Podcast: Sicherheit und Absage von Hafenstopps

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Die Anschläge am Flughafen von Istanbul im Juni 2016 haben zu weiteren Hafenstopp-Absagen in der Türkei geführt. Wann Absagen sinnvoll oder nötig sind und warum Reedereien unterschiedlich reagieren, ist Haupt-Thema dieser Podcast-Episode. Aber wir beantworten auch einige Hörer-Fragen, beispielsweise zu Klimaanlagen, Kreditkarten und Kreuzfahrt-Suchmaschinen.

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Wir sprechen ausführlich über das Für und Wider von Anläufen in Häfen, die als unsicher oder problematisch empfunden werden, welche Kriterien die Reedereien dazu bewegt, Anläufe sofort abzusagen oder noch abzuwarten und warum manche Reedereien Häfen anlaufen, die andere meiden.

Und wir beschäftigen uns mit Hörer-Fragen, die uns in den vergangenen Wochen erreicht haben: Bezahlen an Bord – braucht man eine Kreditkarte oder reichen Bargeld und EC-Karte? Welche Online-Suchmaschinen für Kreuzfahrten sind empfehlenswert und lassen detaillierte Suche zu? Wie finde ich heraus, wo in der Kabine die Klimaanlage ist und wie kalt und stark sie möglicherweise aufs Bett bläst?

cruisetricks.de Kreuzfahrt-Podcast

Show Notes:
  • Sicherheit und Hafenstopps (bis 12:30 min.)
  • Bezahlen an Bord (12:40 – 16:50 min.)
  • Buchempfehlung „Mein Recht bei Kreuzfahrten“ (16:55 – 20:48 min.)
  • Gute Suchmaschinen für Kreuzfahrt-Suche online (20:55 – 31:35 min.)
  • Details zu Klimaanlagen in der Kabine (ab 31:45 min.)
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6 Kommentare zu Podcast: Sicherheit und Absage von Hafenstopps

  1. Peter Stilbach on Juli 7, 2016 at 2:07 pm

    Das war wieder ein sehr informativer Podcast, besten Dank.
    Nun habe ich spezielle Fragen zum Geiranger Fjord in Norwegen.
    Ich war schon öfters dort und schaue mir ab und zu den Livestream vom Fjord an. Große Schiffe fahren direkt rein, mal wird gedendert,mal der bewegliche Steg angelegt. Der Steg kostet sicher viel Geld fürs Schiff oder?
    Wenn kein „großes“ Kreuzfahrtenschiff im Fjord liegt, ankern die „Kleinen“ trotzdem weiter entfernt. Hat das mit Kosten zu tun?
    Zum Jahreswechsel mache ich mit der „Color Magic“ die Silvester-Kreuzfahrt nach Oslo (4 Tage). Da wird allerlei an Bord geboten. Bin gespannt und werde darüber dann berichten.

  2. Antje on Juli 7, 2016 at 6:48 pm

    Anmerkung zum Thema Kreditkarten:
    Bei den deutschen Reedereien (zumindest weiß ich es sicher von AIDA) kostet die Zahlung der Bordrechnung mit Kreditkarte 1% Aufschlag. Ich würde dort also keinesfalls die Kreditkartenzahlung empfehlen, denn die Zahlung mit EC-Karte ist kostenfrei.

  3. Volker Kaczmarek on Juli 9, 2016 at 2:26 pm

    Moin zusammen! Es war wieder einmal sehr interessant. Zum Thema „unangenehm blasende Klimaanlage“ kann ich ebenfalls nur raten, Kabinenfotos anzuschauen und dennoch wird man daraus nicht entnehmen können, ob es unangenehm wird oder nicht. Als besonders „blaskräftig“ habe ich die über dem Bett befindlichen Luftaustritte bei HAL Westerdam und Noordam in Erinnerung und ich bezeichne sie gern als „Fincantieri-Gebläse“. Dennoch wäre es nach meiner Auffassung unsinnig, ein HAL Schiff zu meiden, wenn Route, Schiffstyp, Termin und Art der Reise exakt den Vorstellungen entsprechen. Wie Franz schon ansprach, lässt sich die Luftströmung in der Kabine mildern.

    Ich benutze hierfür einen dünnen Chiffonschal, der so gut wie nichts wiegt und im Koffer auch kaum Platz einnimmt. Hat eine mitreisende Dame so etwas ohnehin mit im Gepäck, lassen sich mit einem Schal gleich zwei Fliegen erschlagen. Dazu benutze ich einige Pinnwandmagnete, die an Kabinendecken- und auch -wänden hervorragend halten. Der Schal wird in sinnvoller Weise über dem Luftauslass drapiert, so dass der Luftstrom in die passende und weniger störende Richtung gelenkt wird, und das Problem ist gelöst. Weniger elegant, aber genau so wirksam, wäre eine mit Tesafilm angesbrachte aufgeschnittene Plastiktüte.

    Zum Thema „Wie finde ich die passende Kreuzfahrt?“ komme ich, ehrlich gesagt, immer mehr in einen Status der ungläubigen Erstarrung, denn wann wenn nicht heute hatten wir jemals mit dem Universalinstrument Internet ein so umfangreiches Kompendium an geballtem Weltwissen auf dem Schreibtisch, dem Schoß und seit der Erfindung des Smartphones sogar in der Hand? Ja, es mag ein wenig Mühe bereiten, das Gesuchte zu finden, aber galt nicht immer schon: „Nur wer sinnvolle Fragen stellt, bekommt auch sinnvolle Antworten?“

    Die Antwort, die mir spontan dazu einfällt, lautet natürlich: Cruisetricks lesen und hören! Wer auf der Seite herumstöbert und die Podcast-Folgen von 1 bis 146 hört, der müsste eigentlich sofort in der Lage sein, sein Lieblingsschiff zu finden.

    Das Phänomen des pausenlosen Fragens trotz vorliegender Antwort betrifft nicht nur Kreuzfahrten – ich beobachte es bei allem und jedem Thema im Netz, und natürlich auch in geschlossenen Betriebsforen. So gut wie alles wurde bereits in jedem Forum, auch Reiseforum, bereits beantwortet – dennoch lesen wir immer wieder dieselben Fragen, aus deren unspezifischer Natur oft genug abzulesen ist, dass sich der Fragesteller bislang absolut null Gedanken gemacht hat, was denn seine Anforderungen an eine Sache, in diesem Falle Schiffsreisen, sein könnten.

    Wissen, ganz gleich um was es geht, ist eben niemals nur eine Bringschuld, es ist vor allem eine Holschuld und in Zeiten, in denen es quasi auf dem Silbertablett bereit liegt, erst recht. Natürlich leben wir als Mitteleuropäer, die ungeachtet nicht zu leugnender sozialer Probleme auch bei uns immer noch auf der sehr sonnigen Seite des Lebens stehen, vor einer nie dagewesenen Fülle an Reisemöglichkeiten, die noch dazu Jahr für Jahr größer wird. Sollen wir diesen Sommer den lang herbeigesehnten tibetanischen Esoterikkurs machen oder doch eher Kajak-Fahren auf dem Yukon? Ach, und wann endlich machen wir den Kulturtrip nach Florenz? Die Möglichkeiten sind grenzenlos!

    Hier hat auch das gedruckte Werk durchaus immer noch seine Berechtigung. Sei es Franz‘ Kreuzfahrtführer für Einsteiger, das jährlich erscheinende Kompendium „Kreuzfahrt-Guise 2016“ (2017, 2018, etc…) oder die Bibel von Douglas Ward „The Berlitz Guide to Cruising and Cruise Ships“ (auf Englisch).

    Im Podcast wurde angesprochen, das man mehr und ausgefeiltere Filter wünsche. Ich finde jedoch, dass die derzeit angebotenen Filter völlig ausreichend sind, wenn man sich nur darüber im Klaren ist, was man denn ungefähr sucht. Natürlich erhalte ich, sobald ich einen Sommerzeitraum von Juni bis September als Filter verwende, einige hundert Reisen angezeigt, doch dabei sind natürlich immer dieselben Schiffe, die Woche für Woche in Karibik, östlichem und westlichem Mittelmeer im Kreis herum, um die Kanaren herum, nach Alaska und Neufundland hoch und runter, durch den Panamakanal hin und her fahren, quasi -zigmal dasselbe Produkt mit immer denselben Schiffen.

    Wer jedoch zwischen den Fjorden Norwegens mit der Mitternachtssonne des Nordkaps und einem Bunga-Bunga-Partytrip in die Karibik hin- und hergerissen ist, dem ist vielleicht wirklich nur mit dem gut gemeinten Rat zu helfen: Werde Dir bitte erst einmal über Deine Wünsche klar.

    Stil und Zielgruppe jeder Reederei lässt sich schon über jede Reedereiwebsite, die beschriebenen Kreuzfahrtführer und auch über Cruisetricks ermitteln. Was jedes Reiseziel auf der Welt zu bieten hat, erfährt man in jedem Reiseführer und auch online. Wann man reisen möchte, wird man selbst wissen oder man konsultiert eine Klimatabelle. Sodann hat man die Angebote stark eingegrenzt.

    Endlos lässt es sich dann noch in entsprechenden Internetgruppen chatten, wobei man
    sich natürlich auch hier darüber im Klaren sein muss, dass in einer AIDA-Fangruppe es sehr schwer bis unmöglich sein dürfte, Auskünfte über Reiseerlebniss auf einem Royal-Caribbean-Schiff zu erhalten und umgekehrt. Man nennt es auch die „Filterblase“ und daher kann man hier nur Stimmungen erschnuppern. Ob die Begeisterung in einer Mein-Schiff-Gruppe oder der Queen-Mary-2-Fans unbedingt mit dem eigenen Geschmack kompatibel ist, wird man nicht feststellen können.

    Die derzeit größte und reedereiübergreifende Kreuzfahrtgruppe bei Facebook heißt „Ab aufs Schiff“. Wer im Englischen fit ist, kann auf cruisecritic.com vorwiegend mit Nordamerikanern und Briten kommunizieren, die natürlich ihre Sicht der Dinge haben, welche von jener eines Deutschen abweichen können.

    Wenn man nur lange genug herumsucht, wird man zu jedem Schiff und zu jedem Reiseziel Fans finden und genau so viele, die sagen „nie wieder!“. Am Ende mag man sich verunsichert fühlen, und darum rate ich, die Bewertungen und Ansichten anderer Menschen mit einer gewissen Distanz zu betrachten und als das was sie sind: eine Meinung. Schiffe und Reedereiprodukte ändern sich ständig, es wird immer angepasst und erweitert, manchmal auch eingeschränkt und die Queen Mary 2 vom Sommer 2016 ist eine andere als die vom letzten Jahr, weil sie (wie es bei eigentlich jedem Schiff alle paar Jahre geschieht) umgestaltet wurde. Daher muss man auch auf die Aktualität von Erfahrungsberichten achten.

    Zu bedenken geben möchte ich auch, dass Jahr für Jahr bei vielen Reisenden der Urlaub enttäuschend verlief. Das ist grundsätzlich schon statistisch wahrscheinlich, denn es kann niemals 100% zufriedene Urlauber geben und – warum hätten dann die Gerichte so viele Fälle bezüglich Urlaubsmängeln zu bearbeiten? Aber auch die vielen Foreneinträge von Menschen, die mitten in ihrer Reiseplanung stehen und ihre teils sehr abenteuerlichen Routenplanungen veröffentlichen, gepaart mit völlig abstrusen Vorstellungen über das Reiseland, lassen nur darauf schließen, dass eine Reise, wenn sie denn genau so durchgeführt wurde, ihre gewissen „Härten“ gehabt haben dürfte. Wer aber wird sich (wenn auch nur virtuell) vor die versammelte Netzgemeinde stellen und sagen: „Stimmt, Ihr hattet alle vollkommen Recht. Die Tour / das Schiff war entsetzlich, der Urlaub Mist und ich wünschte wir wären statt dessen nach St. Peter-Ordning gefahren.“? Das tut natürlich niemand. Entweder liest man gar nichts, oder der Urlaub war immer „suuuuper“ (guck wie braun ich bin.)

    Genug der Unkerei, natürlich soll ein Urlaub gelingen, das kann er aber nur, wenn man realistisch an die Planung hergeht, für sein begrenztes Budget keine grenzenlosen Wunder erwartet und sich vor allem zuerst darüber klar wird, was man genau haben möchte. Das Reisebürp, ob stationär oder online (wesentliche Portale wurden genannt: Kreuzfahrtberater, kreuzfahrten.de, dreamlines.de, Seereisedient, e-hoi) bieten, wenn sie spezialisiert sind, beste Beratung. Die erwähnten Online-Büros sind sämtlichst spezialisiert und bieten umfassende Telefonberatung auch zum Teil an den Abendstunden an, viele haben sogar Spezialisten für bestimmte Reedereien.

    Mit der Wahl des Schiffes und des Reisetermins ist der erste Schritt getan, dann kommt es auch auf die Wahl der Kabine an, denn auch hier lässt sich einiges richtig und vieles falsch machen, was man spätestens dann bemerkt, wenn man sich unter den knarzenden Stühlen eines Buffetrestaurants wiederfindet. Aber das ist eine gaaanz andere Geschichte…

  4. Franz Neumeier on Juli 13, 2016 at 8:09 am

    @Peter: Ehrlich gesagt. keine Ahnung, wann und unter welchen Bedingungen der Anleger in Geiranger genutzt wird; mit der Frage habe ich mich noch nicht beschäftigt. Ich denke aber, dass man davon ausgehen kann, dass das Anlegen teurer ist, als auf Reede zu liegen. Und mit einem kleinen Schiff dauert das Tendern ja nicht so lange, da ist’s doch auch recht schön, mit dem Boot ans Ufer zu fahren in dieser wunderschönen Umgebung – da stört mich persönlich das Tendern eigentlich gar nicht.

    @Antje: Vielen Dank für die Ergänzung – absolut richtig, das haben wir im Podcast vergessen zu erwähnen. Wenn EC-Karte akzeptiert wird, ist das sicherlich die günstigste Zahlungsart.

    @Volker: Ich will Dir da nicht grundsätzlich widersprechen, ich sehe es ähnlich wie Du. Aber ich wüsste auch nicht, was dagegen spricht, es potenziellen Passagieren einfacher zu machen, die richtige Reise zu finden. Schließlich will die Kreuzfahrt-Industrie ja Urlauber von Land-Urlauben aufs Meer locken und der Anteil der Kreuzfahrten am gesamten Reisemarkt ist nach wie vor sehr klein. Wenn ich jemanden von seinen leben Gewohnheiten abbringen will, reicht es glaube ich nicht zu sagen: „Die Infos sind ja alle da, Du musst Dich nur mal hinsetzen und zwei Wochen lang jeden Abend recherchieren und alles zusammentragen“ ;-) Die Kreuzfahrt ist für viele halt immer noch das große, unbekannte Wesen und je einfacher zugänglich das wird, desto mehr Leute werden eben auch mal eine Kreuzfahrt buchen. Deshalb denke ich schon, dass es nicht schaden könnte, z.B bei Online-Suche noch mehr Filter anzubieten.

  5. Hans on Juli 19, 2016 at 4:41 pm

    Ich hätte noch einen Tipp für die Suche nach günstigen Kreuzfahrten: Den Newsletter der Reederein abonieren, ab und zu sind doch einige auch sehr günstige Kreuzfahrten dabei.
    Wie z.b. von Celebrity Asien 14 Nächte Balkonkabine im März 2017 ab 879 Euro.
    Wenn wir nicht unsere Wohnung revonieren würden hätten wir seeeehr wahrscheinlich diese Reise gebucht da wir auch noch nie in Asien waren

  6. Volker Kaczmarek on September 28, 2016 at 1:22 am

    Moin zusammen! Inzwischen war ich auch einmal auf der Koningsdam unterwegs und konnte eine Abschaltfunktion der Klimaanlage nicht finden. Wir waren in einer Innenkabine untergebracht. Vielleicht war dies doch eine Eigenschaft der (franztypischen *g*) Balkonkabine? Gerade bei der Koningsdam war das bekannte Fincantieri-Gebläse wieder extrem intensiv am Werke, blies mal heftig, mal weniger – ohne dass wir herausfanden, nach welchem Prinzip und der mitgebrachte Flatterschal leistete wieder hervorragende Dienste!

    Zu den Kreuzfahrt-Suchmaschinen: es mag an unserer gewissen Technikgläubigkeit liegen, dass wir erwarten, eine Maschine könne unsere Wünsche, Erwartungen und Sehnsüchte besser zu einem Reisevorschlag destillieren als es ein Mensch vermag. Selbst wenn man das ganze Frage-Antwort-Anklick-Menü noch so fein justiert, vielleicht wie beim bekannten Wahl-o-Mat noch bestimmen könnte, wie wichtig auf einer Skala von 1 bis 10 einem denn die Wasserrutsche im Verhältnis zum Gala Menü im Smoking sei, ist dennoch Vorsicht geboten bei der hohen Dynamik im Angebot, was sich nicht nur von Reederei zu Reederei und von Schiff zu Schiff, aber auch von Reisetermin zu Reisetermin und von Fahrgebiet zu Fahrgebiet unterscheidet. Und dann – Chaostheorie sei Dank – sind mal überwiegend Rentner an Bord, eine Woche später auf exakt demselben Schiff mehr Familien und in der Woche darauf mehr Singles, ohne dass irgendein Mikrochip eines Servers das hätte ahnen können. Hinzu kommen die vielen Service- und Konzeptänderungen bei den Reedereien, die dann aber auch stets jemand in diese Datenbanken einzupflegen hätte, wenn es denn alles aktuell sein soll…

    Franz nannte den Extremfall des Ungebundenen Reisenden, der einfach im Sommer seine erste Kreuzfahrt machen will und nicht weiß, was er nehmen soll. Und auch wenn man dann bei einem Onlinebuchungsportal nur festlegt: frühester Reisetermin 15. Juni, späteste Rückkehr am 15. September und dann (ich hab’s jetzt mal probiert), bei knapp 3.000 Reisen landet, wird doch der Interessent zu sagen wissen, ob er 2 Nächte oder eine oder gar zwei Wochen lang verreisen will, ob ihn eher die Eiswelt der Arktis interessiert, er vor der „Haustür“ (Europa) bleiben will oder ein Langstreckenflug dazugehören soll, er schwülheiße Karibikluft, nicht ganz so schwülheiße Mittelmeerluft oder eher milde Nordeuropabrise nach seinem Geschmack sein könnten.

    Grenzen wir z.B. aufs Mittelmeer ein, schwupps, fallen zwei Drittel weg und es bleiben exakt 1.100 Reisen.

    Um es abzukürzen: er wird sich (grob) überlegt haben, wie lange er reisen möchte. Er wird als Neuling vielleicht wirklich nur den 7-Tage oder Zwei-Wochen-Test machen wollen und er wird eine Budgetvorstellung haben. Angenommen, er sagt sich: „Für eine Woche lohnt es sich kaum ans Mittelmeer zu fliegen, wir machen 14 Tage und ich will nicht mehr als ca. 2.500 EUR pro Person ausgeben in einer Balkonkabine.“ Schauen wir, was das Buchungsportal filtert:

    Hoppla, es blieben nur 7 (in Worten: sieben) Ergebnisse, und zwar

    3 x Navigator Of The Seas (RCI)
    2 x Britannia (P&O)
    1x Independence Of The Seas (RCI)
    1X Ventura (P&O)

    Das war einfach, oder? Jetzt mag der Interessierte sagen: „Boah, ich sprech‘ aber gar kein englisch und ich will gefälligst ein deutschsprachiges Schiff“… da kann er dann ein bisschen herumjustieren, evtl. muss er das Budget erhöhen oder von einer Balkonkabine zugunsten einer Außenkabine Abstand nehmen und wird sich am Ende nur noch die Frage stellen können: Aida oder TUI Cruises? (Was ein englisch- bzw. deutschsprachiges Schiff ist, bekommt er sicher auch ohne Filterfunktion schnell heraus, da bin ich ganz sicher).

    An diesem Beispiel kann man sehen (was auch mich gerade sehr überraschte), wie schnell man das Riesen-Angebot eindampfen kann – und wenn man (wie schon erwähnt) bedenkt, dass nicht wenige Schiffe in einer Saison 20 mal dieselben Wochenrunden im Mittelmeer drehen, dann ist die zunächst wahrgenommene riesengroße Zahl an Reisen in Wirklichkeit gar keine solche.

    Passagierberichte zu Kreuzfahrtschiffen findet man auch bei Holidaycheck. Hier kann man an Empfehlungs-Quoten die eine oder andere Tendenz erkennen, sollte aber immer auch die Texte der Reisenden lesen, um zu wissen, was denn für jene Menschen besonders entscheidend für die Bewertung war.

    Übertragen wir einnmal die Ausfilterung bei Schiffsreisen auf eine Menüzusammenstellung beim Essen. Angenommen, ein Restaurant sollte uns ein Menü zaubern, das uns garantiert verzüglich schmecken soll und es gibt uns vorab eine Liste mit unseren absoluten Lieblingszutaten, von denen wir vielleicht 10 bis 15 auswählen sollten. Dann wird das Restaurant daraus sicher ein Menü zaubern, das uns, wenn sie sich nicht völlig dämlich anstellen, gut munden wird.

    Wie hoch wird aber die Chance sein, wenn wir fortan nur noch nach diesem Prinzip vorgehen, dass wir jemals ein Thunfischfilet oder ein Straußensteak probieren würden, weil wir das natürlich nicht angekreuzt hatten?

    Was noch bessere Buchungsmaschinen betrifft, bleibe ich skeptisch… denn was wäre das Ergebnis gewesen, hätte bei meinem Beispiel noch jemand weitere Faktoren wie Kinderbetreuung, Wasserrutsche, Dampfsauna und Badmintonmöglichkeit (und was noch alles) versucht zu definieren? Das Ergebnis wäre bei null gelandet, denn bei (sind wir mal großzügig) rund 400 hochseetauglichen Kreuzfahrtschiffen ist die Vielfalt gar nicht so unendlich wie man immer wieder glauben möchte.

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