AIDA steigt 2017 in den chinesischen Markt ein

AIDA Cruises wird ab Frühjahr 2017 mit einem eigenen Schiff in den chinesischen Markt einsteigen. Das hat die Muttergesellschaft Carnival Corp. heute in Shanghai auf der „10th Annual China Cruise Shipping“ bekannt gegeben. Carnival Cruise Line wird bereits 2016 die Carnival Miracle in China positionieren.

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Die Reisen auf dem noch nicht näher benannten AIDA-Schiff mit Basis in China sollen ausschließlich in asiatischen Märkten angeboten werden.

Auf Nachfrage von cruisetricks.de wollte sich AIDA Cruises noch nicht dazu äußern, welches Schiff für den chinesischen Markt vorgesehen ist. Das wolle man erst zu einem späteren Zeitpunkt kommunizieren. Spekulativ: In Frage käme ein Schiff der aktuell größten Schiffsklasse der Reederei mit AIDAblu, AIDsol, AIDAmar oder AIDAstella, aber auch – eher unwahrscheinlich – das Schwesterschiff der AIDAprima, das derzeit im japanischen Nagasaki gebaut wird und nach offiziellem Stand 2016 in Dienst gehen soll.

AIDA-Präsident Felix Eichhorn kommentiert: „AIDA wird mit seinem Lifestyle-orientierten und innovativen Produkt ‚Made in Germany‘ viele neue Gäste für diesen noch jungen Markt erschließen.“ Zugleich werde man aber mit den insgesamt vier Neubauten bis 2020 auch am deutschen Markt weiter wachsen.

Der ehemalige AIDA-Präsident Michael Ungerer ist seit 1. September 2015 als Chief Operations Officer Carnival Asia in Shanghai tätig und werde, so AIDA Cruises, vor Ort einen wertvollen Beitrag zu den Wachstumsplänen von AIDA in China leisten können. Er übernimmt zusammen mit dem dortigen Costa-Niederlassung die Koordination des China-Geschäfts. Auch Vertrieb und Marketing in den für AIDA neuen, asiatischen Märkten soll von dort aus gesteuert werden. Ungerers zunächst überraschender Umzug nach China bekommt mit der aktuellen Ankündigung eine neue Bedeutung.

Carnival-Schiff für China

Zunächst war unklar, welches Schiff bei Carnival Cruise Line für den chinesischen Markt eingesetzt werden soll – inwischen hat Carnivals CEO Arnold Donald in einem Interview mit Bloomberg TV erwähnt, dass es die Carnival Miracle sein wird. Carnival betont, man werde trotz des China-Engagements auch die Anzahl der im US-Markt eingesetzten Schiffe nicht reduzieren.

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Insgesamt steigen damit nun schon vier Marken der Carnival Corp. direkt in den chinesischen Markt ein beziehungsweise erweitern dort ihr Engagement mit brandneuen Schiffen: Princess Cruises (seit 2014 in China aktiv), Costa Cruises (seit 2006), Carnival Cruise Line und AIDA Cruises.

Nähere Details zu dem erweiterten China-Engagement wie Routenpläne und welches konkrete Schiff von AIDA nach China gehen soll, wollen die Kreuzfahrt-Unternehmen in den nächsten Monaten bekannt geben.

Die Carnival Miracle soll laut Reederei in China nicht mehr von der Firmenzentrale in den USA gemanagt werden. Man wolle – wie auch AIDA – stattdessen eng mit der dort bereits bestehenden Niederlassung der Schwestermarke Costa zusammenarbeiten. Dennoch beibehalten werde aber auch am chinesischen Markt der Grundcharakter von Carnival Cruise Line. Eines der Ziele sei, chinesische Kunden mit der Marke vertraut zu machen und damit mehr Gäste für die Reisen der US-Reederei in anderen Teilen der Welt wie etwa der Karibik zu gewinnen.

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