„Sie haben nicht wirklich Fish ’n‘ Chips erwartet, oder?“

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Bob Dixon, P&O Cruises
Bob Dixon, P&O Cruises (Bild: P&O)

P&O Cruises will mehr Deutsche an Bord ihrer Schiffe bringen. Seit Anfang 2014 sind P&O-Kreuzfahrten daher jetzt auch direkt in Deutschland buchbar. Cruisetricks.de hat bei P&O Cruises nachgehakt und wollte genauer wissen, was eine britische Reederei dazu bewegt, ausgerechnet in Deutschland nach neuen Kunden zu suchen.

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P&O Cruises hat viel Tradition – britische Tradition. Im Frühjahr 2015 stellt die Reederei mit der Britannia ihr neues 3.647-Passagiere-Flaggschiff in Dienst, der Rumpf wird mit einer riesigen britischen Fahne bemalt sein. Und ausgerechnet gutes Essen soll auf der Britannia eines der Highlights sein. In Deutschland gibt es gegenüber der britischen Küche dagegen nach wie vor große Vorbehalte.

In einem cruistricks.de-Interview haben wir Bob Dixon, General Manager EMEA Sales bei P&O Cruises gefragt, was die britische Traditionsreederei für deutsche Kreuzfahrt-Passagiere zu bieten hat.

P&O Cruises ist eine ur-britische Reederei, auf den britischen Markt optimiert. Was bewegt Sie dazu, dennoch auch in Deutschland aktiv zu werden?

Sie haben Recht. P&O ist eine durch und durch britische Reederei, und das seit 1837. Darauf sind wir stolz. Wenn wir nun den Blick auch auf Deutschland werfen, dann haben wir dabei ein anglophiles Publikum im Visier, das britische Kultur und deren Gepflogenheiten mag und Spaß daran hat, die eigenen Englischkenntnisse aufzufrischen und aktiv an Bord einzusetzen.

„Passagiere, die eine Alternative zum amerikanischen Kreuzfahrtstil suchen“

Mittelfristig wollen wir so deutlich mehr Kunden außerhalb der Britischen Inseln ansprechen und auf unseren Schiffen willkommen heißen. Es gibt einen Nischenmarkt für Passagiere, die eine Alternative zum amerikanischen Kreuzfahrtstil suchen, der hierzulande viele Marken prägt. Diese potentiellen Gäste gilt es, für unser Produkt zu interessieren.

Für welche deutsche Zielgruppe sind die Reisen mit P&O Cruises interessant – und warum?

Britannia im neuen Design (Bild: P&O Cruises)
Britannia im neuen Design (Bild: P&O Cruises)

Wie gesagt, wer einen leichten Hang zu allem Britischen hat, der passt perfekt zu uns. Ansonsten fokussieren wir auf Alleinreisende, Paare und Familien. Bislang unterscheiden wir innerhalb unserer Flotte ja zwischen familienfreundlichen Schiffen und solchen, die speziell für Erwachsene konzipiert sind. Die neue Britannia, die im Frühjahr 2015 auf ihre Jungfernfahrt startet, wird beiden Zielgruppen gerecht. Sie verfügt über ausgezeichnete Möglichkeiten für Familien mit Kindern bietet aber auch jedwede Annehmlichkeit für Paare. Zudem gibt es eine größere Anzahl an Kabinen für Alleinreisende.

Welches Publikum trifft man auf den P&O-Schiffen? Ist das die ältere Generation Großbritanniens? Wie hoch ist der Anteil der internationalen Gäste?

Schauen Sie sich die Entwicklung auf dem deutschen Markt an. Da sinkt das Durchschnittsalter von Kreuzfahrern sukzessive. Diese „Verjüngung“ der Gäste findet sich auch in Großbritannien. All‘ Ihren eventuell vorhandenen Vorurteilen zum Trotz: Auf den P&O-Schiffen finden Sie keinen verstaubten britischen Themenpark vor, wo jedermann mit Melone herumläuft und ‚God save the Queen‘ singt.

„Auf den P&O-Schiffen finden Sie keinen verstaubten britischen Themenpark.“

Auf der anderen Seite sprechen sich immer mehr unserer britischen Gäste für einen facettenreicheren Mix an Nationalitäten an Bord aus. Durch die Ausweitung des Vertriebs über unsere Landesgrenzen hinaus können wir ihnen diesen Wunsch nun erfüllen. Vor diesem Hintergrund wird die neue Britannia zu einer Botschafterin des modernen Großbritanniens.

Gibt es deutschsprachige Services an Bord?

Wir sind eine britische Reederei, die weltweit unterwegs ist und internationales Publikum anspricht. Entsprechend ist die Bordsprache Englisch.

 Britisches Essen hat keinen guten Ruf: Welche Gerichte kann man typischerweise auf den Menükarten bei P&O Cruises erwarten und auf welchem Qualitätsniveau sind die Speisen?

„Trotz aller Vorurteile haben Sie jetzt nicht wirklich Fish ’n‘ Chips erwartet, oder?“

Trotz aller Vorurteile haben Sie jetzt nicht wirklich „Fish ’n‘ Chips“ erwartet, oder? Stattdessen präsentieren wir unseren Passagieren moderne englische Küche, angereichert mit all jenen internationalen, ethnischen Einflüssen, die sich auch in unserem Land widerspiegeln. Nehmen Sie zum Beispiel Atul Kocchar, einen unserer renommierten Küchenchefs. Atul war der erste “Master of Spices”, der in Großbritannien einen Michelin Stern erhielt. Seine Gäste an Bord dürfen sich auf eine ungemeine Vielfalt an Speisen und Aromen freuen, die ihren Ursprung in Asien haben.

Generell nehmen wir für uns in Anspruch, unseren Passagieren stets Vorzügliches aus Küche und Keller zu servieren. „Only the best“ gilt selbstredend auch für die künftige Britannia, auf der wir ein neues F&B-Konzept einführen werden. Dabei sorgen so genannte „Food Heroes“ auf dem neuen Flaggschiff für lukullische Highlights. Spitzenvertreter der britischen Kulinarik-Szene bringen dort innovative Ideen ein und setzen diese zum Teil während der Kreuzfahrten persönlich um.

Welche Besonderheiten erwarten einen an Bord eines P&O-Schiffs, die man bei anderen, internationalen Reedereien nicht antrifft?

„Die Vielfalt der Routen ist eine ganz besondere Stärke der Marke.“

Bei dieser Frage sei nochmals auf das Angebot von reinen Adults-Only-Schiffen und denen für die ganze Familie hingewiesen. Eine weitere Besonderheit ist die Tatsache, dass P&O, gemessen an der Zahl der aktuell 7 Schiffe, überproportional viele Häfen in aller Welt anläuft. Diese Vielfalt der Routen ist eine ganz besondere Stärke der Marke.

Nicht unerwähnt bleiben darf auch, dass auf der neuen Britannia neben 1.810 Doppelkabinen und Suiten 27 speziell für Einzelreisende entworfene Singlekabinen zur Verfügung stehen. Mehr als die Hälfte davon verfügt über einen eigenen Balkon.

 Haben Sie für unsere Leser einen besonderen Tipp? Eine besondere Fahrtroute oder ein Schiff, das sich besonders gut für deutsche Kreuzfahrer eignet?

Aktuell schiebt sich natürlich das neue Flaggschiff, die Britannia, in den Fokus. Eine der ersten Fahrten geht am 11. April des kommenden Jahres ab/bis Southampton für 14 Nächte ins westliche Mittelmeer. Stationen sind Gibraltar, Alicante, Rom, Livorno, Monte Carlo, Barcelona und Valencia (Preis ab 2.827 € pro Person in der Doppelkabine).

Oder aber die 7-Nächte Südeuropa-Kreuzfahrten an Bord der Oceana zwischen Genua und Venedig und umgekehrt (ab 614 Euro). Je nach Abfahrtshafen stehen dabei Livorno, Neapel, Dubrovnik, Venedig, Kotor (Montenegro), Korfu, Rom und Monte Carlo auf dem Routenplan. Nicht zu vergessen die Weltreisen auf der Arcadia (109 Nächte) oder der Aurora (105 Nächte). Hier sind selbstredend auch einzelne Streckenabschnitte buchbar.

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