Barbados

Barbados als Helfer in der Not für Kreuzfahrtschiff-Crew und Passagiere

Barbados zeigt sich weiterhin als Helfer in der Not bei der Rückführung von Crew auf Kreuzfahrtschiffen in ihre Heimatländer. Anders als fast alle Länder der Welt hält die Karibikinsel den Hafen von Bridgetown und den Flughafen dafür weiter offen. Schon zu Beginn der Coronavirus-Krise hatte Barbados eine wichtige Rolle bei der Rückführung von Kreuzfahrt-Passagieren gespielt.

Während die Reedereien in Florida gerade mit den US-Behörden über die Bedingungen streiten, zu denen Kreuzfahrtschiff-Crew in ihre Heimatlänge zurückgeführt werden dürfen, funktioniert die Abwicklung von entsprechenden Charterflügen und die Beförderung der Menschen vom Schiff zum Flughafen in Barbados offenbar reibungslos. So wickelt Royal Caribbean aktuell beispielsweise den Heimflug für indonesische Crew über Bridgetown ab.

Zwischenzeitlich hatte Barbados – laut Tourismusminister – bis zu 16 Kreuzfahrtschiffen das Ankern vor Barbados gestattet und sie bei der Versorgung und Logistik unterstützt.

AIDAperla: „Thank You, Barbados“

Mit emotionalen Gesten hatte sich die AIDAperla vor einigen Tagen von Barbados verabschiedet. Mit Lichtern schrieb die Crew die Worte „Thank You, Barbados“ außen aufs Schiff, berichtet der Tourismus-Minister von Barbados, Kerrie Symmonds, sichtlich bewegt in einer Online-Pressekonferenz am 28. April. AIDAperla-Kapitän Boris Becker hatte zuvor auch eine Videobotschaft auf Youtube veröffentlicht, in dem er sich bei Barbados für die große Unterstützung in dieser schwierigen Zeit bedankte:

Barbados zeigt sich weiterhin als Helfer in der Not bei der Rückführung von Crew auf Kreuzfahrtschiffen in ihre Heimatländer. Anders als fast alle Länder der Welt hält die Karibikinsel den Hafen von Bridgetown und den Flughafen dafür weiter offen. Schon zu Beginn der Coronavirus-Krise hatte Barbados
„We love you, Barbados. See you soon.“
Boris Becker, Kapitän AIDAperla

Er betont, was zuvor auch schon andere in der Kreuzfahrt-Branche geäußert hatten: „In diesen schwierigen Zeiten (…) kann man erkennen, wer deine wirklichen Freunde sind und auf welche Menschen man sich wirklich verlassen kann.“ Und weiter: „Wir sind sehr dankbar dafür und werden nicht vergessen, wie Sie uns unterstützt haben und wie wir uns auf Sie verlassen konnten in diesen schwierigen Zeiten.“

Barbados‘ Tourismusminister: „sicheren Hafen bieten, um Passagiere und Crewmitglieder nach Hause bringen“

In seiner Online-Pressekonferenz erklärt Kerrie Symmonds, Tourismusminister von Barbados, die Haltung seines Inselstaates: Einige Inseln hätten beschlossen, Kreuzfahrtschiffe nicht anlegen und die Passagiere nicht von Bord zu lassen. Barbados habe sie bewusste und durchdachte Entscheidung getroffen, das nicht zu tun, sondern mit der Kreuzfahrt so umzugehen, wie Partner miteinander umgehen sollten.

Kerrie Symmonds, Tourismusminister von Barbados, bei einer Online-Pressekonferenz
Kerrie Symmonds, Tourismusminister von Barbados, bei einer Online-Pressekonferenz

Symmonds: „Also haben wir Kreuzfahrtschiffen, von denen manche Barbados noch nicht einmal auf ihren Fahrtrouten hatten, einen sicheren Hafen geboten und erlaubt, die Passagiere und Crewmitglieder nach Hause zu bringen.“

Anders als die meisten Karibik-Inseln ist Barbados nicht nur ein Zwischenstopp-Hafen für Kreuzfahrtschiffe, sondern vielfach auch Start- und Zielhafen für Kreuzfahrten und profitiert daher besonders vom Kreuzfahrt-Tourismus.

Ein Vorteil in der Coronakrise sei für Barbados, so Symmonds, dass sich ein großer Teil des Tourismus im Luxusbereich abspiele. Diese Gäste seien nicht abhängig vom Flugplan bei Linien-Fluggesellschaften, sondern könnten mit Privatflugzeugen einfliegen, wofür der Flughafen der Insel weiterhin geöffnet sei. Da diese Gäste typischerweise sechs Wochen bleiben würden, sei auch die derzeit nötige 14tägige Quarantäne kein echter Hinderungsgrund, nicht zu kommen. Daher rechnet der Tourismusminister mit einem sanften Neustart des Tourismus auf der Insel bereits sehr bald.

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