Wetter-Chaos auch bei Kreuzfahrten im Mittelmeer

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Während auf die amerikanische Ostküste einer der größten Stürme aller Zeiten zurollt und die Fahrpläne zahlreicher Kreuzfahrtschiffe durcheinander wirbelt, sah es am Wochenende im Mittelmeer kaum besser aus: Zahlreiche Schiffe mussten wegen extremer Wetterlagen ihre Routen ändern. Und in Marseille riss der starke Wind eine Fähre los, die daraufhin in die Pier gedrückt und schwer beschädigt wurde.

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Besonders betroffen war am Sonntag Venedig: Wegen Sturm war der Hafen den ganzen Tag geschlossen. Die im Hafen liegenden Kreuzfahrtschiffe FTI Berlin mit ursprüngliche Ziel Dubrovnik und die Pacific Princess (Ziel: Ravenna) sassen im Hafen fest. Die Costa Favolosa musste vor der Einfahrt in die Lagune den ganzen Tag lang auf Reede liegen bleiben – die Passagiere im Hafen warteten zunächst vergeblich auf das Schiff.

Pacific Princess und FTI Berlin konnten Venedig schließlich mit Verspätung am Abend gegen 21:30 Uhr den Hafen verlassen. Die FTI Berlin muss durch die Verspätung offenbar den Hafenstopp in Dubrovnik ausfallen lassen und fährt laut AIS-Signal direkt nach Korfu. Die Costa Favolosa erreichte Venedig um etwa 19:30 Uhr und fuhr nach dem Passagierwechsel schließlich um 4 Uhr morgens wieder ab.

Von unruhiger See und Sturm waren aber auch noch mindestens fünf weitere Kreuzfahrtschiffe im Mittelmeer betroffen. Die Costa Luminosa fuhr nach Mallorca statt nach Ibiza, die Costa Voyager strich Valletta/Malta und fuhr stattdessen nach Olbia auf Sardinien. Die MSC Lirica sagte den Stopp im französischen Toulon ab und fuhr direkt nach Genua weiter. Auch die MSC Magnifica musste Südfrankreich meiden und fuhr direkt nach Barcelona statt zunächst Marseille anzulaufen. Mein Schiff 1 konnte in Villefranche wegen Sturm und starkem Seegang nicht tendern, steuert daher Barcelona einen Tag früher an und schiebt danach einen zusätzlichen Stopp in Valencia ein.

Am schlimmsten erwischte der starke Nordwind in der Region um Südfrankreich die Fähre Napoleon Bonparte im Hafen von Marseille: Der Wind riss das Schiff los und drückte es gegen die Pier. Dabei schlug das Schiff leck und Wasser drang ein. Die Napoleon Bonaparte liegt nun mit starker Schlagseite in Marseille. Verletzt wurde bei dem Unglück niemand. Das Flaggschiff der französischen Fährgesellschaft SNCM verbindet Marseille mit den Korsika-Häfen Ajaccio und Bastia.

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