Tag 7 – Weddell Sea, Devil Island, Paulet Island

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Adelie-Pinguin-Küken auf "Futterjagd"
Adelie-Pinguin-Küken auf „Futterjagd“

Sonnenaufgang: 4:13 Uhr – Die blaue Gruppe durfte heute um 6:30 Uhr in Devil Island an Land. Wir hatten bis 8:15 Uhr Zeit für das Frühstück. Auf Devil Island, das in der westlichen Weddell Sea liegt, gibt es eine große Kolonie von Adelie-Pinguinen. Außerdem gibt es natürlich zahlreiche Vögel, insbesondere braune Skuas, die ganz schön aggressiv werden können, wenn man ihren nicht sichtbaren Nestern zu nahe kommt, wie wir selbst erfahren durften. Robben haben wir leider keine gesichtet. Wir gingen zunächst zu den Pinguinen. Da wir hier schon etwas nördlicher sind, sind die Küken schon fast ausgewachsen. Das eine oder andere ist bereits in der Mauser. Die Altvögel gehen inzwischen gemeinsam auf die Jagd und die Küken warten in „Kindergärten“ auf deren Rückkehr. Kommen die Altvögel zurück, startet eine wahre Hetzjagd der Küken auf ihre Eltern, um an das Futter zu kommen. Sehr lustig zu beobachten, wie die Altvögel zu entkommen versuchen vor ihren tollpatschigen Küken. Wir sind dann noch auf den Höhenrücken marschiert, aber nicht ganz auf den Gipfel, wie viele andere. Aber der Blick rüber zur Insel Vega war jetzt auch nicht so berauschend. Auf Devil´s Island gibt es nur noch einzelne Schneefelder. Ansonsten weicher Boden aus Erde und Geröll. Insgesamt hatten wir gut 1,5 Stunden Zeit bei strahlendem Sonnenschein und bis zu 8 Grad Celsius. Allerdings ging ein leichter Wind, so dass es sich teilweise kälter anfühlte.

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Um 11 Uhr wurde ein französischer Vortrag von Sophie über Dr. Otto Nordenskjöld ins Programm eingefügt. Um 14 Uhr hielt Axel einen englischsprachigen Vortrag mit dem Titel „Ice is Nice“. Ein weiterer französischer Vortrag von Samuel folgte um 17:30 Uhr mit dem Titel „Les Manchots“ (Die Pinguine).

Das Mittagessen stand heute unter dem Motto „Chef´s Buffet“ mit französischen Spezialitäten.

Paulet Island
Paulet Island

Am Nachmittag stand Paulet Island, ein kleiner runder Vulkankegel mit einem Durchmesser von circa 1,5 km und einer Höhe von 353 m, auf dem Programm. Paulet Island wurde von der britischen Expedition von Ross entdeckt. Außerdem gibt es hier eine historische Schutzhütte und einen Grabstein von Dr. Otto Nordenskjöld, der eine schwedische Expedition von 1901 – 1094 leitete. Heute ist die Insel von mehr als 100.000 Brutpaaren von Adelie Pinguinen besiedelt. Daneben gibt es natürlich auch zahlreiche andere Vogelarten. Für unsere Gruppe ging es um 15:30 Uhr los.

Pelzrobbe und Adelie-Pinguine
Pelzrobbe und Adelie-Pinguine

Heute war das Wasser etwas rauer und es war Vorsicht beim Einsteigen angesagt. Der Wind hatte aufgefrischt und bis unsere Gruppe an Land ging, war leider auch die Sonne weg. Die Zahl von 100.000 Brutpaaren ist wohl leicht untertrieben. Es ist schlicht alles voll mit Pinguinen, kaum eine Chance ihnen auszuweichen. Unten am Wasser lag mitten zwischen den Pinguinen eine antarktische Pelzrobbe. Wir gingen anschließend hoch zu den Überresten der Steinhütte. Weiter hinten ist der Kratersee der ehemaligen Vulkaninsel und auch dort hinten am Hang ist alles voll mit Pinguinen. In einer Ebene knapp außerhalb der Kolonie aber weit weg vom Wasser lag eine weitere Pelzrobbe. Das ganze Meer rings um die Insel wimmelt nur so vor Pinguinen, die immer wieder aus dem Wasser schießen. Natürlich packt dies alle Fotografen bei ihrem Ehrgeiz, ein Foto mit einem springenden Pinguin ist ein absolutes Muss.

Eisberge in der Weddell Sea
Eisberge in der Weddell Sea

Kurz vor 18 Uhr verließen wir Paulet Island und fuhren in Richtung der South Shetland Inseln. Die Weddell Sea ist hier bekannt für die Tafeleisberge, Abbrüche aus dem Schelfeis, die mit dem antarktischen Strom rund um den Kontinent treiben und sich hier sammeln. Manche dieser Eisberge sind bis zu zehn Jahre unterwegs. In der Nähe soll der Eisberg mit Namen „C19C“ sein, der die Größe von Belgien hatte. Diese großen Eisberge werden per Satellit beobachtet.

Das Briefing für Morgen stand um 19 Uhr auf dem Programm. Morgen früh gab es drei Optionen, die ausführlich darstellt wurden. Erster Stopp ist Baily Head auf Deception Island. Dort konnte man eine dreistündige Wanderung (circa 6 km, circa 300 Höhenmeter) über den Hügel nach Whalers Bay machen (über Lavagestein, Schnee und Gletscher). Die andere Variante war lediglich ein Landgang in die Pinguin-Kolonie oder eine Zodiac-Tour ohne Landgang. Es handelt sich bei Baily Head um einen schwarzen Lava-Strand mit ordentlicher Brandung, so dass nur solche Personen den Landgang mitmachen sollten, welche auch körperlich in der Lage sind, das Zodiac schnell und ohne Hilfe zu verlassen und zu besteigen.

Um 16:30 Uhr war eine Küchenführung, allerdings nur nach Voranmeldung und offensichtlich nur auf französisch.

Es gab natürlich die übliche Suppe am Vormittag und nachmittags die Musical Tea Time in der Karikal Lounge. Am Abend gab es die dritte Show mit dem Titel „Musik“. Das Ensemble besteht übrigens aus vier Tänzerinnen und einem Tänzer.

Sonnenuntergang: 22:13 Uhr

Anmerkung*: Cruisetricks.de reiste auf der L’Austral auf Einladung der Compagnie du Ponant, die Hälfte der Kosten für Vorprogramm und Anreise haben wir selbst getragen.

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