Tipps und Infos zu Hawaii

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Hawaii ist eines der schönsten Ziele, die ich bisher bereist habe. Mit der Kreuzfahrt auf der Pride of America erschließt sich die vulkanische Inselwelt mitten im Pazifik besonders bequem – und auch preiswerter als Insel-Hopping mit Hotels auf mehreren Inseln.

Sonnenaufgang am Diamond Head, Oahu
Sonnenaufgang am Diamond Head, Oahu

Auf meiner Hawaii-Reise habe ich mit Hilfe und Unterstützung von Norwegian Cruise Line und der Hawaii Tourism Authority versucht, so viel wie möglich anzusehen und zu erkunden. Aber natürlich reichen drei Tage in Honolulu und dann jeweils ein oder zwei Tage auf den Inseln nicht aus, um sich ein umfassendes Bild zu machen.

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Meine Tipps und Infos erheben also nicht den Anspruch, jeweils das zweifelsfrei Beste zu präsentieren. Was ich gemacht habe, war gut bis sehr gut. Ob andere Tour-Anbieter möglicherweise noch besser oder eben weniger attraktiv sind, kann ich aber nicht beurteilen. Weitere Fragen beantworte ich natürlich gerne über die Kommentarfunktion zu diesem Beitrag.

Tipps zu Landausflügen

Meine Landausflüge habe ich im Live-Blog ausführlich beschrieben. An dieser Stelle möchte ich aber noch ein paar Anmerkungen ergänzen und zusätzliche Tipps geben.

Insgesamt ist angenehm, das Hawaii als Teil der USA recht hohe Standards bei Sicherheit und Qualität der Ausflugsanbieter hat und die Verständigung auf Englisch bestens klappt. Spontan einen Taxifahrer am Hafen anzuheuern, birgt keine allzu großen Risiken. Dennoch empfehle ich, Landausflüge vorher genau zu planen und vorab zu buchen. Denn auf den meisten Inseln sind die Entfernungen recht groß, sodass man die Zeit an Land optimal nutzen und nicht erst vor Ort einen Ausflugsanbieter suchen sollte.

Honolulu, Pearl Harbor

Pearl Harbor, USS Missouri
Pearl Harbor, USS Missouri

Die Pearl-Harbor-Gedenkstätte gibt gut ein komplettes Tagesprogramm her. Ein wenig Interesse an Geschichte oder Kriegsschiffen vorausgesetzt lohnt sich der Besuch allemal, denn die Ausstellungen sind attraktiv gestaltet und die USS Missouri bis in den letzten Winkel zu erkunden, macht wirklich Spaß. Wer wenig Zeit hat, beschränkt sich am besten auf die USS Missouri und plant für den Besuch drei bis vier Stunden ein. Um die versunkene Arizona zu besuchen, sollte man auf jeden Fall Tickets vorab reservieren, denn die Kontingente sind begrenzt und oft schon morgens ausverkauft. Öffentliche Busse für 2,50 Dollar fahren von Waikiki aus eine gute Stunde nach Pearl Harbor, eine Taxifahrt kostet knapp 50 Dollar.

Waikiki Beach

Waikiki Beach
Waikiki Beach

Am schönsten ist es an Honolulus Stadtstrand früh morgens bei Sonnenaufgang. Erstaunlich viele Surfer sind da bereits unterwegs, ansonsten ist es aber menschenleer und die Sonne brennt nicht zu sehr vom Himmel – ideal für eine morgendliche Runde Schwimmen oder Surfen.

Wer noch nie Surfen war: unbedingt einen Surfkurs am Waikiki Beach buchen. Wer’s intensiv lernen will, nimmt sich einen Privatlehrer. Aber auch bei meinem Gruppen-Kurs bei der Hans Hedemann Surf School war die Betreuung sehr individuell mit einem Surflehrer pro vier Teilnehmer, das passt bestens.

Atlantis-Tauchboot

Tauchen mit der Atlantis XIVqTauchen mit der Atlantis XIV
Tauchen mit der Atlantis XIV

Die Tauch-Ausflüge mit den Atlantis-U-Booten sind reizvoll vor allem für Urlauber, die keine Lust haben, mit Schnorchel oder Taucherausrüstung selbst unter Wasser zu gehen. Auf meiner Tauch-Tour in Waikiki haben wir einen Hai, eine Meeresschildkröte, viele Fische sowie ein Flugzeug- und ein Schiffswrack unter Wasser gesehen. Und auch das Abtauchen mit dem größten Passagier-U-Boot der Welt ist ziemlich faszinierend. Eine Vorab-Reservierung ist empfehlenswert. Atlantis-U-Boote gibt’s außer in Waikiki auch in Kona (Big Island) und in Maui.

Individuelle Insel-Touren mit Hawaii Outdoor Guides

Diamond Head, Oahu
Diamond Head, Oahu

Erstklassig waren meine insgesamt drei Touren, die ich mit Hawaii Outdoor Guides auf Oahu sowie auf Big Island in Hilo und Kona gemacht habe. Der Touranbieter hat sich auf Landausflüge in kleinen Gruppen sowie individuelle Touren mit privatem Guide spezialisiert und bietet auch deutschsprachige Ausflüge an – auf Hawaii eine Seltenheit. Wer also die großen Bustour-Gruppen der am Schiff angebotenen Landausflüge vermeiden will, ist hier gut bedient. Bei individuellen Touren – die man sich gegebenenfalls auch mit befreundeten Mitreisenden teilen kann – sind nach vorheriger Absprache beispielsweise auch individuelle Programmpunkte wie einen Schnorchel-Ausflug während einer Inselrundfahrt möglich.

Fahrservice in Maui

Maui
Maui

Wer sich in Maui einen privaten Wagen leisten will: Ich habe gute Erfahrungen mit Maui Airport Taxi & Shuttle gemacht, die – anders als der Name suggeriert – auch Fahrzeuge mit privatem Guide anbieten. Idealerweise stimmt man hier schon bei der Reservierung ab, was man sehen möchte, um eine gute Fahrtroute zusammenzustellen. Denn die Entfernungen auf Maui sind recht groß, sodass man nicht allzu viel in eine Tagestour hineinpacken kann.

Schnorcheln

Schnorcheln
Schnorcheln

Wenigstens einmal Schnorcheln sollte man auf Hawaii auf jeden Fall – schon weil die Chancen recht gut stehen, eine der grünen, hawaiianischen Meeresschildkröten zu sehen. Aber auch die Korallenriffe sind in einem recht guten Zustand und von vielen tropischen Fischen besiedelt. Rochen und kleinere, ungefährliche Haie findet man an etwas tieferen Schnorchelspots ebenfalls.

Auf Oahu gibt es einige sehr seichte Schnorchelplätze, die sich vor allem für Schnorchel-Anfänger eignen. Fast sichere Sichtungen von Meeresschildkröten gibt es am Turtle Beach an der North Shore. Ein beliebter Schnorchel-Ausflug auf Maui zu der kleinen Insel Molokini – den ich gebucht hatte und der dann wegen Routenänderung des Schiffs leider ausfallen musste – führt in etwas tiefere Gewässer, ist also wohl eher für schon erfahrenere Schnorchler geeignet.

Auf meiner Reise war ich zum Schnorcheln am Strand direkt neben dem Eingang zum „Pu’uhonua o Honaunau“ National Historic Park, etwa 20 Auto-Minuten von Kona auf Big Island entfernt. Dort gibt es sowohl seichtes als auch etwas tieferes Gewässer mit vielen Korallen, sehr empfehlenswert.

Hubschrauber-Rundflüge mit Blue Hawaiian Helicopters

Blue Hawaiian Helicopter
Blue Hawaiian Helicopter

Eine der Top-Attraktionen auf vielen Hawaii-Inseln sind die Hubschrauber-Rundflüge. Mit knapp 250 Dollar für eine Stunde Flug muss man dabei ungefähr rechnen, die sich aber absolut lohnen. Ich bin mit Blue Hawaiian Helicopters geflogen, die gerade erst ihre Flotte von über 30 Hubschraubern auf moderne Eurocopter Eco-Star umgestellt haben, die besonders leise und vibrationsarm fliegen und speziell für touristische Rundflüge gebaut sind.

Hubschrauber-Rundflüge werden auf Big Island (Vulkane!), Maui, Oahu und Kauai angeboten. Vermutlich am meisten lohnt es sich auf Kauai, denn 80 Prozent der Insel sind so zerklüftet und unzugänglich, dass sie nur per Schiff oder aus der Luft erreichbar sind. Mit dem Hubschrauber erreicht man auf Kauai also Berge, Täler und Wasserfälle, die man anders nie zu sehen bekommen würde – inklusive eines Flugs direkt in einen tiefen, ehemaligen Vulkankrater.

Geländewagen-Tour auf Kauai

Kipu Ranch, Kauai
Kipu Ranch, Kauai

Ein Gefühl für das urwaldartige Grün auf Kauai vermittelt auch eine Tour mit den ATV-Geländewagen auf der Kipu-Ranch. Große Teile der Rinderfarm sind nur über staubige (oder schlammige) Feldwege erreichbar, was eine ATV-Tour zu einem echten Outdoor-Erlebnis macht. Tipp: Wer lieber etwas weniger Staub schluckt und auf den Spaß des selbst Fahrens verzichten kann, bucht „Ride with a Guide“ und fährt mit dem Guide – mit etwas Glück – im vordersten Fahrzeug mit.

Hoteltipp: Shoreline Hotel Waikiki

Shoreline Hotel Waikiki
Shoreline Hotel Waikiki

Wer nach Hawaii für eine Kreuzfahrt mit der Pride of America kommt, wird zumindest auch noch ein paar Tage in Honolulu bleiben wollen. Die Hotels direkt am Waikiki Beach sind beeindruckend, aber auch recht teuer – und Honolulu ist ohnehin kein günstiges Pflaster. Deutlich günstiger geht’s in der zweiten Reihe.

Mitten in Waikiki gelegen und nur einen Straßenzug vom Strand entfernt liegt das Shoreline Hotel Waikiki und ist mit Preisen ab 180 Euro pro Zimmer verhältnismäßig günstig. Für ein paar Tage vor oder nach einer Kreuzfahrt eignet es sich meiner Erfahrung nach sehr gut (Anmerkung: Ich wohnte dort auf Einladung des Hotels. Was ich über das Hotel schreibe, bleibt davon aber unbeeinflusst).

Das Shoreline Waikiki ist sehr ordentlich und zentral gelegen mit nur drei, vier Minuten bis zum Strand. Waikiki Beach ist durchgehend öffentlich zugänglich und auch die Hotels, die direkt am Strand liegen, schotten sich meist nicht komplett ab, sodass beispielsweise auch deren Strandbars jedem offen stehen.

Die Zimmer im Shoreline Waikiki sind Standard für ein amerikanisches Mittelklasse-Hotel. Marmorbäder und Ähnliches muss man nicht erwarten, braucht man aber auch nicht. Einen Pool oben auf dem Dach im 15. Stockwerk gibt es ebenfalls. Der eignet sich aber eher für eine schnelle Abkühlung. Denn der nahe Strand ist natürlich deutlich attraktiver.


Was mir sehr gut gefällt: An der Rezeption arbeiten lauter Leute, die sich hervorragend auskennen und einem guten Concierge in einem der teuren Hotels in nichts nahestehen. Deren Tipps waren durchweg klasse, der Service sehr schnell und zuverlässig.

Ein kleines Restaurant gehärt zum Haus, Frühstück gibt’s da den ganzen Tag lang – sehr praktisch bei Jetlag-Hunger zu den seltsamsten Uhrzeiten.

Coconut Hotel

Coconut Hotel Waikiki
Coconut Hotel Waikiki

Vom selben Betreiber ist das Coconut Hotel ein paar Ecken weiter. Wer einen Mietwagen hat, ist hier tendenziell besser aufgehoben als im Shoreline, denn es ist verkehrsgünstiger gelegen – was in Honolulu wichtig ist, denn der Stau zu Stoßzeiten ist einer der schlimmsten der ganzen USA. Dafür ist der Weg vom Coconut zum Strand etwas länger.

Das Coconut Hotel hat auch mehr Familienzimmer, eine kleine Bibliothek und Spiele-Zimmer in der Lobby, ist also auch ganz gut für Familien geeignet. Freitagabend gibt‘s original hawaiianisches Essen vom Buffet (9 Dollar) und hawaiianische Live-Musik in der Lobby und ebenfalls auf Lobby-Ebene hat das Coconut Hotel einen kleinen Außenpool und eine Terrasse mit BBQ-Grills, auf denen Gäste ihre eigenen Sachen zum Grillen mitbringen können.


Etwas teurer sind die Zimmer mit Mountain View (siehe Fotos). Dafür ist der Blick auf die grünen Berge im Hinterland von Honolulu auch einmalig schön.

Anreise nach Hawaii

Wenn nur die lange Anreise nicht wäre … Stimmt leider: Der Flug nach Hawaii ist lang. Die günstigsten Verbindungen von München oder Frankfurt gehen mit Lufthasa über Los Angeles oder San Francisco (circa zwölf Stunden, zurück eine Stunde weniger) und von dort weiter mit United Airlines nach Honolulu (circa sechs Stunden, zurück eine halbe Stunde weniger). Lufthansa setzt auf der Transatlantik-Strecke Airbus A340-600 beziehungsweise -800 mit der modernen Bestuhlung ein, bei der die Rückenlehnen zwar sehr dünn sind, dafür aber etwas mehr Beinfreiheit vorhanden ist. Das reicht bis zu einer Körpergröße von 1,80 Metern ganz gut aus. Die Maschinen sind zwar schon mit der neuen Economy-Plus-Klasse aufgerüstet, der Aufpreis dafür ist aber unverhältnismäßig hoch.

Anders beim Anschlußflug mit United Airlines. Die Boeing 737-900 hat ebenfalls Economy Plus, die bei United aber nicht der aufwändigen, und damit teuren, Business-Class-ähnlichen Ausstattung entspricht, sondern schlicht normale Eco-Sitze mit deutlich mehr Beinfreiheit ausstattet. Ich konnte diese Eco-Plus-Sitze dank freundlicher Unterstützung von United Airlines ausprobieren und würde sagen: Für die sechs Stunden Flug von beziehungsweise nach Honolulu lohnt sich der moderate Aufpreis durchaus.

Jetlag?

Der Zeitunterschied zwischen Deutschland und Hawaii beträgt zwölf Stunden. Tag und Nacht sind also komplett vertauscht. Vor allem in Hawaii bin ich damit aber bestens zurecht gekommen. Der Körper stellt sich schnell um, wenn man sich viel draußen in der Sonne aufhält und körperlich aktiv ist. Erstaunlicherweise bin ich mit den zwölf Stunden Zeitunterschied viel besser zurecht gekommen also beispielsweise in der Karibik und Miami mit nur sechs Stunden. Mein Tipp deshalb zum Thema Jetlag: keine großen Sorgen machen – zwölf Stunden Unterschied sind deutlich harmloser, als es klingt.

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Anmerkung*: Cruisetricks.de reist nach Hawai’i und auf der Pride of America auf Einladung von Norwegian Cruise Line mit zusätzlicher Unterstützung durch Hawai’i Tourism Authority und deren lokale Partner sowie durch United Airlines.

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