AIDA bekennt sich zu Landstrom im Hamburg

Ein klares Bekenntnis zu Landstromversorgung („Cold Ironing“) in Hamburg hat AIDA-Chef Michael Thamm anlässlich des ersten Parlamentarischen Abends von AIDA Cruises in Berlin abgegeben. Vor knapp 100 Bundestagsabgeordneten und Branchenvertretern sagte Thamm, man brauche spätestens für das 2015 in Betrieb gehende, neue 3.250-Passagiere-Schiff in Hamburg einen neuen Anleger, der das Schiff dann mit Energie aus Landstrom oder Erdgas („LNG“) versorgen können muss, sodass die Schiffsgeneratoren im Hafen nicht benötigt würden.

ANZEIGE

Thamm: „Unsere Schiffe können mit Landstrom umgehen. Sollte Landstrom höhere Kosten verursachen als die Stromerzeugung an Bord, dann werden wir das akzeptieren. Das ist dann unser Beitrag zum Umweltschutz.“ Hausherr des Parlamentarischen Abends in der Berliner Landesvertretung Hamburgs und Bevollmächtigter von Hamburg für Bund und EU, Staatsrat Wolfgang Schmidt, betonte ebenfalls, dass es eine Selbstverständlichkeit sei, dass ein neues Terminal im Hamburg mit Landstrom versorgt werde.

Die wenigen Häfen, die derzeit Kreuzfahrtschiffe mit Landstrom versorgen zeigen, dass höhere Kosten tatsächlich ein Thema sind: In Brooklyn, New York, wird der Landstrom am Kreuzfahrt-Terminal zu mehr als der Hälfte mit öffentlichen Fördergeldern bezuschusst. Das Beispiel Vancouver zeigt, dass vorhandene Landstrom-Angebote nur wenig genutzt werden – ein Grund dafür dürften die höheren Kosten des Landstroms sein.

AIDA-Chef Michael Thamm betonte in seiner Rede auch noch einmal, dass beiden für 2015 und 2016 geplanten, neuen Schiffe kein Schweröl mehr als Treibstoff einsetzen werden: „ Wir werden Schweröl verlassen und nur noch Destillate verbrennen.“ AIDA hatte bereits Anfang März angekündigt, dass die neuen Kreuzfahrtschiffe komplett auf Schweröl als Treibstoff verzichten werden. Thamm wies aber auch darauf hin, dass die Umstellung erhebliche Kosten verursache: Rechne man die Mineralölsteuer aus den Dieselpreisen heraus, sei der Marine Diesel als Treibstoff sogar teurer PKW-Diesel an der Tankstelle. Teilweise ausgleichen lasse sich dass durch effizientere Technik, mit dem sich der Treibstoffverbrauch bei den neuen Schiffen aus drei Liter pro Passagier auf 100 Kilometer reduzieren lasse.

Mit seinen Ausführungen zum Thema Landstrom und neues Terminal in Hamburg bestätigte Thamm indirekt auch, dass AIDA Hamburg als Heimathafen für das erste der beiden bei Mitsubish Heavy Industries in Japan gebauten AIDA-Schiffe anstrebe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.