Sylt und Skandinavien mit der Europa 2

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Mit der Europa 2 von Hamburg aus nach Sylt, Kristiansand, Göteborg, Kopenhagen, und pünktlich zum Hamburger Hafengeburtstag wieder zurück in der Hansestadt: Von unserer Frühlingsreise rund um Dänemark haben wir von 2. bis 8. Mai 2015 live berichtet, jetzt können Sie die komplette Reise hier nachlesen.

Europa 2

Europa 2

Nur wenige Tage vor dieser Reise kam die Europa 2 aus der Werft von Blohm + Voss in Hamburg, wo sie zehn Tage lang gewartet und in Teilbereichen renoviert wurde. Insbesondere wurden die Sansibar und das Sushi-Restaurant Sakura wurden umgestaltet.

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Bei einer ersten Reise auf der Europa 2 vor zwei Jahren kamen wir zu dem Schluss: Die Europa 2 ist das schönste Kreuzfahrtschiff der Welt. Auf dieser Kreuzfahrt sind wir vor allem auch gespannt, ob sich der damalige Eindruck bestätigt und wie sich das Schiff seitdem entwickelt hat.

Von einer ihrer ersten Reisen nach Indienststellung 2013 finden Sie auf cruisetricks.de bereits eine Bilder-Galerie sowie Panorama-Fotos der Europa 2. Mehr über diese Reise mit der Europa 2 lesen Sie auch im ausführlichen Schiffsportrait und Reisebericht „Skandinavischer Charme mit der Europa 2“ auf Carmen Winklers Cruisediary.de – übrigens auch in einer eBook-Version und als PDF.

Fahrtroute

Von Hamburg aus fahren wir die Elbe abwärts in die Nordsee, wo unser erster Stopp die „Perle der Nordsee“ ist: Sylt. Die Europa 2 ankert am Sonntagnachmittag vor List und bleibt dort bis nach Mitternacht – Gelegenheit vielleicht für eine kleine Fahrrad-Tour und um die Sansibar an Bord mit der Original-Sansibar an Land zu vergleichen.

Reiseroute: Europa 2 ( (Karte: Open Street Maps)

Reiseroute: Europa 2 ( (Karte: Open Street Maps)

Die folgenden drei Tage läuft die Europa 2 drei der schönsten skandinavischen Städte an: Kristiansand in Norwegen, Göteborg in Schweden und Kopenhagen in Dänemark. Wir freuen und auf norwegische Freundlichkeit und Natur, einen nostalgisch-historischen Spaziergang durch Göteborg und die königliche Pracht in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen.

Da die Europa 2 klein genug ist, muss sie am Rückweg nach Hamburg nicht noch einmal rund um Dänemark, sondern sorgt für ein weiteres Highlight der Reise, die Passage durch den Nord-Ostsee-Kanal bei Tageslicht sein – jedenfalls mit ein wenig Glück, wenn Technik und Verkehr am Kanal mitspielen.

Nicht zu vergessen: Auch Hamburg gehört natürlich zu den schönen Städten auf dieser Kreuzfahrt. Bereits am Donnerstagabend fahren wir wieder die Elbe hoch und sollen geplant um 23 Uhr in Hamburg ankommen. Am nächsten Tag wartet dann ein wenig Hamburger Hafengeburtstag auf uns, bevor wir abends zurück nach München fliegen.

2. Mai: Hafenausfahrt Hamburg

Die Ausfahrt aus Hamburg ist immer wieder ein Erlebnis – besonders bei sonnigem, klarem Wetter an einem Wochenende, wenn Tausende von Touristen und Hamburgern an den Landungsbrücken und am Ufer der Elbe stehen und die vorbeiziehenden Schiffe bewundern.

Ausfahrt aus Hamburg auf der Elbe

Ausfahrt aus Hamburg auf der Elbe

Neben unserer Europa 2 fuhren hinter uns am Samstag auch die AIDAbella und später die AIDAmar über die Elbe zur Nordsee.


 

Nachtrag: Fotograf André Lenthe (www.touristik-foto.de) hat uns einige wunderschöne Fotos von der Europa 2 bei der Ausfahrt in Hamburg geschickt, die wir mit freundliche Genehmigung veröffentlichen dürfen. Denn sonst ist es natürlich immer schwierig, Bilder von dem Schiff zu zeigen, auf dem man gerade selbst fährt … Danke, André!


3. Mai: Kreuzen vor Helgoland

Weil es nach Sylt nur eine kurze Fahrstrecke ist und wir dort offenbar nur bei Hochwasser ankern können, drehen wir am Morgen eine gemütliche Runde um Helgoland und bewundern den berühmten roten Felsen.

Helgoland

Helgoland

Der Wind wird allerdings gerade immer stärker und der Kapitän hat bereits angekündigt, dass es mit dem Tendern nach List auf Sylt am Nachmittag schwierig werden könnte. Wir sind gespannt …


3. Mai: Sylt – leider nur aus der Entfernung …

Sylt … ist ausgefallen. Zu starker Wind fürs Tendern und wegen des Windes zu wenig Wasser über den Untiefen vor List, um selbst mit der Europa 2 mit ihrem geringen Tiefgang zum Ankerplatz vor Sylt zu gelangen.

Ein wenig Sylt bekamen wir dennoch zu sehen: Der Seenot-Rettungskreuzer „Pidder Lüng“ begrüßte uns vor Sylt mit seiner Feuerlösch-Kanone und lies das Beiboot zu Wasser, um für ein wenig Unterhaltung für die Passagiere der Europa 2 zu sorgen.


Ein kleines, leider etwas vom Geräusch des scharfen Winds beeinträchtigtes Video zeigt die Pidder Lüng und ihr Beiboot in Aktion:

https://www.youtube.com/watch?v=hLNq1FmlGDo

Immerhin haben wir dank des ausgefallenen Hafenstopps in List nun morgen in Kristiansand deutlich mehr Zeit. Statt um 15 Uhr kommen wir dort nun schon am Vormittag an.

4. Mai: Kristiansand, Norwegen

Mit ziemlich norwegischem Wetter hat Kristiansand uns heute empfangen – mit unangenehmen Nieselregen und kaltem Wind. Also frühstückten wir erst einmal ausgiebig und lecker im Buffet-Restaurant Yacht Club und genossen anschließend die Ruhe in der Belvedere-Lounge der Europa 2 mit einem guten Buch.

Kathedrale von Kristiansand

Kathedrale von Kristiansand

Langsam lies der Regen dann nach, sodass es keine Ausrede mehr gab gegen einen Bummel durch Kristiansand: eine hübsche, kleine Stadt mit einer alten Festung, sogar mit einem eigenen kleinen Sandstrand – der vermutlich nur im Hochsommer Badegäste anlockt – und einem romantischen Altstadtviertel mit historischen Holzhäusern. Die schönsten stehen in einer Straße namens „Skippergata“.

Sehenswert ist auch die Kathedrale, innen ganz in Holz gehalten. Und wer zu teuren, norwegischen Preisen einkaufen will, findet eine für die kleine Stadt erstaunlich große Fußgängerzone mit Shops aller Art.

Wir können erahnen, dass Kristiansand bei sonnigem Wetter seine Reize voll ausspielen kann, mit viel Grünflächen, Blumenbeeten, Restaurants und Cafés. Bei Regenwetter ist es zumindest eine nette, kleine Stadt, bei der es schade wäre, wenn man sie nicht gesehen hätte.


5. Mai: Das ist neu auf der Europa 2 nach dem Werft-Aufenthalt

Bevor wir heute unsere Fahrrad-Tour durch Göteborg machen – bei aktuell erfreulich schönem Wetter – werden wir einen kurzen Blick auf die Europa 2 selbst. Drei Bereiche hat Hapag-Lloyd Kreuzfahrten auf der Europa 2 während des Werftaufenthalts im April 2015 deutlich verändert – die Sansibar, das Sushi-Restaurant Sakura und die Ausstattung der Familiensuiten.

Die neue Sansibar der Europa 2

Die neue Sansibar der Europa 2

Sowohl der Sansibar als auch dem Sakura haben die Veränderungen sehr gut getan. Das Sakura, auf der Steuerbordseite ein Teil des Buffet-Restaurants Yacht Club, ging gestalterisch bisher nahtlos nahtlos ins Buffetrestraurant über, eine optische Unterscheidung war nur bei sehr genauen Hinsehen möglich. Nun hat das Sakura sein ganz eigenes Erscheinungsbild, filigran und elegant, das keinen Zweifel mehr lässt, wo das Sakura beginnt und der Yacht Club aufhört.

Sakura früher …


… und nach der Renovierung:


Am größten sind die Veränderungen in der Sansibar, die nun dem Original auf Sylt viel ähnlicher geworden ist und einen hübschen Strandbar-Look bekommen hat. Insgesamt wirkt die Sansibar auch durch den neuen Raumteiler heimeliger und bietet eine etwas abgeschiedene Ecke, die von der Bar und Tanzfläche nicht direkt einsehbar ist. Der Außenbereich inklusive Bar ist unverändert geblieben.

Sansibar vor der Renovierung …


… und danach:


Bei den Familien-Suiten hatten wir leider keine Gelegenheit zur Besichtigung, da das Schiff ausgebucht und die Kabinen belegt sind.

Herrenzimmer: gemütlicher Rückzugsraum für Raucher

Herrenzimmer: gemütlicher Rückzugsraum für Raucher

Kleine, aber feine Veränderungen im Vergleich zu unserer ersten Reise auf der Europa 2 vor zwei Jahren gibt es außerdem bei der Raucherregelung: Insbesondere ist der Jazz Club ist inzwischen komplett rauchfrei, früher war hier in einem Teilbereich nahe der Bar das Rauchen erlaubt. In der Sansibar ist das Rauchen auf den Außenbereich auf der Steuerbordseite beschränkt, im Außenbereich des „Yacht Club“-Buffetrestaurants auf die Backbordseite.

Ansonsten ist Rauchen aber auf allen Außendecks und auf den Suiten-Balkonen gestattet, am Pool unter dem Magrodome-Dach zumindest direkt an der Poolbar. Und für Zigarre, Zigarillo und Pfeife gibt es den ganzen Tag über das sehr schön eingerichtete Herrenzimmer inklusive Kaminfeuer-Simulation.

5. Mai: Göteborg, Schweden

Göteborg im Regen … kann auch Spaß machen. Bei Sonnenschein wäre es aber noch viel schöner gewesen. Immerhin haben wir die ersten gut zehn Kilometer mit dem Fahrrad vom Hafen bis in die Stadt trocken überstanden, dann kann der Regen – ohne den wir wohl nicht dieses kuschelige, kleine Café entdeckt hätten mit seinen riesigen Cappuccino-Tassen und einem feinen Apfelkuchen im Napf.

Cappuccino, Zimtschnecke und Apfelkuchen in Göteborg, lecker!

Cappuccino, Zimtschnecke und Apfelkuchen in Göteborg, lecker!

Mit unserem Bike-Guide Tom waren wir eine kleine Truppe von nur fünf Leuten, die sich auf den erstklassigen Bikes der Europa 2 nach Göteborg gewagt haben und das war auch unser Glück, denn für fünf Bikes hatte der Shuttle-Bus zurück Platz im Laderaum, sodass wir in dem inzwischen strömenden Regen die zehn Kilometer zurück zum Schiff nicht mehr radeln mussten.

Doch bis dahin haben wir dennoch einen Eindruck von Göteborg bekommen, durch den botanischen Garten mit einem kleinen Gehege für Pinguine und Robben, vorbei am historischen Haga-Stadtviertel, durch den Stadtpark, zur Fischmarkt-Halle und dem Kronhuset, einem der ältesten Gebäude der Stadt.


Insgesamt 28,5 Kilometer haben wir uns erstrampelt und dabei, trotz Regens, wieder festgestellt, dass Landausflüge per Fahrrad der vielleicht beste Weg ist, sich eine Stadt zu erschließen, wenn man nicht allzu viel Zeit hat. Für morgen in Kopenhagen haben wir jedenfalls zwei Bikes reservieren lassen und wollen die Stadt auf eigene Faust erkunden, wenn hoffentlich diesmal das Wetter mitspielt. Denn sonst muss ich eben morgen wieder eine heiße Badewanne einlassen …

6. Mai: Kopenhagen, Dänemark

Kopenhagen ist eine wunderschöne Stadt, immer wieder und bei strahlend blauem Himmel erst Recht. Frühstück gab’s deshalb auch auf der Terrasse des „Yacht Club“-Restaurants im Freien. In Vorahnung auf das gute Wetter haben wir uns heute Fahrräder ausgeliehen – die bietet Hapag-Lloyd Kreuzfahrten auch außerhalb der geführten Bike-Touren an – sodass wir uns die Stadt ganz in Ruhe und individuell anschauen konnten.

Nyhavn in Kopenhagen

Nyhavn in Kopenhagen

Womit wir nicht gerechnet haben, ist der teils etwa rabiate Fahrstil der Autofahrer, wo Kopenhagen doch gerade für Radfahrer sehr viel bietet, die Radwege teils so breit sind wie die Autofahrspuren. Aber hat man erst einmal verstanden, dass Autofahrer so tun, als wären Radfahrer Luft, kommt man gut klar damit. Umso erstaunlicher ist es, dass die Dänen von der Erfindung des Fahrradhelms offenbar noch nichts mitbekommen haben – wir waren mit unseren „Europa 2“-Helmen die einzigen Radfahrer mit Kopfschutz …

Einen Pflichtbesuch haben wir gleich am Morgen natürlich der Kleinen Meerjungfrau abgestattet, die ganz in der Nähe der Anlegestelle der Kreuzfahrtschiffe an der „Langen Linie“ geduldig den Touristen-Rummel über sich ergehen lässt. Dann ging es von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit: Kastell, St.-Alban-Kirche und Gefion-Brunnen, Amalienburg, Opernhaus, Nyhavn, Parlament, Börse, Christiansburg, Tivoli, Rathausplatz, Fußgängerzone und Rosenburg.


Und am Rückweg stranden wir, ohne das wirklich geplant zu haben, pünktlich um 12 Uhr zur feierlichen Wachablösung wieder am großen Platz der Amalienburg.

6. Mai: Konzert von Rolf Stahlhofen im Bord-Theater der Europa 2

Musikalisch nicht ganz mein Geschmack – aber dennoch haben wir gestern grandiose, intensive Abendunterhaltung erleben dürfen: Der deutsche Soul-Sänger Rolf Stahlhofen und Band gaben ein fast schon intimes, privates Konzert im Theater der Europa 2 und schafften es, das Publikum mitzureißen.

Rolf Stahlhofen mit Band im Theater der Europa 2

Rolf Stahlhofen mit Band im Theater der Europa 2

Das allein ist schon eine Leistung, denn natürlich ist Kreuzfahrtpublikum das vermutlich schwierigste Publikum für einen erfolgsverwöhnten Musiker überhaupt. Statt eine teure Eintrittskarte zu kaufen und sich wochenlang auf ein Konzert zu freuen, lehnen sich Kreuzfahrer einfach mal bequem zurück und schauen, was da kommt, womöglich überhaupt je zuvor von dem Künstler gehört zu haben, der sie unterhalten soll.

Rolf Stahlhofen ist das Kunststück gelungen, mit seiner unaufdringlichen, sympathischen Art auch diese schwierige Publikum zu begeistern, mitzureißen und ein wunderbares Konzert abzuliefern, bei dem man ganz unabhängig vom persönlichen Geschmack Livemusik mit improvisierten Soli, witzigen Textänderungen und viel Emotion genießen konnte.

Auf diesem Niveau wünscht man sich Unterhaltung auf einem guten Kreuzfahrtschiff immer. Ein toller Abend – übrigens auch für die Crew der Europa 2, die bekam kurz vor Mitternach nämlich ebenfalls noch ein Privat-Konzert.


Wer Rolf Stahlhofen übrigens nicht kennt: Er war unter anderem zusammen mit Xavier Naidoo Frontmann der „Söhne Mannheims“. Wir freuen uns darauf, wenn er und seine Band heute Abend noch einmal in der Sansibar spielen.

7. Mai: Nord-Ostsee-Kanal

Nach den vielen Problemen mit den Schleusen zum Nord-Ostsee-Kanal in der letzten Zeit hatten wir heute Glück: Kurz vor 6 Uhr ging es wie geplant in die Schleuse von Holtenau bei Kiel und um 15:00 Uhr war die Kanal-Passage schon geschafft. Lediglich auf die Einfahrt in die Schleuse bei Brunsbüttel musste die Europa 2 ein wenig warten.

Mit der Europa 2 auf dem Nord-Ostsee-Kanal

Mit der Europa 2 auf dem Nord-Ostsee-Kanal

Einige kräftige Wolkenbrücke zu Beginn der Passage durch den Nord-Ostsee-Kanal hielten die Passagiere in der warmen Belvedere Lounge. In Rendsburg klarte der Himmel kurz auf und erlaubte ein paar unverregnete Fotos von der Schwebe-Fähre und der Schiffsbegrüßungsanlage.

Danach ging noch einmal ein Wolkenbruch über dem Schiff nieder, bevor es endgültig aufklarte und der Rest der Kanal-Passage von strahlendem Sonnenschein, wenn auch unangenehm scharfem Wind begleitet war.

beschädigtes Schleusentor in Brunsbüttel

beschädigtes Schleusentor in Brunsbüttel

Einen spannenden Blick gab es in der Nachbarkammer in der Schleuse von Brunsbüttel: Dort kann man derzeit besichtigen wie ein Schleusentor aussieht, in das im März ein griechischer Frachter mit offenbar ziemlicher Kraft hinein gefahren ist. Das Tor ist inzwischen durch ein neues ersetzt worden. Das alte, kaputte steht aber noch in der Schleusenkammer.


Um 16:20 Uhr öffnete sich das Schleusentor unserer Kammer und die Europa 2 ist nun elbaufwärts auf dem Weg nach Hamburg, wo sie heute Abend am Cruise Terminal in Altona anlegen soll.

8. Mai: Kulinarisches Highlight zum Abschluss der Reise

Ein fantastischen Abschluss unserer kurzen Kreuzfahrt auf der Europa 2 war das Abendessen im französischen Spezialitäten-Restaurant “Tarragon”. Schon das Essen im Hauptrestaurant “Weltmeere” ist absolut erstklassig und übertrifft die meisten Spezialitätenrestaurants auf anderen Schiffen deutlich. Das Tarragon würde ich aber mit gutem Gewissen als eines der besten Restaurants auf einem Kreuzfahrtschiff überhaupt bezeichnen – mir persönlich hat es hier sogar noch besser geschmeckt als im “Restaurant Dieter Müller” auf der Europa.

Restaurant "Tarragon" der Europa 2

Restaurant “Tarragon” der Europa 2

Faszinieren ist schon das gewisse Understatement beim Design des Tarragon: Es präsentiert sich ganz leger im Stil eines Jugendstil-Bistros, die Küche ist aber die eines Spitzenrestaurants.

Mit Blick aufs vorbeiziehende Meer genießen wir unter anderem ein sensationelles Beef-Tatar als Vorspeise, ein Stück gebratenes Perlhuhn als Zwischengang, Kalbsfilet mit Rotweinschalotten beziehungsweise Hummer aus dem Kamillensud als Hauptgang. Und bei der Nachspeise bekamen wir, weil wir uns nicht entscheiden konnten, gleich drei Gerichte: Apfel-Tarte, Créme brûlée und ein Dreierlei aus Schokolade.

Besonderheit des letzten Abends der Kreuzfahrt und quasi das i-Tüpfelchen auf dem Menü im Tarragon: In allen Restaurants de Europa 2 gibt es an einem Abend Kaviar – und zwar so viel man will und nicht etwa die kleinen, schwarzen, salzigen Krümel ohne wirklichen Geschmack, sondern wirklich hohe Qualität. Mit Creme Fraiche und etwas Schnittlauch ein Hochgenuss.


Erwähnenswert ist, dass die Spezialitäten-Restaurants auf der Europa 2 alle im Reisepreis inkludiert sind, also nicht wie bei den meisten anderen Reedereien eine Zuzahlung verlangen. Lediglich gleich am Beginn der Kreuzfahrt sollte man sich um Reservierungen bemühen, denn gerade auf einer so kurzen Reise wie dieser ist die Nachfrage natürlich groß. Besonders der Italiener “Serenissima” war – zu Recht – sehr begehrt. Auch spontan freie Plätze gab es immer weider im asiatischen “Elements” und im Sushi-Restaurant “Sakura”, die beide ebenfalls absolut lecker waren.


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Für uns hat die Reservierungen einer der Restaurant-Leiter gleich am ersten Abend erledigt: Wir sagten ihm, welche Restaurants wir gerne ausprobieren würden – nämlich alle – und am nächsten Morgen hatten wir eine Nachricht an der Kabinen-Tür mit entsprechenden Reservierungen. Bequemer geht es nicht. Wer es lieber spontan ohne Reservierung mag: Die Restaurants haben – mit identischer Speisekarte – auch mittags geöffnet.

Bildergalerie: Europa 2

  • Anmerkung*: Cruisetricks.de reiste auf der Europa 2 auf Einladung von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten.

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Ein Kommentar zu Sylt und Skandinavien mit der Europa 2

  1. was für ein zufall... on Mai 5, 2015 at 5:25 pm

    also das ist ja mal ein wirklicher zufall….als wir 2012 mit der stena line über 2 nächte lang in Göteborg waren
    wir genau in dem gleichen cafe, haben zimtschnecke gegessen und apfelstrudel aus dem napf (der einzigste unterschied ist, damals waren die näpfe noch grün)

    noch viel spass auf der reise

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