Podcast: Rettungsübung und Sicherheit an Bord

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Die Rettungsübung sieht bei jeder Reederei etwas anders aus – zügig oder langwierig, mit oder ohne Rettungsweste, Durchsagen nur auf Englisch oder in vielen verschiedenen Sprachen. Warum es so große Unterschiede gibt, wie die Übungen gesetzlich geregelt sind und was sonst damit zusammenhängt, ist Thema dieser Folge des cruisetricks.de Kreuzfahrt-Podcasts.

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Welche Übungen sind vorgeschrieben und wer regelt das eigentlich? Wie viel Spielraum haben die Reedereien bei der Ausgestaltung der Rettungsübung? Warum ist es auch für erfahrene Kreuzfahrer immer wieder wichtig, für den Notfall zu trainieren? Wie gut ist die Crew für Notfälle ausgebildet? Über diese und ähnliche Fragen sprechen wir ausführlich, diskutieren, wie unterschiedlich die Übungen in der Praxis aussehen und zeigen, wie man sich bei der Rettungsübung auch einen ganz guten Eindruck davon verschaffen kann, wie ernst eine Reederei die Sicherheit an Bord wirklich nimmt und wie sehr man sich im Notfall auf die Crew verlassen kann.

Das Thema „Rettungsübung“ ist übrigens ein Vorschlag unseres Hörers Christoph. Vielen Dank dafür, das Thema haben wir sehr gerne aufgegriffen. Wenn Sie ebenfalls Themenvorschläge, Fragen oder Wünsche haben, schicken Sie uns eine E-Mail, wir greifen diese Themen gerne auf.

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Show Notes / Themen:
  • gesetzliche Grundlagen der Rettungsübung
  • unterschiedliche Ausgestaltung bei verschiedenen Reedereien
  • Sinn und Vorteile der Übung
  • Ausbildung der Crew
  • Sicherheit an Bord allgemein

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3 Kommentare zu Podcast: Rettungsübung und Sicherheit an Bord

  1. Christoph on Februar 11, 2015 at 7:13 pm

    Lieber Franz, lieber Jérôme,

    besten Dank für diese Hintergrundinfos! Interessant, dass die Reedereien die Rettungsübungen „recht frei“ gestalten können. Bis auf eine gewisse Einhaltung der Vorschriften natürlich.

    Es sollte wirklich im Interesse jedes Kreuzfahrtpassagiers sein, diese Rettungsübung halbwegs ernst mitzumachen. Mich nerven diese „Nörgler“ auch und ich sage diesen Leuten auch, dass ich es richtig finde, wenn zumindest einmal während der Übung/Reise jeder Passagier damit vertraut gemacht wird, wo bzw. wie er zu seiner Musterstation kommt. Es gibt nämlich oftmals genügend Leute, die eh schon sehr orientierungslos auf dem Schiff unterwegs sind ;-)

    Gut, dass auch die Rolle der Flugbegleiter in Eurem Podcast gestärkt wurde.

    Weiter so mit dem Podcast, vielen Dank für Eure Mühe.

  2. Volker Kaczmarek on Februar 12, 2015 at 2:22 am

    Was für ein wundervolles Plädoyer! Die “Saftschubse” als Retterin in der Not. Echter Balsam auf meine ach-so-oft verwundete Crew-Seele im Dienste einer großen deutschen Fluggesellschaft! Leider, leider ist es Alltag für meine Kollegen und mich, dass wir allenfalls als Tomatensaftausschenker und Passagierquäler angesehen werden, weil wir im ungünstigsten Moment das Hochklappen der Tischchen anordnen oder eben niemanden ohne Deutsch- oder Englischkenntnisse oder gar mit Krücke und Gipsbein am Notausgang sitzen lassen, obwohl man doch gerade unter gesundheitlicher Unpässlichkeit den bequemeren Sitzabstand so zu schätzen wüsste.

    Ich halte es für ein spezielles Merkmal deutscher Mentalität, dass nicht wenige Zeitgenossen unsere glasklaren und nicht verhandelbaren Sicherheitsanforderungen eher als lästiges Übel begreifen als das was sie eigentlich sind: Maßnahmen, die im Notfall Leben retten. Erst kürzlich wurde einer Kollegin meiner Crew sogar von einem Vielflieger mit Konsequenzen gedroht, wenn sie darauf bestünde, dass eine bestimmte Sicherheitsvorschrift umgesetzt werde. Ich bin mir nicht sicher, ob sich z.B. neue und wenig erfahrene Kollegen davon eventuell einschüchtern lassen könnten.

    Im Beitrag klang einmal die Vorstellung an, dass man bei einem Luftfahrtunfall “eher geringe” Chancen habe. Darin manifestiert sich das verbreitete Vorurteil “Wenn wir abstürzen, sind wie sowieso alle tot.” Weit gefehlt. Die Überlebensquote bei Unfällen im Luftverkehr liegt deutlich über 90%. Da es jedoch vorwiegend die wirklich katastrophalen Vorfälle in die Medien schaffen und oft nur die Zahl der Toten für den Stellenwert einer “Breaking News” zählt, nimmt kaum jemand Kenntnis von Unfällen mit geringen Personenschäden. Man denke nur an den Air-France-Unfall von Toronto von vor einigen Jahren. Airbus A340 – gelandet, verunglückt, ausgebrannt und nicht ein einziger Toter, wahrlich eine Meisterleistung der Crew. Dennoch musste man anschließend in der Presse einen Schwachsinn lesen wie “es war überall Rauch und die Sauerstoffmasken fielen NICHT herunter!” Da schwillt mir der Kamm, denn die Sauerstoffmasken in Flugzeugen sind nur für den Fall eines Druckverlustes im Fluge konzipiert (was ständig in der Vorführung präsentiert wird) und bei verrauchter Kabine völlig nutzlos, da hier Sauerstoff mit (verrauchter) Kabinenluft vermischt würde und der Gebrauch von Sauerstoff im Brandfall verbietet sich ohnehin. Solche Dinge unkommentiert zu verbreiten sollten Journalisten vermeiden und lieber nach Fakten forschen, wenn ihnen das Fachwissen fehlt.

    Das Prinzip der ständigen Wiederholungen von Sicherheitsübungen inklusive Brandbekämpfung im Simulator, Evakuierungen etc. findet auch bei Flugzeugbesatzungen Anwendung – darüber hinaus auch “Crew Ressource Management”, welches bei Kapitän Schettino erst kurz nach seiner (letzten) Fahrt auf dem Trainingsplan gestanden hatte – leider zu spät. Auch das wird jetzt in Rostok geübt: es gilt das Fehlverhalten im Notfall zu vermeiden durch Nutzung aller Crew-Ressourcen, also korrekter und angstfreier Kommunikation ohne hierarchische Hemmnisse. Die Historie lehrt, dass zahlreiche Katastrophen hätten verhindert werden können, wenn die Kommunikation einwandfrei funktioniert hätte. Jeder Unfall, ob zu Wasser oder in der Luft, führt zu Anpassungen bei Sicherheitsverfahrungen und Neueinführungen von Maßnahmen. Unter dem Strich lässt sich eines sagen: das sicherste Reisen aller Zeiten findet immer HEUTE statt und in Zukunft.

    Die Bomb Search- und Bomb Handling Procedure gibt es übrigens auch im Luftverkehr.

    Bislang sind mir zwar schwerwiegende Unfälle erspart geblieben, dennoch erlebte ich in 18 Jahren bislang einige Vorkommnisse, die Notfallmaßnahmen erforderten. Hier zeigte sich bei der Passagierreaktion deutlich, dass sie in diesen Momenten eine Besatzung komplett anders erlebten. Wer mit Doctor’s Kit, Defibrillator, Feuerlöscher, Rauchschutzhaube etc. hantiert, das Flugzeug auf eine Sicherheitslandung (so nennen wir die landläufige “Notlandung” offiziell) vorbereitet, der bittet nicht mehr zuckersüß um die Befolgung von “Safety Tips”, sondern der gibt glasklare Anweisungen an Passagiere, und das auch mit Nachdruck und Autorität.

    Wie auch der andere Hörer so habe auch ich leider bei Kreuzfahrten mehrfach erlebt, dass die Sicherheitsübung nicht konsequent genug gehandhabt wird. Bei mir war es mehrfach Cunard, die mir negativ aufgefallen waren. Eine Queen Mary 2 fährt quasi “unendlich” auf dem Meer herum: Passagiere steigen in Hamburg ein und aus, in Southampton ebenfalls und in New York bleibt ein Teil an Bord, der weiter nach Neuengland reist, wieder zurück und weiter bis nach Europa und wer weiß noch wohin. Somit müsste Cunard jeden Zugestiegenen registrieren, wenn es um die Sicherheitsübung geht – tun sie aber nicht. Da die Übung nur für einen Teil der Gäste vorgeschrieben ist, kann man sich darum herummogeln. Ich hab’s probiert, einfach nur um festzustellen, ob meine Vermutung stimmte. Wir hockten uns während der Übung an den Pool und warteten ab bis es vorbei war und niemand hat nach uns gefragt. Ich habe später in einer Mail die Reederei auf diese Defizite hingewiesen, aber wie bei dieser Reederei leider üblich kam keine Reaktion. Ich finde das nicht Ok und frage mich, wie lange es dauern wird, bis hier jemand Cunard auf die Finger klopft. Gibt es denn eventuell eine Stelle, bei der man eine Beschwerde einreichen könnte? (Natürlich werde ich auch in Zukunft immer wieder vorschriftsgemäß an den Übungen teilnehmen)

  3. Franz on Februar 12, 2015 at 4:48 pm

    Melden von Sicherheitsverstößen? Gute Frage!

    Die Einhaltung der SOLAS-Vorschriften ist erst einmal der Flaggenstaat zuständig. Daneben gibt es – als viel wirkungsvollere Kontrollinstanz – die Port State Control, sprich: Jeder Staat, in dem ein Schiff anlegt, kann Kontrollen durchführen. Ich habe mich bei der Hamburg Port Authority schlau gemacht und dort erfahren, dass die Port State Control eine Bundesaufgabe ist und in Hamburg die Berufsgenossenschaft Verkehr (BG Verkehr) diese Aufgabe übernimmt. Ich würde also einmal annehmen, dass der beste Adressat für einen Hinweis auf mangelhaft durchgeführte Rettungsübungen die BG Verkehr ist, die dann beim nächsten Anlauf eines Schiffs der betreffenden Reederei möglicherweise etwas genauer kontrolliert …

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