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Schiffs-Typhon

Aufbruchstimmung: Spanien öffnet, Flusskreuzfahrt beginnt, USA-Neustart schon Ende Juni

Es herrscht Aufbruchstimmung in der Kreuzfahrt: Nach langer Pandemie-Pause kommt die Branche jetzt schnell wieder in Schwung. Die Flusskreuzfahrt in Deutschland und Portugal beginnt Anfang Juni. Immer mehr Hochseeschiffe kommen ins Mittelmeer und die Fahrtrouten werden durch die Öffnung der spanischen und französischer Häfen vielfältiger. Und sogar in den USA gibt es jetzt die erste Genehmigung für eine Kreuzfahrt noch Ende Juni 2021.

Die Meldungen der Flusskreuzfahrt-Reedereien kommen fast stündlich: „Wir fahren wieder.“ Auf deutschen Flüssen ist der Starttermin typischerweise in der zweiten Juni-Woche. Und auch auf dem Douro in Portugal beginnt die Kreuzfahrt-Saison wieder beziehungsweise hat bei einigen Reedereien bereits begonnen. Auch auf Frankreich-Flusskreuzfahrten ab Ende Juni planen Reedereien bereits wieder.

Angesichts der niedrigen Inzidenz-Zahlen ist der touristische Hotelbetrieb innerhalb Deutschlands und eben auch in Portugal wieder erlaubt und damit dürfen auch die Flusskreuzfahrtschiffe fahren. Vor allem der Rhein bietet sich in Deutschland an – mit der Option, die Routen nach Frankreich (Straßburg), Schweiz (Basel) und die Niederlande auszudehnen, sobald gelockerte Reisebeschränkungen das zulassen. Aber auch Main und Donau sind vielfach schon wieder im Programm.

Spanien öffnet seine Häfen zum 7. Juni, Hamburg öffnet ebenfalls

In der Hochseekreuzfahrt öffnen immer mehr Länder ihre Häfen wieder für internationale Schiffe. Spanien macht zum 7. Juni 2021 wieder alle Kreuzfahrt-Häfen auf und damit auch die für das westliche Mittelmeer so wichtigen Häfen von Barcelona und Palma de Mallorca. Griechenland, Montenegro, Kroatien und Zypern sind ebenfalls offen für den Kreuzfahrt-Tourismus. Französische Mittelmeerhäfen laufen Kreuzfahrtschiffe wieder ab Ende Juni oder Anfang Juli an.

Auch Kreuzfahrten ab Hamburg sind ab 7. Juni wieder erlaubt (Mein Schiff 6 ab 11. Juni, AIDA ab Juli), nachdem Kiel bereits offen hat und in Warnemünde mit der AIDAsol am 1. Juli ebenfalls bald wieder die erste Kreuzfahrt abgefertigt wird.

Alle Informationen zu den Kreuzfahrt-Neustarts finden Sie in unserer Tabelle „Welche Kreuzfahrtschiffe fahren im Pandemie-Jahr 2021 wieder? Welche starten demnächst?“.

Hurtigruten fährt ab Juli auf der norwegischen Küstenroute wieder mit allen sieben Schiffen. Allerdings ist nach wie vor offen, wann auch Deutsche dort wieder mitfahren dürfen, denn bislang gibt es von der norwegischen Regierung keinen konkreten Öffnungstermin für ausländischen Tourismus.

Die Hoffnung der Reedereien auf weitere Öffnungen von Häfen für Kreuzfahrtschiffe in einzelnen Ländern insbesondere auch in der Ostsee und in Skandinavien liegt in den sinkenden Inzidenz-Zahlen und den steigenden Impfquoten in den meisten europäischen Ländern. Die derzeit geplanten Routen spekulieren auf weitere Öffnungen im Laufe des Juli 2021.

USA-Neustart: Erste Genehmigung für Starttermin 26. Juni erteilt

International ist der Neustart in den USA der größte Meilenstein: Nach mehr als einem Jahr Blockade durch die US-Gesundheitsbehörde CDC und zähem Ringen um die Startbedingungen hat Celebrity Cruises nun die Genehmigung bekommen, am 26. Juni von Fort Lauderdale aus wieder zu einer Karibik-Kreuzfahrt in See zu stechen. Viele weitere Reedereien stehen mit einem oder mehreren Schiffen in den Startlöchern und erwarten Genehmigungen in den kommenden Tagen.

Für geimpfte Passagiere hat die CDC zuletzt sogar die Corona-Restriktionen erstaunlich weit gelockert: Es sind keine Coronatests mehr nötig, Maskenpflicht gilt nur noch sehr eingeschränkt, „Social Distancing“ ist nur noch eine Empfehlung und selbst Buffet-Restaurants dürfen wieder mit Selbstbedienung öffnen. Wie die Reedereien das in Hinblick auf noch nicht geimpfte Passagiere, insbesondere Kinder umsetzen wollen, ist noch nicht bekannt.

Für Deutsche sind die Kreuzfahrten in den USA zunächst aber ohnehin unerreichbar, weil nach wie vor ein weitreichendes Einreiseverbot in die USA gilt.

Juristisches Geplänkel um Impfnachweis in Florida

Ein juristisches Fragezeichen gibt es aber nach wie vor in Florida: Der dortige Gouverneur hat eine Anordnung erlassen, die vom Parlament bestätigt wurde, derzufolge Unternehmen von ihren Kunden keinen Impfnachweis verlangen dürfen.

Die überwiegende Zahl der Reedereien will aber sicherstellen, dass mindestens 95 Prozent der Passagiere geimpft sind – einerseits, weil dann kaum Restriktionen an Bord gelten und sogar Buffets wieder öffnen dürfen und andererseits, weil es mit einer Impfpflicht viel unkomplizierter ist, die Genehmigung der Gesundheitsbehörde zu bekommen. Celebrity Cruises beispielsweise verlangt eine Impfung von allen Passagieren ab 16 Jahren, ab 1. August sogar ab 12 Jahren.

Einige namhafte Juristen halten das Gesetz in Florida zwar für verfassungswidrig. Dennoch müssen die Reedereien diesen Konflikt lösen, um nicht zunächst hohe Strafen zahlen zu müssen oder gar ganz daran gehindert zu werden, die Kreuzfahrten von Häfen in Florida beginnen zu lassen.

Alaska-Saison gerettet

Auch für die Alaska-Saison sieht es nun wider Erwarten sehr gut aus. Seit der US-Kongress eine Ausnahme vom Passenger Vessel Service Act beschlossen hat, können Kreuzfahrtschiffe ohne Zwischenstopp in Kanada nach Alaska fahren. Mehr zu diesem Thema finden Sie in unserem Beitrag „Neues US-Gesetz macht Alaska-Kreuzfahrten im Sommer 2021 möglich“.

Die in Alaska aktiven Reedereien wie beispielsweise Princess Cruises, Holland America Line, Norwegian Cruise Line, Royal Caribbean International oder Carnival Cruise Line haben bereits mit dem Verkauf der Reisen im Sommer 2021 begonnen.

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