man hat die Wahl: buche früh genug, buche an einem Ausweichtermin oder wähle ein anderes Schiff.

    Ich darf gern noch aus meinem beruflichen Umfeld etwas beisteuern? Bei “uns” auf dem Flugzeug passiert haargenau dasselbe. Wir haben DREI Klassen. Demnächst vier – wenn noch die “Premium Economy” hinzukommt. Man ahnt jetzt sicher, um welche Gesellschaft es geht? Beim Einsteigen durchschreiten unsere Fluggäste immer den Bereich der Business Class, je nach Funktionalität der Fluggastbrücken an den verschiedenen Flughäfen auch gelegentlich die First Class. Da sehen sie zuerst die superbreiten Sitze mit dem Luxusbildschirm, den Rosen, Pantoffeln, Schlafanzügen, Amuse Bouche, Kaviar und was weiß ich noch alles, anschließend die immer noch sehr luxuriöse Business Class, demnächst danach die Premium Economy, um dann letztendlich in der ernüchternden Enge der “Holzklasse” zu landen.

    Wenn es nun in der Economy Class sehr voll ist und durch die geöffneten Vorhänge vor dem Start gut erkennbar ist, dass viele Sitzplätze in der Business Class unbesetzt sind, kommt sehr häufig die Frage von Eco-Passagieren, ob man sich denn nicht dahin umsetzen könne, denn da sei ja ausreichend Platz. Wir haben regelmäßig, besonders bei deutschen Passagieren, große Mühe zu erklären, warum wir das nicht zulasssen. “Was soll ich denn den Passagieren dort sagen, die 4.000 EUR für ihr Ticket bezahlt haben?” oder “Unter dem Blickwinkel der Gleichbehandlung müsste ich doch nun alle 165 Passagiere der Economy Class in die Business einladen. Meinen Sie, das könnte funktionieren?”

    Ich fliege regelmäßig nach Nordamerika und stelle immer wieder fest: dort gönnt man denen ihren Luxus, die ihn sich leisten können und wollen. In Deutschland ist der Neid zu Haus und wurde wahrscheinlich auch bei uns erfunden. Der Villenbesitzer leidet und zagt, wenn die Villa des Nachbarn ein Stückchen größer und schöner als die eigene ist.

    Früher als ich noch im Einzelhandel mit sehr klaren Hierarchien mit zahlreichen Abstufungen zwischen einfachem Verkäufer ganz unten und Vorstand ganz oben arbeitete, pflegte man die Statusabgrenzung durch sichtbare Attribute intensiv. Ich habe mich dem stets verweigert, wagte es z.B. bei meiner Kleidung keinen allzu großen Pomp zu betreiben und erdreistete mich sogar, zu Fuß, mit der Straßenbahn oder gar mit meinem Fahrrad zum Dienst zu kommen. Die Sympathie meiner Mitarbeiter war mir sicher, jedoch gaben sich das Kollegium und die Chefetage mehr als irritiert, da ich mich doch dem allgemeinen Statusvergleich entzog. Sakrileg :-o

    Ich denke, es täte dem deutschen Wesen in der Tat gut, sich in bezug auf Statusdenken ein wenig zu entspannen. Wer ein mittleres Einkommen hat, darf sich heute schon glücklich schätzen und wenn es hie und da für eine nette Kreuzfahrt reicht, und wenn auch “nur” für eine Innen-, Außen- oder kleine Balkonkabine, dann ist man schon previligiert und befindet sich auf der Sonnenseite des Lebens. Besonders die armen Rund-um-die-Uhr-Arbeiter auf den Schiffen hätten es verdient, dass wir im reichen Deutschland uns ein wenig bescheidener, wenn nicht demütiger, verhalten und versuchen, dem Neid in uns nicht zu erlauben, unser Denken und Handeln zu bestimmen.

  2. Erich Dietmüller on März 14, 2014 at 4:21 pm

    Leider ist die ganze Kreuzfahrtindustrie dazu verdammt erfolgreich zu sein. Denn viele der Gesellschaften sind ja in vielen anderen Geschäftsbereich tätig und da muss auch ein Erfolgsnachweis her.Die Zeiten in welchen man sich auf eine Kreuzfahrt einige Jahre freute und sparte sind heute vorbei.Denn leider haben Costa, MSC, Carnival und andere das Massengeschäft für sich entdeckt.Den sogenannten Passagieren ist es vollkommen egal wo das Schiff hinfährt, solange nur Ramba Zamba ist und dem Trend folgen die Linien.Natürlich gibt es auch bei Cunard die Unterschiede, genau wie bei den meisten grossen. Die kleinen aber feinen Schiffe welche noch immer für den begriff “Traumkreuzfahrt” stehen, gibt es noch immer und man muss auch heute noch Jahre sparen um sich so eine Kreuzfahrt leisten zu können. Denn bei preisen von €500.- pro Tag und Person kann die grosse Mehrheit der Urlauber nicht mithalten. Ich vergleiche die heutige Situation mit jener die es mitte der 50er gab, da fuhr alles nach Caorle und Rimini, nicht zuletzt wegen der damals niedrigen Preise.

  3. Volker Kaczmarek on März 14, 2014 at 10:16 pm

    Hallo, Herr Dietmüller!

    Jede Industrie kann nur existieren, wenn sie erfolgreich ist. Sonst würde sie nicht existieren. Sogar jede Reederei ist zum Erfolg gezwungen, denn sonst nehmen ihr die Mitbewerber die Kundschaft ab. Das gilt für Global Player und auch für den Kiosk um die Ecke mit einem Tagesumsatz von 450 EUR.

    Es ist leider auch das Prinzip dieses auf Wachstum ausgericheten Wirtschaftens, mehr Kunden zu generieren und den Umsatz zu steigern, weil auch die Produktivität größer wird und sich Kapital verzinst (naja, im Moment weniger). All das sind uralte Prinzipien und die Kreuzfahrtindustrie handelt da nicht anders als jeder PKW-Hersteller oder Großbäcker. Ob ein exponenzielles Wachstum in einem begrenzten System (Planet Erde) nicht früher oder später zum Kollaps aller Okösysteme und damit des Wirtschaftssystems führt, kann man als wahrscheinlich annehmen, aber dennoch steuern – oder sagen wir lieber dampfen – wir fröhlich alle miteinander auf einen kritischen Zustand zu, als ob es kein Morgen gäbe. Das betrifft Kreuzfahrtpassagiere, aber auch jeden, der allmorgendlich mit dem PKW zum Job fährt, obwohl es eine ÖPNV-Verbindung gibt.

    Ich finde, dass Sie in Ihrem Beitrag so ziemlich alle Gruppen unter den Passagieren über einen Kamm scheren. Nein, es wollen nicht alle Ramba-Zamba, und nicht alle, die das ablehnen, fahren auf Edelschiffen à la Europa 2. Dazwischen liegen noch P&O, Celebrity Cruises, Holland-America, auch AIDA etc. mit durchaus moderaten Preisen, gediegenem Ambiente und ganz ohne “Ramba-Zamba”. Sie schreiben wie jemand, der Kreuzfahrten eher ablehnt und noch nie eine unternommen hat. Ist das korrekt? Dann nix wie los, buchen und sich ein eigenes Urteil bilden, aber wählen Sie nur keinen Ramba-Zamba-Kutter!

    Es gab immer alles und jedes in einer Billigvariante. Wer bei MSC mit Kind und Kegel für 399 EUR pro Person (und Kinder kostenlos) übers Mittelmeer schippert und sich auch gar nichts Teureres leisten kann, mag damit sehr glücklich sein und sich freuen, für seine Geldbörse auch ein passables Angebot zu finden. Wem das nicht behagt und lieber doppelt oder dreifach so teuer bucht, tut das mit dem Wissen, einen Mehrwert zu bekommen. Manchmal liegt der Mehrwert, wie wir im QM2-Beitrag gehört haben, nur im Mythos verborgen – aber es mag für den einen ein Wert an sich sein, auf diesem Schiff nur sein zu dürfen, und für den anderen bricht die Welt zusammen, weil er im King’s Court Buffet eine Werkskantine erkennt. Obwohl ich dieser Bewertung zustimme, habe ich die QM2 wieder gebucht für diesen Sommer. Das muss man nicht erklären, es ist eine reine Gefühlssache wie die Kreuzfahrt an sich zum allergrößten Teil.

    Man mag ambivalente Emotionen hegen für oder gegen ein Schiff oder eine Art zu reisen, am Ende sollte man sagen können: es hat mir Freude bereitet. Kann man das nicht, war es eine Erfahrung und vielleicht hatte man das Schiff nicht sorgfältig genug ausgewählt. Aber es steht jedem frei, zu wählen, was ihm gefällt und wenn es am Ende auch ein Urlaub sei, der ganz ohne Schiff stattfindet. Es mangelt nicht an fantastischen Angeboten hoher und erschwinglicher Qualität und wir in der “Ersten Welt” haben immerhin die Wahl. Ob ich mit 500 oder 5.000 anderen Passagieren auf einem Schiff unterwegs bin, kann nicht automatisch ein Anhaltspunkt dafür sein, ob ich es genossen habe oder nicht.

    Dass man alles, was man kaufen kann, und so auch Schiffsreisen, in sehr unterschiedlichen Preislagen bekommen kann, sollte einen nicht grämen, sondern eher freuen, so lange es nicht in extremer Ausbeutung derjenigen endet, die die Leistung erbringen und schlimmstenfalls die Wertschätzung für die mit Herzblut erbrachte Dienstleistung flöten geht, wie man es z.B. in Deutschland bei Lebensmitteln, Textilien und Elektronik beobachten kann.

    Mit besten Wünschen für entspanntes Reisen :-)

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