Cruisetricks.de Kreuzfahrt-Ratgeber

2,19 Millionen Passagiere: Deutscher Kreuzfahrtmarkt wächst weiter rasant

Kreuzfahrtpassagiere in St. John's, Antigua

Der deutsche Kreuzfahrtmarkt ist 2017 erneut deutlich größer geworden: 2,19 Millionen Passagiere verzeichneten die Hochseekreuzfahrt-Reedereien 2017 aus dem deutschen Markt – eine Zunahme von 8,4 Prozent. Das ergab die jährliche Kreuzfahrtmarkt-Studie der Clia und des DRV, die anlässlich der Reisemesse ITB in Berlin veröffentlicht wurde.

Seit 2007 hat sich der deutsche Kreuzfahrtmarkt damit nahezu verdreifacht. Das Wachstum von 2016 auf 2017 stammt von den deutschen Reedereien: Verzeichneten sie 2016 noch 1.462.912 deutsche Passagiere, waren es 2017 schon 1.641.579. Die internationalen Reedereien verloren dagegen sogar leicht von 555.230 auf 546.894 deutschen Passagieren. Der gesamte Reisemarkt in Deutschland wuchs 2017 übrigens um acht Prozent nach 2,7 Prozent Rückgang im Vorjahr. Die Kreuzfahrt wächst also weiterhin stärker als der gesamte Reisemarkt.

Beliebtestes Fahrtgebiet der Deutschen ist Nordeuropa mit 28,1 Prozent Anteil an der Gesamtpassagierzahl. Es folgen das Mittelmeer mit 25,7 Prozent und die Karibik mit 10,9 Prozent. An der Beliebtheit der Fahrtgebiete insgesamt hat sich wenig verändert, lediglich Nordeuropa gewann 0,7 Prozentpunkte hinzu.

Die Karibik inklusive Bahamas und Bermudas ist vor allem bei jüngeren Passagieren bis 39 Jahren beliebt, ebenso wie Orient-Kreuzfahrten. Nach Asien reist dagegen überdurchschnittlich die Generation 50 und älter.

Das Durchschnittsalter aller deutschen Kreuzfahrtpassagiere blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich mit einem geringen Anstieg von 49,1 auf 49,6 Jahre. Überraschenderweise haben Passagiere im Alter ab 60 Jahren einen überproportionalen Anteil bei den internationalen Reedereien, während deutsche Reederreien bei den Jüngeren die Nase vorne haben.

Erstmals nicht mehr erfasst wurden in der Kreuzfahrt-Studie Umsatzzahlen der Reedereien und durchschnittliche Reisepreise. Die Statistiken basieren also ausschließlich auf der Zahl der Passagiere. Bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der Zahlen wurde jedoch zumindest angedeutet, dass die Umsätze der Reedereien von 2016 auf 2017 prozentual noch stärker gestiegen sind als die Passagierzahlen.