Tag 3 – Drake Passage und Half Moon Bay

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Der erste Eisberg
Der erste Eisberg

Sonnenaufgang: 4:21 Uhr – Nochmals ausschlafen und dann zum Frühstück auf Deck 2, um die immer noch hohen Wellen genießen zu können. Auch die Sonne ließ sich gelegentlich blicken. Im Tagesprogramm war eine Flasche Champagner ausgelobt für denjenigen, welcher den ersten Eisberg meldet. Wir sind hoch in die Observation Lounge und da war er. Aber da wir ja noch die Flasche Begrüßungs-Champagner im Kühlschrank stehen hatten, verzichteten wir auf einen Anruf. Und was für ein Eisberg! Über 50 Meter hoch und 300 Meter lang – der sichtbare Teil natürlich. Freundlicherweise fuhr der Kapitän rechts am Eisberg vorbei, so dass wir die Vorbeifahrt vom Balkon aus genießen konnten. Dann entdeckte ich mit dem Fernglas ein paar Punkte auf dem Eisberg, die sich bei genauerem Hinsehen als Pinguine entpuppten. Der Kapitän sagte dann noch durch, dass von der Brücke aus Wale gesichtet worden seien. Leider sagte er nicht wo genau… – oder die Ortsangabe war im längeren französischen Teil der Durchsage.

Bitte staubsaugen!
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Um 9:30 Uhr gingen wir mit unseren Klamotten in die Karikal Lounge zur Dekontamination. Keine Sorge, es müssen nur von den gebrauchten Klamotten sowie allen Taschen, Rucksäcken etc., was mit an Land genommen wird, Klettverschlüsse, Taschen oder Umschläge ausgesaugt werden, um zu verhindern, dass irgendwelche Pflanzensamen in die Antarktis eingeschleppt werden. Da fast alle meine Sachen ohnehin neu und bislang nicht gebraucht waren, hielt sich die Übungsstunde in Hausfrauenkunde bei mir in Grenzen. Auch hier muss per Unterschrift bestätigt werden, dass man anwesend war.

Gegen 11 Uhr erreichten wir die South Shetland Inseln und den Englischen Kanal. Begleitet von Hunderten von Pinguinen, die freundlicherweise neben dem Schiff immer wieder aus dem Wasser sprangen, sowie von strahlendem Sonnenschein bis Schneesturm fuhren wir zwischen schroffen Felsen und endlosen Gletschern hindurch.

Dann kurz vor Mittag kam die Durchsage des Kapitäns, dass wir Dank des guten Wetters recht früh dran wären und daher einen Stopp einlegen würden. Jerome erklärte weiter, wir landen in Half Moon an den South Shetlands. Die blaue Gruppe um 14 Uhr und unsere rote Gruppe um 15:30 Uhr. Damit dürfte wohl der um 15 Uhr angesetzte Vortrag in englischer Sprache mit dem Titel „Antarctica, The Great White Continent“ entfallen. So viel zum Thema Änderung des Tagesprogramms …

An der Rezeption sind übrigens zwei Monitore mit dem Tagesprogramm auf Englisch und Französisch. Dieses Programm wird angepasst, sobald sich Änderungen ergeben. An der Rezeption gibt es zudem auch einen DIN-A3-Ausdruck mit aktuellen Nachrichten (jeweils in Französisch, Englisch, Deutsch und Italienisch – bei den englischen Nachrichten wurde noch unterschieden zwischen USA, GB und Kanada – außerdem gibt es eine doppelt so umfangreiche Ausgabe mit internationalen Nachrichten auf Englisch). Ach ja, und irgendwann sollte man während der Fahrt auch die Kreditkarte an der Rezeption einlesen lassen für die Onboard-Rechnung. Eine der Rezeptionistinnen sprach im Übrigen sehr gut Deutsch.

Zügelpinguin
Zügelpinguin

Das Mittagessen war heute ein asiatisches Buffet. Sollte jemand am Nachmittag der kleine Hunger überfallen, keine Sorge, es gibt eine Musical Tea Time zwischen 16 und 17 Uhr in der Karikal Lounge mit Tee, Kaffee und kleinen Kuchen und Sandwiches. Heute konnte man sich auch sportlich betätigen beim Stretching mit den Tänzern um 16 Uhr im Theater. Danach Bowling mit den Tänzern (an der Wii). Daran dürfte dann wohl nur die blaue Gruppe teilgenommen haben.

Diese Programmpunkte haben wir allerdings alle verpasst, weil wir um kurz nach 15 Uhr mit dem ersten Zodiac der roten Gruppe das Schiff nach Half Moon verließen. Uns erwarteten Zügelpinguine (chinstrap penguins) mit etwa einem Monat alten Jungtieren. Die Pinguine kamen hinter einem her und bis auf ungefähr zwei Meter an einen heran. Zwei Weddell-Robben ruhten sich am Strand aus. Die Pelzrobbe hatte sich schon aus dem Staub gemacht.

Half Moon Bay und Base Camara
Half Moon Bay und Base Camara

Auf der anderen Seite der Bucht ist eine argentinische Forschungsstation – die Base Camara, gegründet am 1. April 1953 –, die auch ein paar Souvenirs verkauft (Basecaps, Aufnäher, Buttons, Mützen). Akzeptiert werden Pesos, Dollar und Euro (1 Dollar = 1 Euro). An einer Wand hängen die Plaketten der Schiffe, die Half Moon bereits besucht hatten. Wir nahmen einen Button für 5 Euro mit. Unterhalb der Base am Strand machten ein paar Gentoo Pinguine (Eselspinguine) Pause. Diese leben aber nicht auf Half Moon, sondern legten nur einen kleinen Stopp ein. Gegen 17 Uhr ging es von der Base aus wieder zurück aufs Schiff. Meine erste Zodiac-Anlandung habe ich überstanden und bin nicht ins Wasser gefallen. Allerdings ist meine Snowboard-Hose wegen der doch etwas weiten Beine eher ungeeignet, weil sie sich gut mit Wasser voll saugt, glücklicherweise nur unten. Ach ja, kleiner Wetterbericht: 6 Grad Celsius und wechselnd bewölkt und sonnig. In München soll es heute 4 Grad Celsius und Regen haben laut der Bordzeitung. Wir waren viel zu warm angezogen und mussten erst mal unter die Dusche.

Kaum waren die Haare gewaschen, sah ich Wale blasen. Ein Blick durchs Fernglas bestätigte, dass es sich um eine Gruppe Orcas handelte. Kurze Zeit später kam auch die Durchsage von der Brücke. Der Kapitän drehte und reduzierte die Geschwindigkeit, so dass wir die Orcas noch eine Weile beobachten konnten.

Nicolas hatte beim ersten Briefing schon angekündigt, dass jeden Abend ein kurzes Briefing seinerseits erfolgen werde, bei dem wir über den voraussichtlichen Ablauf des nächsten Tages informiert würden. Das Briefing fand heute um 19 Uhr vor dem Abendessen statt. Ein kurzer Rückblick (Recap) über das, was wir bisher gemacht haben und der Ausblick auf den nächsten Tag (Briefing). Nicolas hatte eine sehr gute Power-Point-Präsentation zusammengestellt mit Hilfe von Google Earth.

Um 21:30 Uhr gab es im Theater noch eine Show namens „Amour“ mit den Tänzern von Ballet Paris C´Show, die wir aber verpassten.

Sonnenuntergang: 22:00 Uhr

Anmerkung*: Cruisetricks.de reiste auf der L’Austral auf Einladung der Compagnie du Ponant, die Hälfte der Kosten für Vorprogramm und Anreise haben wir selbst getragen.

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