Wolga-Frachtschiff rammt Kreuzfahrtschiff Viking Kirow

Mittwoch, 18. August 2010 von Franz Neumeier

Nach einer Kollission mit einem Frachtschiff mußte heute vormittag das Flußkreuzfahrtschiff Viking Kirow auf der Wolga evakuiert werden. Wie Russland-Aktuell berichtet hat ein Schubschiff mit einer Sand-Barkasse das Kreuzfahrtschiff um 3:30 Uhr morgens auf dem Wolga-Stausee bei Rybinski gerammt – etwa zwei Kilometer entfernt zum Ufer.

Das Kreuzfahrtschiff wurde dabei auf Höhe der Wasserlinie auf einer Länge von rund 15 Metern aufgeschlitzt, ein Rumpfabschnitt mit Mannschaftskabinen sei voll Wasser gelaufen. Verletzte oder gar Tote gab es bei dem Unfall aber offenbar nicht. Gegen 7 Uhr morgens sei es der Crew der Viking Kirow gelungen, das Leck notdürftig abzudichten.

Das 1987 in Deutschland gebaute und 2008 renovierte Kreuzfahrtschiff Sergej Kirow fährt derzeit für Viking als Viking Kirow und wird vom Anbieter selbst als das “derzeit luxuriöseste Schiff in Russland” bezeichnet. Das Schiff fährt auf der klassischen Route von St. Petersburg über Jaroslawl nach Moskau. An Bord waren 202 Urlauber, vor allem Deutsche, Amerikaner und Russen. Sie wurden im Laufe des Vormittags von zur Hilfe kommenden Booten zunächst nach Rybinsk gebracht, wo sie medizinisch und psychologisch betreut werden und per Bus weiter nach Moskau gebracht werden sollen.

Unglaubliches Detail am Rande: Offenbar hatten 83 Passagiere sich geweigert das Schiff zu verlassen, bevor sie nicht ihr Frühstück eingenommen hatten.

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