Star Flyer: Highlights und Tipps

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Steuerrad der Star Flyer
Steuerrad der Star Flyer, links: Kapitän Klaus Müller

Eine Kreuzfahrt auf einem Großsegler wie der Star Flyer ist nicht nur spannend für Passagiere, die nach einem Hauch Abenteuer suchen, nach Abwechslung vom Standardprogramm. Es ist auch eine Seereise für Menschen, die mit einer Kreuzfahrten sonst nicht viel anfangen können.

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Die geringe Passagierzahl, das legere, maritime Flair und das Segelschiff-Ambiente sind ein Teil des Erlebnisses. Ein großer Unterschied zur Hochseekreuzfahrt, ob modern oder klassisch, ist aber vor allem das Programm und der Tagesablauf an Bord der Star Flyer. Denn der ist vor allem durch Individualität geprägt. Es gibt weder Bingo noch kostümierte Karneval-Parade durchs Schiff, weder Bauchplatscher-Wettbewerb am Pool noch 4D-Kino oder Formel-1-Simulator, weder Captain’s Dinner in dunklem Anzug und Abendkleid noch glamouröse Abendshow.

Aufstieg ins Krähennest

Aufstieg ins Krähennest der Star Flyer
Aufstieg ins Krähennest der Star Flyer

Die Highlights der Star Flyer sind ganz anderer Art. Eine künstliche Kletterwand wäre auf dem Segelschiff beispielsweise völlig überflüssig, denn hier gibt es etwas viel realeres: Eine straff gespannte Strickleiter führt am vordersten Mast hinauf in die luftige Höhe von geschätzt rund 25 Metern über dem Wasserspiegel ins Krähennest. Wenn Wind und Seegang es zulassen, können die Passagiere – gut gesichert – in den Ausguck hinaufsteigen und diese beeindruckende Perspektive von oben genießen. Wer seefest ist, erlebt hier bei etwas Wellengang noch ein weiteres, faszinierendes Phänomen: Statt den Seegang zu spüren wirkt es hier oben, als sei man selbst der Fixpunkt. Gefühlt schwingt dann das Schiff und die Erde samt Horizont unter einem hin und her.

Relaxen im Netz

Im Netz am Bugspriet der Star Flyer
Im Netz am Bugspriet der Star Flyer

Nur wenige Meter über dem Wasser, Blick auf den Bug, der sich bei voller Fahrt seinen Weg durchs Wasser schneidet: Kein Platz auf der Star Flyer ist faszinierender, an keinem Platz ist die große Freiheit intensiver zu spüren als hier im Netz auf beiden Seiten des Bugspriets. Selbst romantisch-kitschige Postkarten können das Gefühl nur unvollständig beschreiben: Arme und Beine ausgestreckt, Blick in den tiefblauen Himmel, das Rauschen des Windes in den Tampen und Segeln. Das Geräusch des Bugs, der rhythmisch ins Wasser taucht, wird zu einer fast schon meditativen Endlosschleife, die Zeit bleibt einfach stehen.

Wassersport inklusive

Wo auch immer die Star Flyer vor Anker geht, Wassersportausrüstung ist immer dabei: Schnorcheln, Flaschentauchen, Surfboards, Wakeboards sowie Zodiacs für Wasserski und Bananaboat wird angeboten, wo auch immer Platz und Tauchreviere vorhanden sind. Bis auf das Flaschen-Tauchen sind Betreuung und Ausrüstung übrigens inklusive. Und völlig unerwartet: An Bord der Star Flyer gibt es sogar zwei kleine Ein-Mann-Segelboote für die Passagiere, mit denen selbst Anfänger ihre ersten Segel-Versuche wagen können.

Offene Brücke

Dem Steuermann über die Schulter schauen
Dem Steuermann über die Schulter schauen

Eine Besonderheit ist die offene Brücke der Star Flyer, und das in zweierlei Hinsicht: Der Bereich der Brücke ist für Passagiere (meistens) völlig frei zugänglich und das malerische, hölzerne Steuerrad befindet sich unter freiem Himmel. Wobei der Begriff „Brücke“ auf der Star Flyer etwas übertrieben ist: Die Star Flyer hat neben dem Steuerrad und zwei Einheiten an Steuer- und Backbord lediglich ein niedriges, kleines Ruderhaus, in dem vor allem die elektronischen Geräte untergebracht sind – Radar, Funk et cetera. Der Kapitän ist meist an Deck, der besseren Sicht wegen.

Navigation mit Sonne, Mond und Sternen

Apropos Kapitän: Wir haben an Bord der Star Flyer in wenigen Tagen mehr über Seefahrt, Navigation und Meeresströmungen gelernt als je zuvor. Denn fester Bestandteil des Bordprogramms sind Vorträge von Kapitän Klaus Müller – von der Herausforderung, mit dem Segelschiff Kap Hoorn zu umrunden bis zu exzellent erklärten Grundlagen der Navigation mit Hilfe von Sonne, Mond, Sternen und Sextant. Einem alten Hasen wie „Kapitän Klaus“ (so steht es auf seinem Namensschild) zuzuhören, ist ein großes Vergnügen.

Seegang

Über Stabilisatoren verfügt die Star Flyer nicht – für ein ordentliches Segelschiff wäre das ein echter Stilbruch. Fährt das Schiff unter Segeln oder ist die See ruhig, liegt die Star Flyer recht ruhig im Wasser.

Doch durch die geringe Schiffsgröße muss man auch bei geringem Seegang mit entsprechend mehr Bewegung am Schiff rechnen als auf einem Kreuzfahrtriesen. Wer empfindlich für Seekrankheit ist, sollte zumindest die Fahrtroute mit Bedacht auswählen und beim Buchen eine Kabine in der Schiffsmitte bevorzugen. Für Passagiere mit empfindlichem Magen ist das auf der Star Flyer deutlich wichtiger als auf großen Kreuzfahrtschiffen. Ansonsten gibt es im Purser’s Office aber immer auch Pillen sowohl zur Vorbeugung als auch zur Bekämpfung von Seekrankheit.

Bordsprache: Englisch und Deutsch

Rund die Hälfte der Passagiere der Star Flyer kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die andere Hälfte vorwiegend aus den USA. Entsprechend sind Deutsch und Englisch die beiden hauptsächlichen Bordsprachen. Kapitän Klaus Müller ist Deutscher, Cruise Director Andreas ist Österreicher und auch sonst sprechen viele Crewmitglieder Deutsch. Auch wessen Schulenglisch schon ziemlich eingerostet ist, kommt auf der Star Flyer also bestens und ganz ohne Englisch zurecht. Landausflüge sind allerdings in den meisten Fällen auf Englisch – auch abhängig vom Fahrgebiet.

Weitere Teile der Serie " Mit der Star Flyer in die Karibik: Kreuzfahrt auf einem Großsegler ":

Anmerkung*: Cruisetricks.de reist auf der Star Flyer auf Einladung von Star Clippers.

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